SOEP 2014 - Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 31) des Sozio-oekonomischen Panels
Abstract
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Full text
Glemser, Axel; Huber, Simon; Bohlender, Anne Research Report SOEP 2014 - Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 31) des Sozio-oekonomischen Panels SOEP Survey Papers, No. 299 Provided in Cooperation with: German Institute for Economic Research (DIW Berlin) Suggested Citation: Glemser, Axel; Huber, Simon; Bohlender, Anne (2016) : SOEP 2014 - Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 31) des Sozio-oekonomischen Panels, SOEP Survey Papers, No. 299, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/129126 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
SOEP Survey Papers Series B - Survey Reports (Methodenberichte) The German Socio-Economic Panel study SOEP 2014 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 31) des Sozio-oekonomischen Panels 299 SOEP — The German Socio-Economic Panel study at DIW Berlin 2016 Axel Glemser, Simon Huber, Anne Bohlender
Running since 1984, the German Socio-Economic Panel study (SOEP) is a wide-ranging representative longitudinal study of private households, located at the German Institute for Economic Research, DIW Berlin. The aim of the SOEP Survey Papers Series is to thoroughly document the survey’s data collection and data processing. The SOEP Survey Papers is comprised of the following series: Series A – Survey Instruments (Erhebungsinstrumente) Series B – Survey Reports (Methodenberichte) Series C – Data Documentation (Datendokumentationen) Series D – Variable Descriptions and Coding Series E – SOEPmonitors Series F – SOEP Newsletters Series G – General Issues and Teaching Materials The SOEP Survey Papers are available at http://www.diw.de/soepsurveypapers Editors: Dr. Jan Goebel, DIW Berlin Prof. Dr. Martin Kroh, DIW Berlin and Humboldt Universität Berlin Prof. Dr. Carsten Schröder, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Jürgen Schupp, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Please cite this paper as follows: Axel Glemser, Simon Huber, Anne Bohlender (TNS Infratest Sozialforschung). 2016. SOEP 2014 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 31) des Sozio-oekonomischen Panels. SOEP Survey Papers 299: Series B. Berlin: DIW/SOEP This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License. © 2016 by SOEP ISSN: 2193-5580 (online) German Socio-Economic Panel (SOEP) | DIW Berlin Mohrenstr. 58 10117 Berlin, Germany Contact: [email protected]
AXEL GLEMSER, SIMON HUBER, ANNE BOHLENDER (TNS INFRATEST SOZIALFORSCHUNG) SOEP 2014 – METHODENBERICHT ZUM BEFRAGUNGSJAHR 2014 (WELLE 31) DES SOZIO-OEKONOMISCHEN PANELS München, 2015
Inhalt Seite Vorbemerkung 4 Überblick zur Entwicklung der SOEP-Stichproben 6 1 Erhebungsinstrumente 11 1.1 HAUSHALTS-Fragebogen 12 1.2 PERSONEN-Fragebogen 13 1.3 Interviewdauer der Kernfragebogen Haushalt und Personen 16 1.4 Zusatzfragebogen 18 2 Durchführung der Erhebung 20 2.1 Panelpflege 20 2.2 Zeitlicher Verlauf der Feldarbeit 21 2.3 Haushaltsmobilität und Adressenermittlungen 23 2.4 Interviewereinsatz und Zentrale Bearbeitung 26 2.5 Interviewmethoden und CAPI-Nutzung 31 3 Ergebnisse der Feldarbeit 34 3.1 Haushaltsebene 34 3.2 Teilnahme auf Personenebene 37 3.3 Partial Unit Nonresponse 40 3.4 Greifkraftmessung 41 4 Überführung der FID-Screeningstichproben 43 4.1 Erhebungsdesign 43 4.2 Erhebungsinstrumente 44 4.3 Ergebnisse der Feldarbeit 45 5 Datenverarbeitung und Datenaufbereitung im SOEP 50 6 Übergebener Datenbestand 53 Anhang 54 Stichprobenentwicklung auf Haushaltsebene 55 Stichprobenentwicklung auf Personenebene 69 SOEP Survey Papers 299 3 SOEP v31
Vorbemerkung Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) wird seit dem Jahr 1984 als Wiederholungsbefragung zur Beobachtung der Lebenssituation von privaten Haushalten in Deutschland durchgeführt. Im Erhebungsjahr 2014 hat TNS Infratest Sozialforschung die insgesamt 31. Datenerhebung des SOEP durchgeführt. Im Rahmen der SOEP-Hauptbefragung werden jährlich Daten zu unterschiedlichen Themen wie Wohnsituation, Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung, Gesundheit, Persönlichkeitsmerkmale und Einstellungen erhoben. Das SOEP als institutionalisierte „Serviceeinrichtung für die Forschung“ der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) ist am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) angesiedelt. Der Abteilung SOEP im DIW obliegt die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Die Durchführung der Erhebung – insbesondere die Erstellung der Erhebungsinstrumente, die Feldarbeit, die Panelpflege, die Datenprüfung und -aufbereitung – liegt seit der ersten Befragungswelle in der Verantwortung von TNS Infratest Sozialforschung in München. Zu den Aufgaben von TNS Infratest gehört unter anderem die methodische Dokumentation und Berichterstattung. Der vorliegende Methodenbericht bezieht sich auf die im Jahr 2014 durchgeführte Erhebung in den bestehenden Längsschnittsamples A – K sowie die Überführung des Stichprobensystems der Studie Familien in Deutschland (FiD) in den SOEP-Längsschnitt. Es handelt sich im Einzelnen um: Welle 31 für das SOEP/West 1984 (Stichproben A und B) Welle 25 für das SOEP/Ost 1990 (Stichprobe C) Welle 20 für die Zuwanderer-Befragung 1995 (Stichprobe D) Welle 17 für den Querschnitt 1998 (Stichprobe E) Welle 15 für den Querschnitt 2000 (Stichprobe F) Welle 13 für die Ergänzungsstichprobe High Income 2002 (Stichprobe G) Welle 9 für die Aufstockungsstichprobe 2006 (Stichprobe H) Welle 4 für das Aufwuchssample J 2011 Welle 3 für das Aufwuchssample K 2012 Welle 1 für die Kohortenstichproben (KH) 2010 (zuvor 4 Wellen als FiD) Welle 1 für die Screeningstichproben (SC) 2010 (zuvor 4 Wellen als FiD) Die Überführung des FiD-Stichprobensystems in die Dateninfrastruktur des SOEP stellte im Jahr 2014 eine Besonderheit dar. Die FiD-Stichproben bestehen aus zwei Hauptstichproben, die auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlicher Zielsetzung ins SOEP integriert wurden: die Kohortenstichproben wurden ausschließlich F2F nach SOEP-Standard analog zu den Längsschnittsamples A – K bearbeitet und werden auch in diesem Bericht zusammen mit diesen Stichproben behandelt. Die Screeningstichproben, die mit einem innovativen Erhebungsdesign in das SOEP integriert wurden, werden in einem gesonderten Kapitel behandelt. Weitere Besonderheiten des Erhebungsjahres 2014 waren die im zweijährigen Rhythmus erfolgende Greifkraftmessung sowie die Erhebung eines neuen Fragebogens für Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2002. SOEP Survey Papers 299 4 SOEP v31
Der folgende Methodenbericht geht zunächst auf die Erhebungsinstrumente (Abschnitt 1), die Durchführung der Erhebung (Abschnitt 2), die Ergebnisse der Feldbearbeitung in den bestehenden Längsschnittstichproben (Abschnitt 3) sowie die Integration der Screeningstichproben ein (Abschnitt 4). Die Prozesse der Datenprüfung und der übergebene Datenbestand werden in den Abschnitten 5 und 6 beschrieben. Das Mitarbeiterteam im Bereich SOEP der TNS Infratest Sozialforschung Zu den verantwortlichen Mitarbeitern der SOEP-Gruppe bei TNS Infratest gehörten im Jahr 2014: Im Bereich methodisch-konzeptionelle Projektleitung: Axel Glemser (Gesamtprojektleitung), Simon Huber, Anne Bohlender. Im Bereich Panelpflege, Feldarbeit/-organisation, Rücklaufund Dateiverwaltung: Gundula Daniel, Karen Ernst, Andrea Gensicke, Dirk Geue, Annika Ignell, Leonie Konhäuser, Luminita Mihailicenco, Christine Müller, Susanne Nägele, Karolina Pfont, Katja Reimann. Im Bereich Instrumentenentwicklung, DV-Programmierung, Datenprüfung, Berufeund Branchenvercodung: Stefan Burkhardt, Gabriele Geßner, Ulrike Geßner, Gottfried Große, Gerd Schütz, Andreas Stocker, Sibylla Zynda (freie Mitarbeiterin). Hinzu kommen zahlreiche Mitarbeiter der zentralen Service-Einheiten von TNS Infratest (z. B. F2FFeldorganisation, Datenproduktion, Abteilungen für Stichproben und angewandte Methoden), die sich beispielsweise mit der CAPI-Programmierung, allen Feldund Interviewer-bezogenen Prozessen oder der Gewichtung befassen. Zudem werden rund 500 Interviewerinnen und Interviewer für die einzelnen SOEP-Stichproben eingesetzt. SOEP Survey Papers 299 5 SOEP v31
Überblick zur Entwicklung der SOEP-Stichproben Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist den teilnehmenden Befragungspersonen und den Interviewern unter dem Titel LEBEN IN DEUTSCHLAND geläufig. Für die Datennutzer ist der Datenbestand des jeweiligen Befragungsjahres als einheitliche Gesamtstichprobe verfügbar („aktueller Querschnitt“). Tatsächlich handelt es sich beim SOEP aber um ein komplexes Stichprobensystem, das aus mehreren Teilstichproben besteht, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in das Haushaltspanel integriert wurden. Das Stichprobensystem des SOEP umfasst mittlerweile 12 Teilstichproben. Die Haushalte und Personen mit der längsten Verweildauer im Panel haben im Jahr 2014 zum 31. Mal an der Befragung teilgenommen (Stichproben A und B). Seit Beginn des neuen Jahrtausends wurden zahlreiche Erweiterungen des Stichprobensystems realisiert: Sample F ist als bevölkerungsrepräsentative Aufwuchsstichprobe angelegt und umfasste im Jahr 2000 rund 6.000 Haushalte. Sample G legte auf die gezielte Überrepräsentierung von Haushalten mit höherem Einkommen an und wurde im Jahr 2002 mit ca. 1.200 Haushalten in das SOEP integriert. Sample H aus dem Jahr 2006 (bevölkerungsrepräsentativ angelegt) umfasst 1.500 Haushalte. Sample J, ein weiterer bevölkerungsrepräsentativer Aufwuchs, wurde 2011 mit mehr als 3.000 Haushalten realisiert. Stichprobe K wurde ebenfalls bevölkerungsrepräsentativ angelegt und im Jahr 2012 mit 1.500 Haushalten etabliert. Die Kohortenstichproben (Sample KH) entstammen der ehemaligen Studie „Familien in Deutschland“ (FiD), die im Rahmen der Gesamtevaluation familienpolitischer Leistungen im Auftrag des BMF und des BMFSFJ zwischen 2010 und 2013 von TNS Infratest erhoben und vom DIW Berlin wissenschaftlich verantwortet wurden. Es handelt sich um Familien mit Kindern bestimmter Alterskohorten. 2014 konnten 1.247 Haushalte erfolgreich ins SOEPStichprobensystem integriert werden. Die Screeningstichproben (Sample SC) entstammen ebenfalls der Studie „Familien in Deutschland“. Es handelt sich um die familienpolitisch relevanten Zielgruppen Alleinerziehende, Mehrkindfamilien und Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen. 2014 konnten 2.015 Haushalte im Rahmen des SOEP realisiert werden. Da dieses Stichprobensystem im Gegensatz zu den Kohortenstichproben nicht in dem im SOEP etablierten F2F-CAPI-Modus überführt, sondern mit einem sequentiellen CATI-CAWI-CAPI-Ansatz bearbeitet wurde, wird Sample SC im Folgenden nicht zusammen mit den Längsschnittstichproben behandelt. Das Erhebungsdesign und die Bearbeitungsergebnisse werden in Kapitel 4 separat dargestellt. Tabelle 0.1 bildet die Entwicklung der einzelnen Teilstichproben auf Haushaltsund Personenebene ab. Aus Tabelle 0.2 werden die Veränderungen des Stichprobensystems auf Personenebene im Zeitverlauf (1984 – 2014) ersichtlich. Insgesamt konnten 2014 in den Fortführungsstichproben A – K 10.763 Haushalte für die Befragung gewonnen werden. Hinzu kommen 1.247 Haushalte aus den in diesem Erhebungsjahr integrierten Kohortenstichproben (KH). Damit ergibt sich ein Gesamtstichprobenumfang der Samples A – KH von 12.010 Haushalten. In diesen Haushalten haben sich insgesamt 20.507 Personen an der Studie beteiligt, indem sie entweder ein Personeninterview (20.259) gegeben oder den JUGEND-Fragebogen (248) ausgefüllt haben. SOEP Survey Papers 299 6 SOEP v31
Tabelle 0.1: Teilnehmer auf Haushaltsund Personenebene nach Teilstichproben (Ursprungs-) Stichprobe Haushalte Personen geb. 1996 und früher Personen geb. 1997 Personen geb. 2002 Teilnehmende Personen insgesamt A 1984 1.874 3.147 43 53 3.234 B 1984 302 555 16 11 582 C 1990 1.212 1.993 13 25 2.031 D 1995 213 359 6 5 370 E1 1998 78 127 1 1 129 F 2000 2.414 4.003 46 35 4.084 G 2002 641 1.161 7 8 1.176 H 2006 732 1.243 16 13 1.272 J 2011 2.110 3.453 45 42 3.540 K 2012 1.187 1.938 24 19 1.981 KH 2014 1.247 2.280 31 57 2.368 Gesamt 12.010 20.259 248 269 20.7762 1 Die geringere Teilnehmerzahl bei Stichprobe E resultiert aus der Überführung der interviewerbetreuten Haushalte in das SOEP-IS (Innovationssample). 2 26 der teilnehmenden Personen leben in Haushalten, für die in 2014 kein Haushaltsinterview vorliegt. Diese Haushalte gelten streng genommen als „nicht realisiert“, da hierfür ein Haushaltsinterview und mindestens ein Personenoder Jugendinterview vorliegen muss. Die Datensätze dieser Personen werden dennoch an das DIW Berlin ausgeliefert. SOEP Survey Papers 299 7 SOEP v31
