Die disziplinär zerfaserten Bildungswissenschaften? Das bildungswissenschaftliche Personal in der Lehrer*innenbildung
Abstract
Journal für LehrerInnenbildung 25 (2025) 2, S. 94-103 Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik; Hochschulforschung und Hochschuldidaktik; als elektronischer Volltext verfügbar
Full text
Klom aß, Sabine; Go d , Simon; Kopp, Maximilian
Die disziplinä ze ase en Bildungswissenscha en? Das
bildungswissenscha liche Pe sonal in de Leh e *innenbildung
Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 94-103
Quellenangabe/ Re e ence:
Klom aß, Sabine; Go d , Simon; Kopp, Maximilian: Die disziplinä ze ase en Bildungswissenscha en?
Das bildungswissenscha liche Pe sonal in de Leh e *innenbildung - In: Jou nal ü Leh e Innenbildung
25 (2025) 2, S. 94-103 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-345166 - DOI: 10.25656/01:34516;
10.35468/jlb-02-2025-07
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-345166
h ps://doi.o g/10.25656/01:34516
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jou nal ü leh e Innenbildung
jlb
no.2
2025
Gesam ausgabe online un e :
h p://www.jlb-jou nalleh e innenbildung.ne
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025
ISSN 2629-4982
Zu Rolle de Pädagogik
in den bildungswissen-
scha lichen G undlagen
Bibliog a ie:
Sabine Klom aß, Simon Go d
und Maximilian Kopp (2025).
Die disziplinä ze ase en
Bildungswissen scha en?
Das bildungswissenscha liche
Pe sonal in de Leh e *innenbildung.
jou nal ü leh e Innenbildung, 25 (2), 94–103.
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-07
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Sabine Klom aß, Simon Go d
und Maximilian Kopp
Die disziplinä ze ase en
Bildungswissenscha en?
Das bildungswissenscha liche
Pe sonal in de Leh e *innenbildung
Abs ac • Läss sich Casales These on eine En pädagogisie ung de akademischen
Leh e *innenbildung on de Mak oebene des Bildungssys ems au die Mik oebene
de Ak eu *innen übe agen? Im Bei ag we den dazu die disziplinä en Ve o ungen
des bildungswissenscha lichen Pe sonals analysie . Da en aus d ei deu schen Bun-
deslände n belegen, dass nu ein kleine An eil de Bildungswissenscha le *innen
E ziehungswissenscha als Haup ach s udie ha . Au gezeig wi d, dass dennoch
die mi de En pädagogisie ung e knüp e Annahme eine dominan en Le nwissen-
scha in den Bildungswissenscha en nich zu i .
Schlagwo e/Keywo ds • Wissenscha ssoziologie, disziplinä e Ve o ungen,
bildungswissenscha liches Pe sonal, Ve mi lungsau gabe
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Gemäß Ri a Casale (2021) habe sei Ende de 1990e Jah e eine „En -
pädagogisie ung“ de Leh am ss udiengänge in Deu schland s a ge-
unden: Au die Posi ion de E ziehungswissenscha , die bis dahin als
wissenscha liche Lei disziplin ü das pädagogische Beglei s udium
zus ändig wa , seien die Bildungswissenscha en als „neues Bezugs-
pa adigma“ (ebd., S. 216) ge ück , die alle dings on eine empi isch-
psychologischen „Le nwissenscha “ (ebd.) dominie wü den. Casale
beg ünde ih e These du ch eine his o iog a ische Analyse bildungs-
poli ische Re o men (u. a. dem Bologna-P ozess) und ins i u ionelle
Ak eu *innen (insbesonde e de OECD) im Zuge de Implemen ie ung
on neolibe alen S eue ungsins umen en an Uni e si ä en.
