Reflexionsprozesse über die Übersetzung des ersten Kapitels aus "La Tesis de Nancy" (1962) von Ramón J. Sender ins Deutsche: Ein kritischer Kommentar über mögliche Übersetzungsstrategien und Problemlösungen im interkulturellen Dialog
Full text
Facul ad de T aducción e In e p e ación
Más e de T aducción P o esional y Mediación In e cul u al
T aducción Li e a ia, Humanís ica y Audio isual
Re lexionsp ozesse übe die Übe se zung des e s en
Kapi els aus „La Tesis de Nancy“ (1962) on Ramón J.
Sende ins Deu sche: Ein k i ische Kommen a übe
mögliche Übe se zungss a egien und
P oblemlösungen im in e kul u ellen Dialog
P ocesos de au o e lexión sob e la aducción de “La Tesis de Nancy”
(1962) de Ramón J. Sende al alemán: un comen a io c í ico ace ca de
las posibles es a egias asla i as y de las soluciones de di icul ades
p oceden es del diálogo in e cul u al
Mona Helmchen
2012/2013
Be eu on Ana Ma ía Ga cía Ál a ez
Mona Helmchen Ana Ma ía Ga cía Ál a ez
i
Inhal s e zeichnis
1. Einlei ung .................................................................................................................... 1
2. De Au o Ramón J. Sende und sein We k ............................................................ 5
3. T ansla des e s en Kapi els aus „La Tesis de Nancy“ (1962) ................................ 7
4. Ein üh ung in die ansla ionswissenscha lichen Theo ien ................................ 29
4.1 Theo e ische Ansä ze ü eine undie e Ausgangs- und Ziel ex analyse ...... 29
4.2 E gänzende heo e ische Übe legungen im Zusammenhang mi de
An e igung eines ansla o ischen Kommen a s .................................................. 35
5. De ansla o ische Kommen a ............................................................................. 40
5.1. Au agsanweisungen ........................................................................................ 40
5.2. Mak o inali ä des ZTs ...................................................................................... 41
5.3. Ideologische, kul u elle und in o ma i e Ums ände und/ode Un e schiede
zwischen ZT- und AT-Rezipien en .......................................................................... 42
5.4. Tex so enkon en ionen des ZTs ..................................................................... 44
5.5. Zei und O de Ve ö en lichung des ZTs (mögliche zei liche bzw. ö liche
Un e schiede zu denen des ATs) .............................................................................. 45
5.6. Mögliche P obleme bei de P oduk ion und ande e Schwie igkei en im
Zusammenhang mi den kommunika i en ZT-In en ionen und mögliche
Un e schiede bezüglich de In en ionen des ATs ................................................... 46
5.7. Mögliche Übe legungen, Un e schiede und Ve ände ungen de
Ziel ex s uk u bezüglich de des ATs .................................................................. 47
5.8. Mögliche Übe legungen und Un e schiede zwischen den Tex ak en bzw.
Sp echak en beide Tex e ........................................................................................ 47
5.9. Mögliche Ähnlichkei en bzw. Un e schiede bezüglich de unk ionalen
Beziehungen de Sä ze in beiden Tex en ................................................................ 49
5.10. Lexikalische und e minologische Übe legungen und P obleme ................ 51
5.11. Übe legungen und P obleme hinsich lich des ZT-S ils ................................ 52
5.12. Übe legungen und P obleme bezüglich de Kohäsion im ZT ..................... 53
5.13. Mögliche Übe legungen ode P obleme zu Reche che in Lexika,
Enzyklopädien, Pa allel ex en, In o ma ionen usw. .............................................. 55
6. Analyse on Übe se zungsschwie igkei en be uhend au sp achlichen und
kul u ellen Di e enzen zwischen AT und ZT ........................................................... 56
6.1. Sp achlich beding e Miss e s ändnisse ........................................................... 57
ii
6.2 Kul u ell beding e Fehlin e p e a ionen .......................................................... 58
7. Schluss olge ung ....................................................................................................... 59
8. Li e a u .................................................................................................................... 62
8.1. P imä li e a u ................................................................................................... 62
8.2. Sekundä li e a u .............................................................................................. 64
9. Glossa zu „Nancy en deck Se illa“ ...................................................................... 65
10. Glossa ansla ionswissenscha liche Abkü zungen ........................................ 67
11. O iginal ex (E s es Kapi el aus „La Tesis de Nancy“) ...................................... 67
Resumen
En es e abajo se p esen a la aducción del p ime capí ulo de la no ela epis ola “La
Tesis de Nancy” (1962) esc i a po Ramón J. Sende . Después de la aducción se ha
elabo ado un comen a io asla i o, basado en la me odología p esen ada en el a ículo
De ansla o ische Kommen a als E alua ionsmodell de s uden ischen
Übe se zungsp ozesse [El comen a io asla i o como modelo de e aluación de los
p ocesos asla i os de los es udian es] de Ga cía Ál a ez (2008). El comen a io
asla i o nos ha se ido pa a pode undamen a las soluciones asla i as al alemán
su gidas de los p ocesos men ales de la aduc o a y au o a del abajo, de una mane a
conscien e y basada en la me acognición. Pa a pode e lexiona sob e la aducción de
una mane a cien í ica y bien a gumen ada, el comen a io se ha basado en la li e a u a de
No d (20094); Wi e (2007²); Snell-Ho nby, Hönig, Kuβmaul, Schmi (20062);
Ka ha ina Reiss (1971); Tou y (1995); Ve mee (1978); y en eo ías cogni i as como la
de Fillmo e (1977), en e o os au o es. Pa iendo de la li e a u a mencionada, se
jus i ica la es a egia elegida pa a la aducción y se comen an las decisiones omadas
du an e el p oceso asla i o.
Después del comen a io se analizan y se ahonda en los p oblemas de comunicación que
iene la p o agonis a de la ob a de Sende . En elación con es e pun o se a an
pa icula men e las di icul ades lingüís icas, así como las di e encias in e cul u ales
en e la cul u a es adounidense de Nancy y la España del momen o. La in es igación de
los malen endidos basados en las di e encias lingüís icas y cul u ales ambién se cen a
en la di icul ad del aslado de cie os e e en es cul u ales en una e ce a lengua
(alemán) y, consecuen emen e, en una e ce a cul u a (Alemania). Pa a p o undiza en
el análisis, se a an además los é minos “ajeno” o “di e en e” basados en los concep os
de Wi e (2007²). Pos e io men e al análisis, se esumen las imp esiones sob e el abajo
y se comen an posibles líneas de in es igación u u as. En el anexo de es e abajo se
encuen a un glosa io con é minos p oceden es de la aducción del p ime capí ulo de
“La Tesis de Nancy” y un glosa io con las ab e ia u as aduc ológicas usadas. A
con inuación se incluye el ex o o iginal en español y la bibliog a ía consul ada.
1
1. Einlei ung
In diese A bei we de ich zue s ein Kapi el des spanischen B ie omanes „La Tesis de
Nancy“ (1962) on Ramón José Sende Ga cés übe se zen, um da au hin einen
ansla o ischen Kommen a anzu e igen, de zum Ziel ha , den Übe se zungsp ozess
de aillie kommen ie en zu können. In einem wei e en Sch i we de ich die beim
Übe se zen au ge e enen kul u ell und sp achlich beding en
Übe se zungsschwie igkei en e läu e n. Des Wei e en we de ich einige de
Kommunika ionsp obleme de P o agonis in des Buches genaue un e suchen und die
aus diese P oblema ik esul ie enden Miss e s ändnisse e ö e n. Dazu we de ich mich
mi den Bedingungen und Schwie igkei en, die mi dem in e kul u ellen Ve gleich
e bunden sind, auseinande se zen.
Be o ich au den konk e en Au bau und die Zielse zung diese A bei eingehe, möch e
ich o ab e läu e n, wieso ich mich da ü en schieden habe, eine li e a ische
Übe se zung in meine Mas e a bei anzu e igen. Im Ve lau e des Mas e s udiums und
insbesonde e wäh end de Teilnahme am Ku s „T aducción de ex os li e a ios“ on
Ana Ma ía Ga cía Ál a ez, beme k e ich, dass das Übe se zen li e a ische Tex e ganz
besonde s mein In e esse weck . Schnell s and ü mich es , dass ich meine
Mas e a bei dazu nu zen möch e, Auszüge ode ein Kapi el eines li e a ischen We kes
om Spanischen ins Deu sche zu übe se zen und anschlieβend meine
Übe se zungslösungen zu analysie en und zu beg ünden. In de e s en Sp echs unde mi
Ana Ma ía Ga cía e klä e ich, dass ich ge ne ein We k behandeln wü de, das ein b ei es
Analysespek um lie e und dass mich o allem die Ve s ändnisp obleme, welche im
in e kul u ellen Dialog en s ehen können, in e essie en. In diesem Zusammenhang
mach e mich Ana Ma ía au den B ie oman „La Tesis de Nancy“ (1962) on Ramón J.
Sende au me ksam. Sende s We k bes eh aus insgesam zehn B ie en, die die
ame ikanische P o agonis in und Ich-E zähle in Nancy, wäh end eines einjäh igen
Auslandsau en hal es in Se illa, an ih e Cousine Be sy sch eib . Nancy, die gebü ig aus
Kali o nien s amm , besch eib in ih en B ie en die ielen neuen Eind ücke, die sie in
Spanien sammel und be ich e übe ih e E ah ungen mi den Spanie n, insbesonde e
mi den Zigeune n im Süden Spaniens. De G und ü ih en Auslandsau en hal is ih e
Dok o a bei , in welche sie an h opologische, his o ische und linguis ische Aspek e im
Zusammenhang mi den Zigeune n behandeln will. Nach und nach auch Nancy meh
in das Leben de Zigeune ein und le n ih e Kul u kennen. Die In eg a ion de
2
Ame ikane in in die Zigeune gesellscha is jedoch nich imme ein ach. Zum einen
e scheinen ih die B äuche und Umgangs o men diese Menschen neu und zum ande en
s ell die Sp achba ie e, die nich sel en zu Miss e s ändnissen üh , o mals eine
g oβe He aus o de ung da . Da ich selbs als deu sche S uden in in Spanien
e gleichba e E ah ungen gemach habe, konn e ich mich on An ang an mi dem
Thema des Buches iden i izie en. Auβe dem denke ich, dass die Thema ik des Buches
besonde s heu e, in Zei en des schulischen und uni e si ä en Aus ausches, wie
beispielsweise mi O ganisa ionen wie E asmus, on wachsendem In e esse is und dass
sich iele Leu e, die eben alls Auslandse ah ung gesammel haben, in die Si ua ion de
P o agonis in Nancy hinein e se zen können. Nachdem ich das ganze Buch gelesen
ha e, s and ü mich es , dass ich ge ne einige Sei en des Sende schen We kes
übe se zen wü de. Nach einige Reche che im In e ne blieb meine Suche nach eine
be ei s exis ie enden deu schen Ve sion des Buches e olglos. Bislang habe ich lediglich
Übe se zungen ins Englische ge unden. Die Ta sache, dass bishe keine Übe se zung
des B ie omanes ins Deu sche ange e ig wu de, bes ä k e mich in meinem Vo haben
ein Kapi el des Buches zu übe se zen.
Nachdem ich nun die Bewegg ünde ü die Auswahl des Themas meine Mas e a bei
e läu e habe, möch e ich im Folgenden genaue au den Au bau und die on mi
anges eb e Vo gehensweise eingehen.
Wie be ei s e wähn , we de ich im e s en Teil de A bei die Übe se zung eines Kapi els
des spanischen B ie omanes an e igen. Ich habe mich ü das e s e Kapi el, welches
den Ti el „Nancy en deck Se illa“ äg , en schieden. Ausschlaggebend ü die Wahl
des Kapi els wa haup sächlich die Sei enanzahl. Ich wa da au bedach ein Kapi el, das
in e wa 20 Sei en als Übe se zung e geben wü de, zu wählen, um im Anschluss
genügend Spiel aum ü den ansla o ischen Kommen a und die Analyse zu haben.
Auβe dem ha mi das e s e Kapi el besonde s gu ge allen. Nachdem ich einen Einblick
in das Leben und das We k des Au o s Ramón J. Sende gegeben haben we de, olg au
die Übe se zung on „Nancy descub e Se illa“ im ie en Kapi el meine A bei die
Vo s ellung de ü den da au olgenden Übe se zungskommen a ele an en Theo ien.
Als besonde s in e essan ü meine analy ischen Zwecke e ach e e ich un e ande em
die Theo ien on Ka ha ina Reiss und Hans J. Ve mee (1984), sowie die au die
Didak ik angewende en Ansä ze on Ch is iane No d in „Tex analyse und Übe se zen“
(20094). Fü die An e igung des Übe se zungskommen a s im ün en Kapi el we de
3
ich mich an einem Au sa z mi dem Ti el „De ansla o ische Kommen a als
E alua ionsmodell de s uden ischen Übe se zungsp ozesse“ (2008), de in de
Fachzei sch i ü Sp ache und Sp achmi lung „Lebende Sp achen“ e schienen is und
on Ana Ma ía Ga cía Ál a ez e ass wu de, o ien ie en. Mi els de Me hodologie,
die in diesem Au sa z au ges ell wi d, we de ich meine Übe se zung on den
Mak op ozessen bis hin zu den Mik op ozessen beu eilen können und in de Lage sein
meine Lösungen p o essionell zu beg ünden.