Aufbau und Fragetext aus der Personenbefragung 2012, die Antwortmöglichkeiten aus dem Fragebogen von 2013 übernommen. 2013 waren an dieser Stelle die Stundenanzahl für eine bestimmte Beschäftigung an Werktagen sowie samstags und sonntags erhoben worden. In diesem Jahr beschränkte man sich auf Angaben zu einem durchschnittlichen Werktag. Auch Frage 11 zur Ausoder Weiterbildung einer Befragungsperson wurde leicht abgewandelt. Die Befragungsperson kann – besucht sie eine Hochschule – differenzierter angeben, um welche Art von Hochschule es sich dabei handelt, da nun auch die Nennung „Duale Hochschule/Berufsakademie“, „Sonstige Hochschule (z.B. Kunstoder Musikhochschule) und „Hochschule/Technische Hochschule“ neben den aus 2013 übernommenen Items „Fachhochschule“ und „Promotion“ möglich ist (die im Vorjahr auch aufgeführte Antwortmöglichkeit „Universität, sonstige Hochschule“ wurde weiter ausdifferenziert). Derzeitige Erwerbstätigkeit In Frage 27 wird erhoben, ob die Agentur für Arbeit an der Vermittlung der derzeitigen Stelle beteiligt war, sollte der/die Befragte erwerbstätig sein. Eine ihm vorgeschlagene Antwortmöglichkeit lautet „Ja, hat Vermittlungsgutschein für private Vermittlung ausgestellt“. An dieser Stelle wurde im Vorjahr noch nach der Höhe des Gutscheinbetrags gefragt. Auf diese Angabe wird nun verzichtet. Um zu unterstreichen, dass in Frage 33 nach der Größe des Gesamtunternehmens gefragt wird, in dem die Zielperson beschäftigt ist, wurde der Fragentext in diesem Jahr um die Zeile „Nicht gemeint ist hierbei gegebenenfalls die lokale Betriebsstätte“ ergänzt. Mit Frage 35 wird nun auch die Zusatzvariable „pstell“ erhoben, die Auskunft über die berufliche Stellung des/der Befragten gibt. Außerdem wurde die Struktur zur Angabe über die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter verändert, die erbeten wird, sollte der/die Befragte selbstständig sein. Zuletzt 2011 erhoben wurden die hier wieder aufgegriffenen Fragen 42 und 43, die erfassen, ob mit dem Arbeitsverhältnis der Zielperson eine besondere Arbeitszeitregelung verbunden ist. Die Fragen 44 und 45 stammen aus dem Personen-Fragebogen 2009 und erheben, ob der/die Befragte auch von zu Hause aus arbeitet bzw. wenn er/sie das nicht tut, ob er/sie diese Option in Anspruch nehmen würde, würde der Arbeitgeber sie ermöglichen. Nach zwei Jahren wurden auch die 2012 zuletzt gestellten Fragen 58 und 59 wieder integriert. Sie erheben, ob resp. in welcher Höhe der/die Befragte im vergangenen Monat Sonderzahlungen oder Zuschläge erhalten hat und ob er/sie bestimmte Zusatzleistungen wie etwa einen Firmenwagen oder ein Handy auch zur privaten Nutzung von seinem/ihrem Arbeitgeber erhält. Was war im letzten Jahr? Wie schon bei Frage 11 wurden auch bei Frage 69 die Angaben zu einem erworbenen Hochschulabschluss weiter ausdifferenziert. Die nun an dieser Stelle aufgelisteten Antwortmöglichkeiten entsprechen den bereits oben im Zusammenhang mit Frage 11 genannten. Die darauffolgenden Fragen 70 bis 77 sind allesamt in diesem Jahr zum ersten Mal Teil des Fragebogens. Dieses Modul befasst sich mit gegebenenfalls im letzten Jahr in Anspruch genommenen Weiterbildungsmaßnahmen. Erfasst wird, ob der/die Befragte an einer solchen Maßnahme teilgenommen hat, ob diese Maßnahme von der Agentur für Arbeit angeboten oder vom Arbeitgeber angeregt wurde, wie lange sie dauerte und ob sich der Arbeitgeber finanziell daran beteiligt hat. Gab ein/e Befragte/r an, nicht an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen zu haben, werden die Gründe dafür erfasst. SOEP Survey Papers 299 14 SOEP v31
Gesundheit und Krankheit Auf die Frage nach der subjektiven Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes folgen mit den Fragen 90, 91 und 92 drei Fragen, die in dieser Form seit 2002 jedes zweite Jahr verwendet werden. Sie befassen sich damit, ob und inwieweit die Gesundheitssituation des/der Befragten mit Einschränkungen im Alltag einhergeht sowie dem Stressempfinden in den letzten vier Wochen. Ob der Befragte Raucher oder Nichtraucher ist, erfasst Frage 94, welche in dieser Form 2010 zuletzt gestellt wurde. Ebenfalls aus der Befragung 2010 wurde Frage 95 zur Relevanz gesunder Ernährung für den/die Befragte/n übernommen, die seit 2004 ebenfalls in einem Zwei-Jahres-Rhythmus gestellt wird. Dem Personenfragebogen 2012 entnommen sind die Fragen 100 bis 102 zum Körpergewicht und der Körpergröße sowie zu chronischen Erkrankungen. Bei Frage 109 wurden die Antwortmöglichkeiten im Vergleich zum Vorjahr verkürzt - beispielsweise von „Ja, zahle bereits einen Zusatzbeitrag“ auf „Zusatzbeitrag“. Ebenfalls dem Personenfragebogen 2012 entstammt das Modul zur Krankenversicherung und dem Versicherungsnehmer (Fragen 113 bis 117). Damit wird erfragt, wer Versicherungsnehmer ist, ob dieser noch weitere Personen mitversichert, wie hoch der monatliche Beitrag ist, und ob es sich um eine Krankenversicherung mit Selbstbeteiligung handelt. Einstellungen und Meinungen Die Frage 120 zur Parteipräferenz des/der Befragten wurde um das Item „AfD“ ergänzt. Gemäß des Wahlturnus wurde Frage 121 zur Partei, die der/die Befragte bei der letzten Bundestagswahl gewählt hat, auch 2014 gestellt. Hier wurde ebenfalls das Item „AfD“ ergänzt. Seit 2009 nicht mehr gestellt und 2014 wiederaufgegriffen wurde die Frage 122 nach der politischen Selbsteinordnung des Befragten auf einer Links-Rechts-Skala. In Frage 123 werden Themengebiete aufgelistet, die dem/der Befragten Sorgen bereiten könnten. Gegenüber der Vorjahreswelle wurde auf die Items zur Sorge um das Ansteigen der Inflation, vor globalem Terrorismus sowie der Stabilität des Euros verzichtet. Mit den Fragen 124 und 125 wird erneut eine Frage aus der Erhebung 2009 aufgegriffen. An dieser Stelle sollen die Befragten angeben, ob sie, wenn sie an die Zukunft denken, Optimisten oder Pessimisten sind und wie hoch sie ihre Risikobereitschaft bei verschiedenen Aktivitäten (etwa Autofahren) oder der eigenen beruflichen Karriere einschätzen würden. Familiäre Situation und Herkunft Bei Frage 127 zum Familienstand der Zielperson wurde das Item „Ledig“ um den Nachsatz „war nie verheiratet“ erweitert. Aus 2012 übernommen wurde Frage 134, die erfasst, ob der/die Befragte die Absicht hat, in den kommenden zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen, sollte er diese nicht schon besitzen. Frage 135 ist in dieser Form noch nicht im SOEP erfasst worden. Der Einleitungstext zur Frage, in dem vom Herkunftsland die Rede ist, wurde jedoch in einem ähnlichen Kontext schon in der Erhebung 2012 verwendet. Dort lautete die Frage, ob die Zeitung, die der/die Befragte liest, aus seinem Herkunftsland kommt. Hier ist nun, im Anschluss an den Einleitungstext, gefragt, wie heimisch sich die Befragungsperson bei Aufenthalten in ihrem Herkunftsland fühlt. Neu ist auch Frage 136, die erfasst, ob die Zielperson in den letzten zwei Jahren ihr Herkunftsland besucht hat und wenn ja, für wie lange. In Anlehnung an den bereits im Kontext von Frage 135 erläuterten Fragetext aus 2012 wird in Frage 137 erfasst, in welcher Sprache die Medien verfasst sind, die der/die Befragte nutzt, um sich über das Weltgeschehen zu informieren. Wie verbunden sich die Zielperson mit ihrem Herkunftsland und Deutschland fühlt, erfassen die Fragen 138 und 139, die ebenfalls aus der Personenbefragung 2012 übernommen wurden. Wiederum aus 2009 stammen die Fragen 140, 141 und 142, die die Verbundenheit der/des SOEP Survey Papers 299 15 SOEP v31
Befragten mit ihrem Ort resp. ihrer Wohngegend erfassen. Die Fragen 143 bis 148, ebenfalls übernommen aus 2009, erfassen, ob sich der/die Befragte vorstellen kann, ins Ausland zu ziehen oder so einen Schritt bereits plant. Der Fragebogen schließt mit der Frage 151 nach der allgemeinen Lebenszufriedenheit der Befragten. Erfasst wird auch sie mit der bereits oben beschriebenen 11er-Skala. 2013 bestand diese Frage aus drei Items: der gegenwärtigen Lebenszufriedenheit sowie der angenommenen Lebenszufriedenheit in einem Jahr und in fünf Jahren. Auf die Fragen nach der für die Zukunft angenommenen Lebenszufriedenheit wurde 2014 verzichtet. 1.3 Interviewdauer der Kernfragebogen Haushalt und Personen Die Sollvorgabe für die Dauer des Fragenprogramms beträgt durchschnittlich 15 Minuten für den HAUSHALTS-Fragebogen und 30 Minuten für den PERSONEN-Fragebogen. In einem typischen Haushalt mit zwei Befragungspersonen ergibt sich daraus eine zeitliche Netto-Belastung von 75 Minuten Interviewzeit – nicht berücksichtigt sind dabei die Kontaktzeiten, die Überprüfung der Haushaltszusammensetzung über das Adressenprotokoll und das Ausfüllen von Zusatzfragebogen. Zur Kontrolle der tatsächlichen Interviewdauer wird die benötigte Zeit am Ende jedes Interviews dokumentiert. Die Berechnung der Ist-Zeiten wurde getrennt für Interviews im PAPI-Modus und für Interviews im CAPI-Modus durchgeführt und umfasst nicht eine eventuelle Mehrbelastung durch Zusatzfragebogen wie Mutter-Kind Fragebogen, Jugendfragebogen oder andere. In die Basis der durchschnittlichen Interviewdauer im PAPI-Modus fließen ausschließlich Haushalte in den Stichproben A bis H ein, da in den Haushalten der Stichproben J, K und KH ausschließlich computergestützte persönliche Interviews geführt werden. Dementsprechend erfolgt die Ermittlung der Durchschnittsdauer von CAPI-Interviews unter Einbeziehung sämtlicher Stichproben. Tabelle 1.1 zeigt die Ist-Werte der durchschnittlichen Interviewdauer in den SOEP-Altstichproben für die Jahre 2013 und 2014. Die durchschnittliche zeitliche Interviewbelastung eines Modellhaushalts mit zwei Befragungspersonen lag 2014 bei 92 Minuten (PAPI) bzw. bei 73 Minuten (CAPI). Im Vergleich zum Vorjahr konnte die zeitliche Belastung der Haushalte im Zuge der Fragebogenredaktion für das Erhebungsprogramm 2014 somit um 13 (PAPI) bzw. 19 Minuten (CAPI) reduziert werden. Dadurch gelang es, die Interviewbelastung der Befragungshaushalte dem vereinbarten Umfang wieder anzunähern bzw. im Falle von CAPI-Interviews im Mittel sogar knapp zu unterschreiten. Wie bereits im Vorjahr zeigte sich auch 2014, dass durch die Anwendung der CAPI-Technik, insbesondere beim PERSONEN-Fragebogen, die Interviewdauer gegenüber PAPI-Interviews verkürzt werden kann. Dies liegt u. a. an der etwas effizienteren Interviewführung im CAPI, da die Filterführung automatisch erfolgt und nicht auf dem Papier nachvollzogen werden muss. Die durchschnittliche Belastung eines Modellhaushaltes kann also durch Einsatz der CAPI-Technik dem Zielwert deutlich angenähert werden. Denkbar bleibt allerdings, dass sich die Gesamtbelastung eines Haushaltes mit wachsender Anzahl der Haushaltsmitglieder tendenziell erhöht, weil die CAPI-Technik zu einer zeitlichen Abfolge von „Face-to-face“-Interviews mit allen Haushaltsmitgliedern nacheinander zwingt, während die Papierfragebogen (oder Teile davon) leichter von einzelnen Haushaltsmitgliedern parallel ausgefüllt werden können. Nicht berücksichtigt ist hierbei der zusätzliche Zeitbedarf, falls eine oder mehrere Personen im Haushalt einen oder mehrere Zusatzfragebogen beantworten. SOEP Survey Papers 299 16 SOEP v31