In unse em Bei ag knüp en wi an Casales These de En pädagogi-
sie ung mi einem Fokus au das ü die Ve mi lung bildungswissen-
scha lichen Wissens zus ändige Pe sonal an, um dessen disziplinä e
Ve o ungen zu analysie en. Unse Ansa z is im Modell de Rekon-
ex ualisie ung des Bildungswesens nach Fend (2006, S. 174 ) so ein-
zuo dnen, dass Casales Pe spek i e au die Mak oebene (Regula ien,
ins i u ionelle Ak eu *innen, Go e nance) unse Blick au die Mik o-
ebene de indi iduellen Ak eu *innen gegenübe ges ell wi d: Kann
olglich bei den Bildungswissenscha le *innen sowohl eine En päda-
gogisie ung als auch die Dominanz eine empi isch-psychologischen
Le nwissenscha bes ä ig we den?
Dazu e läu e n wi zunächs Casales En pädagogisie ungs hese und
o dnen sie in den wissenscha s heo e ischen Disku s übe die E zie-
hungswissenscha und ih Ve häl nis zu den Bildungswissenscha en
ein. Da an anknüp end en wickeln wi unse e Fo schungs agen ü
diesen Bei ag, mi dem wi wissenscha ssoziologisch das Pe sonal
de Bildungswissenscha en in zwei Sch i en empi isch quan i a i
und quali a i e o en.
Die En pädagogisie ungs hese
im Disku s de Disziplin
Am Beispiel de Leh e *innenbildungs e o m in NRW en al en Ca-
sale e al. (2010) e s mals die These, dass die „Gebu de Le nwis-
senscha als Un e gang de E ziehungswissenscha “ (ebd., S. 53) zu
e s ehen sei. De deu sche Beg i „Bildungswissenscha en“ sei nu
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eine geschick e, na ional sensible Übe se zung de on de OECD p o-
pagie en „Lea ning Science“. Die Implemen ie ung dieses „neue[n]
no ma i e[n] Pa adigma[s] on Bildung und Ausbildung“ (ebd., S. 47)
soll e in Deu schland o allem du ch die Ums ellung au ges u e S u-
diengänge pa allel zu Ein üh ung on S anda ds ü die Leh e *innen-
bildung e olgen. Casale e al. (ebd., S. 54) kons a ie en, dass diese
im Ke n neu owissenscha lich gedach e Le nwissenscha „die kom-
ple e Psychologisie ung de Leh e bildung sowohl bezüglich ih e
Fo schungsme hode als auch hinsich lich ih e Inhal e“ implizie e.
Du ch diese En wicklung wi d de zen ale Bei ag de E ziehungswis-
senscha zu pädagogischen P o essionalisie ung ma ginalisie , de
Casale e al. (ebd., S. 55 ) olgend im Re e ie en au wissenscha liches
Wissen „zu K i ik und Re lexion pädagogischen Handelns“ bes eh . In
ih em A ikel zu „En pädagogisie ung de Leh e bildung“ e schä
Casale (2021) diese A gumen a ion, indem sie au den Ve lus genuin
e ziehungswissenscha lichen Denkens au me ksam mach . Le z lich
s ünde nich meh die Sys ema ik des Fachs, sonde n das au Anwen-
dungsp obleme eduzie e Wissen im Zen um.
Das sich in de A gumen a ion spiegelnde Gegeneinande -Au s ellen
on anwendungsbezogenem P axis- und e ziehungswissenscha li-
chem Re lexionswissen wu de wissenscha s heo e isch in de Diszi-
plin E ziehungswissenscha be ei s a ian en eich du chgespiel – als
Theo ie-P axis-P oblem (Benne , 1980), in de Ausdi e enzie ung
e schiedene Wissens o men (Pollak, 2002), bei de Analyse his o-
ische Disziplinen wicklungen (Glase & Keine , 2015), disziplinpoli i-
sche Mach e häl nisse (Bellmann, 2016) und Disku se (Sch eibe &
C ame , 2023). Auch sind Theo ie- und Me hodenimpo e aus e -
schiedenen Nachba disziplinen in de E ziehungswissenscha nich
ungewöhnlich (Vogel, 2024). Jedoch b ing Casales A gumen a ion
eine neue Schä e in den Disku s, die zu F age üh , inwie e n die
pos ulie e En pädagogisie ung au die Mik oebene de Ak eu *innen
du chgeschlagen und du ch die Anwendung neolibe ale S eue ungs-
elemen e das ehemalige e ziehungswissenscha liche Beglei s udium
zu eine A neu opsychologisch ausge ich e e Ausbildung eduzie
wu de.