Im sechs en Kapi el meine A bei we de ich mich mi de Analyse des Ausgangs ex es
(im Folgenden mi AT abgekü z ) und mi de Un e suchung des Ziel ex es (im
Folgenden mi ZT abgekü z ) be assen. Den heo e ischen Rahmen ü die Analyse wi d
insbesonde e das Buch „Die Kul u kompe enz des T ansla o s“ on Heid un Wi e
(2007²) bilden. Zudem we de ich mich au das Buch „Handbuch T ansla ion“ on Ma y
Snell-Ho nby, Hans. G. Hönig, Paul Kussmaul und Pe e A. Schmi (2006²) beziehen.
Im Folgenden möch e ich ku z die Schwie igkei en des spanischen ATs
zusammen assen, um da au hin meine A bei shypo hesen da legen zu können.
Wäh end eine e s en Un e suchung des O iginal ex es (im Folgenden mi OT
abgekü z ), iel mi die Fülle an Realien und ypisch spanischen Redewendungen und
Ph aseologie au . Obwohl ich den S il des Buches als seh angenehm zu übe se zen
einschä z e, wa ich mi de He aus o de ung bewuss , die die Übe lie e ung jene
kul u - und sp achspezi ischen Elemen e da s ellen wü de. Die Schwie igkei wü de
demnach insbesonde e da in bes ehen, diese Aspek e des Tex es in die deu sche Sp ache
zu übe se zen, ohne dabei zu e nachlässigen, dass das u sp üngliche
Kommunika ionsp oblem zwischen dem Englischen und dem Spanischen bes and. An
so manche S elle wü de es also no wendig sein mi eine Pa aph ase im ZT zu a bei en,
um insbesonde e die zahl eichen humo is ischen Elemen e, basie end au den sp achlich
beding en Miss e s ändnissen, zu konse ie en. Eine wei e e Schwie igkei soll e die
Übe se zung des Zigeune -Soziolek es da s ellen. Im AT ep äsen ie de Au o die
ypische Sp echweise de Zigeune Südspaniens nich nu du ch die Lexik, sonde n
e sch i lich zudem ih e eigen ümliche Aussp ache. Das P oblem an diese S elle
wü de sein, dass, da man beim Übe se zen einen Soziolek X in eine Sp ache A -in
diesem Fall de Zigeune -Soziolek im Spanischen - nich ein ach du ch einen Soziolek
Z in eine Sp ache B e se zen kann, man eine A „Kuns sp ache“ e inden und diese
dann, ebenso wie im OT, sch i lich im Deu schen da s ellen müsse. Nach einige
4
Reche che im In e ne , s iess ich au eine Dokumen a ilm eihe übe Zigeune , die
ko ek e Weise Sin i und Roma zu nennen sind, in Deu schland. U sp ünglich handel
es sich bei den Sin i und Roma um Flüch linge aus den ehemaligen Balkanlände n. Fü
die Übe se zung des Zigeune -Soziolek es o ien ie e ich mich dahe an ih e
Sp echweise, um ein dem O iginal möglichs en sp echendes Gegens ück zu inden und
eine dem AT nahe, jedoch idioma ische Lösung im Deu schen zu e hal en.
Nach diese esümie en Da s ellung de möglichen Übe se zungsp obleme komme ich
nun zu meinen A bei shypo hesen, bzw. möch e meine pe sönlichen E wa ungen an
diese Mas e a bei au s ellen.
In diese A bei möch e ich zum einen meine Quali ä en als li e a ische Übe se ze in
un e Beweis s ellen und zum ande en zeigen, dass ich in de Lage bin, un e
Anwendung bes imm e ansla o ische Theo ien und Modelle, k i isch und
beg ündend übe meine ange e ig e Übe se zung zu e lek ie en. Eine A bei shypo hese
is die Da legung de me akogni i en P ozesse beim sch i lichen Übe se zen, um
e ah en zu können, was sch i liches Übe se zen im De ail bedeu e . Ich möch e
Abs and nehmen on willkü lichen En scheidungen, was die E a bei ung des ZTs
angeh und möch e e suchen, mi selbs und auch dem Lese diese A bei einen
ie e en Einblick in den Übe se zungsp ozess zu e möglichen. Da ich bislang meine
Übe se zungen nich de a de aillie analysie und beu eil habe, is de Inhal diese
A bei ü mich on g oβem pe sönlichem In e esse. Ich möch e diese A bei nu zen,
um als zukün ige Übe se ze in meh P o essionali ä und Siche hei , sowohl im
Umgang mi meine eigenen Übe se zungsweise, als auch im Bezug au die Anwendung
üh ende ansla o ische Theo ien, zu gewinnen. Auβe dem sind ü mich, wie be ei s
e wähn , die Schwie igkei en im mul ilingualen Dialog on besonde em In e esse. Eine
wei e e A bei shypo hese is , dass ich in diese A bei zeigen möch e, wie es gelingen
kann, die kommunika i en Schwie igkei en, die sowohl sp achlich, als auch kul u ell
beding au e en, zwischen dem Spanischen und dem Englischen in eine d i e Sp ache,
welche in diesem Fall die Deu sche is , zu übe lie e n. Ein besonde es Augenme k
möch e ich dabei au die E hal ung de humo is ischen Elemen e legen, die den
B ie oman Sende s so un e hal sam machen. Auch möch e ich da au bedach sein,
dem deu schen Lese die Si ua ion de P o agonis in so genau wie möglich
nahezub ingen und die on ih geschilde en Eind ücke aus Se illa und Umgebung
si ua ions- und kul u ge eu da zus ellen. Wich ig is mi dabei o allem die Fülle an
5
Realien so zu übe mi eln, dass de deu sche Lese sie nach ollziehen kann, sie jedoch
nich an die Zielkul u (im Folgenden mi ZK abgekü z ) anzupassen, d.h. ich we de,
alls nich unbeding nö ig, keine Adap a ion an die ZK o nehmen, sonde n die
wich igs en, exo ischen Tex elemen e so wei es geh konse ie en.
Im sieb en Kapi el we de ich zusammen assend übe die e schiedenen A bei ssch i e
e lek ie en und einen Bezug zu meinen in diese Einlei ung au ges ell en
A bei shypo hesen ( s. S. 4) he s ellen.
2. De Au o Ramón J. Sende und sein We k
Ramón José Sende Ga cés wu de am 3. Feb ua 1901 in Chalame a, in de P o inz
Huesca, die in de au onomen Gemeinscha A agonien lieg , gebo en. Sein Va e wa
Gemeindesek e ä und seine Mu e Leh e in, sodass die Lebensums ände de Familie
als wohlhabend zu bezeichnen wa en. Be ei s in jungen Jah en begann e in Chalame a
in „La C ónica de A agón“ und „El Pueblo“ zu e ö en lichen. Au g und seines
au o i ä en Va e s und de p oblema ischen Va e -Sohn-Beziehung lüch e e Sende
jedoch 1918 nach Mad id und begann do A ikel und Ku zgeschich en ü „El País“
und „España Nue a“ zu sch eiben. Die Zei in Mad id wa keineswegs ein ach ü
Sende , de mona elang an de G enze des Exis enzminimums leb e und au de S aβe
schlie . E begann sich in K eisen ana chis ische und e olu ionä e G uppie ungen zu
bewegen, was sein on G und au ebellisches Wesen p ägen soll e. T o z de schwe en
Lebensums ände in Mad id, gelang es dem jungen Sch i s elle seine e s e
Ku zgeschich e, die den Ti el „Las b ujas del comp omiso“ ug, in eine Zei ung zu
publizie en. Es daue e jedoch nich lange, bis sein Va e ihn au such e und dazu zwang,
zu ück nach Huesca zu keh en. Do angekommen, begann e all seine Ene gie und
seinen En usiasmus in die Zei ung „La Tie a“ zu in es ie en, de en Lei ung e o z
seines jungen Al e s übe nahm. 1922 wu de Sende zum Mili ä diens nach Ma okko
eingezogen. Diese Ums and lie e e die Vo lage ü seinen 1930 e schienenen Roman
„Imán“. Nach seine Rückkeh aus dem Ma okkok ieg schloss e sich 1924 de
Tageszei ung „El Sol“ in Mad id an, ü welche e bis 1930 zahl eiche A ikel
un e schiedlichs e Themen sch ieb. In diese Zei begann Sende sich den K i ike n und
poli ischen Gegne n de Dik a u on Miguel P imo de Ri e a anzuschlieβen. Als
Regie ungsgegne wu de Sende 1927 e ha e und muss e eine Zei im Ge ängnis in
Mad id e b ingen. Seine E ah ungen aus diese Zei e a bei e e e 1932 in dem
12
- Kommen sie an einem ande en Tag nocheinmal wiede , Seño a?
- Wieso?, ag e sie.
- Um dami e ig zu we den, sie anzusehen. Beim e s en Mal scha man das
nich .
Misses Dawson me k , dass man sie hie nich mag. Abe das is ganz no mal.
Wie du weiβ sind Sympa hie und An ipa hie ezip oke Emp indungen. Und ih ge äll
de simple Sinn ü Humo diese ein achen Leu e nich . Es schein as , als wü de
Misses Dawson wollen, dass die Leu e e ns , s eng und ein bisschen au ig sind und
das sage ich nich , weil ich sie ge ne k i isie e, denn du weiβ ja, dass ich ih seh
dankba bin. Ich e s ehe ein ach nich wieso. Nun gu , die Leu e aus dem Do mögen
Miss ess Dawson, die zwei Büche un e dem A m, die Bibel und ein Wö e buch, und
eine B ille mi dicken, osa ge ön en Gläse n äg , auch nich . Und um das Bild
abzu unden, äg sie auch noch ieseng oβe Schuhe. Das äll hie ganz besonde s au .
Ap opos Schuhe (ich wä e di dankba , wenn du das niemandem zu Hause
wei e e zählen wü des , denn die scho ische Seño a ha Bekann e in Lake Fo es ), als
wi an einem kleinen Ca é o beigingen, hö en wi wie ein Schuhpu ze zum ande en
sag e:
- „Himmel He go , has du gesehen, was ü Schühchen die Seño a äg ? Ob
man in ih em Land wohl im S ehen schlä ?“
Ich muss e mi au die Zunge beiβen, um mi das Lachen zu e knei en, abe
ielleich bekam es meine F eundin auch ga nich mi . Ich bin mi nich siche , denn
wie du weiβ , e lie en die Scho en niemals ih Gesich . Am nächs en Tag uh sie
mich wie imme nach Se illa.
Wenn du nach Spanien komms , Be sy, dann a e ich di keine F agen übe
G amma ik zu s ellen. Alle Leu e wechseln das Thema und we den saue . Die
G amma ik is nich belieb in diesem Land, zumindes nich in Alcalá de Guadai a und
in Se illa. Ges e n ag e ich den Besi ze eine Apo heke hie , im Vie el, nach dem
Subjun i o eines Ve bes. E an wo e e mi , dass es eine seh wi zige F age sei und
s ell e mich seine F au o .
Was den Res angeh , so is das Leben hie meh als angenehm und bequem.
Alles is so exci ing. Die Leu e, die Dinge, ein ach alles.
Ich habe bishe nich ange angen e ns ha zu le nen, denn ich möch e mich e s
übe das Land un e ich en und mich einleben. Alles is wi klich ganz eizend, und eine
13
E ah ung wie diese is gu ü mich, um die Komplexe du ch die ie e Ehe meine
Mu e auszugleichen. Du weiβ , was ich meine.
Abe nun genug on au igen Themen.
Ich bin empö übe das Ve hal en einige Ame ikane , die in den Ca és
ame ikanische P oduk e bes ellen und sich beschwe en, wenn sie sie nich bekommen.
Auch en üs e mich ih e Unkul u , wenn sie She y bes ellen und dann die Flasche
nich wollen, weil do Je ez d au s eh und sie glauben, dass man sie be ügen wolle.
In den le z en Tagen is mi nich s Wich iges geschehen. Das einzige Neue is ,
dass sieben ausländische S uden en und ich in Se illa zum ma qués6 on Es o aque (ich
glaube, so sch eib man den Namen, abe ich wü de nich da au schwö en) zum Essen
eingeladen wu den. So können wi einmal sehen, wie ein ypisches, se illanisches Haus
on innen aussieh . Alles wa dunkel und eie lich, deko ie mi K uzi ixen und
Madonnenbilde n, einige gemal on Mu illo und ech , dami meine ich, dass es sich um
O iginale handel e. Die Möbel wa en im Kolonials il de ame ikanischen Süds aa en
gehal en. Alles och nach Wachs und, Go e gebe mi , denn ich möch e nich läs e n,
nach Ka zenu in.