Tabelle 1.1: Durchschnittliche Interviewdauer bei persönlich-mündlichen Interviews (PAPI) und computergestützten persönlichen Interviews (CAPI) in den Fortführungsstichproben A – KH 1 Es gilt die Annahme: Haushalt mit zwei Befragungspersonen im Erwachsenenalter. 2 Hier liegen keine Werte vor, da die interviewerbetreuten Haushalte aus Stichprobe E in das SOEP-IS (Innovationssample) überführt wurden. 3 Hier liegen keine Werte vor, da in den Stichproben J, K und KH ausschließlich computergestützte persönliche Interviews durchgeführt werden. 4 Hier sind keine CAPI-Werte angegeben, da die Kohortenstichproben bis einschließlich 2013 im Rahmen des Projektes Familien in Deutschland mit teilweise deutlich abweichenden Instrumenten befragt wurden. Haushaltsfragebogen Personenfragebogen Zeitliche Belastung eines Modell-Haushalts1 Soll-Werte: 15 30 75 Jahr: 2013 2014 2013 2014 2013 2014 Ist-Werte: PAPI CAPI PAPI CAPI PAPI CAPI PAPI CAPI PAPI CAPI PAPI CAPI A Deutsche/West 18 15 17 16 37 35 33 27 92 85 83 70 B Ausländer/West 18 14 16 15 39 35 34 28 96 84 82 71 C Deutsche/Ost 24 16 24 17 44 36 38 27 112 88 100 71 D Zuwanderer 18 15 20 15 40 39 35 29 98 93 90 73 E Querschnitt 1998² - - - - - - - - - - - - F Querschnitt 2000 21 15 21 17 42 38 36 29 105 91 93 75 G Obere Einkommen 20 16 16 16 40 35 36 27 100 86 88 70 H Aufstockung H 22 16 23 17 43 37 29 29 108 90 81 75 J Aufstockung J -³ 15 -³ 17 -³ 38 -³ 29 -³ 91 -³ 75 K Aufstockung K -³ 15 -³ 16 -³ 38 -³ 28 -³ 91 -³ 72 KH Kohorten -³ -4 -³ 19 -³ -4 -³ 28 -³ -4 -³ 75 Gesamt (A – H) 19 15 20 16 41 37 36 28 102 89 92 72 Gesamt (A-KH) - 15 - 17 - 37 36 28 - 89 92 73 Differenz Soll-Ist +5 0 +5 +2 +11 +8 +6 -2 +27 +14 +17 -2 SOEP Survey Papers 299 17 SOEP v31
1.4 Zusatzfragebogen Im SOEP 2014 wurden elf „Zusatzfragebogen“ eingesetzt, die nicht von allen Haushalten bzw. Personen zu beantworten waren, sondern nur von bestimmten, genau definierten Personengruppen: LEBENSLAUF-Fragebogen für alle neu in einen Panel-Haushalt zugezogenen Personen, die 1996 oder später geboren wurden. Seit dem Aufwuchssample J 2011 wird dieser Fragebogen bereits im Rahmen des Erstwellenerhebungsprogramms (integriert in das CAPI-Programm des Personenfragebogens) eingesetzt. Der Fragebogen erfasst wesentliche biografische Informationen und wird einmalig erhoben. JUGEND-Fragebogen für alle Personen im Haushalt, die 1997 geboren wurden. Der Jugendfragebogen stellt eine altersgemäße Ausdifferenzierung der biografischen Hintergrundinformationen dar, die von jeder Befragungsperson einmalig erfragt werden und wird bei Jugendlichen des entsprechenden Jahrgangs anstelle des PERSONEN- (sowie LEBENSLAUF-) Fragebogens erhoben. „Lust auf DJ“ ist ein Zusatzfragebogen zur Kompetenzmessung für Jugendliche. Dieses Instrument wird seit dem Erhebungsjahr 2006 eingesetzt. Es handelt es sich um einen kognitiven Test, der im Anschluss an den JUGEND-Fragebogen zum Einsatz kommt und den Entwicklungsstand der Jugendlichen erfassen soll. Der Test wird als eigenes Instrument getrennt vom JUGEND-Fragebogen ausschließlich im PAPI-Modus erhoben und ist als so genannter Power-Test angelegt, das heißt der Jugendliche hat für jede der (insgesamt drei) Aufgaben eine bestimmte Zeit zur Verfügung (7+10+10 = insgesamt 27 Minuten). Die Durchführung des Tests setzt die Anwesenheit eines Interviewers/einer Interviewerin voraus, weshalb er in Haushalten, die ausschließlich schriftlichpostalisch an der Erhebung teilnehmen, nicht durchgeführt werden kann. „Fragebogen für Schülerinnen und Schüler“ für Personen im Haushalt, die 2002 geboren wurden. Mit der Entwicklung dieses Fragebogens, der 2014 erstmals zum Einsatz kam, wurde das Einstiegsalter in die Erhebung LEBEN IN DEUTSCHLAND erheblich gesenkt und somit ein wichtiger Ausbauschritt für die Weiterentwicklung lebenslaufbezogener Angaben von Minderjährigen vollzogen. 2 Die mit diesem Instrument erhobenen thematischen Schwerpunkte sind Schule, Zuhause und Freizeit, Gesundheit, Selbstbild sowie Freunde, Geschwister und Eltern. Der Ausbau „kindbezogener“ Erhebungsinstrumente im Rahmen des SOEP stellte – beginnend mit dem Erhebungsjahr 2003 – in der vergangenen Dekade eine kontinuierliche und zentrale Weiterentwicklung der Lebenslaufinformationen dar. 2014 wurden folgende kindbezogene Instrumente eingesetzt: „Mutter und Kind A“ für Mütter von Kindern, die in 2014 geboren wurden (bzw. in 2013, aber nach der letzten Befragung). „Ihr Kind im Alter von 2 oder 3 Jahren“ (Mutter und Kind B) für Mütter von Kindern, die in 2011 geboren wurden. „Ihr Kind im Alter von 5 bis 6 Jahren“ (Mutter und Kind C) für Mütter von Kindern, die in 2008 geboren wurden. „Ihr Kind im Alter von 7 bis 8 Jahren“ (Elternfragebogen D) für Mütter und Väter von Kindern, die 2006 geborenen wurden. „Ihr Kind im Alter von 9 bis 10 Jahren“ (Mutter und Kind E) für Mütter von Kindern, die in 2004 geboren wurden. 2 Der nächste Ausbauschritt für die Weiterentwicklung lebenslaufbezogener Angaben von Minderjährigen wird mit dem Fragebogen „Frühe Jugend“ in der Erhebungswelle 2015 einem Pretest unterzogen und 2016 für alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgang 2002 eingesetzt werden. SOEP Survey Papers 299 18 SOEP v31
„Personenbefragung 2013 Nacherhebung Kurzfassung“ („LÜCKE“-Fragebogen) für temporäre Ausfälle des Vorjahres, um die „Lücke“ in den Längsschnittdaten zu minimieren. Es handelt sich um eine Kurzversion des PERSONEN-Fragebogens, mit dem vor allem Eckdaten zum Erwerbsverlauf nacherhoben werden Zusatzfragebogen „Die verstorbene Person“ für Panelteilnehmer, die seit der letzten Befragung einen Todesfall in ihrem Haushalt oder ihrer Familie zu beklagen hatten. Bis auf den „LÜCKE“-Fragebogen, mit dem bei temporären Ausfällen fehlende Angaben des Vorjahres erhoben werden, handelt es sich weitgehend um biografieorientierte Fragebogen, die einmalig zu erhebende Sachverhalte abfragen. Es handelt sich um Hintergrunddaten, die im Optimalfall für alle Befragten – die in die jeweilige Zielgruppe fallen – vorhanden sein sollten. Dieses Ziel erfordert eine weitgehende Konstanz der Fragebogen über die Panelwellen hinweg – eine Anforderung, die im Verlauf der Jahre auch weitgehend erfüllt werden konnte. Zwar hat es mitunter leichte Überarbeitungen oder Erweiterungen in den Fragebogen gegeben, in den meisten Jahren konnten die Fragebogen aber unverändert in der Fassung des Vorjahres eingesetzt werden. Dies galt auch für das SOEP 2014. SOEP Survey Papers 299 19 SOEP v31
2 Durchführung der Erhebung 2.1 Panelpflege Das Panelpflegekonzept des SOEP setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen und umfasst eine Reihe von Incentivierungsmaßnahmen. Die personenbezogene Incentivierung erfolgt für die Stichproben A – H seit 2008 vor allem in Form eines 5-Euro-Loses der Deutschen Fernsehlotterie, das etwa zwei Wochen vor Feldstart zusammen mit dem Ankündigungsanschreiben verschickt wird. Ausgenommen hiervon sind Teilnehmer, die im Vorjahr ausfielen. Insofern handelt es sich bei diesem Kernstück der personenbezogenen Incentivierung um eine „unkonditionierte Vorabincentivierung“ in Bezug auf die laufende Erhebung, aber um eine „konditionierte Incentivierung“ in Bezug auf die Vorwelle. Eine Einschränkung dieses Prinzips besteht darin, dass Personen, die in der Vorwelle nicht teilgenommen haben, das Los im Falle der Teilnahme an der laufenden Erhebung erst dann erhalten, wenn sie in der laufenden Welle doch wieder teilgenommen haben, also im Anschluss an das Interview. Diese Praxis wird gewählt, um in Haushalten, in denen im Vorjahr sowohl teilnehmende als auch nicht teilnehmende Personen lebten, keine falsche Anreizstruktur zu schaffen, die „Wiedereinsteiger“ in die Panelbefragung aber insofern für ihre Teilnahme angemessen incentiviert werden, als sie das Los im Anschluss an die Befragung zugeschickt bekommen. Im Jahr 2011 wurde in einem Teil der Althaushalte der Samples A – H ein Incentivierungsexperiment begonnen, um die Auswirkungen einer Cash-Incentivierung auf die Teilnahmebereitschaft in den Längsschnittstichproben zu testen. In einer zufällig gewählten Teilstichprobe wurden im Anschluss an die Befragung durch den Interviewer pro Haushaltsinterview 5 Euro und pro Personeninterview 10 Euro ausgehändigt bzw. im Rahmen der zentralen Bearbeitung ein Scheck in der entsprechenden Höhe versandt. Die Bargeldincentivierung dieser Haushalte wurde seitdem – und somit auch 2014 – fortgeführt. In den Samples J und K kam die Cash-Incentivierung bereits zum Zeitpunkt der Institutionalisierung der neuen Stichprobe zum Einsatz und wurde seitdem fortgesetzt. Im Anschluss an die Befragung durch den Interviewer werden pro Haushaltsinterview € 5,- und pro Personeninterview € 10,- ausgehändigt. Neben der personenbezogenen Incentivierung werden im SOEP weitere Anreize gesetzt, die für den Gesamthaushalt bestimmt sind und vom Interviewer überreicht werden (das so genannte Haushaltsgeschenk). 2014 handelte es sich dabei um einen USB-Speicherstick. SOEP Survey Papers 299 20 SOEP v31
Übersicht über weitere Maßnahmen zur Panelpflege 2014 (Stichproben A – KH): Ankündigungsschreiben (mit oder ohne Los etwa zwei Wochen vor Feldstart, siehe oben). Dieser Versand wird personenbezogen durchgeführt. Befragtenbroschüre mit publizierten Ergebnissen aus dem SOEP, die vom Interviewer übergeben wird bzw. bei der zentralen Bearbeitung dem Haushalt zugeschickt wird. Die Zusendung von zusätzlichem Informationsmaterial an interessierte Zielpersonen wird mehrheitlich in der Telefonbearbeitung genutzt. Allerdings nimmt die Zahl der Zielpersonen zu, die das Kontaktformular unserer Website www.leben-in-deutschland.info nutzen, um Infomaterial zu erhalten. Dabei handelt sich hauptsächlich um SOEP-basierte Wochenberichte des DIW Berlin, seltener auch um Kopien von Zeitungsberichten, die sich auf SOEP-Ergebnisse beziehen, oder um den Datenreport. Dankeschreiben mit Portocard (jeweils an den Haushaltsvorstand adressiert) im Herbst des jeweiligen Erhebungsjahres. Auf die 2005 eingeführte Homepage www.leben-in-deutschland.info wird in den Ankündigungsschreiben am Jahresbeginn sowie in der gesamten Korrespondenz hingewiesen. Auf der Webseite gibt es auch ein Kontaktformular, das die Befragten nutzen können, um Adressenänderungen und sonstige wichtige Informationen mitzuteilen. Die Website wird etwa alle drei bis vier Monate aktualisiert. Dabei werden neue SOEP-basierte Veröffentlichungen vorgestellt, sowie Pressereaktionen und Informationen, die für Befragte und Interviewer in der laufenden Welle von Interesse sein könnten, thematisiert. Maßnahmen für eine erweiterte Panelpflege waren: das „Uhrenmännchen“ als Zusatzgeschenk für Jugendliche, die neben dem JUGEND-Fragebogen auch den Zusatzfragebogen „DJ“ ausfüllen, ein Fotoleporello für alle Mütter von neugeborenen Babys, die den Zusatzfragebogen „MUTTER UND KIND“ (MUKI A) ausfüllen sowie ein Puzzlespiel für Schülerinnen und Schüler, die den SCHÜLER-Fragebogen beantwortet haben. Im Anlagenband zum Methodenbericht 2014 sind das Anschreiben an die Feldhaushalte sowie die Broschüre enthalten. 2.2 Zeitlicher Verlauf der Feldarbeit Die Feldzeit für die Fortführungsstichproben 2014 betrug etwa acht Monate, beginnend mit den Stichproben A – H Ende Januar und endend mit den Nachbearbeitungsund Konversionsprozessen für sämtliche Stichproben Mitte Oktober. Die Feldarbeit für die Stichproben J und K begann aufgrund abweichender Bearbeitungsprozesse (z. B. Bargeldincentivierung und ausschließliche Bearbeitung mit CAPI) rund zwei Wochen später. Für die Kohortensamples wurde die Feldarbeit – analog zu den Bearbeitungszeiten von „Familien in Deutschland“ der vergangenen Jahre – im Juni aufgenommen, um den Zielhaushalten den Umstieg von FiD auf LID hinsichtlich Terminierung der Interviews zu erleichtern. Tabelle 2.1 gibt den zeitlichen Verlauf der Befragung 2014 nach Bearbeitungsmonaten wider. Nach etwa eineinhalb bis zwei Monaten ist bei SOEP-Studien üblicherweise bereits etwa die Hälfte aller Nettohaushalte realisiert. Mindestens 80 % aller Haushalte werden während der ersten drei Monate interviewt. SOEP Survey Papers 299 21 SOEP v31
Tabelle 2.1: Zeitlicher Verlauf der Feldarbeit 2014: Final bearbeitete Haushalte in Prozent der Nettostichprobe1 Sample A-H Sample J/K Sample KH Januar 8.4 - - Februar2 48.6 28.3 - März 73.1 66.3 - April 85.2 81.7 - Mai 92.4 89.2 - Juni 95.6 93.5 42.8 Juli 98.0 96.7 80.8 August 99.2 98.8 92.7 September 99.9 100.0 99.7 Oktober 100.0 100.0 100.0 1 Angegeben sind kumulierte Prozentwerte basierend auf dem Monat des letzten Haushaltskontakts. 2 Inklusive Fälle ohne Bearbeitung (sog. „Vorabausfälle“). Der Großteil aller Interviews – und somit auch Daten – wird also in einer relativ kurzen Zeitspanne produziert. Die verbleibenden Monate werden fast ausschließlich auf sogenannte „schwierige“ Haushalte verwendet. Dabei handelt es sich beispielsweise um: umgezogene Haushalte, deren Adresse recherchiert werden muss; neu gebildete Haushalte; nie erreichte Personen, teilweise in Verbindung mit Krankheit, arbeitsbedingter Abwesenheit, Auslandsaufenthalt usw.; Personen, die sich dem Interviewer gegenüber nicht mehr befragungsbereit zeigen und deren Fall dann zur weiteren Abklärung der Teilnahmebereitschaft an die zentrale Bearbeitergruppe übergegeben wird (telefonisches Kontaktinterview; ggf. individuelles Anschreiben; Zusendung der Unterlagen (Stichproben A-H) bzw. erneuter Interviewereinsatz (Stichproben J-KH); mehrfache Erinnerungsaktionen oder Nachfragen bei Personen, die sich die Unterlagen zusenden lassen, aber nicht ausgefüllt zurücksenden. Nur durch diese sehr langen und aufwendigen Nachbearbeitungsprozesse ist es möglich die Panelmortalität möglichst gering und damit die Panelstabilität möglichst hoch zu halten. SOEP Survey Papers 299 22 SOEP v31