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Die disziplinä e Ze ase ung
in den Bildungswissenscha en
Inwie e n sich Casales These ü das Pe sonal bes ä ig , das ü die Ve -
mi lungsau gabe in den Bildungswissenscha en zus ändig is , we den
wi au de Basis ausgewähl e Da en aus unse em Fo schungsp ojek
zu Ka ie ewegen und disziplinä en Ve o ungen on Bildungswissen-
scha le *innen au zeigen. Dabei gehen wi wissenscha ssoziologisch
da on aus, dass die Wissenscha le *innen ih en Leh gegens and
selbs kons uie en: E ziehungswissenscha le *innen e s ehen bspw.
den Bildungsbeg i ande s als Psycholog*innen, Soziolog*innen ode
Leh e *innen. Diese Kons ella ion is ü die Bildungswissenscha en
ele an , weil das Pe sonal nich (meh ) nu aus de E ziehungswis-
senscha /Pädagogik, sonde n aus un e schiedlichen ‚He kun sdis-
ziplinen‘ ek u ie wi d. Mi ‚He kun sdisziplin‘ is im nun olgen-
den e s en Ve o ungssch i die akademische Sozialisa ion du ch ein
Haup achs udium gemein , das au den E we b eine olls ändigen
Fachsys ema ik (inkl. zugehö ige Fo schungsme hoden) ziel .
Die s a is ischen Pe sonalda en alle leh e *innenbildenden Uni e -
si ä en aus den ausgewähl en Bundeslände n Niede sachsen, Rhein-
land-P alz und dem Saa land (e hoben 2023/24) zeigen, dass un e
den p omo ie en wissenscha lichen Mi a bei e *innen mi Leh au -
gaben in den Bildungswissenscha en die g öß e G uppe (34 %) übe
das E s e S aa sexamen ü ein Leh am e üg . 23 % haben ein psy-
chologisches, 17 % ein e ziehungswissenscha liches und 8 % ein so-
ziologisches Haup achs udium absol ie . Wei e e 14 % blicken au
kombinie e S udiengänge im Be eich de Sozial- und Ve hal enswis-
senscha en zu ück und die üb igen 4 % haben in sons igen S udien-
gängen (z. B. Wi scha swissenscha ) Abschlüsse e wo ben. Unse e
Analyse ih e P omo ions hemen deu e e ne da au hin, dass die-
se Wissenscha le *innen bei ih en achlichen Spezialisie ungen ganz
un e schiedliche Bezugspa adigmen wählen, was hie jedoch nich
wei e ausge üh we den kann.
Angesich s diese Ve eilungen is eine disziplinä e Ze ase ung inne -
halb des bildungswissenscha lichen Pe sonals es zus ellen, die wi
im Sinne Casales als Folge eine En pädagogisie ung in e p e ie en.
Wenn man bedenk , dass die Leh am sabsol en *innen als g öß e
G uppe wäh end ih es S udiums allein das ela i schmale bildungs-
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wissenscha liche Beglei s udium du chlau en und nu ein Fün el de
Gesam g uppe einen e ziehungswissenscha lichen Abschluss e wo -
ben ha , komm man nich umhin, den Ve lus de E ziehungswissen-
scha als Lei disziplin un e den Bildungswissenscha le *innen zu
bilanzie en.