Wi sahen den ma qués und seine F au, beide schon al . Seh al , wü de ich
meinen. Wei übe Siebzig. Ganz eh lich, man me k die G öβe und das Al e diese
Menschen. Ich ha e jedoch nich die Gelegenhei mi ihnen zu sp echen, denn sie
be o zugen es mi den Tou is en zu sp echen, die kein Spanisch können, um ih
sch eckliches Englisch zu üben. Sie sp echen nich unbeding schlech , abe sie haben
einen Inselakzen , de ü mich inakzep abel is . Du weiβ ja, dass ich den b i ischen
Akzen noch nie auss ehen konn e. Wie dem auch sei, zwei Tage spä e gingen wi zum
Essen zum ma qués und seine F au nach Hause. Da o uh en zwei F eundinnen und
ich mi dem Au o on Misses Dawson du ch die ganze S ad , ja as du ch die ganze
P o inz, um Zei zu übe b ücken. Man ha e uns ü neun Uh bes ell , da um zehn Uh
zu abend gegessen we den soll e. Gegen ach Uh jedoch wa ich be ei s ku z o dem
Ve hunge n. Zu Hause essen wi schlieβlich schon um sechs.
Wi uh en an den Res au an s o bei, sahen die Leu e essen und e schlangen
die ollen Telle mi Blicken. Mis ess Dawson mein e es gehö e sich nich , zu einem
dinne eingeladen zu sein und ohne Appe i hinzugehen, so dass wi nich s aβen, bis wi
6 Ma qués: Ma quis.
14
zum Haus des ma qués und seine F au kamen. Du glaubs ga nich , wie schwe es wa
du chzuhal en.
Um Punk neun Uh wa en wi do . Obwohl es im Haus elek isches Lich gab,
e wa e e uns ein Diens junge in ku zen Hosen mi einem iela migen Ke zenleuch e ,
au dem e liche Ke zen b ann en. Im Nebenzimme wa en de ma qués und seine F au
in es liche Abendkleidung. Ich sage di , alles mach e einen wah lich schicken
Eind uck. De Bu le s ell e uns beim Ein e en mi unse en Namen o . Ich weiβ imme
noch nich , wieso e sie wuss e.
Vo dem Abendessen wechsel e de ma qués mi allen ein paa Wo e, nu mi
schenk e e meh Au me ksamkei . Man se ie e uns manzanilla, ein dem englischen
She y ähnliche Wein, de jedoch ech ade schmeck e und nich einmal ich ig kal
wa . Nach einigen Gläse n spü e ich eine wohlige Wä me du ch den Kö pe lieβen
und woll e meh . Ich glaube, dass man diesen Wein kennen muss, um ihn zu mögen, so
wie gu e Musik.
Spä e e uh ich, dass diese Wein wohl als die C éme de la c éme gil und dass
ihn schon die Ta essos zu Salomons Zei en anken. (Die Dinge hie sind on
obszönem Al e ).
Man se ie e uns iele e schiedene Vo speisen. Und obwohl ich ech iel on
allem aβ, wa ich, als wi uns zum Essen an den Tisch se z en, hung ige als o he .
Sel sam, nich wah ? Ich glaube, dass all diese Häppchen appe i an egend wa en,
manche da on salzig, pikan und ande e soga bi e . M s. Dawson sp ach e äch lich
übe die ame ikanischen Vo speisen, die zum Teil süβ sind. Ich weiβ nich , was sie
mein e. De ma qués schau e mich lächelnd an und schien zu denken: Diese Scho in
läss keine Gelegenhei aus, um die Ame ikane zu p o ozie en.
Mein Pla z wa zu Rech en des ma qués, was meines E ach ens nich ganz
ko ek wa , da schlieβlich M s. Dawson anwesend wa . Abe ich wü de lügen, wenn
ich sagen wü de, dass es mi unangenehm wa . John McG ego , de Junge, de im
Somme als Hel e des To eng äbe s a bei e e und le z es Jah An opologie mi di
s udie e, ha e seinen Pla z zu Rech en de F au des ma qués. E ha e keine
Abendga de obe, abe ug einen Anzug mi schwa ze K awa e, was seh gu aussah.
Wi aβen wie in den Paläs en aus Tausend und eine Nach . Fün cou ses. Ich
e wähn e be ei s, dass ich seh hung ig wa , sodass ich dem ma qués kaum zuhö e,
wäh end das Loch in meinem Bauch imme g öβe wu de. S ell di o , es wa en zehn
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S unden sei dem lunch e gangen. De ma qués ag e mich, was in Se illa mi am
Bes en ge allen hä e. Ich an wo e e:
- „Die Ka hed ale und die Gi alda.“
Da au hin begann de ma qués, wohl als Zeichen de Dankba kei , da e
anscheinend seh pa io isch is , mein Knie mi de Rech en zu massie en, wäh end e
mi de Linken aβ. Höchs sel sam! Es muss wohl ein spanische B auch sein. Spanien
is be ühm ü eine Gas eundscha , wie man sie in den o ien alischen Völke n inde ,
und bei diese Ges e muss es sich um eine T adi ion im au me ksamen Umgang mi den
Gäs en gehandel haben. Ich aβ wei e , denn ich ha e imme noch sch ecklichen
Hunge . Von Zei zu Zei schau e ich hinübe zum ma qués, lächel e und sag e:
- „Vielen Dank, Seño ma qués.“
Dami woll e ich ihm mi eilen, dass e sich nich meh die Ums ände machen
müsse. E hingegen uh o mi de Massage. Ich schä z e, dass die ma quesa
ielleich das Gleiche bei John a . Spä e jedoch and ich he aus, dass John niemand
massie ha e. De ma qués ag e mich:
- „Wissen Sie, dass die Ka hed ale in Se illa die G öβ e au de Wel is ?“
- „Das wa sie, abe nun is sie es nich meh .“
Ich e inne e mich da an, dass man den Un e bau de Ka hed ale on Sain John
in New Yo k, die nach dem Vo bild de Gi alda kons uie wu de, einen Me e b ei e
gebau ha e, um de se illanischen Ka hed ale den Ru s ei ig zu machen. Als de
ma qués das hö e, hiel e übe asch einen Momen lang inne.
Ku z da au uh e mi seine Massage o . E woll e nich , dass Se illa eine
ih e auβe gewöhnlichen Quali ä en e lie e und e wide e, dass de Tu m de
Ka hed ale, wel wei de Einzige wä e, den man zu P e de bes eigen könne. Das
e schien mi nun doch e was unglaubwü dig. Wie soll es möglich sein, dass ein P e d so
iele S u en hinau s eig ? De ma qués e klä e mi , dass es keine S u en, sonde n eine
Rampe aus e hä e e E de gäbe.
- „Und we s eig do zu P e de hinau ?“, ag e ich.
- „Ach, niemand. Ich glaube, dass niemand sei de Zei on Abd a -Rahman
hochges iegen is . Wieso?“
Als ich ihn das sagen hö e, s ieg in mi die unglaublich g oβe Lus au , do
hinau zu s eigen. Ich wa Feue und Flamme mi de Idee. Du weiβ ja wie ich bin.
Wenn ich die Gi alda zu P e de bes eige, dach e ich, wü de ich e was un, das niemand
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sei Abd a -Rahman ge an ha e. Die F age wa , wohe ich ein P e d bekommen wü de.
Sei dem ich in Spanien bin, äume ich da on einmal ei en zu gehen. In dem Land mi
den meis en Rei e n Eu opas e schein es ollkommen no mal.
Beim Ve abschieden, be o wi das Haus des ma qués e lieβen, bedank e ich
mich ü jede eundliche Ges e, wie es sich in Ame ika ziem . Ich bedank e mich ü
das Gesp äch, ü das Essen und auch ü die „Massage“. Als e das hö e, sah ich, dass
seine bleiche S i n o wu de. Da au hin schau e ich die ma quesa an und beme k e,
dass sie e was blasse gewo den wa . Die ande en e s anden es nich . Ich bin mi auch
nich siche , ob ich es e s and. Abe in jedem Land muss man die Si en und B äuche
espek ie en.
Wi b achen au und ich uh mi Misses Dawson, die die Eleganz jenes
Anwesens mi Lob übe häu e, nach Alcalá. „Ich habe mich schon imme mi dem Adel
und auch mi de un e en Be ölke ungsschich e s anden, abe die Mi elschich eiz
mein Ne enkos üm“, sag e sie.
Vielleich weil wi Ame ikane alle aus de Mi elschich kommen? Abe ich
will ga nich mi solchen Hypo hesen an angen, denn das wü de die F eundscha mi
diese F au nu e schwe en. Keine F age, sie e häl sich mi gegenübe seh gu .
Die Nich e on Misses Dawson, die in Có doba wa , is angekommen. Sie is in
meinem Al e und kenn ge ade einmal zehn Wö e au Spanisch. Das Schlimms e is ,
dass sie andaue nd mi allen Spanisch sp echen will. Na ü lich e s eh sie keine .
Ges e n wa en wi au eine ea pa y ü die Dawsons, die ih e F eundinnen aus
Se illa o ganisie ha en. Es wa en iele junge Leu e anwesend und die Pa y wa ein
E olg, wenn auch nich ü mich. Ich glaube imme noch, dass ein Mis e ium hin e den
Eigenhei en diese Menschen s eck , inbesonde e hin e de Schames ö e und dem
E blassen de Männe . S ell di o was passie e. Es gab wede eine Kniemassage, noch
wu de jemand o , abe es geschahen nich wenige sel same Dinge. Zue s einmal muss
ich sagen, dass de S a de Pa y die Nich e on Misses Dawson wa . Wieso? Du wi s
es kaum glauben. Wegen ih e A Spanisch zu sp echen. Ich sag e ja be ei s, dass sie
nich meh als zwei duzend Wö e kenn au Spanisch und sie auβe dem alsch
e wende . Nun gu , wi wa en also in einem ieseng oβen Zimme mi zwei geö ne en
Balkonen. Zwei junge Männe ingen an genaue zu übe p ü en, wie iel Spanisch sie
denn konn e und das Mädchen begann ih e Sä ze wie ein Ein al spinsel au zusagen:
„Mein Va e is al ; meine Mu e blond; meine Schwes e klein; meine Nachba in
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wunde schön...“, und ähnliche Sachen. Ein Junge, de mi - glaube ich - den Ho mach ,
de mi jedoch nich ge äll , weil e kein Zigeune is (ich soll e die Zei nu zen und
wenn ich eine Romanze habe, dann mi einem Zigeune , de mi hil diese Wel zu
e s ehen) ag e mich:
- “Und M s. Dawson? Was is M s. Dawson?”
Das Mädchen an wo e e
- “Ella es una ía.” Was übe se z bedeu e , dass sie eine Tan e is .
Alle Männe b achen in Geläch e aus. Einige junge F auen e ö e en. Diesmal
wa sie dami d an, Leu e zum E ö en zu b ingen.
- „Sie sag , dass sie eine ía is ?“, ag e mein Ve eh e .
- „Ja. Es una buena ía7.“
Einige Jugendliche schienen o Lachen zusammenzub echen. Das Mädchen
wa begeis e und ich e s and ein ach nich , was o ging. Dieses Mädchen muss e
ganz schön iel Cha me haben, um so iel E olg mi solchem Blödsinn zu haben. Ode
iel Anziehungsk a ode sex appeal.
Ku z da au en deck e ich eine Gi a e in eine Ecke, schnapp e sie mi und
begann sie zu s immen. Wie du weiβ , spiele ich ein paa Romanzen und ande e
mexikanische Liede , die wi damals in jenem wunde ba en Somme 1951 in Jalisco
le n en. Als die jungen Männe mich mi de Gi a e sahen, kamen sie zu mi . Ich lieβ
mich ein Weilchen da um bi en zu spielen und wies da au hin, dass ich nu
mexikanische Liede konn e, abe das Mexikanische ge iel ihnen, das mein en sie
zumindes . So ing ich also an jenes al e Lied zu spielen und zu singen, in dem es heiβ
Ich schü el dich,
schwa ze Na e
Und du us mi nich s,
schwa ze Na e ,
und ich mache dich be unken,
schwa ze Na e ,
und du us mi nich s,
und ich p o ozie e dich,
schwa ze Na e ,
und du us mi nich s, schwa ze Na e 8...
7 Tía buena: a ak i e F au.
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(Ich will mich ja nich ühmen, abe ich sang das Lied ziemlich gu ). E inne s
du dich an dieses Lied? Da in we den übe ün zig e schiedene Dinge übe die
schwa ze Na e gesag , wobei imme wiede das Wo „schwa ze Na e “ wiede hol
wi d. Als ich es zwei- ode d eimal wiede hol e, begannen alle seh e ns zu we den.
Dieses Mal wu den sie nich o , sonde n e blichen. Einige dis anzie en sich, gingen
zum Kla ie und leg en ih e geö ne en Hände da übe . Ande e eil en zu Tü und
d ück en ih en Zeige inge und den kleinen Finge gegen den D eh iegel e schluss aus
Me all. Als sie me k en, dass ich wei e sang, s a en sie mich an, als wä e ich ein
Mons e und begannen das Zimme zu e lassen.