2.3 Haushaltsmobilität und Adressenermittlungen Eng verbunden mit der „Panelpflege“, die die Teilnahmemotivation der Panelhaushalte stützen soll, ist die „Adressenpflege“. Die ständige Adressenaktualisierung ist erforderlich, um Panelteilnehmer auch dann auf ihrem Lebensweg „weiterverfolgen“ zu können, wenn sie nicht mehr an der Adresse anzutreffen sind, an der sie zuletzt befragt wurden. Die Adressenpflege beschränkt sich im SOEP nicht auf die eigentliche Feldzeit im engeren Sinne, sondern wird kontinuierlich betrieben. Hinweise auf Adressenänderungen ergeben sich teilweise bereits aus den über das Jahr verteilten Anschreiben im Rahmen der Panelpflege. Weitere Hinweise ergeben sich erst im Laufe der aktuellen Feldarbeit. Informationen zur Ermittlung neuer Adressen kommen teilweise von den Befragungshaushalten selbst, teilweise von den Interviewern und teilweise durch spezielle Recherchen über die Post oder Einwohnermeldeämter. All diese Informationen werden laufend in die zentrale Adressendatei eingegeben und dort verfügbar gehalten. Mobilität tritt in Haushalts-Panelbefragungen in zwei Formen auf: Einerseits entstehen in jeder Welle Neuhaushalte durch den Auszug einzelner Befragungspersonen aus teilnehmenden Althaushalten; andererseits verziehen Haushalte auch als gesamte Einheit. In beiden Fällen müssen die Adressen recherchiert werden. Hinzu kommen Haushaltsauflösungen bedingt durch Tod, Wegzug in das Ausland oder die Rückkehr von Zielpersonen in den Ursprungshaushalt. Auch hier erfordert die Klärung des Sachverhalts mehr oder weniger aufwendige Recherchen. Tabelle 2.2 zeigt die Haushaltsmobilität sowie die Zahl der Adressenänderungen, die im Laufe des Jahres 2014 in den Samples A – KH auftraten und dazu die Quote erfolgreich ermittelter neuer Adressen. Tabelle 2.2: Haushaltsmobilität und Adressenermittlung Stichproben A – KH 2014 Absolut In % Haushaltsbrutto 2014 13.990 100,0 Alte Haushalte gesamt (inkl. temporäre Ausfälle des Vorjahres) 13.597 97,2 Verzogene Haushalte 1.168 8,3 Haushaltsauflösungen 138 1,0 Neue Haushalte 393 2,8 Adressenermittlung: Basis: Verzogene + Neue Haushalte 1.561 100,0 Adresse ermittelt 1.490 95,5 Die Haushaltsmobilität, im Sinne des Umzugs ganzer Haushalte, liegt üblicherweise zwischen 8 und 10 % des Gesamtbruttos und betrug 8,3 % in 2014. Auch der Anteil von Einzelpersonen, die aus einem bestehenden Befragungshaushalt auszogen (mit der Folge der Entstehung eines „neuen SOEPSOEP Survey Papers 299 23 SOEP v31
Tabelle 2.6b: Eckwerte der Feldbearbeitung 2014 der Stichproben J, K und KH Stichprobe J K KH J - KH Abs. In % Abs. In % Abs. In % Abs. In % (1) Bruttostichprobe gesamt 2.542 100,0 1.455 100.0 1.518 100.0 5.515 100.0 - Teilnehmer des Vorjahres 2.305 90,7 1.281 88,0 1.362 89,7 4.948 89,7 - Ausfälle aus Vorjahreswellen („weiche“ Verweigerer, nicht erreichte Haushalte etc.) 158 6,2 130 8,9 124 8,2 412 7,5 - Neue Haushalte 79 3,1 44 3,0 32 2,1 155 2,8 (2) Bearbeitungsform Keine Bearbeitung (endgültige Vorabverweigerungen, Auslandsverzüge, gesamter Haushalt verstorben) 11 0,4 6 0,4 3 0,2 20 0,4 Face-to-Face (CAPI) 2.531 99,6 1.449 99,6 1.515 99,8 5.495 99,6 (3) Bearbeitungserfolg (=Nettofallzahl absolut bzw. Ausschöpfung in %) 2.110 83,0 1.187 81,6 1.247 82,1 4.544 82,4 - Teilnehmer des Vorjahres 2.039 88,5 1.133 88,4 1.175 86,3 4.347 87,9 - Ausfälle aus Vorjahreswellen („weiche“ Verweigerer, nicht erreichte Haushalte etc.) 29 18,4 31 23,8 57 46,0 117 28,4 - Neue Haushalte 42 53,2 23 52,3 15 46,9 80 51,6 SOEP Survey Papers 299 30 SOEP v31
Der Bearbeitungserfolg der Stichproben J und K (vgl. Tabelle 2.6b) liegt mit 88,5 % bzw. 88,4 % realisierter Haushalte unter den Teilnehmern des Vorjahres zwar noch deutlich unter dem Vergleichswert der interviewerbetreuten Haushalte der Stichproben A – H (94,2 %). Berücksichtigt man aber die Tatsache, dass sich beide Stichproben mit der 3. bzw. 4. Befragungswelle noch in der Konsolidierungsphase befinden, sind die Erfolgsquoten als sehr gut zu bewerten. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Teilnahmequoten um 8,7 Prozentpunkte (Sample J) bzw. 6,9 Prozentpunkte (Sample K) gesteigert werden. Im kommenden Erhebungsjahr 2015 werden sich die Teilnahmequoten der Stichproben J und K voraussichtlich in etwa auf dem Niveau der Stichproben A – H Hinsichtlich der Haushalte der Kohortenstichproben, die zwar insgesamt zum fünften Mal befragt wurden, aber erstmals als Teilnehmer der Studie Leben in Deutschland, ist bemerkenswert, dass trotz des thematischen Umstiegs eine Teilnahmequote von 86,3 % erzielt wurde (FID 2013: 86,1 %). Der aufgrund des Studienwechsels zu erwartende Einbruch in der Response Rate blieb somit aus. 2.5 Interviewmethoden und CAPI-Nutzung Wie im vorherigen Abschnitt erläutert, folgen die Interviewmethoden in den Altstichproben A – H einem mixed mode approach. Die verwendeten Methoden sind das persönlich-mündliche Interview (face to face), das wiederum durch PAPI oder CAPI erfolgen kann sowie das Selbstausfüllen des Fragebogens durch die Befragungsperson. Letzteres wird in zwei Varianten eingesetzt, zum einen im Rahmen der „Zentralen Bearbeitung“ in Form der schriftlich-postalischen Befragung (MAIL-Interview) und zum anderen im Rahmen der Interviewerbearbeitung als alternative Option zum mündlichpersönlichen Interview (SELF-Interview). Die Option SELF-Interview, also das Verteilen von PAPIFragebogen durch die Interviewer zum Selbstausfüllen, war ursprünglich als Ausnahme gedacht. Mit zunehmendem Bestehen einer Stichprobe ist dieser Modus aber oft die einzige Option eine niedrige Partial Unit Nonresponse in größeren Haushalten zu erzielen, da hier die Möglichkeit besteht, dass mehrere Personen in einem Haushalt gleichzeitig ihre Fragebogen ausfüllen oder, dass Personen, die während der Anwesenheit des Interviews im Haushalt nicht befragt werden konnten, den hinterlegten Fragebogen nachträglich ausfüllen. Der Einsatz von CAPI in den Stichproben A – H entscheidet sich zunächst bei der Auswahl des Interviewers. Das ist eine Entscheidung der TNS Infratest-Feldabteilung, die in Abstimmung mit TNS Infratest Sozialforschung den Feldeinsatz steuert. Seit 2000 wurde ein Großteil der für Infratest tätigen Interviewer sukzessive mit Laptops ausgestattet. Einige erfahrene ältere SOEP-Interviewer haben den Umstieg auf die computergestützte Befragung allerdings nicht mitvollzogen und arbeiten weiterhin als „Sonderstab“ für die Studie „LEBEN IN DEUTSCHLAND“. Ein Verzicht auf diese Interviewer wäre ohne Einbußen an Panelstabilität im SOEP nicht möglich. Bei Umbesetzungen, etwa aus Altersgründen, wird dann ein Laptop-Interviewer aus dem allgemeinen TNS-InfratestInterviewerstab eingesetzt. Die Ausstattung mit einem Laptop impliziert bei der Mode-Wahl in den Altstichproben allerdings nicht notwendigerweise einen Wechsel von PAPI zu CAPI. Insbesondere bei älteren Zielpersonen, die bereits seit vielen Jahren an der Studie teilnehmen, können Gewöhnungseffekte an die papierbasierte Befragung bestehen. Grundsätzlich gilt aber die Prämisse, die CAPI-Quote zu maximieren. Die CAPI-Technik wurde in verschiedenen Teilstichproben des SOEP zu unterschiedlichen Zeitpunkten und unter verschiedenen Rahmenbedingungen eingeführt. Der Anteil der Interviewmethoden variiert SOEP Survey Papers 299 31 SOEP v31
daher auch zwischen den Teilstichproben. Tabelle 2.7 zeigt die entsprechenden Zahlen, bezogen auf die Durchführung des PERSONEN-Interviews im Jahr 2014. Zu beachten ist, dass in der Stichprobe H bei der Erstbefragung CAPI als Erhebungsmode vorgeschrieben war. Erst ab Welle 2 konnten Interviewer in den Haushalten vor Ort Papierfragebogen einsetzen, bzw. war das Selbstausfüllen für Haushalte als Option möglich. Dementsprechend hoch sind der Face-to-FaceAnteil und insbesondere die CAPI-Quote in dieser Stichprobe im Vergleich zu den anderen Altstichproben. Die jüngeren Stichproben (J, K und KH) werden ausschließlich in CAPI durchgeführt. Aufgrund der Zielsetzung einer möglichst hohen F2F-Teilnahmequote sind derzeit keine Maßnahmen für eine gemäß des in den Stichproben A – H praktizierten Modells einer schriftlichen „Zentralen Bearbeitung“ vorgesehen. Tabelle 2.7: Interviewmethode nach Teilstichproben in Prozent1 interviewergestützt Zentral bearbeitet CAPI PAPI SELF Gesamt MAIL A – D 24 15 36 74 26 E2 - - - - 100 F 34 17 32 83 17 G 34 10 42 85 15 H 62 6 24 91 9 A – H 31 14 34 79 21 J/K 100 - - 100 - KH 100 - - 100 - 1 Basis: PERSONEN-Fragebogen 2 Die durch Interviewer betreuten Haushalte aus Stichprobe E wurden in das SOEP-IS (Innovationssample) überführt. Insgesamt wurde die Befragung im SOEP im Jahr 2014 in den Stichproben A – H zu 45 % in der Form persönlich-mündlicher Interviews durchgeführt (vgl. Tabelle 2.7). Schließt man diejenigen Personen mit ein, die durch Interviewer betreut wurden, den Papierfragebogen aber selbst ausgefüllt haben, erfolgten 79 % der Interviews interviewergestützt. 21 % wurden schriftlich-postalisch im Rahmen der zentralen Bearbeitung erhoben. Allgemein gilt die Tendenz: Je „älter“ eine Stichprobe, desto höher ist der Anteil der MAIL-Interviews. Dies erklärt sich aus dem im vorigen Abschnitt geschilderten Prozess des Umstiegs von der interviewerbetreuten Befragung zur zentralen Bearbeitung, die eine Art „Auffangmechanismus“ darstellt, wenn Befragte vom Interviewer vor Ort nicht mehr zur Teilnahme gewonnen werden können. So beträgt der Anteil der MAIL-Interviews in der Stichprobe H nur 9 %, während er in den Altstichproben A – D bei 26 % liegt. SOEP Survey Papers 299 32 SOEP v31
Auch die SELF-Methode hat in den Altstichproben A – D einen höheren Anteil (36 %) als in den „jüngeren“ Stichproben F und H. Am häufigsten wurde die Methode des Selbstausfüllens allerdings in der Stichprobe G gewählt (42 %), also von den Haushalten im oberen Einkommensbereich. Das hängt möglicherweise mit einem verstärkten Bedürfnis nach Diskretion bei der Beantwortung von Einkommensund Vermögensfragen zusammen. SOEP Survey Papers 299 33 SOEP v31