Schwache S anda ds, g oße F eihei en
Casale e knüp diesen Ve lus im zwei en Teil ih e These mi dem
En s ehen de neu opsychologischen Le nwissenscha als neues Be-
zugspa adigma in den Bildungswissenscha en, was im Folgenden
quali a i ekons uk i un e such wi d: Übe nehmen also die Wis-
senscha le *innen dieses neue Bezugspa adigma in ih en Kons uk-
ionen des bildungswissenscha lichen Leh gegens ands? Um diesem
Aspek nachzugehen, g ei en wi au insgesam 13 na a i e In e iews
(Schü ze, 1983) zu ück, die wi zu e ie enden E o schung be u -
lich-akademische Wege on Wissenscha le *innen aus de o. g. Ge-
sam g uppe ge üh haben. Unse heo e isches Sampling (Glase &
S auss, 1970; Dimba h e al., 2018) s a e e dabei zunächs mi de
Schulnähe/- e ne (u. a. kodie du ch Schulp axise ah ung und P o-
mo ions hema) und olg e dann dem P ad, die He kun sdisziplinen
maximal zu kon as ie en, wobei un e den Leh am sabsol en *in-
nen zusä zlich e schiedene Leh äm e e glichen wu den. Im exma-
nen en Teil de In e iews e olg en einige Nach agen zum Wissen-
scha s- und Leh e s ändnis. Fü eine poin ie e Auswe ung bezogen
au den zwei en Teil de These zu e mein lich dominan en Le nwis-
senscha , die den Uni e si ä en du ch neue S eue ungsins umen e
au gezwungen wu de, s ellen wi in diesem Bei ag die An wo en au
eine diese Nach agen ins Zen um, und zwa an welchen Vo gaben
sich die Bildungswissenscha le *innen in ih e Leh e o ien ie en. An-
gelehn an die Dokumen a ische Me hode müssen sie dabei au ein
kollek i ge eil es Wissen gel ende No men im Sinne on O ien ie-
ungsschema a (Bohnsack, 2012) eku ie en, um au diese Weise die
Legi imi ä ih e An wo en zu kommunizie en. Aus ih en An wo en
lassen sich dami übe den Einzel all hinausgehend übe g ei ende Gel-
ungsannahmen ü die Bildungswissenscha en ekons uie en.
Bis au eine Ausnahme („An welchen Vo gaben o ien ie e ich mich?
Ich glaube, an ga keinen a sächlich.“ Eni, He kun sdisziplin: sons ige)
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e weisen alle Be ag en in ih en An wo en au „Modulhandbüche “.
Im Folgenden we den d ei Beispiele gegeben.
Also mi we den kaum Vo gaben gemach , was die Inhal e angeh a -
sächlich auch. Also da genieße ich, obwohl mi das qua Am nich zuge-
s anden is , F eihei in Fo schung und Leh e, sage ich je z mal. Die Mo-
dulhandbüche , die geben mi hal , ich sage mal, g obe Inhal e o . Abe
übe was man dann ganz konk e sp ich , was man leh , da ha man doch
noch seh g oße F eihei en. (Luz)
Na ja, wi haben ein Modulhandbuch, in dem de Name und auch im We-
sen lichen die Inhal e unse e Leh e ans al ungen genann sind. Wobei
das alles na ü lich so schwammig is , dass man das o zdem ausges al-
en kann, wie man möch e. Wi haben an unse em Leh s uhl eben ü
uns selbe die Inhal e en wickel . Und dadu ch, dass da übe die Jah e
hinweg zwanzig, d eißig Köp e da an mi gewi k haben, gehen wi da on
aus, dass wi da i gendwie eine ganz gu e Auswahl ge o en haben. (Kai)
Also wi haben Modulhandbüche , wo g ob, seh g ob also wi klich in
d ei Sä zen skizzie is , was das Modul leis en soll. Dann gib es na ü -
lich die KMK-S anda ds, die dem auch ein S ück wei zugeo dne sind.
Was ich auch abe imme mache, is , dass ich mich an den S udie enden
o ien ie e, also age: Was woll ih eigen lich? Was b auch ih ? […] Als
de Uk aine-K ieg begonnen ha zum Beispiel haben wi // da ha e ich
ein Semina , da ging es eigen lich um Me hoden. Und da habe ich dann
umgeschwenk au Me hoden poli ische Bildung zum Thema K ieg und
F ieden. Da haben wi Un e ich sma e ial e s ell . (Bea)
Au ällig is , dass de Bezug au die „Modulhandbüche “ ( eilweise ge-
knüp an die „die KMK-S anda ds“) du chweg mi de Exis enz g oße
F ei äume e bunden wi d, weil diese Vo gaben nu schwache S an-
da ds da s ellen wü den („g obe Inhal e“, „so schwammig“, „g ob,
seh g ob“). Die gemeinsame O ien ie ung an F ei äumen au g und
schwache S anda ds kann als Hinweis in e p e ie we den, dass in
den Bildungswissenscha en kein bes imm es Pa adigma und dahe
auch nich eine neu opsychologische Le nwissenscha dominie .