Es schien als wü de jemand all diesen Leu en das Blu aus den Ade n saugen,
wäh end ich sang. Sodass, als ich e ig wa , nu noch die Ame ikane üb ig wa en.
Sch ecklich ode ? Die Nich e on M s. Dawson i keine Schuld, abe als wi gingen,
beme k e ich, dass sie sich eu e, was mich an das „pe ide Albion“ e inne . Vielleich
abe bin ich auch un ai und ede aus G oll. Ode , wie man hie zu sagen p leg , die
Wunde is noch nich e heil .
Ich wa bei einem S ie kamp , de mi ziemlich langweilig o kam. Die
S ie kämp e e schienen in zahl eichen Reihen, eingehüll in a bige Decken mi gold-
und silbe a benen Rände n. Sie muss en höllisch wa m gehab haben. T o zdem ugen
sie die Decke eng um die Nie en gebunden. Ich weiβ nich , wie sie das aushiel en mi
de Hi ze hie in Se illa. (Eine wah lich obszöne Hi ze).
Wäh end sie umhe sch i en, spiel e die Musikkapelle einen Ma sch; doch die
S ie kämp e olg en nich einmal dem Ry hmus, was einen ungeschick en und
undisziplinie en Eind uck mach e.
Vo weg i ein Rei e zu P e de.
Hie wi d - eh lich gesag - nich iel We au Disziplin geleg . Nich nu beim
S ie kamp , sonde n auch bei ande en Dingen. Endlich e schien de S ie . Un en in de
A ena, was man hie uedo nenn , s anden meh als ün zehn Leu e dem a men,
weh losen S ie gegenübe . Und das Tie g i nie die Pe sonen an – e wa zu gü ig und
zu menschlich-, sonde n nu die Tüche die man o ihn hiel . Bei S ie en, die lediglich
ein Tuch ang ei en, könn e jede S ie kämp e sein, meins du nich ? Ich wü de das abe
ü kein Geld de Wel un, obwohl man sag , dass es F auen gib , die
S ie kämp e innen sind. Die Ame ikane , die mi mi do wa en, eagie en genauso
8 Die Schlange gil als Symbol des Unheils im Abe glauben de Zigeune .
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wie ich. Vielleich weil bei uns alle Milch inken und wi die san mü igen Kühe und
ih e Männe lieben. Hie hingegen inken nu die Babys Milch. Wie dem auch sei. Ich
habe G und zu Annahme, dass M s. Dawson de S ie kamp ge iel. Es e wunde
mich nich , denn schlieβlich is sie Scho in und g ausam. Bei Go , e zähl das bloβ
nich in Lake Fo es ! Ich mag es nich zu läs e n. Obwohl M s. Dawson in Edinbu g und
du in Lake Fo es und ich in Alcalá de Guadai a (Se illa) leben, e b ei en sich
schlech e Nach ich en imme in windeseile.
Ich habe deinen B ie und die Fo os on Lake Fo es e hal en. En zückend! Ich
ho e, dass ich diesen B ie in den nächs en Tagen einwe en kann. Ich möch e, dass e
zwanzig Sei en lang wi d und dem B auch, den wi 1951 ein üh en, um on unse en
Reisen zu e zählen, olg . E inne s du dich?
Ges e n kau e ich au de S aβe e was, dass man hie buñuelos nenn . So eine
A K ap en. In Alcalá we den sie jeden Tag gebacken. Ich kau e d ei und als ich die
Ve käu e in nach dem P eis ag e, an wo e e sie:
- „Seis eales, seño i a.“
Ich weiβ nich was sechs eales sind. Ich scha e es ein ach nich , die
olks ümlichen Weisen das Geld zu zählen zu e s ehen. Sobald es sich um e was
Ande es als Pese en und Zen handel , bin ich e lo en. Mi den Zigeune n, die in
bea as echnen, will ich nich e handeln. Ich lasse Mis ess Dawson bezahlen und
age sie dann wie iel ich ih schulde, um es ih zu ückzuzahlen. Die Ve käu e in de
buñuelos sah mich e s aun an, als dach e sie: „Sie weiβ nich , was sechs eale sind und
läu ganz alleine du ch die Wel ?“
Die buñuelos schmecken seh gu , abe ich weiβ nich , wie ich sie di
besch eiben soll. Ich glaube, dass sie in den Ve einig en S aa en gu ankämen, wenn
man sie mi eine C eme ode F üch ekompo üllen wü de und sie aus hygienischen
G ünden in Aluminium olie einwickeln wü de. Also, ich wü de sagen, dass ein buñuelo
e was is , in das man hineinbeiβ und dann is ga nich s da in. Le z e es is das, was
einem miss äll .
Ges e n passie e mi e was wi klich T agisches. Es gab eine o izielle Feie in
unse e Uni e si ä un e dem Vo si z des Rek o s, eh lich gesag ein wenig a hle ische
Mann, dessen Rede den wich igs en Teil des P og ammes ausmachen soll e. E sp ach
seh gu , wenn e auch ü meinen Geschmack zu iel mi den Händen ges ikulie e, und
danach s anden alle au und applaudie en. Da ich meinen En usiasmus au
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ame ikanische A und Weise zeigen woll e, s eck e ich mi zwei Finge in den Mund
und p i zwei-, d eimal mi alle K a . Du kanns di nich o s ellen, was geschah.
Alle e s umm en und d eh en sich zu mi um. In diesem Momen wu de mi kla , dass
ich all diese Leu e zum Feind ha e. Es he sch e eine g oβe S ille und man konn e soga
eine Fliege schwi en hö en. Spä e nähe en sich mi zwei P o esso en und no ie en
die Da en meine Ausweispapie e. Mis ess Dawson wa bei mi und, das muss ich ih
zuges ehen, e hiel sich mi gegenübe seh ne . Ich e klä e, dass man in Ame ika
p ei , um dem Applaus noch meh Nachd uck zu e leihen. Da au hin ag e mich ein
P o esso lächelnd:
- „Das bedeu e , dass ihnen die Rede des Rek o s ge allen ha ?“
Ich konn e die Blicke, die man mi einen Momen zu o zugewo en ha e, nich
e gessen und en gegne e ocken, dass ich mich weige n wü de zu an wo en, ohne
o he mi meinem Konsul gesp ochen zu haben. Da e schienen alle e le z und
eundlich und schau en mich olle Sympa hie an. Ich denke nich , dass de
Zwischen all meine P ü ungen beein lussen wi d. Im G unde sind diese al en Männe ,
egal ob e ö e ode bleich, alle seh hö lich. Wenn es auch eine Zei b auch , bis man
sie e s eh .
(Ich wiede hole, dass M s. Dawson sich diesmal seh ne mi gegenübe
e hal en ha . Man bekomm zu ück, was man gib .)
Wie du siehs , schicke ich di iele Neuigkei en. Obwohl ich nich s gegen die
Nich e on M s. Dawson habe, wä e es nich unbeding die Pe son, mi de ich au eine
einsamen Insel leben woll e. E s ens ih es scho ischen Akzen es olle „R“ wegen. Und
dann ih e A sich den Zigeune n gegenübe zu e hal en. Sie is wie ich de Meinung,
dass die Zigeune das Salz de E de sind. Abe sie weiβ nich mi ihnen umzugehen; das
heiβ , sie sieh sie wie eine leidenscha iche Lese in on Bo ow. Und sie wunde sich
zum Beispiel, dass sie lügen... Also, ich meine, sie lügen nich , denn sie be ügen
wi klich niemanden mi ih en Lügen. Abe sie schmeicheln de ganzen Wel au eine,
ü manche englische Pu i ane , denen die Zigeune nu in de Poesie on Lo ca
ge allen, seh o ensi e A und Weise.
Le z ens wa en wi in meinem Ca é, als sich uns eine Zigeune in nähe e. Sie
sag e zu meine F eundin:
- Na komm, condesi a, lass mich di die Zukun o he sagen.
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Meine F eundin woll e, dass ich ih jene Wo e übe se ze, abe ich e kni mi
das mi de condesi a. Sie me k e es jedoch, sodass ich ih e klä e: „Naja, also sie ha
dich G ä in genann ; abe das machen hie alle. Sie schmeicheln s e s de ganzen Wel .
Einen Solda nennen sie Obe s , einen P a e E zbischo .“ In diesem Momen d eh e
sich die Zigeune in zu mi und sag e:
- „Sp ich Kla ex , goldenes Vögelchen aus Kali o nien, sodass ich dich
e s ehen kann.“
Meine F eundin sp ach sie wiede mi „G ä in“ an und mich mi „goldenes
Vögelchen“. Ich be o zuge es eh lich gesag , dass man mich „goldenes Vögelchen“
nenn , denn die a is ok a ischen Ti el gel en in Ame ika als e al e und blödsinnig. Die
Scho en jedoch denken ande s. Meine F eundin wa so zu ieden, dass sie de
Zigeune in ein Fün pese ens ück gab. Ich e klä e ih , dass die gleiche Zigeune in mich
einmal Kaise in genann ha e, – und wenn ich es meine F eundin gleich ä e, hä e ich
ih hunde Pese en geben müssen - dass wi nun jedoch F eundinnen seien und sie mich
nu noch „S e nchen de Mo gendämme ung“ ode sowas in de A nennen wü de. Ich
weiβ nich , ob meine F eundin mi zuhö e. Die Sache is die, dass sie mich ein wenig
wie ih e Hos ess behandel e. Au Spanisch is das ein schönes Wo : aza a a. Das Wo
habe ich in einem Gesp äch mi de ma quesa on Es o aque gele n . Es bedeu e „die
Dame, die die Königin kleide “.
Wie du siehs , e hal e ich allmählich Zugang in das se illanische Leben, abe
mein In e esse gil meh den Zigeune n als den ma queses. Was könn e aus
an h opologische Sich an einem ma qués in e essan sein? Kanns du mi das sagen?
M s. Dawson ha ih e F eundinnen aus de Villa zu einem pic nic eingeladen,
um sich ü die Einladung damals, an diesem unglücklichen Tag, an dem ich das Lied
de Schlange sang, zu e anchie en. Sie ha mich gebe en, ih e ns ha zu e sp echen,
nich s zu singen. Ich weiβ auch nich wieso. Ich habe nie mi meinen Gesangsküns en
gep ahl und mich auch nich ü eine Küns le in gehal en. Ich singe ja auch nu seh
sel en und im K eise meine F eunde. Es gib nich s Sch eckliche es, als diese al en
F auen, die den ganzen Abend lang A ien, Romanzen un Balladen singen und dabei wie
S auβe ih e Hälse s ecken, wäh end ih e Gäs e e suchen, das Gähnen zu
un e d ücken. Ich spiele dami nich au deine Tan e M s. Da is an, die wenigs ens die
S imme eines Engels ha und hei e e künde , dass sie zwei No en höhe sing , als eine
G ille.
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Au s ieg. Als das P e d in den s eil ab allenden Tunnel gelang e, ha e ich das Ge ühl
ich wü de o wä s übe die Oh en hinun e allen. Da au hin zog ich an den Zügeln bis
sich das Tie sei lich s ell e und als es sch äg zu de Rampe s and, d eh e ich mich au
dem Sa el um und se z e mich e keh he um. Wenn gleich es e was me kwü dig wa ,
ging es au diese Weise iel besse . Auβe dem sah uns ja niemand. So s iegen wi also
wei e hinab, ich mi dem Rücken zum Kop des P e des und au seine Hin e beine
gebeug .
Wi e eich en den kleinen s eine nen Innenho , wo die Zigeune wa e en. Als
mich de Äl es e e blick e, begann e Flüche o sich hinzunuscheln. De and e hal mi
om P e d hinabzus eigen. De al e Mann jedoch hö e nich au o sich hin zu
mu meln:
- „Ich wuss e, dass die mi de P e d i gendwas I es mache wü de. In meine
ganze Lebe hab ich noch nie ein böse Geis gesehen, wie die, die aus
Kali o nie komme. Die eine wolle eine lange Esel ü sechs Pe sone und die
ande e ei e e keh he um au de P e d. Ve damm sei de B ücke on
T iana.“
Ich en gegne e ihm, dass es keine ande e Möglichkei gäbe zu P e de on de
Gi alda hinabzus eigen und dass Abd a -Rahman höchs wah scheinlich auch au diese
Weise om Tu m hinun e ges iegen sei. De Zigeune ges ikulie e und ba mich
ins ändig:
- „E zähle sie bloβ keine Lüge übe de Seño A mel-Rahman, F äulein.“
Soll e diese Name wohl auch Pech b ingen? Eh lich gesag , mag ich die
Zigeune , abe manchmal e scheinen sie mi ein ach zu eigena ig.
Ich gab ihnen ih Geld und sie mach en sich eilig da on, ohne sich zu
e abschieden und ohne mich noch einmal anzusehen. In diesem Momen e schien mein
S allbu sche und lud mich zum Essen im Ausschank Ce nijón ein. Ich wa hung ig.
Meine Aben eue machen mich imme hung ig.