3 Ergebnisse der Feldarbeit 3.1 Haushaltsebene Grundlegende Voraussetzung für die langfristige Lebensfähigkeit eines Haushaltspanels ist die Stabilität der Stichprobe im Zeitverlauf. Die Stichprobenentwicklung ergibt sich dabei aus einer Mischung von Faktoren, die auf der einen Seite demografische Entwicklungen in der Grundgesamtheit widerspiegeln (z. B. Haushalte existieren nicht mehr oder neue Haushalte entstehen) und auf der anderen Seite abhängig vom Befragungserfolg sind (Erreichbarkeit und Teilnahmebereitschaft der Panelhaushalte). Alle Informationen, die für eine Analyse der Stichprobenentwicklung und ihrer Komponenten im SOEP erforderlich sind, stellt TNS Infratest in den so genannten „Bruttodaten“ auf Haushaltsund Personenebene zur Verfügung. Diese werden für jede Panelwelle zusammen mit den eigentlichen Befragungsdaten („Nettodaten“) in strikt anonymisierter Form ausgeliefert. Ausgewählte Aspekte aus den Bruttoinformationen sind diesem Bericht als Anhang beigefügt. Die dort aufgeführten Tabellen zeigen bestimmte Komponenten der Panelentwicklung im Zeitverlauf, jeweils getrennt für die Teilstichproben A – KH. Diese Zeitreihen können auch Grundlage für eine Prognose der Panelentwicklung in den kommenden Jahren sein. Maßgebliche Kenngröße für die Prognose und die entsprechende Ist-Entwicklung ist der Index der „Panelstabilität“, auf den bereits im Überblick zur Entwicklung der SOEP-Stichproben kurz eingegangen wurde. Nach mehreren Jahren rückläufiger Panelstabilität in den Fortführungsstichproben A - H und einer positiven Entwicklung in 2012 und 2013 ist der Koeffizient in 2014 mit 95,0 % (gegenüber 95,4 % in 2013) zwar leicht rückläufig, hat sich aber auf sehr hohem Niveau stabilisiert (vgl. auch Abbildung 0.3). Bei Betrachtung der einzelnen Teilstichproben zeigt sich, dass vor allem die etablierten Altstichproben A (Westdeutsche 1984), B (Ausländer West 1984) und C (ostdeutsche Haushalte 1990) allesamt eine etwas höhere Panelstabilität aufweisen als im Vorjahr (siehe Tab. 3.1). Ein nennenswerter Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist nur in der Stichprobe G (High-Income 2002) zu verzeichnen (-3,8 Prozentpunkte). Die jüngeren Aufwuchsstichproben J und K, die sich mit Befragungswelle 4 bzw. 5 in der Konsolidierungsphase befinden weisen ebenfalls erfreulich hohe Stabilitätsquoten auf: Der Koeffizient für Stichprobe J konnte mit 91,5 % gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte und der für Stichprobe K (92,7 %) um beachtliche 8,8 Prozentpunkte gesteigert werden. Beachtenswert ist zudem die Panelstabilität von 91,6 % in der Stichprobe KH, die die Erwartungen deutlich überstieg. Angesichts dessen, dass diese Stichprobe in den Jahren zuvor unter einem anderen Studientitel (Familien in Deutschland) mit abweichenden Erhebungsinstrumenten und anderer Feldzeit erfolgte, und somit durch die begleitenden Informationsmaterialien und vor allem die Interviewer erst in den Haushalten Überzeugungsarbeit zur weiteren Teilnahme geleistet werden musste, ist die Überführung dieser Stichprobe in das Stichprobensystems des SOEP als äußerst gelungen zu bewerten. SOEP Survey Papers 299 34 SOEP v31
Tabelle 3.1: Komponenten der Panelstabilität 2014 (Haushaltsebene), Stichproben A – KH Stichprobe Teilnehmer 2013 Ausfälle unter Teilnehmern 2013 (Panelmortalität) Neue Haushalte 2014 RückKehrer 2014 Teilnehmer 2014/ Panelstabilität Panelstabilität 2013 A abs. 1.949 -143 36 32 1.874 In % 100 -7,3 1,8 1,6 96,2 95,9 B abs. 321 -34 3 12 302 In % 100 -10,6 0,9 3,7 94,1 92,8 C abs. 1.250 -84 24 22 1.212 In % 100 -6,7 1,9 1,8 97,0 95,3 D abs. 232 -23 1 3 213 In % 100 -9,9 0,4 1,3 91,8 92,4 E abs. 82 -7 0 3 78 In % 100 -8,5 0,0 3,7 95,1 89,1 F abs. 2.567 -226 32 41 2.414 In % 100 -8,8 1,2 1,6 94,0 95,0 G abs. 677 -67 22 9 641 In % 100 -9,9 3,3 1,3 94,7 98,5 H abs. 783 -74 13 10 732 In % 100 -9,5 1,7 1,3 93,5 95,7 J abs. 2.305 -266 42 29 2.110 In % 100 -11,5 1,8 1,3 91,5 90,2 K abs. 1.281 -148 23 31 1.187 In % 100 -11,6 1,8 2,4 92,7 83,9 KH abs. 1.362 -187 15 57 1.247 In % 100 -13,7 1,1 4,2 91,6 92,9 A – H abs. 7.861 -658 131 132 7.466 A – H In % 100 -8,4 1,7 1,7 95,0 95,4 A – KH abs. 12.809 -1.259 211 249 12.010 A – KH In % 100 -9,8 1,6 1,9 93,8 94,2 SOEP Survey Papers 299 35 SOEP v31
Die einzelnen Komponenten der Panelstabilität als Saldo aus der negativen Größe „Panelmortalität“ und den kompensierenden positiven Größen „Zahl der Rückkehrer-Haushalte“ und „Zahl der erstmals teilnehmenden neuen Haushalte“ sollen im Folgenden, aggregiert für die Stichproben A – KH, genauer erläutert werden: Panelmortalität Es gibt in einer Panelstudie unterschiedliche Möglichkeiten, Panelmortalität darzustellen. Man kann in langfristiger Betrachtung etwa fragen: Wie viele Teilnehmer aus Welle 1 sind in Welle 5 noch vorhanden? Oder wie viele Teilnehmer des Jahres 1990 sind im Jahr 2014 noch vorhanden? Darstellungen dieser Art liegen von Seiten des DIW vor. An dieser Stelle beschränken wir uns auf die kurzfristige Betrachtung der Entwicklung von einem Befragungsjahr zum nächsten. Bezugsbasis sind die Teilnehmer des Vorjahres. Die Ausfälle unter den Teilnehmerhaushalten des Vorjahres stellen die sogenannte „Panelmortalität“ dar. Von den üblichen Ausfallgründen in repräsentativen Umfragen spielen bestimmte Ausfälle im SOEP aufgrund der intensiven Feldarbeit praktisch so gut wie keine Rolle. So gibt es nur sehr wenige Ausfälle wegen „Nichtantreffbarkeit“: Eine Person, die in der neunmonatigen Feldarbeit unter Einsatz verschiedener Anspracheformen (persönlich, telefonisch, schriftlich) nie zu erreichen ist, ist in der Regel aus einem schwerwiegenden Grund verhindert, der nach Möglichkeit (und mit erheblichem Aufwand) recherchiert wird. Ebenso gibt es aufgrund der intensiven Adressenrecherchen nahezu keine Ausfälle aufgrund falscher oder fehlender Adressen (vgl. Abschnitt 2.3). Es gibt in den SOEP-Befragungen daher im Wesentlichen nur zwei Ausfallgründe: entweder ein Haushalt existiert nicht mehr oder er ist zur Teilnahme an der Befragung nicht weiter in der Lage oder nicht mehr bereit. In Tabelle A 1.5 im Anhang sind die Ausfälle in Prozent des Gesamtbruttos dargestellt. Rund 1 % der teilnehmenden Haushalte des Vorjahres wurde 2014 als aufgelöster Haushalt geführt. Haushaltsauflösungen kommen zustande durch Tod, Wegzug ins Ausland, Rückkehr in einen bestehenden anderen Panelhaushalt oder endgültige Nichtauffindbarkeit einer Person. Dieser Anteil ist über die Jahre sehr konstant und lag beispielsweise im Jahr 2013 bei 0,9 %. Der größte Teil der Panelmortalität entfällt auf Haushalte, die zumindest im laufenden Jahr nicht zur Teilnahme bereit sind. Wenn die Gründe dafür eher situativ sind, wird der Haushalt als „temporärer Ausfall“ eingestuft. Wenn die weitere Teilnahme an der Befragung grundsätzlich und eindeutig abgelehnt wird (Verweigerung), wird ein Haushalt als „endgültiger Ausfall“ klassifiziert. Unabhängig von dieser Einstufung ist der Haushalt in der laufenden Welle ein Ausfall und damit Teil der „Panelmortalität“. 2014 haben 7,6 % der Haushalte des Gesamtbruttos die Teilnahme „hart“ verweigert, 5,5 % wurden als temporärer Ausfall geführt. Rückkehrer Ausfälle des Vorjahres, die als „vorläufig“ eingestuft wurden, gehen in die Bruttostichprobe des Folgejahres ein. Immerhin 31,6 % der 2013 als vorläufige Ausfälle eingestuften Haushalte konnten 2014 in einem erneuten Anlauf für die weitere Teilnahme an der Befragung gewonnen werden. Diese Teilnehmer bezeichnen wir als „Rückkehrer“. Die Panelmortalität des Vorjahres wird damit sozusagen SOEP Survey Papers 299 36 SOEP v31
rückwirkend korrigiert, und zwar in diesem Jahr in einer Größenordnung von 1,9 Prozentpunkten, bezogen auf die Gesamtzahl der Vorjahresteilnehmer. In der Stabilitätsrechnung taucht nur der erfolgreich bearbeitete Teil der Ausfälle des Vorjahres auf. Die vollständigen Zahlen sind in den Tabellen des Anhangs dokumentiert: die jeweilige Bruttofallzahl in Tabelle A 1.1, die jeweilige Nettofallzahl in Tabelle A 1.2 und die Teilnahmequote (Prozent) in Tabelle A 1.3. Der Beitrag zur Panelstabilität ist in Tabelle A 1.7 dargestellt. Neue Haushalte In etwa 3 % aller Panelhaushalte gibt es von einem Jahr zum nächsten eine „Abspaltung“, also den Auszug eines Haushaltsmitglieds. Dieser führt im Sinne der dem SOEP zugrunde liegenden Panelmethodik zu einem „neuen Haushalt“. Die von Jahr zu Jahr etwas unterschiedliche Anzahl neuer Haushalte wurde in Abschnitt zur Haushaltsmobilität bereits erwähnt. Im Erhebungsjahr 2014 konnten 53,7 % der neu gebildeten Haushalte zur Teilnahme gewonnen werden. Die Erfolgsquote ist also deutlich niedriger als in den „alten“ Haushalten, wo sie bei 90,2 % angesiedelt ist. Die Erklärung dafür ist, dass der Auszug eines Mitglieds aus einem Haushalt in der Regel eine grundlegende Veränderung der Lebenssituation darstellt (z. B. Auszug aus dem elterlichen Haushalt bei jungen Personen, Auszug eines Partners in Scheidungsfällen). Dies wird oft zum Anlass genommen, die Teilnahme an der Befragung zu beenden – zumal nicht nur die aus dem „alten“ Panelhaushalt ausgezogene Person weiter befragt werden soll, sondern auch alle Mitglieder des „neuen“ Haushalts (z. B. neue Partner). Die Bilanz der Stichprobenentwicklung im Sinne der Panelstabilität wird durch die Einbeziehung der neuen Haushalte dennoch pro Jahr um ca. zwei Prozentpunkte verbessert, 2014 waren es 1,6 %. Die vollständigen Zahlen zu den neuen Haushalten sind wiederum in den Tabellen des Anhangs dokumentiert: Die Zahl entstehender Haushalte (Brutto) in Tabelle A 1.1, die Zahl der zur Teilnahme gewonnenen Haushalte in Tabelle A 1.2, die Teilnahmequote in Tabelle A 1.3. Der Beitrag zur Panelstabilität ist in Tabelle A 1.7 dargestellt. 3.2 Teilnahme auf Personenebene Kernfragebogen Im Vergleich zu anderen Repräsentativbefragungen, bei denen in der Regel nur eine Person im Haushalt befragt wird, ist für das als Haushaltspanel angelegte SOEP die möglichst vollständige Teilnahme aller Haushaltsmitglieder wesentlich. Nur unter dieser Voraussetzung können eine Vielzahl wichtiger Merkmale auf der Haushaltsebene direkt erhoben werden, so dass nicht etwa ProxyAngaben anderer Haushaltsmitglieder herangezogen werden oder auf Basis von sonstigen Angaben einer Befragungsperson Schätzwerte auf Haushaltsebene modelliert werden müssen. Dies gilt insbesondere für Variablen des thematischen Kerns des SOEP wie die Einkommen im Haushalt. SOEP Survey Papers 299 37 SOEP v31
Ein Haushalt gilt dann als realisiert, wenn der HAUSHALTS-Fragebogen und mindestens ein PERSONENoder JUGEND-Fragebogen auswertbar vorliegen. Ausgehend von dieser Mindestanforderung besteht die Zielsetzung der Feldarbeit darin, möglichst alle weiteren Haushaltsmitglieder im Befragungsalter zur Teilnahme zu gewinnen. Mittlerweile bestehen im SOEP drei anhand des Alters bzw. des Geburtsjahres abgrenzbare Personengruppen im Befragungsalter: der in 2014 erstmals flächendeckend eingesetzte Fragebogen für Schülerinnen und Schüler des Geburtsjahrganges 2002 stellt nun den Einstieg in die SOEPBefragung dar und hat das Befragungsalter für die erste Befragung im Zyklus eines SOEPTeilnehmers somit auf 11 bis 12 Jahre gesenkt. Die zweite Personengruppe sind im Haushalt lebende Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren (2014: Jahrgang 1997). Diese beantworten den Jugendfragebogen (und soweit der Haushalt F2F bearbeitet wird den Kompetenztest „Lust auf DJ“). Jede weitere Person im Haushalt eines älteren Jahrgangs beantwortet den Personenfragebogen (2014: Jahrgang 1996 und älter). Tabelle 3.2 gibt die Basiszahlen auf Personenebene für das Erhebungsjahr 2014 wieder. Der Gesamtbestand an Personen der Stichproben A – KH, der im „Bruttoband“ für das Jahr 2014 dokumentiert ist, umfasst insgesamt 32.880 Personen. Darin enthalten sind alle Haushaltsmitglieder in allen Haushalten, die im Jahr 2014 für die Befragung vorgesehen waren (Bruttostichprobe). Insgesamt waren das 26.148 Personen. Die restlichen 6.732 Personen sind nicht in einem der oben angegebenen Jahrgänge geboren und sind damit für das Jahr 2014 nicht für die Befragung vorgesehen. Als Grundlage zur Berechnung der Teilnahmequoten auf Personenebene werden zunächst die teilnehmenden Haushalte herangezogen. Darüber hinaus sind verstorbene oder ins Ausland verzogene Haushaltsmitglieder vom ursprünglichen Bruttobestand abzuziehen. Es verbleiben 22.544 Personen, die die Basis für die Berechnung der Teilnahmequote (Response Rate) bilden. Tabelle 3.2: Basiszahlen auf Personenebene für 2014: Stichproben A – KH Alle Personen Personen im Befragungsalter Nicht zu befragende Personen Jg.1996 und älter Jg. 1997 Jg. 2002 Ges. Personen im Bruttoband 2014 32.880 25.482 339 327 26.148 6.732 davon: In teilnehmenden Haushalten1 28.517 22.176 287 291 22.754 5.763 Brutto für Response-RateBerechnung (Ohne Verstorbene/ins Ausland Verzogene) 28.274 21.970 285 289 22.544 5.730 Fragebogen liegt vor 20.750 20.2342 2473 269 20.750 0 Teilnahmequote (Response Rate) in % 73,4 92,1 86,7 93,1 92,0 - 1 Haushaltsfragebogen liegt vor. 2 Zusätzlich haben 25 Personen einen Personenfragebogen ausgefüllt, es liegt jedoch kein Haushaltsinterview vor. 3 Zusätzlich hat eine Person einen Jugendfragebogen ausgefüllt, es liegt aber kein Haushaltsinterview vor. SOEP Survey Papers 299 38 SOEP v31