Folglich schein das neolibe ale S eue ungsins umen de S anda di-
sie ung übe die KMK-S anda ds zu den Modulhandbüche n wei e hin
ehe nich zu eine disziplinä en Ve einhei lichung au de Mik oebe-
ne ge üh zu haben.
In den An wo en de Bildungswissenscha le *innen lassen sich e -
schiedene Denkmus e un e scheiden, ü die jeweils eine Sequenz
hie als Beispiel ausgewähl wu de: De Ve weis au die besonde e
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akademische F eihei (Luz, He kun sdisziplin: E ziehungswissen-
scha ), die e ah ungsbasie e (nich achsys ema isch no mie e)
Wei e en wicklung des Cu iculums inne halb eines Teams (Kai, He -
kun disziplin: Psychologie) und die Einübung eine p o essionellen
P axis (Bea, He kun sdisziplin: (G undschul-)Leh am ). Mi den e s en
beiden Denkmus e n we den allgemeine hochschulische No men und
P ak iken au ge u en.
An das d i e Denkmus e läss sich de Aspek aus Casales K i ik an-
schließen, dass es du ch den Ve lus e ziehungswissenscha lichen
Denkens zu eine Reduzie ung ode (e was o sich ige o mulie )
O ien ie ung an anwendungsbezogenem Wissen gekommen sein
könn e. Wi haben in unse em In e iewma e ial diese Hypo hese
wei e e olg und a sächlich iele Hinweise da au ge unden, dass
un e den Bildungswissenscha le *innen nich nu mi Leh am saus-
bildung die O ien ie ung an einem so ausgeleg en P axiswissen aus-
gep äg kommunizie wi d – bezogen au die Ve mi lung on be u -
lichen Kompe enzen (wie das Diagnos izie en on Leis ungen ode de
Einsa z abwechslungs eiche Leh me hoden) ode du ch die Wei e -
gabe biog a isch undie e subjek i e Theo ien und pädagogische
Eins ellungen (bspw. übe den angemessenen Umgang mi Schü-
le *innen). Auch ü Luz is demgemäß wich ig, mi den S udie enden
seine Inhal e zu disku ie en, um „das sozusagen wi klich ü i gend-
einen p ak ischen Einsa z dann auch handhabba [zu] machen“, und
Kai such den Schulp axisbezug, „um i gendwie glaubwü dige Inhal e
e mi eln zu können“.
Es schein wissenscha ssoziologisch plausibel, dass de Reku s au
eine schulp ak ische Rele anz demnach eine übe g ei ende S a egie
is , um die ü die eigene Leh e ausgewähl en Inhal e und Me hoden
zu legi imie en. Mi Rückg i au Casale in e p e ie , geh es p io i ä
nich um die Ve mi lung eine Fachsys ema ik, sonde n haup sächlich
um i gendwas im Schulkon ex . In unse em Sample inde sich dazu ol-
gende Kon as all (Nel, He kun sdisziplin: E ziehungswissenscha ).
Also ich o ien ie e mich an dem Modulka alog. Und inne halb diese Mo-
dule, die ich dann eben mache, o ien ie e ich mich// und die sind seh
o en o mulie und ich eize diese O enhei , glaube ich, auch du ch-
aus seh aus. […] Ich habe in diesem [Modul] zum Beispiel seh ge ne
eine Ve ans al ung zu amiliale Sozialisa ion gemach , also quasi in
einem Kon ex , de maximal wei en e n om Schulischen is und wo
man du chaus ielleich auch in einen gewissen Legi ima ionsd uck ge ä ,