Wi gingen hinübe und gelang en in einen sepa a en Speise aum, den wi ü
uns alleine ha en. Es wa wi klich seh cozy. Mein S allbu sche ging hinaus, um Wein
zu bes ellen. E ha e seine Jacke ausgezogen und als e sie übe einen S uhl gehangen
ha e, iel ein Buch, das e in de Jacken asche ug, he aus. Ich hob es au und ö ne e
es. Es wa kein Buch, sonde n ein He mi es em Einband. Da in s and in g oβen
Buchs aben gesch ieben de Sa z “Ich liebe Sie”, au Englisch, F anzösisch, Deu sch,
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I alienisch, G iechisch, Niede ländisch, Schwedisch und soga au Russisch. Am Rande
eines jeden Sa zen wa die phone ische Aussp ache au Spanisch no ie .
Mein S allbu sche keh e zu ück und übe asch und glücklich e künde e ich
ihm:
- „Wie schön! Ich wuss e nich , dass sie sich auch ü die mode nen Sp achen
in e essie en. Es schein so, als seien wi Kollegen.“
E sah das He in meinen Händen und lie o an, wie ein gekoch e K ebs. Ich
sage es di , ich we de diese Spanie nie e s ehen. Abe ande e sei s sind sie wah e
Ka alie e und seh eundlich und zu o kommend.
Mein S allbu sche wu de o , wie ein G ünschnabel. (In Klamme n, ich habe
beschlossen meine Dok o a bei übe die Zigeune zu sch eiben, da das Thema es
e laub sowohl an h opologische, als auch his o ische und linguis ische Elemen e zu
bea bei en. Was häls du da on?)
4. Ein üh ung in die ansla ionswissenscha lichen Theo ien
Be o ich beginne, den Übe se zungkommen a nach de im A ikel on Ga cía Ál a ez
o ges ell en Me hode (2008) auszua bei en, möch e ich einen Einblick in die
heo e ische G undlage des analy ischen Fo schungs eiles diese A bei geben.
Auβe dem möch e ich e läu e n, wieso eine globale Be ach ung des ZTs und eine
s uk u ie e Analyse de Übe se zungp ozesse on Bedeu ung sind.
4.1 Theo e ische Ansä ze ü eine undie e Ausgangs- und Ziel ex analyse
Die im Folgenden o ges ell en Theo ien dienen als G undlage ü die Un e suchung
des ATs und des ZTs. Die de allie e Analyse des ATs is deshalb on Bedeu ung, als
dass sie dazu dien , mögliche Schwie igkei en ü die Übe se zung im Vo eld zu
iden i izie en. Auβe dem beda es eine AT-Analyse, um sich ü eine adäqua e
Übe se zungss a egie zu en scheiden. Die behandel en Theo ien, die in diesem Kapi el
o ges ell we den, we den im ansla o ischen Kommen a und in de Analyse als
wissenscha liche Belege ü das jeweils zu un e suchende ansla o ische P oblem bzw.
Phänomen dienen.
Be o de TRL mi seine A bei beginnen kann, muss ihm kla sein, um was ü eine
A on Tex es sich beim AT handel , was seine Funk ion is bzw. welche In en ion des
Au o s sich hin e dem Tex e bi g und ü wen de Tex bes imm is . Da ü wu de
30
on Men up (1982) die sogenann e „p agma ische W-Ke e“, welche au de Lasswell-
Fo mel (1948) be uh , einge üh und ü die übe se zungs ele an e Tex analyse
e wendba gemach . Die „W-F agen“ beziehen sich sowohl au ex ex e ne als auch
au ex in e ne Fak o en. Zu den ex ex e nen Fak o en gehö un e ande em die F age
nach dem Sende und dessen In en ion, sowie nach dem Rezipien en. Auch F agen
bezüglich des gewähl en Mediums, des O es und de Zei allen un e die ex ex e nen
Fak o en. Zu den ex in e nen Fak o en zähl man die F age nach dem Tex inhal und
seinem Au bau, nach de Lexik und de Syn ax (No d 20094:40). Um o de
An e igung de Übe se zung Kla hei übe den Tex yp und die jeweilige Funk ion des
Tex es zu e langen, wu den im Rahmen eine unk ionalen T ansla ions heo ie
spezi ische Modelle en wickel . Das Zuo dnen zu einem bes imm en Tex yp und eine
de e minie en Funk ion is deshalb on Bedeu ung, als dass man da on ausgeh , dass
„[...] Tex e als Kommunika ionsins umen e in kommunika i e Si ua ionen eingebe e
und somi Teil eines „kommunika i en Handlungsspiels“ sind [...]“ (Schmi , 1976:22
in No d, 2006²:144 in Snell-Ho nby e al. (H sg.) 2006²). Dami de jeweilige
Ins umen alcha ak e des Tex es beim Übe se zen e hal en bleib und die om Sende
beabsich ig e In en ion wei gehend ansmi ie we den kann, bie e es sich an, im
Vo eld die Cha ak e is ika des ATs auszumachen und seine Funk ion zu bes immen.
Als O ien ie ungshil e im Hinblick au die Funk ion eines Tex es und in Bezugnahme
zum Bühle schen O ganon-Modell (1934) un e scheide Ka ha ina Reiss (1971) in ih e
Tex ypologie zunächs zwischen d ei Tex ypen. Dabei handel es sich um den
„inhal sbe on en“, den „ o mbe on en“ und den „appellbe on en“ Tex yp (S olze
20085:112). De „inhal sbe on e“ Tex ziel au das Ve mi eln on In o ma ion ab.
Un e „ o mbe on en“ Tex en e s eh Reiss solche, bei denen die sp achliche Fo m
dominie . De „appellbe on e“ Tex soll eine auβe sp achliche Reak ion he o u en.
Als ie en Tex yp nenn Reiss auβe dem den „audiomedialen“ Tex . Basie end au
diese Besch eibung de möglichen Funk ionen on Tex en, e wei e e Reiss ih e
Theo ie und un e schied olglich zwischen d ei Typen on Tex en. De in o ma i e,
sacho ien ie e Tex ziel au das Ve mi eln on In o ma ion ab. Als exp essi e,
sende o ien ie e Tex e we den solche bezeichne , die einen Ausd uckscha ak e haben,
wie beispielsweise ein Roman wie „La Tesis de Nancy“. De d i e Tex yp is de
ope a i e, e hal enso ien ie e Tex , de eine Reak ion beim Rezipien en he o u en
soll, wie z.B. eine Reklame (S olze 20085:113). Diese Di e enzie ung is lau Reiss
31
ausschlaggebend ü die jeweilige zu wählende Übe se zungsme hode, bei de die
spezi ische Funk ion des Tex es e hal en bleiben soll. Die Tex ypologie on Reiss wi d
im ansla o ischen Kommen a ü die Bes immung de Mak o inali ä des AT
e wende we den.
Neben Tex yp und Funk ion spiel zudem de Übe se zungsau ag eine wich ige Rolle.
Mi Übe se zungsau ag sind in diesem Kon ex die „[...] Bedingungen de
zielkul u ellen Si ua ion, ü die übe se z wi d“ gemein (No d, 2006²:142 in Snell-
Ho nby e al. 2006²). In diesem Zusammenhang un e scheide Ch is iane No d zwischen
dokumen a ische und ins umen elle Übe se zung (1997). Beim dokumen a ischen
Übe se zen wi d de AT als eine A Dokumen angesehen, das so genau wie möglich in
de Zielsp ache (im Folgenden mi ZS abgekü z ) ekons uie we den soll. De ZT is
dabei eindeu ig als Übe se zung iden i izie ba . Folglich dokumen ie diese A on
Übe se zung eine Kommunika ionshandlung in de Ausgangssp ache (im Folgenden mi
AS abgekü z ) ü die Lese in de ZS, bezieh sie jedoch nich di ek in das Geschehen
mi ein (No d 2002:32). Die ins umen elle Übe se zung hingegen is nich di ek als
Übe se zung auszumachen. De ZT wi d meh ode wenige an die Ziel ezipien en
angepass , dami die Übe se zung „[...] als eigens ändiges Kommunika ionsins umen
in eine zielkul u ellen Si ua ion [...]“ unk ionie (No d 2002:32). Ausgehend on
diesen beiden Übe se zungs ypen, lassen sich de dokumen a ischen und de
ins umen ellen Übe se zung e schiedene Funk ionen zuo dnen. Die dokumen a ische
Übe se zung ha eine ein me a ex uelle Funk ion, d.h. die Übe se zung in o mie übe
bes imm e Aspek e eines Tex es. Die ins umen elle Übe se zung dagegen, ha un e
ande em eine Da s ellungs-, Appell- und Ausd ucks unk ion. In Anlehnung da an
o ien ie en sich die on No d o geschlagenen Übe se zungsme hoden jeweils an den
K i e ien de beiden Übe se zungs ypen. Bei de dokumen a ischen Übe se zung wä e
zum Beispiel eine wö liche Übe se zung, eine Wo - ü -Wo Übe se zung, eine
philologische Übe se zung ode auch eine exo isie ende Übe se zung anwendba . Bei
de ins umen ellen Übe se zung hingegen lieg de Schwe punk au de Beibehal ung
de Funk ion, die „kons an “, „ a iie end“ ode „ko espondie end“ (No d 2002:34) sein
kann und was nich sel en zu Adap a ionen im ZT üh , um den gewünsch en E ek
beim Ziel ezipien en zu e zielen. No ds Un e scheidung zwischen dokumen a ischem
und ins umen ellem Übe se zen wi d im ansla o ischen Kommen a ü die Da legung
de Au agsanweisungen behandel und wi d zudem dazu dienen, die ideologischen,
32
kul u ellen und in o ma i en Ums ände und/ode Un e schiede zwischen ZT- und AT-
Rezipien en im Hinblick au die zu wählende Übe se zungss a egie zu klä en.
Nach de o he gehenden Vo s ellung einige ele an e Übe se zungs heo ien, wi d
deu lich, dass man beim Übe se zen demnach e ospek i , d.h. am AT o ien ie , ode
p ospek i , d.h. au die Zielsi ua ion ausge ich e , a bei en kann. Die p ospek i e
Aus ich ung und O ien ie ung am Ziel des ansla o ischen Handelns wi d im Rahmen
de Skopos heo ie, basie end au de „allgemeinen T ansla ions heo ie“ (Ve mee
1978), behandel . Mi els diese Theo ie ück Ve mee das in endie e Ziel des
Übe se zungp ozesses in den Mi elpunk des T ansla ions o gangs. Ve mee sieh
T ansla ion als eine Sonde so e on Handeln an und is de Meinung, dass sie, wie jede
In e ak ion zwischen Kommunika ionspa ne n, du ch ih en Zweck bes imm wi d und
dass diese Zweck wiede um emp änge abhängig sei (Ve mee , 1978 in No d
20094:26). Ve mee üh in diesem Kon ex den Beg i „Skopos“ (g iechisch Skopos:
Ziel, Absich ) ein. E un e scheide zwischen T ansla ions- und T ansla skopos. Un e
T ansla ionsskopos ass e das om Übe se ze beabsich ige Ziel, d.h. den Skopos, den
de TRL sich selbs zum Ziel mach , zusammen. De T ansla ionsskopos de e minie
zudem die Wahl eine bes imm en Übe se zungss a egie. Dies bedeu e , dass de TRL
du ch die Bes immung des Skopos abwägen kann, ob de AT wö lich übe se z ,
pa aph asie ode ga neu gesch ieben we den soll ü die Emp änge in de ZS (die
jeweilige Übe se zungss a egie muss sich nich zwangsläu ig au den gesam en Tex
beziehen, sonde n kann auch au Tex agmen e angewende we den) (Ve mee , 1978 in
Ches e man 1989:185). T ansla skopos hingegen bezieh sich au die Funk ion de
Übe se zung, also welches Ziel das T ansla in de ZK e olg (Dizda , 2006²:104 in
Snell-Ho nby e al. 2006²). Da de AT ü die Emp änge de AK bes imm is und
du ch diese Kul u de e minie wi d und weil de ZT ü die Zielemp änge in de ZK
o gesehen is , is da on auszugehen, dass AT und ZT, wenn auch möglich, o mals
nich die gleiche Funk ion haben (Ve mee , 1978 in Ches e man 1989:175). Auch ü
den T ansla ions- und den T ansla skopos gil , dass sie meis nu im Ideal all
übe eins immen, jedoch is es on Bedeu ung, dass de TRL die ü das Funk ionie en
des T ansla s in de ZK ele an en Fak o en e kenn und so wei es geh be ücksich ig .
Auch wenn sich alle Übe legungen hinsich lich de In en ion und de Funk ion und
de en Übe eins immung im Rahmen diese Theo ie s e s p ospek i am ZT o ien ie en,
so is ein legi ime Skopos auch die exak e Imi a ion de S uk u ode de Syn ax des
33
ATs (Ve mee , 1978 in Ches e man 1989:176). Dies wä e beispielsweise de Fall in
eine li e a ischen Übe se zung, um in de ZS einen li e a isch-äs he ischen Tex zu
scha en. Wich ig is , dass die Funk ion und de Zweck de Übe se zung in de ZK s e s
be ücksich ig we den. Die Skopos heo ie wi d im ansla o ischen Kommen a ü die
E läu e ung de Au agsanweisungen on Bedeu ung sein.