Insgesamt haben 20.234 Befragte in teilnehmenden Haushalten den PERSONEN-Fragebogen beantwortet. Das entspricht einer Teilnahmequote von 92,1 % und liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2013: 92,3 %). Die Teilnahmequote der Jugendlichen des Jahrgangs 1997, die üblicherweise merklich unter derjenigen von älteren Haushaltsmitgliedern liegt, die bereits mehrfach an der Befragung teilgenommen haben, ist mit 86,7 % dennoch beachtlich hoch und gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (2013: 84,8 %). Bemerkenswert ist die Response Rate bei dem erstmals erhobenen Instrument für Schülerinnen und Schüler. 269 der 289 zu befragenden Personen des Jahrgangs 2002 haben diesen Fragebogen ausgefüllt. Das entspricht einer Teilnahmequote von 93,1 %, die somit sogar etwas höher liegt als die der langjährigen Panelteilnehmer. Alles in allem liegen 20.750 Fragebogen in teilnehmenden Haushalten vor, was in einer Gesamt-Response-Rate auf Personenebene von 92,0 % resultiert. Zusatzfragebogen In Tabelle 3.3 sind die Bearbeitungsergebnisse zu den in 2014 eingesetzten Zusatzfragebogen aufgeführt. Bis auf den Kompetenztest für Jugendliche („Lust auf DJ“), der im Rahmen der F2FBearbeitung als Ergänzung zum Jugend-Fragebogen durch die Jugendlichen selbst bearbeitet wird, erheben die kindbezogenen Instrumente im Grunde Proxy-Informationen über Kinder und Jugendliche eines bestimmten Geburtsjahrgangs. Die Fragebogen werden – bis auf den Elternfragebogen, der möglichst von beiden Elternteilen vorliegen sollte – von einem Elternteil, in der Regel der Mutter, bearbeitet. Bei Betrachtung der Deckungsrate, die angibt, für wie viele der in teilnehmenden Haushalten lebenden Kinder der entsprechenden Altersgruppe ein Fragebogen vorliegt, zeigt sich eine erfreulich hohe Teilnahmebereitschaft von 92 % bis 98 %. Tabelle 3.3: Anzahlund Deckungsraten der Zusatzfragebogen (Stichproben A – KH)1 Referenzgröße Anzahl Interviews Deckungsrate Kognitiver Kompetenztest (“Lust auf DJ”)2 219 204 93.2 “Mutter und Kind” (MuKi A) 279 258 91.8 „Ihr Kind im Alter von 2 oder 3 Jahren“ (MuKi B) 302 286 94.7 „Ihr Kind im Alter von 5 oder 6 Jahren“ (MuKi C) 580 568 97.9 „Ihr Kind im Alter von 7 oder 8 Jahren“ (Eltern D)3 321/642 307/521 95.6/81.2 „Ihr Kind im Alter von 9 oder 10 Jahren“ (MuKi E) 336 324 96.4 1 Die Zahlen beziehen sich auf die jeweilige Zielpopulation in teilnehmenden Haushalten. Für die kindbezogenen Instrumente ist die Referenzgröße die Anzahl der Kinder der entsprechenden Altersgruppe, die in teilnehmenden Haushalten leben. Die Deckungsrate für diese Fragebogen gibt an, für wie viele Kinder ein Fragebogen vorliegt. 2 Der Test wird nur in Haushalten eingesetzt, die durch Interviewer bearbeitet werden. Zudem muss die Zielperson den Jugendfragebogen ausgefüllt haben. 3 Im Gegensatz zu den anderen kindbezogenen Instrumenten soll der Elternfragebogen nicht nur von einem Elternteil (in der Regel die Mutter) sondern von beiden Eltern ausgefüllt werden. Für 307 (95.6%) der 321 in 2006 geborenen Kinder, die in teilnehmenden Haushalten leben, liegt mindestens ein Fragebogen vor. Alles in allem wurden 521 Fragebogen ausgefüllt. In 81.2% der Fälle haben also beide Eltern den Fragebogen zum betreffenden Kind ausgefüllt. SOEP Survey Papers 299 39 SOEP v31
Tabelle 4.3: Überblick über die einzelnen Bruttoebenen der Gesamtstichprobe N in % der Bruttostichprobe Brutto gesamt1 2.868 100,0 Brutto CAWI 2.822 98,4 Brutto CATI2 2.692 94,0 Brutto CAPI3 1.426 49,7 1 Einschließlich Neu-Haushalte, die sich aus der laufenden CAPI Feldarbeit ergeben haben und daher weder im CAWInoch im CATI-Brutto enthalten sind. 2 Für 130 Haushalte des CAWI-Bruttos lagen keine Telefonnummern vor. 3 Haushalte, die: während der CATI-Phase nicht erreicht wurden und nicht Online teilgenommen haben; während der CATI-Phase erreicht wurden, aber auf CAPI bestanden; eine Online-Teilnahmebereitschaft geäußert hatten, aber bis Ende Oktober nicht teilgenommen haben; während der laufenden CAPI-Feldarbeit entstanden sind (Neu-Haushalte). Insgesamt konnten 2.015 Haushalte interviewt werden, davon 1.122 per CAWI und 893 mit CAPI. Die Gesamt-Response-Rate für die Screeningstichproben betrug 70,3 % (vgl. Tabelle 4.4). Differenziert nach Erhebungsmodus betrug die Response Rate bei CAWI 39,8 % und die bei CAPI 62,2 %. Im Vergleich zu den sonstigen ehemaligen FiD-Stichproben, den Kohortensamples, die weiterhin exklusiv in CAPI erhoben wurden, liegt die Gesamt-Response Rate der Screeningstichproben 11,8 Prozentpunkte niedriger. Ein weiterer Indikator der Feldarbeit ist die Anzahl der teilweise realisierten Haushalte gemessen an der Zahl insgesamt realisierter Haushalte (Partial Unit Nonresponse / PUNR 1). Wie aufgrund des implementierten Selbstausfüller-Modus (CAWI) zu erwarten war, ist dieser Anteil bei den Screeningstichproben mit 15,2 % vergleichsweise hoch (Kohortensamples: 5,3 %). Tabelle 4.4: Ehemalige FiD-Stichproben: Response Rates und Partial Unit Nonresponse Response rate Partial unit nonresponse CAWI CAPI Gesamt CAWI CAPI Gesamt Screeningstichproben 39.8% 62.2 70.3% 17.8% 12.0% 15,2% Referenzgruppe: Kohortenstichproben - 82.1% 82.1% - 5.3% 5.3% 1 Partial Unit Nonresponse: Anzahl der teilweise realisierten Haushalte geteilt durch die Nettostichprobe. Abbildung 4.5 gibt die Response Rates und den Partial Unit Nonresponse nach Substichproben und Erhebungsmodus wieder. Es zeigen sich sowohl die antizipierten Mode-spezifischen Unterschiede (mit CAPI wird eine höhere Teilnahmequote und eine geringere Partial Unit Nonresponse erzielt als mit CAWI) als auch Unterschiede innerhalb der Modes – je nach Teilstichprobe. In diesem Zusammenhang ist auffällig, dass die Intra-Mode-Unterschiede hinsichtlich Response Rate SOEP Survey Papers 299 46 SOEP v31
ausschließlich bei CAWI auftreten. Offenbar gleichen die Interviewer etwaige unterschiedliche Präferenzen und Charakteristika verschiedener Zielpopulationen, die Einfluss auf das Teilnahmeverhalten bei CAWI nehmen, nahezu vollständig aus. Bei der Partial Unit Nonresponse zeigt sich, dass im Rahmen der F2F-Bearbeitung in der Gruppe der Niedrigeinkommensbezieher eine deutlich geringere PUNR erzielt werden konnte, als bei der CAWI-Bearbeitung, während der PUNRAnteil bei größeren Familien mit mehreren Kindern modeunabhängig sehr hoch ausfällt. Abbildung 4.5: Indikatoren der Feldarbeit nach Teilsamples und Erhebungsmode 1 Partial Unit Nonresponse: Anzahl der teilweise realisierten Haushalte geteilt durch die Nettostichprobe nach der Definition PUNR 1 in Abschnitt 3.3 (also inklusive Einpersonenhaushalte und exklusive Verweigerer aus Vorwellen). Zudem wird ersichtlich, dass Response Rates und PUNR der CAPI-Nachbearbeitung gegenüber der CAWI-Bearbeitung zwar signifikant besser abschneiden, aber noch immer deutlich hinter dem Niveau der Kohortensamples (vgl. Tab. 4.4) zurückfallen. Auch wenn die CAPI-Nachbearbeitung eines CAWISamples eine durchaus effektive Maßnahme darstellt, die Nettofallzahl zu erhöhen, sind die erzielten Maßzahlen nicht mit denjenigen eines reinen Face-to-Face-Ansatzes vergleichbar. Die wesentliche Zielsetzung des begleitenden CATI-Prozesses bestand in der Maximierung der CAWIQuote. Anhand der Tabellen 4.6 und 4.7 werden die Ergebnisse der CATI-Feldarbeit ersichtlich: SOEP Survey Papers 299 47 SOEP v31
77,7 % (2.093 Haushalte) der CATI-Bruttostichprobe konnte telefonisch erreicht werden. 6,3 % dieser Haushalte lehnte eine weitere Teilnahme an der Studie ab, unabhängig davon ob online oder persönlich-mündlich. 6,6 % der telefonisch kontaktierten Haushalte bestanden auf ein persönliches Interview. Ein beachtlich hoher Anteil von 77,8 % gaben an, dass sie online teilnahmen werden (vgl. Tabelle 4.6). Trotz des Versandes mehrerer Erinnerungsschreiben nahmen dann nur 56,9 % dieser Haushalte auch tatsächlich online teil (vgl. Tabelle 4.7). Auf den ersten Blick könnte man daraus auf ein eher unbefriedigendes Ergebnis des CATI-Prozesses schließen. Auf den zweiten Blick stellt sich die Lage etwas anders da: Um das implementierte Surveydesign, und hier vor allem die Relevanz des begleitenden Telefonprozesses, bewerten zu können, stellt die Teilnahmequote derjenigen Haushalte, die nicht durch die CATI-Interviewer erreicht wurden, einen aussagekräftigen Indikator dar. Gegenüber den im CATI-Prozess erfolgreich kontaktierten Haushalten dienen die nicht erreichten Haushalte, die vergleichbar sind mit einer normalen CAWI-Population, als eine Art Kontrollgruppe. Die CAWI-Teilnahmequote in dieser Teilpopulation betrug lediglich 20,9 %, wohingegen die CAWITeilnahmequote der Haushalte mit persönlichem Kontakt 47,3 % betrug. Der informative und motivationale Aspekt des persönlichen Telefonkontaktes führte somit einer um 26,4 Prozentpunkte höheren Teilnahmequote in CAWI. Nichtsdestotrotz zeigen diese Befunde auch, dass eine CAPINachbearbeitung eine notwendige Maßnahme darstellt, um die Nettofallzahl zu maximieren und somit auch die Panelstabilität langfristig auf einem hohen Niveau zu halten. Tabelle 4.6: Ergebnisse des CATI-Prozesses N In % Brutto In % erreichte Haushalte CATI-Bruttostichprobe 2.692 100,0 Telefonisch nicht erreichte Haushalte 599 22,3 Telefonisch erreichte Haushalte 2.093 77,7 100,0 Endgültige Ausfälle (sowohl für CAWI als auch CAPI) 131 4,9 6,3 Zielperson/Haushalt noch unentschlossen bezüglich CAWI-Teilnahme 195 7,2 9,3 Zielperson/Haushalt besteht auf CAPI Teilnahme (kein Internetzugang oder andere Gründe) 139 5,2 6,6 Zielperson/Haushalt gibt CAWI-Teilnahmebereitschaft an 1.628 60,4 77,8 SOEP Survey Papers 299 48 SOEP v31
Tabelle 4.7: CATI-Ergebnis und resultierende Interviews nach Teilnahmemodus N In % der Teilgruppe Telefonisch nicht erreichte Haushalte 599 100.0 Davon: - Teilnahme in CAWI 125 20.9 …- Teilnahme in CAPI 246 41.1 …- keine Teilnahme 228 38.1 Telefonisch erreichte Haushalte 2,093 100.0 Davon: - Teilnahme in CAWI 989 47.3 …- Teilnahme in CAPI 630 30.1 …- keine Teilnahme 474 22.6 Zielperson/Haushalt mit CAWI-Teilnahmebereitschaft 1,628 100.0 Davon: - Teilnahme in CAWI 942 56.9 …- Teilnahme in CAPI 424 26.0 …- keine Teilnahme 262 16.1 SOEP Survey Papers 299 49 SOEP v31
5 Datenverarbeitung und Datenaufbereitung im SOEP Für eine großangelegte Panelstudie wie das SOEP sind die Prozesse der Datenverarbeitung und - aufbereitung von elementarer Bedeutung für das Qualitätsmanagement. Dabei ist während des gesamten Prozesses fortlaufend zu gewährleisten, dass die bestmögliche, und über die Jahre gleichbleibende, Datenqualität erzeugt und bereitgestellt wird: nur so kann die für die SOEP-User, die Panelanalysen durchführen, notwendige Längsschnittkonsistenz hergestellt werden. Datenverarbeitung und Datenaufbereitung sind Teile mehrstufiger und komplexer Arbeitsprozesse. Zudem werden die Verfahren und Techniken der Datenprüfung und Datenbereinigung kontinuierlich weiterentwickelt: teils durch „inhaltlich“ bedingte Lernprozesse, teils durch Optimierungen, die infolge von DV-technischen Innovationen entstehen. Die Grundzüge bleiben über die Jahre jedoch unverändert und wurden in früheren Infratest-Methodenberichten punktuell dargestellt 5 . Das DIW erhält die (Netto-)Daten jeweils in zweifacher Form, den bereinigten und den unbereinigten Datenbestand. Eingriffe in die Erhebungsdaten können damit bei Bedarf jederzeit auf Einzelfallbasis festgestellt und nachvollzogen werden. Die wesentlichen Hauptbestandteile der Datenverarbeitung und -aufbereitung im SOEP sind Datenerfassung, Datenprüfung, Datenbereinigung und Datenanreicherung: Zur Erfassung der Daten zählen alle Tätigkeiten des Produktionsprozesses, die dem Bereitstellen der erhobenen Daten für die weitere Verarbeitung und Aufbereitung der Daten dienen. Die Datenprüfung ist der wichtigste Baustein der Qualitätssicherung, da aufgrund der hier festgelegten Prüfkriterien vorgegeben wird, in welchem Umfang und an welchen Stellen Prüfungen stattfinden, und somit, in welchem Ausmaß Rohdaten der Erhebung editiert werden. Die Datenbereinigung umfasst alle direkten Eingriffe in die erhobenen Daten auf Einzelfallebene, also in der Regel Korrekturen erhebungsnaher Datenfehler zur Herstellung von Querschnittswie Längsschnittskonsistenz. Bei der Datenanreicherung werden neue Informationen (sowohl auf Einzelfallebene als auch in aggregierter Form) generiert und als zusätzliche Variable dem Datensatz hinzugefügt. Hierbei handelt es sich z.B. um die Vercodung offener Angaben oder das Zuspielen regionaler Kennzeichen. Die verschiedenen Bestandteile des Datenverarbeitungsprozesses sind nicht strikt getrennt zu betrachten. Es handelt sich vielmehr um ineinandergreifende kontinuierliche Prozesse, die sich teilweise gegenseitig bedingen. So sind z.B. bestimmte Prüfschritte bereits in die Datenerfassung integriert und ein Großteil der Datenbereinigung findet im Rahmen der Datenprüfung statt. Ergänzend zur Betrachtung der einzelnen Bestandteile bietet sich somit die Darlegung der Prozessschritte an, die sich im Laufe der Datenverarbeitung ergeben. Diese sind in Abbildung 5.1 dargestellt. 5 Der Methodenbericht 2011 bietet eine detaillierte Übersicht. SOEP Survey Papers 299 50 SOEP v31