Im Zusammenhang mi de in endie en Funk ion eines Tex es auch nich sel en de
schwe assba e Beg i „Äqui alenz“ au . Ta sache is , dass, au g und des
e schiedena igen Au baus de Einzelsp achen, Übe se zungen nich iden isch mi dem
OT sein können. De TRL soll e jedoch e suchen, einen dem AT en sp echenden Tex
in de ZS zu scha en. Fe ne pos ulie en Nida und Tabe (1969), dass de Übe se ze
keinen dem AT gleichen, sonde n gleichwe igen Tex in de ZS p oduzie en muss
(Nida & Tabe , 1969 in S olze 20085:88). Mi „Gleichwe igkei “ is gemein , dass die
Übe se zung na ü lich und idioma isch in de ZS klingen soll, sodass sie wie ein
O iginal wah genommen we den kann und möglichs die gleiche Reak ion, wie bei den
Emp änge n des ATs, bei den Ziel ezipien en he o u (ibidem). Die Diskussion um
Äqui alenz zwischen AT und ZT beweg sich im Rahmen de F age nach de
angemessenen T eue bzw. F eihei , die dem Übe se ze bei de An e igung des
T ansla s im Hinblick au den OT einge äum wi d (No d 20094:24). Die Fo de ung
nach Äqui alenz kann sich sowohl au ex ex e ne, p agma ische Aspek e, wie
beispielsweise die Fo de ung nach eine gleichen Funk ion on AT und ZT beziehen,
sowie au ex in e ne Fak o en, wie die Nachbildung de exp essi en, d.h.
ausd ucksbe on en Sei e des Tex es. Auch is eine Fusion on sende o ien ie en und
inhal lich- o malen Aspek en möglich, was z.B. die Fo de ung nach „Sinniden i ä “
ode „Wi kungskons anz“ implizie (No d 20094:25). Im Hinblick au die Übe se zung
des Kapi els „Nancy en deck Se illa“ wu de sich um „Wi kungskons anz“ bemüh , d.h.
es soll e ein dem AT au ex ex e ne , sowie ex in e ne Ebene en sp echende Tex
e ziel we den.
Ande s als Nida und Tabe (1969) un e such e Tou y (1995) nich die
Äqui alenzbeziehung zwischen AT und ZT, sonde n die T ansla ionsno men, die den
TRL lei en. Die zielkul u ellen T ansla ionsno men gel en als bes immende Fak o ü
die zu wählende Übe se zungss a egie. Folglich de inie Tou y Übe se zen als eine
du ch No men ges eue e, soziokul u elle Ak i i ä (1995:56). Lau Tou y bes immen
die No men die A on Beziehung zwischen AT und ZT. Die T ansla ionsno men sind
34
sowohl zei lich, als auch kul u ell a iabel. E un e scheide zwischen Vo no men
(p elimina y no ms), Ausgangsno men (ini ial no ms) und Ope a i no men
(ope a ional no ms) (1995:56-59). Die Vo no men be e en die Übe se zungspoli ik,
z.B. die Wahl on bes imm en Tex so en und Tex en, d.h. die jeweiligen P ä e enzen
ü bes imm e Tex so en. Die Ausgangsno men be e en die O ien ie ung an den
No men und an den Tex unk ionen des ATs, welche beim Übe se zen in die ZK
übe agen we den sollen, ohne dabei gegen die Regeln de ZS zu e s oβen. Au g und
de Un e schiede de Sp achen und de Übe se zungspoli ik äum Tou y ein, dass die
Möglichkei bes eh , den AT an die zielkul u ellen No men anzupassen. Die
Ope a i no men be e en die En scheidungen wäh end des T ansla ionsp ozesses. Die
T ansla ionsno men we den im Kommen a ü die Bes immung de
Tex so enkon en ionen des ZTs on In e esse sein.
Neben de einande en sp echenden Rela ion on AT und ZT disku ie No d
wei e gehend die Beg i e „Funk ionsge ech hei “ und „Loyali ä “ (20094:30). Loyali ä
besch eib die Ve an wo ung des TRL, die jeweiligen sende - und
zielemp änge beding en An o de ungen zu e üllen. Dies bedeu e , dass de TRL einen
ZT an e igen muss, de die E wa ung de Rezipien en, einen unk ionsge ech en Tex
zu e hal en, e üll . Die Funk ionsge ech hei wi d du ch die in en ionie e Funk ion des
ZTs in Abhängigkei on den ausschlaggebenden zielsi ua ionellen Fak o en (O , Zei ,
Emp änge ) bes imm . Basie end da au besch eib No d das Übe se zen
olgende maβen:
„T ansla ion is die P oduk ion eines unk ionsge ech en Ziel ex es in eine je nach de
anges eb en ode ge o de en Funk ion (T ansla skopos) un e schiedlich spezi izie en
Anbindung an einen o handenen Ausgangs ex (20094:30).“
Bei de F age nach Funk ionsge ech hei des ZTs muss o allem die Übe se zung on
Realien be ücksich ig we den. Realien lassen sich als „[...] Iden i ä s äge eines
na ionalen/e hnischen Gebildes, eine na ionalen/e hnischen Kul u [besch eiben] – im
wei e en Sinne – und we den einem Land, eine Region, einem E d eil zugeo dne .“
(Ma ks ein, 2006²:288 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Ande s als ein Te minus, de ein
Fachausd uck eines bes imm en wissenscha lichen Gebie es is und eine exak e
De ini ion bzw. Übe se zung ha , sind Realien kul u eigene Wö e . Eine Realie kann
dabei sowohl eine Lokalspeise, als auch eine bes imm e An ede- ode G uβ o m sein
35
(Ma ks ein, 2006²:289 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Fü den TRL bedeu e dies, dass
die Realien im ZT ü den Rezipien en e s ändlich gemach we den müssen. Da ü
beda es en wede T ans o ma ionen bzw. Adap a ionen ode kon ex uellen
E klä ungen.
4.2 E gänzende heo e ische Übe legungen im Zusammenhang mi de
An e igung eines ansla o ischen Kommen a s
Nachdem im o he gehenden Un e kapi el die heo e ischen G undlagen ü die
Analyse des ATs und die p ospek i e Ziel ex p oduk ion o s ell wu den, we den im
Folgenden - ausgehend on dem on Ga cía Ál a ez publizie en A ikel (2008) - die
G ünde ü die No wendigkei de An e igung eines ansla o ischen Kommen a s
da ges ell und mi e gänzende , in diesem Kon ex als bedeu sam e ach e e Theo ie
e olls ändig .
De A ikel De ansla o ische Kommen a als E alua ionsmodell de s uden ischen
Übe se zungsp ozesse (2008) besch eib die No wendigkei de An e igung eines
ansla o ischen Kommen a s, um nich nu das P oduk , sonde n auch den P ozess
beu eilen zu können. Die Au o in bemängel , dass in de ansla o ischen Didak ik
o mals nu das P oduk on In e esse zu sein schein . Die ehlende Au me ksamkei ,
die dabei dem Übe se zungsp ozess geschenk wi d, üh dazu, dass man keine lei
Einblick in die sogenann e Blackbox des S uden en e häl , in welche die
ansla o ischen Übe legungen s a inden und En scheidungen ge o en we den (Tou y
1995:183). Neben de Analyse des Übe se zungsp oduk es, was die Au o in als ein „[...]
dynamisches Ge lech bewuss e und unbewuss e men ale P ozesse [...]“ (Ga cía
Ál a ez 2008:26) bezeichne , soll zudem de P ozess e aluie we den, um objek i die
Fehle und Lösungen bewe en zu können. Fü die S uden en bedeu e dies in de
P axis, dass sie en wede in Realzei , d.h. wäh end des Übe se zens, ode in Endzei ,
also nach Beendigung des T ansla s, ih e ansla o ischen En scheidungen in
sch i liche Fo m beg ünden und bewuss übe ih Handeln e lek ie en. Die
sch i liche Re lexion übe die Übe se zungsp ozesse e möglich e ospek i und
in e ak i ih e En scheidungen zu übe denken und zu e a bei en. Die Idee des
Ve lage ns des Fo schungsin e esses, weg om bloβen P oduk und hin zu den
Ve s ehensp ozessen beim Übe se zen, äll in den Be eich de Psycholinguis ik
(Kupsch-Lose ei , 2006²:64 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Das Haup augenme k lieg
36
dabei au den men alen und kogni i en P ozessen, die beim TRL wäh end des gesam en
Übe se zungsp ozesses s a inden. Die Psycholinguis ik sieh das „[...] Ve s ehen on
Tex en [als] ein komplexes, e wa ungsges eue es kogni i es Geschehen [...]“ an
(Kupsch-Lose ei , 2006²:65 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Das bedeu e , dass beim
E assen eines Tex es Ve bindungen zwischen sp achlichem und ausse sp achlichem
Wissen he ges ell we den und neue In o ma ion mi be ei s o handenen Kenn nissen
in Beziehung gese z wi d. Zu diesen o handenen Kenn nissen zählen un e ande em
pe sönliche E ah ungen und „[...] E wa ungen an die kommunika i e und soziale
Funk ion des Tex es [...]“ (Kupsch-Lose ei , 2006²:65 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Die
Tex in o ma ion wi d mi dem E ah ungshin e g und und dem Wel wissen des
Emp änge s in e p e ie und e a bei e . Die Wah nehmung und das Ve s ehen on
Tex en is demnach mi de Ak i ie ung bekann e Konzep e e bunden. In diesem
Zusammenhang läss sich die P o o ypenseman ik on Eleano Rosch (1973) nennen.
Diese Theo ie geh da on aus, dass „[...] unse sp achliches ka ego iales Denken in
en scheidendem Maβe on unse en E ah ungen bes imm wi d.“ (Kuβmaul, 2006²:50
in Snell-Ho nby e al. 2006²). Es wi d da on ausgegeangen, dass Ka ego ien einen Ke n
und uzzy edges, sp ich unscha e Rände , haben. Die P o o ypen sind dabei jeweils
kul u beding . Fü den TRL bedeu e dies, dass e e kennen muss, dass Wö e in
e schiedenen Sp achen o mals einen gemeinsamen Bedeu ungske n haben, dass
jedoch die unscha e Bedeu ung on Wö e n on de Kul u abhängig is . Je nach
Funk ion eines Wo es im Tex muss de TRL en scheiden, ob es aus eich die
Ke n o s ellung in de ZS wiede zugeben, ode ob auch die uzzy edges on Bedeu ung
sind. Die P o o ypenseman ik wi d im ansla o ischen Kommen a im Zusammenhang
mi lexikalischen und e minologischen Übe legungen und P oblemen on Bedeu ung
sein.
Wei e gehend en wickel e sich im Rahmen de Seman ik die scenes-and- ames-
Seman ik, welche im ansla o ischen Kommen a wich ig ü die E läu e ung de
ideologischen, kul u ellen und in o ma i en Ums ände und/ode Un e schiede zwischen
ZT- und AT-Rezipien en sein wi d. De Beg ünde de scenes-and- ames-Seman ik,
Fillmo e (1977), geh da on aus, dass die Bedeu ung on Wö e n du ch die
Kommunika ionssi ua ion und den Kon ex de e minie wi d. Fillmo e üh e dazu den
Beg i scenes ein, welche sich au die pe sönlichen und kul u ell beding en
Vo s ellungen, die de Rezipien mi einem Wo e knü , bezieh (Kuβmaul, 2006²:51
37
in Snell-Ho nby e al. 2006²). Un e scenes sind also die Bilde zu e s ehen, die man
du ch die isuelle ode audi i e Wel wah nehmung im Kop en wickel . Die
En wicklung de scenes is dabei abhängig on de jeweiligen Kul u des Indi iduums
und wi d da übe hinaus zudem on den pe sönlichen E ah ungen, on de Si ua ion
e c. beein luss (Ma ín de León & Wi e 1996:555). Diese scenes wide um sind
eingebe e in die sogenann en ames, d.h. in das Wo als sp achliche Fo m (Kuβmaul,
2006²:51 in Snell-Ho nby e al. 2006²). De ame, d.h. de Rahmen, de die G undlage
ü die En wicklung eine scene im Kop eines Indi iduums, kann neben e ex e e
Fo m auch ande sa ig wah genommen we den, z.B. ein bes imm e Ge uch, de beim
Indi iduum ein spezielles Bild im Kop he o u (Ma ín de León & Wi e 1996:555).
Poya os (1983) üh in diesem Zusammenhang die Beg i e channel educ ion und
channel ampli ica ion ein. Un e channel educ ion e s eh e die Komp imie ung eine
Beobach ung ode Wah nehmung (scene) in einen sch i lichen Tex ( ame). Channel
ampli ica ion wide um bezieh sich au den umgekeh en P ozess, d.h. du ch das
Emp angen eines Tex es wi d ein Bild im Kop des Rezipien en he o ge u en (Wi e
2007²:110). Bei de Umwandlung eine scene in einen ame inden auβe dem
Modi ika ionen s a . Diese Modi ika ionen en s ehen dadu ch, dass bei de Reduk ion
on scene zu ame zusä zliche Aspek e, die bei de u sp ünglichen Wah nehmung de
scene in de A nich o handen wa en, hinzukommen (non- e bale Elemen e,
Sp ech y hmus e c.). Poya os benenn die Modi ika ionen de u sp ünglichen scene mi
„channel modi ica ion“, die bei jede Komp imie ung on scene zu ame und bei jede
E wei e ung eines ames zu eine scene s a inden (Ma ín de León & Wi e
1996:555). Im Zusammenhang mi den scenes und ames spiel auch die indi iduelle,
kul u spezi ische und e ah ungsabhängige Bewe ung, die das Indi iduum jede
Wah nehmung zuo dne , eine bedeu ende Rolle. Wi e (2007²) un e scheide zwischen
Da s ellungs- ames, die eine Wah nehmung da s ellen, und Funk ions- ames, die die
Bedeu ung eine Wah nehmung e mi eln. Auch die scenes sind mi bes imm en
Bewe ungen, die ihnen das Indi iduum zuo dne , e bunden. Wi e geh demnach
da on aus, dass man die scenes in Vo s ellungs- und Bewe ungs-scenes un e eilen
kann (Ve mee & Wi e, 1990 in Wi e 2007²:111-112). Insbesonde e bei den
Bewe ungs-scenes muss de TRL be ücksich igen, dass, wenn keine Adap a ion an die
ZK s a inde , sonde n wenn die S a egie eine exo isie enden Übe se zung gewähl
wi d, die Zielemp änge die Bewe ungs-scene mi Hil e ih es indi iduellen, kul u ell
44
de Übe se zung, wo mi els eine Pa aph ase das au de Doppeldeu igkei des Wo es
„Canela“ be uhende Miss e s ändnis übe se z wu de (ZT, S. 8). Bei de gewähl en
exo isie enden Übe se zungss a egie is die zusä zliche In o ma ion in de Fuβno e ü
die deu schen Lese unabdingba , da sons die humo is ische Komponen e im Tex
e lo en ginge. Die TRL ging zwa da on aus, dass es sich um einen gebilde en Lese
handel , dem man nich jede In o ma ion e läu e n muss, jedoch wa sie de Meinung,
dass eine eilweise E klä ung de Tex in o ma ion no wendig is ü das E üllen on
de om Sende in en ionie en Funk ion und zum Ausgleich des ehlenden
Kul u wissens des Zielemp änge s. Bei de Übe se zung ha die TRL zudem die
zusä zliche In o ma ion in Fuβno en au bes imm e Texelemen e besch änk . Gewisse
eingebü ge e Realien wu den ohne E läu e ung übe nommen und lediglich du ch
Ku si sch i als exo isches Elemen gekennzeichne . So z.B. die englische An ede o m
„Misses“, welche im Deu schen übliche weise nich übe se z wi d (so wie die
An ede o men Mis e , Re e en , Sa gen , De ec i e e c.). Auch die spanische An ede
„Seño a“ wu de im ZT beibehal en, um Au en izi ä im ZT zu scha en und da da on
ausgegangen wi d, dass de deu sche Rezipien , weiβ, was „Seño a“ au Deu sch
bedeu e .
5.4. Tex so enkon en ionen des ZTs
De AT gehö zu de Tex so e „B ie “. G undsä zlich gil , dass bei Tex so en, die
sowohl in de AK, als auch in de ZK exis ie en und e ablie sind, Un e schiede in den
Tex kon en ionen o kommen können. Diese Un e schiede können sich un e ande em
au die Ph aseologie, die Lexik und die In e punk ion beziehen. Es bo sich ü die
Übe se zung des e s en Kapi els on Sende s B ie oman ein Ve gleich mi
Pa allel ex en an, um die ypisch deu sche Ph aseologie in B ie en im ZT anwenden zu
können (z.B. „Schokolade zum F ühs ück. Das Tagebuch de B idge Jones“ (1997) on
Helen Fielding11). Die di ek e An ede de Emp änge in, d.h. de Cousine on Nancy,
wu de im ZT eilweise noch explizi e übe se z . Im AT heiβ es beispielsweise: „¿Qué
deci e de la gen e española?“ (AT, S. 67). Im ZT ha die TRL e such eine möglichs
idioma ische Lösung zu inden und dabei den B ie s il zu bewah en: „Was soll ich di
nu übe die Spanie e zählen?“ (ZT, S. 8). Die TRL is da on ausgegangen, dass die
„[...] Tex so enkon en ionen (1) als E kennungssignale, (2) als Auslöse on
11 h p://www. andomhouse.de/con en /edi ion/exce p s/142_44392_1.pd [le z e Au u 6.06.2013].
45
E wa ungshal ungen und (3) als S eue ungssignale ü das Tex e s ehen dienen“
(Reiss & Ve mee , 1984:189 in Göp e ich, 2006²:62 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Fü
die Übe se zung bedeu e e dies, dass die Tex so enkon en ionen eingehal en we den
müssen, um das Tex e s ändnis des Lese s ziels ebig zu s eue n und seine
Au me ksamkei au den Tex inhal zu lenken. Dabei ha sich die TRL zudem da ü
en schieden, alls no wendig ü das Tex e s ändnis, Anme kungen in Fo m on
Fuβno en anzub ingen, welche als Übe se zungsno m in einem Roman e wende
we den dü en (Tou y, 1995). Diese E klä ungen beziehen sich lediglich au den
Tex inhal und geben keine lei Au schluss übe En scheidungen ode S a egien de
TRL. Sie dienen lediglich als Ve s ändniss ü ze ü den Lese des ZTs.
5.5. Zei und O de Ve ö en lichung des ZTs (mögliche zei liche bzw. ö liche
Un e schiede zu denen des ATs)
De AT wu de on Ramón J. Sende im Jah 1962, zu de Zei , als e im Exil in den
Ve einigen S aa en leb e, e ö en lich . 1939 kam F ancisco F anco an die spanische
Regie ung und he sch e bis 1975 als Dik a o . Es is da on auszugehen, dass die
Dik a u pe iode F ancos die Ums ände, un e denen de Roman gesch ieben und
e ö en lich wu de, beein luss e, nich zule z , weil de spanische Bü ge k ieg de
G und ü die Fluch ins Exil on Ramón. J. Sende wa . De ZT hingegen soll im Juli
des Jah es 2013 e ö en lich we den und is ü ein deu sches Lesepublikum
o gesehen. Die g oβe empo ale Di e enz on 51 Jah en zwischen de
Ve ö en lichung des ATs und des ZTs wa jedoch kein G und ü die TRL in de
Übe se zung Adap a ionen an die heu ige Zei o zunehmen. Im Gegen eil, die TRL
wa da au bedach insbesonde e die Sp ache des O iginales im ZT zu e hal en.
Ausschlaggebend ü diese En scheidung wa die Ta sache, dass sich die Handlung des
We kes im Spanien in de Mi e des 20. Jah hunde s abspiel . Obwohl au
Adap a ionen wei gehend e zich e wu de, so wu de doch die Rezep ion du ch die
Zielemp änge be ücksich ig . Aus diesem G und wu de beispielsweise au Sei e 9 des
ZTs das Adjek i „ adi ionell“ e gänz . Dadu ch kann de Ziel ezipien du ch den
Kon ex und mi Hil e seines Wel wissens die Tex in o ma ion zuo dnen und e s ehen,
dass es sich bei de Toga um die adi ionelle Kleidungsweise de spanischen
Uni e si ä sp o esso en zu Mi e des 20. Jah hunde s handeln muss. Eine wei e e
Schwie igkei s ell e die Te minologie im Zusammenhang mi dem S ie kamp da . Im
46
AT inden sich eine Hand oll Wö e , die, da sie aus de Kul u des S ie kamp es
s ammen, nich ohne wei e es in die ZS übe se z we den können, weil sie keine
En sp echung in de ZK haben. Ein Beispiel da ü inde sich au Sei e 11 des ZTs im
Wo „pa ones“. Um dieses kul u spezi ische Tex elemen im ZT zu e hal en, wu de es
wö lich übe nommen und in eine Fuβno e e läu e .
5.6. Mögliche P obleme bei de P oduk ion und ande e Schwie igkei en im
Zusammenhang mi den kommunika i en ZT-In en ionen und mögliche
Un e schiede bezüglich de In en ionen des ATs
Diese Un e punk (sowie die olgenden Un e punk e 5.7, 5.8 und 5.9) äll un e den
Be eich de P agma ik. Die P agma ik besch eib „[...] Beziehungsge üge zwischen
sp achlichen und ex uellen Gegebenhei en eine sei s und ande e sei s den Menschen,
die sich de T ansla ion bedienen und ü die sie p ak izie wi d [...]“ (Neube ,
2006²:56 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Sie be ass sich also mi de Beziehung
zwischen Sp achzeichen und Zeichen e wende n. In diesem Kon ex sp ich man on
de „Ge ich e hei “ des ZTs und ATs, was auch de Beg i Skopos ausd ück (Neube ,
2006²:56-57 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Im Zusammenhang mi de Ge ich e hei de
Tex e ha sich die TRL mi den no wendigen Ände ungen im Hinblick au Fo m und
Inhal , dem S il, sowie die Tex so e des ATs ü die E s ellung des T ansla es
beschä ig . Es is da on auszugehen, dass jede Übe se zung die P agma ik des ATs
e ände , indem sie die Zeichen des O iginals ü die Ziel ezipien en zugänglich mach .
Die In e p e a ion de zielsp achlichen Zeichen wi d dabei s e s on de In e p e a ion
de Rezipien en des ATs abweichen. Die TRL ha sich ü die Analyse de Ge ich e hei
des O iginals im Ve häl nis mi de beabsich ig en Ge ich e hei de Übe se zung an den
ie p agma ischen Typen (Neube , 2006²:57-58 in Snell-Ho nby e al. 2006²)
o ien ie . Sie kam zu dem Schluss, dass es sich um den Typ handeln müsse, bei dem
de AT eine zweich ache Ge ich e hei au weis . Dies bedeu e , dass das O iginal zwa
p imä quellensp achlich, jedoch auch po en iell zielsp achlich ge ich e is (Neube ,
2006²:58 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Diese Fo m de Ge ich e hei is ypisch ü die
Li e a u , die im Leben und in de Kul u des Au o s ih en U sp ung ha . Fü die
Übe se zung on „La Tesis de Nancy“ bedeu e e dies, dass die TRL zwischen eine
Vielzahl an ansla o ischen S a egien wählen konn e, die on Exo isie ung bis hin zu
Eingliede ung in die ZK eich e. Wie o he gehend e läu e , en schied sich die TRL
47
da ü so wenig Adap a ionen wie möglich o zunehmen, um die mu e sp achlichen
Fo men und Inhal e des Spanischen zu e hal en. Die TRL kam zu dem Schluss, dass die
In en ionen on AT und ZT ähnlich seien und ha bei de Übe se zung deswegen den
sende o ien ie en, exp essi en Ausd uckscha ak e des Tex es s e s be ücksich ig .
5.7. Mögliche Übe legungen, Un e schiede und Ve ände ungen de
Ziel ex s uk u bezüglich de des ATs
Die Tex s uk u de Tex so e B ie wu de im ZT beibehal en. De Tex au bau des
gesam en We kes wi d du ch die äuβe e Ges al ung des Tex es deu lich (Zehn B ie e
mi eigenen Übe sch i en). Da sich die Kon en ionen im B ie s il in Deu schland und
Spanien wei gehend ähneln, muss en keine Ve ände ungen in de Ziel ex s uk u
o genommen we den. Nennenswe in diesem Zusammenhang wä e die Ta sache, dass
aus übe se zungss a egischen G ünden die o iginale An ede „Dea es Be sy“ im ZT
beibehal en wu de (ZT, S. 8).
5.8. Mögliche Übe legungen und Un e schiede zwischen den Tex ak en bzw.
Sp echak en beide Tex e
Fü die Un e suchung de Tex s uk u und de beabsich ig en kommunika i en
In en ionen des ZTs ha sich die TRL au die Sp echak heo ie ges ü z . De
G undgedanke diese Theo ie is , dass Sp echen zugleich eine Handlung da s ell
(S olze 1994:120). In diesem Zusammenhang un e such en die Beg ünde de
Sp echak heo ie, J. L. Aus in (1962)12 und J. R. Sea le (1969)13, die in endie e Absich
bzw. Illoku ion, die mi eine Äuβe ung e bunden is . Basie end au Aus ins
Klassi izie ung un e eil e Sea le Sp echak e zunächs in ie Teilak e: (1) De
Äuβe ungsak beinhal e eine Aussage in Fo m on Lau en, Wö e n ode Sä zen, die
g amma isch wohlge o m ode nich wohlge o m sein kann. (2) P oposi ionale Ak e
machen eine Aussage übe die Wel , welche wah ode alsch sein kann. (3)
Illoku ionä e Ak e sind solche, die z.B. eine Wa nung, eine Behaup ung ode eine
Emp ehlung ausd ücken, welche en wede glücken ode nich glücken kann. Als (4)
pe loku ionä e Ak e sind solche zu e s ehen, die au eine Wi kung beim Emp änge
abzielen, z.B. dass jemand einem Be ehl geho sam is (S olze 20085:127). Um die g oβe
Zahl an Illoku ionen in eine übe schauba e Zahl an G und ypen einzu eilen, e wei e e
12 Deu sche Ausgabe: Zu Theo ie de Sp echak e. S u ga 1972.
13 Deu sche Ausgabe: Sp echak e. Ein sp achphilisophische Essay. F ank u /M 1971.
48
Sea le (1976) die Sp echak klassi izie ung in ün Teilak e: (1) Rep äsen a i e
Sp echak e sind solche, die eine wah e Aussage übe die Wel machen. Typische
Ve ben ü diesen Sp echak sind un e ande em „aussagen“, „e zählen“, „besch eiben“.