Abbildung 5.1: Die sieben Prozessschritte der Datenverarbeitung und -aufbereitung im SOEP Erfassen der Daten und Adressprotokolle; erste Vorprüfungen •Scannen der Papierfragebögen (inkl. digitale Archivierung eingescannter Fragebögen) •Umwandlung aller mit Multimode erhobenen Daten in ein integriertes einheitliches Datenformat für die Datenprüfung und -auslieferung •Erfassen der Adressprotokolle (Eingabe in die Paneldatei) •Bearbeitung der Anmerkungen der Interviewer und der Kommentare der Befragten •1. Prüfung auf Vollständigkeit der Haushalte (korrekte Anzahl/Art der ausgefüllten Fragebögen) •Erste inhaltliche Prüfungen (z.B. unzulässige Mehrfachnennungen) •Nacherhebung bestimmter Informationen/fehlender Fragebögen Erfassen der Daten und Adressprotokolle; erste Vorprüfungen •Scannen der Papierfragebögen (inkl. digitale Archivierung eingescannter Fragebögen) •Umwandlung aller mit Multimode erhobenen Daten in ein integriertes einheitliches Datenformat für die Datenprüfung und -auslieferung •Erfassen der Adressprotokolle (Eingabe in die Paneldatei) •Bearbeitung der Anmerkungen der Interviewer und der Kommentare der Befragten •1. Prüfung auf Vollständigkeit der Haushalte (korrekte Anzahl/Art der ausgefüllten Fragebögen) •Erste inhaltliche Prüfungen (z.B. unzulässige Mehrfachnennungen) •Nacherhebung bestimmter Informationen/fehlender Fragebögen Vorbereitende Tätigkeiten •Erstellen bzw. Überarbeiten der Erfassungsmasken und Prüfprogramme •Programmierung der Erfassungsmasken (Scanprogramme) •Test der Programme Vorbereitende Tätigkeiten •Erstellen bzw. Überarbeiten der Erfassungsmasken und Prüfprogramme •Programmierung der Erfassungsmasken (Scanprogramme) •Test der Programme Bruttobezogene Basisprüfung •Prüfung der Vollständigkeit und Konsistenz der verschiedenen Datensätze je Haushalt (Haushaltsdaten, Personendaten, Zusatzfragebögen) •Abgleich der Bruttoinformationen (Paneldatei) mit den Infos aus den Fragebögen und dem Adressprotokoll (Identität, Familienstand, Haushaltszusammensetzung, Adresse) •Klärung von Inkonsistenzen/Widersprüchen mit den Zielhaushalten Bruttobezogene Basisprüfung •Prüfung der Vollständigkeit und Konsistenz der verschiedenen Datensätze je Haushalt (Haushaltsdaten, Personendaten, Zusatzfragebögen) •Abgleich der Bruttoinformationen (Paneldatei) mit den Infos aus den Fragebögen und dem Adressprotokoll (Identität, Familienstand, Haushaltszusammensetzung, Adresse) •Klärung von Inkonsistenzen/Widersprüchen mit den Zielhaushalten Nettobezogene Prüfungen •Maschinelle Prüfung der einzelnen Fragebögen nach bestimmten Bearbeitungsregeln und automatisches Setzen von Codes bzw. Vervollständigen/Bereinigen der Daten •Wesentliche Prüfinhalte: Filterführung; unzulässige Mehrfachnennungen, Summenprüfungen, Wertebereiche; nicht plausible Angaben •Händische Einzelfallprüfungen bei nicht eindeutigen Fällen •Längsschnittprüfungen (Prüfung des fortgeschriebenen Tätigkeitskalenders; Prüfung von Statusangaben und -änderungen) Nettobezogene Prüfungen •Maschinelle Prüfung der einzelnen Fragebögen nach bestimmten Bearbeitungsregeln und automatisches Setzen von Codes bzw. Vervollständigen/Bereinigen der Daten •Wesentliche Prüfinhalte: Filterführung; unzulässige Mehrfachnennungen, Summenprüfungen, Wertebereiche; nicht plausible Angaben •Händische Einzelfallprüfungen bei nicht eindeutigen Fällen •Längsschnittprüfungen (Prüfung des fortgeschriebenen Tätigkeitskalenders; Prüfung von Statusangaben und -änderungen) Anreicherung/ Vercodung und Gewichtung der Daten •Vercodung der Klartextangaben zur Berufsund Branchenbezeichnung sowie der erworbenen Bildungsabschlüsse auf Grundlage der aktuellsten Klassifizierungsschemata (ISCO88 bzw. ISCO08; Fachrichtungsverzeichnis des Statistischen Bundesamts, NACE) •Berechnung des monatlichen Gesamteinkommens des Haushaltes (Addition sämtlicher Einkommensarten im Haushaltsfragebogen und dem/den Personenfragebogen) •Zuspielen regionaler Kennzeichen (Postleitzahl, amtlicher Gemeindeschlüssel etc.) •Zuspielen von Microm-Daten (inkl. geokodierter Adressen, GPS-Codes) •Erstellen und Zuspielen von Designgewichten auf Haushaltsund Personenebene Anreicherung/ Vercodung und Gewichtung der Daten •Vercodung der Klartextangaben zur Berufsund Branchenbezeichnung sowie der erworbenen Bildungsabschlüsse auf Grundlage der aktuellsten Klassifizierungsschemata (ISCO88 bzw. ISCO08; Fachrichtungsverzeichnis des Statistischen Bundesamts, NACE) •Berechnung des monatlichen Gesamteinkommens des Haushaltes (Addition sämtlicher Einkommensarten im Haushaltsfragebogen und dem/den Personenfragebogen) •Zuspielen regionaler Kennzeichen (Postleitzahl, amtlicher Gemeindeschlüssel etc.) •Zuspielen von Microm-Daten (inkl. geokodierter Adressen, GPS-Codes) •Erstellen und Zuspielen von Designgewichten auf Haushaltsund Personenebene Abschlussprüfung •Prüfung des gesamten aufbereiteten Datenbestandes (Haushaltsfragebogen, Personenfragebogen, Zusatzfragebögen, Bruttoband) auf Vollständigkeit und eventuelle Auffälligkeiten (inkl. Korrektur von Programmund Prüffehlern) Abschlussprüfung •Prüfung des gesamten aufbereiteten Datenbestandes (Haushaltsfragebogen, Personenfragebogen, Zusatzfragebögen, Bruttoband) auf Vollständigkeit und eventuelle Auffälligkeiten (inkl. Korrektur von Programmund Prüffehlern) Datenlieferung •Übergabe vorgeprüfter Zwischendaten nach Hälfte der Feldzeit •Übergabe der Strukturreferenzdatei zur Dokumentation von Veränderungen und zum Einlesen der Daten •Übergabe des Codebuches (Beschreibung der Variablen und Dokumentation der Codierungsregeln) •Übergabe finaler integrierter und standardisierter Bruttound Nettodatenfiles (anonymisiert) in geprüfter und ungeprüfter Form Datenlieferung •Übergabe vorgeprüfter Zwischendaten nach Hälfte der Feldzeit •Übergabe der Strukturreferenzdatei zur Dokumentation von Veränderungen und zum Einlesen der Daten •Übergabe des Codebuches (Beschreibung der Variablen und Dokumentation der Codierungsregeln) •Übergabe finaler integrierter und standardisierter Bruttound Nettodatenfiles (anonymisiert) in geprüfter und ungeprüfter Form SOEP Survey Papers 299 51 SOEP v31
Auch hier sei erwähnt, dass die einzelnen Prozessschritte nicht in einer starren Abfolge, sondern überwiegend parallel, wechselseitig aufeinander bezogen und in mehreren Schleifen stattfinden. Um die geprüften, bereinigten und aufbereiteten Daten zeitnah liefern zu können, ist der Großteil der skizzierten Arbeitsschritte „wochenweise“ (nach „Feldwochen“) organisiert. Das bedeutet, dass die erhobenen Daten nicht am Ende der Erhebungsphase auf einmal erfasst und aufbereitet werden, sondern kontinuierlich mit Beginn des ersten Rücklaufs an Fragebogen. Es findet also laufend die Bearbeitung nahezu sämtlicher Prozessschritte statt. Die Datenprüfung und -bereinigung im SOEP besteht aus drei wesentlichen Bausteinen: der bruttobezogenen Basisprüfung, der nettobezogenen Prüfung zur Herstellung von Querschnittswie Längsschnittkonsistenz und der Abschlussprüfung, die einer Qualitätskontrolle der vorherigen Prüfschritte entspricht. Grundlegend für eine zeitnahe und dem hohen Qualitätsstandard des SOEP entsprechenden Datenlieferung ist eine sorgfältige Organisation und Planung sämtlicher Arbeitsschritte: Alle aus der Feldarbeit eingehenden Daten werden vor der Weiterverarbeitung in Arbeitspakete, sogenannte „Prüfwochen“, eingeteilt. In den letzten Jahren wurden pro Erhebungsjahr für die Altstichproben A – H etwa 20 Prüfwochen mit durchschnittlich etwa 450 Haushaltsdaten und mehr als 800 Personendaten bearbeitet. Hinzu kommen pro Prüfwoche alle Zusatzfragebogen, die in diesem Zeitraum eingetroffen sind. Bruttobezogene Basisprüfung Die wesentlichen Inhalte der Basisprüfung sind der Abgleich von Bruttoinformationen aus der Paneldatei bzw. den aktuellen Adressprotokollen und den Nettoinformationen aus den Fragebogen. Dabei wird zumeist in Einzelfallprüfung Fehlermeldungen bzw. Hinweisen nachgegangen, die von Prüfprogrammen erzeugt werden. Die Hinweise betreffen zumeist Inkonsistenzen (z.B. bezüglich Namen, Nationalität, Familienstand, Haushaltszusammensetzung) sowie die Unvollständigkeit bestimmter Datensätze (z.B. nicht Vorhandensein von Zusatzfragebogen). Pro Prüfwoche wird schon bei der Basisprüfung durchschnittlich etwa 200 Hinweisen nachgegangen (also insgesamt etwa 4.500 Hinweisen). Dies führt in den meisten Fällen zu einer intensiven Nachbearbeitung (z.B. Nacherhebung bestimmter Daten oder ganzer Fragebogen, telefonische Rücksprache mit Interviewern oder Befragungspersonen). Nettobezogene Prüfprozesse Die nettobezogenen Prüfprozesse umfassen im Wesentlichen die Prüfung und Korrektur von Filterführung und unzulässigen Mehrfachnennungen, Plausibilitätsund Summenprüfungen sowie die Überprüfung von Wertebereichen. Hinzu kommt das Editieren von offenen Textangaben. Für die Stichproben A – H sind jährlich allein bei den Haushaltsund Personendaten insgesamt oft mehr als 20.000 Fehlermeldungen zu bearbeiten. Hinzu kommt die Prüfung aller Zusatz-Fragebogen. Über alle Personendaten eines durchschnittlichen Jahres hinweg betrachtet, wird bei mehr als 75 % aller Fälle in der einen oder anderen Form in die Daten „eingegriffen“. Hinzu kommt die Bearbeitung mehrerer Tausend offener Textangaben. Abschlussprüfung Bei der Abschlussprüfung handelt es sich um eine abschließende Qualitätskontrolle, bei der der gesamte Datenbestand auf Vollständigkeit und eventuelle Auffälligkeiten geprüft wird. SOEP Survey Papers 299 52 SOEP v31
6 Übergebener Datenbestand Der Datenbestand der jeweiligen SOEP-Welle in den Fortführungsstichproben wird jedes Jahr zunächst als Vorablieferung im Mai oder Juni an das DIW übergeben. Der endgültige und vollständige Datenbestand für die Stichproben A – KH wurde am 12. 12. 2014 übergeben. 1. Bruttodaten 2014 Codebuch für die Bruttodaten Codebuch 2014.pdf Interviewerdatenband A – KH 609 Fälle Intband2014.sav Bruttoband Haushalt 13.990 Fälle Hbru2014.sav Bruttoband Personen 32.880 Fälle Pbru2014.sav SOEP-Personen Stichprobe 1 bis 16 (A-H) 65.946 Fälle P1_16_2014.xls SOEP-Personen Stichproben 20 und 21 (J/(K) 10.694 Fälle P20_21_2014.xls SOEP-Personen Stichproben 63 bis 66 (KH) 8.543 Fälle P63_66_2014.xls Bruttoband Auslandsbefragung 8 Fälle Brutto_Ausland_2013.sav 2. Nettodaten 2014 Nettodaten Haushalte geprüft 12.010 Fälle H14_A-KH.sav Nettodaten Haushalte ungeprüft 12.010 Fälle H14_A-KH_u.sav Nettodaten Personen geprüft 20.259 Fälle P114_A-KH.sav Nettodaten Personen ungeprüft 20.259 Fälle P14_A-KH_u.sav Nettodaten Lebenslauf geprüft 243 Fälle L14_A-KH.sav Nettodaten Lebenslauf ungeprüft 243 Fälle L14_A-KH_u.sav Nettodaten Jugend geprüft 248 Fälle J14_A-KH.sav Nettodaten Jugend ungeprüft 248 Fälle J14_A-KH_u.sav Nettodaten Lust auf DJ 204 Fälle DJ14_A-KH.sav Nettodaten Schüler 269 Fälle S14_A-KH.sav Nettodaten Mutter-und-Kind A 258 Fälle MA14_A-KH.sav Nettodaten Mutter-und-Kind B 286 Fälle MB14_A-KH.sav Nettodaten Mutter-und-Kind C 568 Fälle MC14_A-KH.sav Nettodaten ELTERN-Fragebogen 521 Fälle EL14_A-KH.sav Nettodaten Mutter-und-Kind E 324 Fälle ME14_A-KH.sav Lückedaten aus 2012 397 Fälle Lue13_14_A-KH.sav Nettodaten „Die verstorbene Person“ 396 Fälle VP14_A-KH.sav Auskünfte über verstorbene Personen 7 Fälle VP14_A-KH_pnr99.sav Nettodaten Auslandsverzug 5 Fälle Ausland_2013_A-K.sav Angaben zum 5. Kind 62 Fälle 5Kind_2014_A-KH.sav 3. Sonstige Daten 2014 Berufe und Branchenvercodung WZ03 6.847 Fälle Berufe_Branchen_Ausb_2 014_A-KH_alteKl.sav Berufe und Branchenvercodung WZ08 6.847 Fälle Berufe_Branchen_Ausb_2 014_A-KH_neueKl.sav Hochschulvercodung 246 Fälle Hochschul-Abschl_2014_ A-KH.sav SOEP Survey Papers 299 53 SOEP v31
Anhang Tabellen zur Stichprobenentwicklung Tab. A 1.1 – A 1.7: Haushaltsebene Tab. A 2.1 – A 2.2: Personenebene SOEP Survey Papers 299 54 SOEP v31
Stichprobenentwicklung auf Haushaltsebene Tabelle A 1.1: Zusammensetzung des Haushalts-Brutto (absolut) Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Ausfälle Vorjahr Neue Haushalte Gesamt Welle Jahr A: Deutsche Haushalte West 27 2010 2.422 104 65 2.591 28 2011 2.245 119 77 2.441 29 2012 2.148 86 75 2.309 30 2013 2.033 99 64 2.196 31 2014 1.949 78 66 2.093 B: Ausländer Haushalte West 27 2010 500 48 11 559 28 2011 441 42 20 503 29 2012 391 39 14 444 30 2013 346 36 15 397 31 2014 321 33 10 364 C: Deutsche Haushalte Ost 21 2010 1.535 55 52 1.642 22 2011 1.437 71 44 1.552 23 2012 1.356 63 53 1.472 24 2013 1.312 57 51 1.420 25 2014 1.250 64 43 1.357 D: Zuwanderer 16 2010 306 14 18 338 17 2011 278 20 8 306 18 2012 266 14 10 290 19 2013 251 10 10 271 20 2014 232 13 5 250 E: Querschnitt 19981 13 2010 576 21 15 612 14 2011 553 20 17 590 15 2012 99 14 3 116 16 2013 92 6 1 99 17 2014 82 8 0 90 1 Die geringe Zahl bei der Stichprobe E ab 2012 resultiert aus der Überführung der interviewerbetreuten Haushalte in das SOEP-IS (Innovationssample). SOEP Survey Papers 299 55 SOEP v31
Stichprobe Gesamtbrutto Haushaltsauflösung Verweigerung Vorläufige Ausfälle Ausfälle Gesamt Welle Jahr F: Querschnitt 2000 10 2010 3.564 35 291 183 509 11 2011 3.348 32 302 128 462 12 2012 3.107 31 243 131 405 13 2013 2.909 31 182 129 342 14 2014 2.761 26 191 130 347 G: High Income 9 2010 833 7 55 28 90 10 2011 801 6 53 36 95 11 2012 774 1 56 30 87 12 2013 737 5 35 20 60 13 2014 727 5 42 39 86 H: Aufstockung 2006 5 2010 1.069 11 88 57 156 6 2011 1.000 11 83 49 143 7 2012 930 2 73 37 112 8 2013 882 7 63 29 99 9 2014 833 9 45 47 101 J: Aufstockung 2011 2 2012 3.226 31 382 258 671 3 2013 2.890 26 401 158 585 4 2014 2.542 35 241 156 432 K: Aufstockung 2012 2 2013 1.572 13 148 130 291 3 2014 1.455 16 166 86 268 KH: Kohortenstichprobe 5 2014 1.518 6 128 137 271 Gesamt A – H 2010 11.208 115 890 538 1.543 2011 10.541 97 861 429 1.387 2012 9.442 69 726 406 1.201 2013 8.911 79 599 372 1.050 2014 8.475 81 531 397 1.009 Gesamt A – K 2013 13.373 118 1.148 660 1.926 2014 12.472 132 938 639 1.709 Gesamt A – KH 2014 13.990 138 1.066 776 1.980 SOEP Survey Papers 299 62 SOEP v31
Tabelle A 1.5: Entwicklung der Stichprobe auf Haushaltsebene: Ausfälle in Prozent des Gesamtbrutto Stichprobe Gesamtbrutto Haushaltsauflösung Verweigerung Vorläufige Ausfälle Ausfälle Gesamt Welle Jahr A: Deutsche Haushalte West 27 2010 100 0,9 7,9 4,6 13,4 28 2011 100 0,9 7,6 3,5 12,0 29 2012 100 0,9 6,8 4,3 12,0 30 2013 100 1,0 6,7 3,5 11,2 31 2014 100 1,3 5,1 4,1 10,5 B: Ausländer Haushalte West 27 2010 100 2,3 11,3 7,5 21,1 28 2011 100 2,0 12,5 7,8 22,3 29 2012 100 1,1 12,8 8,1 22,1 30 2013 100 1,5 9,6 8,1 19,1 31 2014 100 1,4 9,1 6,6 17,1 C: Deutsche Haushalte Ost 21 2010 100 0,9 7,3 4,3 12,5 22 2011 100 0,8 7,9 4,1 12,7 23 2012 100 0,4 6,6 3,9 10,9 24 2013 100 0,2 7,3 4,5 12,0 25 2014 100 0,6 6,1 4,0 10,7 D: Zuwanderer 16 2010 100 1,5 10,4 5,9 17,8 17 2011 100 1,3 7,2 4,6 13,1 18 2012 100 1,4 8,6 3,4 13,4 19 2013 100 1,5 8,1 4,8 14,4 20 2014 100 0,4 8,8 5,6 14,8 E: Querschnitt 1998 13 2010 100 1,0 5,2 3,3 9,5 14 2011 100 0,2 5,1 2,4 7,6 15 2012 100 0,0 15,5 5,2 20,7 16 2013 100 1,0 8,1 8,1 17,2 17 2014 100 0,0 10,0 3,3 13,3 SOEP Survey Papers 299 63 SOEP v31
Stichprobe Gesamtbrutto Haushaltsauflösung Verweigerung Vorläufige Ausfälle Ausfälle Gesamt Welle Jahr F: Querschnitt 2000 10 2010 100 1,0 8,2 5,1 14,3 11 2011 100 1,0 9,0 3,8 13,8 12 2012 100 1,0 7,8 4,2 13,0 13 2013 100 1,1 6,3 4,4 11,8 14 2014 100 0,9 6,9 4,7 12,5 G: High Income 9 2010 100 0,8 6,6 3,4 10,8 10 2011 100 0,7 6,6 4,5 11,9 11 2012 100 0,1 7,2 3,9 11,2 12 2013 100 0,7 4,7 2,7 8,1 13 2014 100 0,7 5,8 5,4 11,9 H: Aufstockung 2006 5 2010 100 1,0 8,2 5,3 14,6 6 2011 100 1,1 8,3 4,9 14,3 7 2012 100 0,2 7,8 4,0 12,0 8 2013 100 0,8 7,1 3,3 11,2 9 2014 100 1,1 5,4 5,6 12,1 J: Aufstockung 2011 2 2012 100 1,0 11,8 8,0 20,8 3 2013 100 0,9 13,9 5,5 20,3 4 2014 100 1,4 9,5 6,1 17,0 K: Aufstockung 2012 2 2013 100 0,8 9,4 8,3 18,5 3 2014 100 1,1 11,4 5,9 18,4 KH: Kohortenstichprobe 5 2014 100 ,4 8,4 9,0 17,8 Gesamt A – H 2010 100 1,0 7,9 4,8 13,8 2011 100 0,9 8,2 4,1 13,2 2012 100 0,7 7,7 4,3 12,7 2013 100 0,9 6,7 4,2 11,8 2014 100 1,0 6,3 4,7 12,0 Gesamt A – K 2013 100 0,9 8,6 4,9 14,4 2014 100 1,1 7,5 5,1 13,7 Gesamt A – KH 2014 100 1,0 7,6 5,5 14,1 SOEP Survey Papers 299 64 SOEP v31
Tabelle A 1.6: Entwicklung der Stichprobe auf Haushaltsebene: Kompensationsrechnung absolut Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Brutto Ausfälle Teilnehmer Vorjahr Kompensation durch: Saldo Welle Jahr Neue Haushalte Rückkehrer A: Deutsche Haushalte West 27 2010 2.422 245 48 19 -178 28 2011 2.245 177 38 42 -97 29 2012 2.148 184 44 25 -115 30 2013 2.033 169 45 40 -84 31 2014 1.949 143 36 32 -75 B: Ausländer Haushalte West 27 2010 500 77 4 14 -59 28 2011 441 69 9 10 -50 29 2012 391 64 8 11 -45 30 2013 346 43 7 11 -25 31 2014 321 34 3 12 -19 C: Deutsche Haushalte Ost 21 2010 1.535 142 30 14 -98 22 2011 1.437 127 19 26 -82 23 2012 1.355 93 31 19 -43 24 2013 1.312 110 34 14 -62 25 2014 1.250 84 24 22 -38 D: Zuwanderer 16 2010 306 38 8 2 -28 17 2011 278 21 3 6 -12 18 2012 266 27 6 6 -15 19 2013 251 27 5 3 -19 20 2014 232 23 1 3 -19 E: Querschnitt 19981 13 2010 576 45 11 12 -22 14 2011 553 27 9 10 -8 15 2012 99 13 1 5 -7 16 2013 92 13 1 2 -10 17 2014 82 7 0 3 -4 1 Die geringere Teilnehmerzahl bei der Stichprobe E ab 2012 resultiert aus der Überführung der interviewerbetreuten Haushalte in das SOEP-IS (Innovationssample). SOEP Survey Papers 299 65 SOEP v31
Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Brutto Ausfälle Teilnehmer Vorjahr Kompensation durch Saldo Welle Jahr Neue Haushalte Rückkehrer F: Querschnitt 2000 10 2010 3.304 339 54 36 -249 11 2011 3.055 282 59 54 -169 12 2012 2.885 263 44 36 -183 13 2013 2.702 227 44 48 -135 14 2014 2.567 226 32 41 -153 G: High Income 9 2010 757 51 24 13 -14 10 2011 743 66 16 13 -37 11 2012 706 52 22 11 -19 12 2013 687 42 17 15 -10 13 2014 677 67 22 9 -36 H: Aufstockung 2006 5 2010 996 109 15 11 -83 6 2011 913 86 14 16 -56 7 2012 858 71 14 17 -40 8 2013 818 64 16 13 -35 9 2014 783 74 13 10 -51 J: Aufstockung 2011 2 2012 3.136 626 45 0 -581 3 2013 2.555 353 47 56 -250 4 2014 2.305 266 42 29 -195 K: Aufstockung 2012 2 2013 1.526 274 29 0 -245 3 2014 1.281 148 23 31 -94 KH: Kohortenstichprobe 5 2014 1.362 187 15 57 -115 Gesamt A – H 2010 10.396 1.046 194 121 -731 2011 9.665 855 167 177 -511 2012 8.708 767 170 130 -467 2013 8.241 695 169 146 -380 2014 7.861 658 131 132 -395 Gesamt A – K 2013 12.322 1.322 245 202 -875 2014 11.447 1.072 196 192 -684 Gesamt A – KH 2014 12.809 1.259 211 249 -799 SOEP Survey Papers 299 66 SOEP v31
Tabelle A 1.7: Entwicklung der Stichprobe auf Haushaltsebene: Kompensationsrechnung in Prozent Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Brutto Ausfälle Teilnehmer Vorjahr Kompensation durch: Saldo Welle Jahr Neue Haushalte Rückkehrer A: Deutsche Haushalte West 27 2010 100 10,1 2,0 0,8 -7,3 28 2011 100 7,9 1,7 1,9 -4,3 29 2012 100 8,6 2,0 1,2 -5,4 30 2013 100 8,3 2,2 2,0 -4,1 31 2014 100 7,3 1,8 1,6 -3,9 B: Ausländer Haushalte West 27 2010 100 15,4 0,8 2,8 -11,8 28 2011 100 15,6 2,0 2,3 -11,3 29 2012 100 16,4 2,0 2,8 -11,5 30 2013 100 12,4 2,0 3,2 -7,2 31 2014 100 10,6 0,9 3,7 -6,0 C: Deutsche Haushalte Ost 21 2010 100 9,3 2,0 0,9 -6,4 22 2011 100 8,8 1,3 1,8 -5,7 23 2012 100 6,9 2,3 1,4 -3,2 24 2013 100 8,4 2,6 1,1 -4,7 25 2014 100 6,7 1,9 1,8 -3,0 D: Zuwanderer 16 2010 100 12,4 2,6 0,7 -9,1 17 2011 100 7,6 1,1 2,2 -4,3 18 2012 100 10,2 2,3 2,3 -5,6 19 2013 100 10,8 2,0 1,2 -7,6 20 2014 100 9,9 0,4 1,3 -8,2 E: Querschnitt 1998 13 2010 100 7,8 1,9 2,1 -3,8 14 2011 100 4,9 1,6 1,8 -1,4 15 2012 100 13,1 1,0 5,1 -7,1 16 2013 100 14,1 1,1 2,2 -10,9 17 2014 100 8,5 0,0 3,7 -4,8 SOEP Survey Papers 299 67 SOEP v31
Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Brutto Ausfälle Teilnehmer Vorjahr Kompensation durch Saldo Welle Jahr Neue Haushalte Rückkehrer F: Querschnitt 2000 10 2010 100 10,3 1,6 1,1 -7,6 11 2011 100 9,2 1,9 1,8 -5,5 12 2012 100 9,1 1,5 1,2 -6,3 13 2013 100 8,4 1,6 1,8 -5,0 14 2014 100 8,8 1,2 1,6 -6,0 G: High Income 9 2010 100 6,7 3,2 1,7 -1,8 10 2011 100 8,9 2,2 1,7 -5,0 11 2012 100 7,4 3,1 1,6 -2,7 12 2013 100 6,1 2,5 2,2 -1,5 13 2014 100 9,9 3,3 1,3 -5,3 H: Aufstockung 2006 5 2010 100 10,9 1,5 1,1 -8,3 6 2011 100 9,4 1,5 1,8 -6,1 7 2012 100 8,3 1,6 2,0 -4,7 8 2013 100 7,8 2,0 1,6 -4,3 9 2014 100 9,5 1,7 1,3 -6,5 J: Aufstockung 2011 2 2012 100 20,0 1,4 0,0 -18,5 3 2013 100 13,8 1,8 2,2 -9,8 4 2014 100 11,5 1,8 1,3 -8,4 K: Aufstockung 2012 2 2013 100 18,0 1,9 0,0 16,1 3 2014 100 11,6 1,8 2,4 -7,4 KH: Kohortenstichprobe 5 2014 100 13,7 1,1 4,2 -8,4 Gesamt A – H 2010 100 10,1 1,9 1,2 -7,0 2011 100 8,8 1,7 1,8 -5,3 2012 100 8,8 2,0 1,5 -5,4 2013 100 8,4 2,1 1,8 -4,6 2014 100 8,4 1,7 1,7 -5,0 Gesamt A – K 2013 100 10,7 2,0 1,6 -7,1 2014 100 9,4 1,7 1,7 -6,0 Gesamt A – KH 2014 100 9,8 1,6 1,9 -6,3 SOEP Survey Papers 299 68 SOEP v31
Stichprobenentwicklung auf Personenebene Tabelle A 2.1: Anzahl vorliegender Personen- (bzw. Jugend-) Fragebogen Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Erstmals befragte Jugendl. Zugezogene Personen Rückkehrer Netto Gesamt Welle Jahr A: Deutsche Haushalte West 27 2010 3.800 54 32 50 3.936 28 2011 3.609 50 31 79 3.769 29 2012 3.410 42 21 59 3.532 30 2013 3.196 41 22 69 3.328 31 2014 3.060 43 22 65 3.190 B: Ausländer Haushalte West 27 2010 809 15 3 27 854 28 2011 714 19 8 31 772 29 2012 623 17 7 25 672 30 2013 561 10 1 26 598 31 2014 525 16 5 25 571 C: Deutsche Haushalte Ost 21 2010 2.487 16 18 38 2.559 22 2011 2.314 14 12 52 2.392 23 2012 2.193 15 12 42 2.262 24 2013 2.049 21 15 26 2.111 25 2014 1.944 13 11 38 2.006 D: Zuwanderer 16 2010 477 3 2 6 488 17 2011 438 7 2 14 461 18 2012 414 3 6 12 435 19 2013 379 9 3 7 398 20 2014 351 6 0 8 365 E: Querschnitt 19981 13 2010 931 11 7 29 978 14 2011 907 14 12 28 961 15 2012 150 1 1 8 160 16 2013 131 0 0 3 134 17 2014 121 1 1 5 128 1 Die geringere Teilnehmerzahl bei der Stichprobe E ab 2012 resultiert aus der Überführung der interviewerbetreuten Haushalte in das SOEP-IS (Innovationssample). SOEP Survey Papers 299 69 SOEP v31
Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Erstmals befr. Jugendl. Zugezogene Personen Rückkehrer Netto Gesamt Welle Jahr F: Querschnitt 2000 10 2010 5.138 55 38 85 5.316 11 2011 4.768 59 34 123 4.984 12 2012 4.455 54 29 72 4.610 13 2013 4.145 61 31 92 4.329 14 2014 3.884 46 24 95 4.049 G: High Income 9 2010 1.376 19 10 33 1.438 10 2011 1.301 17 10 30 1.358 11 2012 1.237 15 7 26 1.285 12 2013 1.199 13 12 35 1.259 13 2014 1.125 7 12 24 1.168 H: Aufstockung 2006 5 2010 1.531 20 9 27 1.587 6 2011 1.420 13 8 37 1.478 7 2012 1.328 16 10 38 1.392 8 2013 1.274 17 17 25 1.333 9 2014 1.204 16 15 24 1.259 J: Aufstockung 2011 2 2012 4.047 55 42 85 4.229 3 2013 3.547 58 53 143 3.801 4 2014 3.310 45 49 94 3.498 K: Aufstockung 2012 2 2013 2.012 27 35 41 2.115 3 2014 1.853 24 27 58 1.962 KH: Kohortenstichprobe 5 2014 2.140 31 21 119 2.311 Gesamt A – H 2010 16.549 193 119 295 17.156 2011 15.471 193 117 394 16.175 2012 13.810 163 93 282 14.348 2013 12.934 172 101 283 13.490 2014 12.214 148 90 284 12.736 Gesamt A – K 2013 18.493 257 189 467 19.406 2014 17.377 217 166 436 18.196 Gesamt A – KH 2014 19.517 248 187 555 20.507 SOEP Survey Papers 299 70 SOEP v31
Tabelle A 2.2: Entwicklung der Stichprobe auf Personenebene: Kompensationsrechnung in Prozent Stichprobe Teilnehmer Vorjahr Brutto Ausfälle Teilnehmer Vorjahr Kompensation durch: Saldo Welle Jahr Jugendl. Zugezogene Rückkehrer A: Deutsche Haushalte West 27 2010 100 10,1 1,3 0,8 1,2 -6,7 28 2011 100 8,4 1,3 0,8 2,0 -4,3 29 2012 100 9,5 1,1 0,6 1,6 -6,3 30 2013 100 9,5 1,2 0,6 2,0 -5,8 31 2014 100 8,1 1,3 0,7 2,0 -4,1 B: Ausländer Haushalte West 27 2010 100 16,7 1,5 0,3 2,8 -12,1 28 2011 100 16,4 2,2 0,9 3,6 -9,7 29 2012 100 19,3 2,2 0,9 3,2 -13,0 30 2013 100 16,5 1,5 0,1 3,9 -11,0 31 2014 100 12,2 2,7 0,8 4,2 4,5 C: Deutsche Haushalte Ost 21 2010 100 10,1 0,6 0,7 1,4 -7,4 22 2011 100 9,6 0,5 0,5 2,0 -6,6 23 2012 100 8,3 0,6 0,5 1,8 -5,4 24 2013 100 9,4 0,9 0,7 1,1 -6,7 25 2014 100 7,9 0,6 0,5 1,8 -5,0 D: Zuwanderer 16 2010 100 15,6 0,5 0,4 1,1 -13,6 17 2011 100 10,2 1,4 0,4 2,9 -5,5 18 2012 100 10,2 0,7 1,3 2,6 -5,6 19 2013 100 12,9 2,1 0,7 1,6 -8,5 20 2014 100 11,8 1,5 0,0 2,0 -8,3 E: Querschnitt 1998 13 2010 100 9,4 1,1 0,7 2,8 -4,8 14 2011 100 6,9 1,4 1,2 2,9 -1,4 15 2012 100 9,6 0,6 0,6 4,8 -3,6 16 2013 100 18,1 0,0 0,0 1,9 -16,3 17 2014 100 9,7 0,7 0,7 3,7 4,5 SOEP Survey Papers 299 71 SOEP v31