(2) Di ek i e Sp echak e beinhal en eine Au o de ung an den Rezipien en, welche z.B.
du ch Ve ben wie „bi en“ ode „be ehlen“ sp achlich ealisie we den. Du ch (3)
kommisi e Sp echak e e p lich e sich de Sende eines Sp echak es zu e was, z.B. bei
einem Ve sp echen. (4) Exp essi e Sp echak e d ücken soziale ode emo ionale
Handlungen aus, wie beispielsweise ein Dank, ein G uβ ode eine En schuldigung. Als
le z e Sp echak klasse nenn Sea le die (5) dekla a i en Sp echak e. Sie we den du ch
Ve ben wie „ au en“ ode „ e u eilen“ ausged ück und sind somi on o iziellem ode
ins i u ionellem Cha ak e (S olze 20085:126). Die Ve ben, die einen Sp echak
ausd ücken, we den pe o ma i e Ve ben genann . Da die pe o ma i en Ve ben
o mals polysem in ih e Bedeu ung sind, können beim Übe se zen leich Fehle
un e lau en. Zudem s ellen besonde s die Illoku ionsindika o en, d.h. die sp achlichen
Mi el um eine Illoku ion auszud ücken, die sich nich di ek einem bes imm en
Sp echak zuo dnen lassen, eine Schwie igkei da (Kuβmaul, 2006²:51 in Snell-Ho nby
e al. 2006²). In solchen Fällen muss de TRL die in endie e Absich aus dem Kon ex
he lei en. Zu beach en is auβe dem, dass de Geb auch de Illoku ionsindika o en
kon en ionalisie is und on de Tex so e abhäng (Kuβmaul, 2006²:52 in Snell-
Ho nby e al. 2006²).
Fü die Übe se zung des Kapi els „Nancy en deck Se illa“ bedeu e e dies, dass die
TRL die e schiedenen Sp echak e, aus de en Summe sich die „[...] illoku ionä e
S uk u des Gesam ex es [...]“e gib , e kennen muss e, um en sp echende sp achliche
Mi el in de ZS da ü zu inden (Kuβmaul, 2006²:52 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Im
Folgenden we den zu Illus a ionszwecken einzelne Tex ak e und de en jeweilige
Absich e läu e .
Beispiel 1: Rep äsen a i e Sp echak (pe o ma i es Ve b: deci bzw. e klä en)
Ausgangs ex : „El ma qués me dijo que no había escale as, sino una ampa con el suelo
de ie a apelmazada.” (AT, S.73)
Ziel ex : „De ma qués e klä e mi , dass es keine S u en, sonde n eine Rampe aus
e hä e e E de gäbe.“ (ZT, S. 15)
In diesem Fall hä e die TRL das spanische Ve b „deci “ auch mi dem Deu schen
„sagen“ übe se zen können, jedoch ha sie sich, um den ep äsen a i en Cha ak e de
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Aussage zu un e s eichen, bewuss ü das Ve b „e klä en“ en schieden. Eine
Al e na i e wä e das Ve b „e zählen“ gewesen.
Beispiel 2: Di ek i e Sp echak (pe o ma i es Ve b: aconseja bzw. a en)
Ausgangs ex : „Si ienes a España, Be sy, e aconsejo que no hagas p egun as a la gen e
sob e g amá ica.” (AT, S. 71)
Ziel ex : „Wenn du nach Spanien komms , Be sy, dann a e ich di keine F agen übe
G amma ik zu s ellen.“ (ZT S. 12)
Die TRL ha den di ek i en Cha ak e des Sp echak es im AT, welche mi eine
Fo de ung an den Rezipien en e bunden is , e kann und eine En sp echung in de ZS
ge unden. Au inhal liche Ebene wü de dem Ve b „aconseja “ auch das deu sche Ve b
„emp ehlen“ en sp echen, welches on de TRL in diesem Kon ex jedoch als
unidioma isch und unpassend angesehen wu de.
Beispiel 3: Exp essi e Sp echak (pe o ma i es Ve b: da las g acias bzw. bedanken)
Ausgangs ex : „An es de sali de la casa del ma qués, cuando nos despedíamos, le di las
g acias a la mane a ame icana, ci ando cada cosa ag adable.” (AT, S. 74)
Ziel ex : „Beim Ve abschieden, be o wi das Haus des ma qués e lieβen, bedank e
ich mich ü jede eundliche Ges e, wie es sich in Ame ika ziem .“ (ZT, S. 16)
Eine Al e na i e ü die Übe se zung wä e die Kons uk ion „einen Dank aussp echen“
gewesen, welche on de TRL jedoch als zu ö mlich einges u wu de.
Mi els diese Beispiele soll dem Lese dieses Kommen a s e anschaulich we den,
inwie e n die TRL in de Lage wa , die e schiedenen Sp echak e zu iden i izie en und
da ü ko ek e sp achliche Mi el in de ZS zu inden.
5.9. Mögliche Ähnlichkei en bzw. Un e schiede bezüglich de unk ionalen
Beziehungen de Sä ze in beiden Tex en
Da sich die TRL, wie o he gehend besch ieben, da ü en schieden ha eine
Kombina ion aus dokumen a ische und ins umen ale Übe se zung anzu e igen,
wu de je nach Beda die Tex in o ma ion explizi e gemach ü den Ziel ezipien en,
ode implizi e mi el . Bei Tex s ellen besch eibenden Cha ak e s, wie z.B. eines
bes imm en S ad eiles Se illas, ha die TRL die In o ma ion, die de AT lie e , nich
explizie e o mulie en müssen, dami sie ü die Ziel ezipien en e s ändlich is . Bei
einigen Tex elemen en jedoch, wa es no wendig den Tex inhal ausd ückliche zu
o mulie en, um das Tex e s ändnis beim Ziellese zu ga an ie en. Im Folgenden
50
we den einige Beispiele au ge üh , um die un e schiedlichen, gewähl en S a egien zu
illus ie en.
Beispiel 1: Umsch eibung/Pa aph ase
Ausgangs ex : „Había en el uedo —así se dice— más de quince pe sonas, odas con a
un pob e o o inde enso.” (AT, S. 76)
Ziel ex : „Un en in de A ena, was man hie uedo nenn , s anden meh als ün zehn
Leu e dem a men, weh losen S ie gegenübe ..“ (ZT, S. 18)
Du ch die Pa aph ase lieβ sich das spanische Wo „ uedo“, welches kul u elle
Iden i ä s äge is (spanische S ie kamp ) konse ie en und gleichzei ig ü die
Zielemp änge e s ändlich machen.
Beispiel 2: E wei e ung
Ausgangs ex : „Es aba sen ada en e a es p o eso es ya madu os, con su oga y un
go o hexagonal neg o —el go o no en la cabeza, sino en la mesa—.” (AT, S. 68)
Ziel ex : „Ich saβ d ei, schon äl e en P o esso en gegenübe , die die adi ionelle Toga
ugen und einen hexagonal geschni enen Hu , welchen sie nich au dem Kop ha en,
sonde n de au dem Tisch lag.“ (ZT, S. 9)
Die TRL ha das Adjek i „ adi ionell“ im ZT e gänz , um zu Ve hinde n, dass de
deu sche Lese bei de Zuo dnung dieses ames die im Tex gelie e e In o ma ion mi
de ömischen Toga e wechsel . In diesem Zusammenhang handel es sich nämlich um
die adi ionelle Kleidung (Toga und hexagonal geschni ene Hu ) de spanischen
Uni e si ä sp o esso en in de Mi e des 20. Jah hunde s.
Beispiel 3: Bedeu ungsge ech es und nich wö liches Übe se zen
Ausgangs ex : „No sé cómo aguan aban con es e sol de Se illa.” (AT, S. 76)
Ziel ex : „Ich weiβ nich , wie sie das aushiel en mi de Hi ze hie in Se illa.“ (ZT, S.
18)
Die TRL ha die Bedeu ung des ausgangs ex lichen Inhal es abs ahie und e such
eine idioma ische Lösung in de ZS zu inden. Die In o ma ion „sol“ wu de im ZT
demnach explizie e gemach , indem die me onymische Eigenscha de „Sonne“,
„Hi ze“ zu e u sachen, als Übe se zungslösung gewähl wu de. Ausschlaggebend wa
da ü besonde s die Ta sache, dass ü die Übe se zung de zusä zlichen In o ma ion in
Klamme n („eine wi klich obszöne Hi ze“) das Wo „Sonne“ nich in F age gekommen
wä e bzw. nu dann, wenn sich die TRL om AT gelös hä e.
51
Ein Beispiel da ü , dass die TRL manche Tex in o ma ion implizi gelassen ha , inde
sich au Sei e 10 des ZTs „de Gehö n e“. Im AT wu de diese In o ma ion eben alls
ohne E läu e ung gelassen (AT, S. 69). De Lese des ATs sowie des ZTs muss an
diese S elle au sein Wel wissen zu ückg ei en, um zu beg ei en, dass man un e „el
co nudo“ bzw. „de Gehö n e“ die Pe son e s eh , die on ih em Pa ne be ogen
wu de und dass zu damaligen Zei , also Mi e des 20. Jah hunde s, in Spanien jegliche
sexuelle Anspielung ein Tabu-Thema da s ell e14.
5.10. Lexikalische und e minologische Übe legungen und P obleme
Fü die Bean wo ung dieses Punk es ha sich die TRL an de P o o ypenseman ik on
Eleano Rosch (1973) o ien ie . Die kommunika i e Si ua ion des ATs weich
eindeu ig on de des ZTs ab. Dies lieg da an, dass die Emp änge de beiden Tex e
un e schiedlichen Kul u en angehö en. Im Zusammenhang mi de P o o ypenseman ik
bedeu e dies, dass in den Kul u en de Ausgangs- und de Zielemp änge
un e schiedliche P o o ypen e anke sind. Deswegen ha sich die TRL un e ande em
da übe Gedanken gemach , wann eine Exo isie ung möglich is und wann es sinn olle
wä e zu domes izie en, um Miss e s ändnisse du ch die jeweiligen kul u beding en
P o o ypen zu e hinde n. Im Folgenden we den diese Übe legungen anhand on d ei
Beispielen e anschaulich .
Beispiel 1: E gänzung
Ausgangs ex : „[...] adonde nos lle a on pa a e cómo es una casa ípica po den o.”
(AT, S. 71)
Ziel ex : „So können wi einmal sehen, wie ein ypisches, se illanisches Haus on innen
aussieh .“ (ZT, S. 13)
In diesem Fall ha die TRL das Adjek i „se illanisch“ e gänz , dami de deu sche
Lese in seine Vo s ellung nich den P o o yp eines deu schen Hauses o Augen ha .
Beispiel 2: Die Übe se zung des Liedes (ZT, S. 17-18)
Ausgangs ex : „culeb a“
Ziel ex : „schwa ze Na e “
Die TRL ha sich bewuss da ü en schieden das Adjek i „schwa z“ zu e gänzen, da sie
da on ausging, dass de P o o yp eine Na e in Deu schland nich den in diesem
Kon ex in endie en Zweck e üll . Da Schlangen im Allgemeinen als Unheilb inge in
14 h p://pe sonal. ele onica. e a.es/web/aus/guias/nancy_1.h m [le z e Au u : 26.05.2013].
52
de Zigeune kul u angesehen we den, wu de das Adjek i „schwa z“ zu
Ve deu lichung eine nega i en, bed ohlichen Eigenscha hinzuge üg . So soll zudem
de au das Lied olgende Tex inhal illus ie we den, in welchem die anwesenden,
abe gläubischen Zigeune au Holz klop en, um sich gegen das Unglück zu schü zen.
Beispiel 3: De K ap en
Ausgangs ex : „Aye comp é en la calle una cosa que llaman buñuelos.” (AT, S. 77)
Ziel ex : „Ges e n kau e ich au de S aβe e was, dass man hie buñuelos nenn . So
eine A K ap en.“ (ZT, S. 19)
Da die TRL zum einen das exo ische Tex elemen in Fo m eine landes ypischen Speise
im ZT beibehal en woll e, dem ZT-Lese jedoch eine Idee, um was es sich in e wa
handel , geben woll e, ha sie sich ü eine ku ze E läu e ung im ZT en schieden. De
„spanische K ap en“ und de „deu sche K ap en“ un escheiden sich haup sächlich im
Be eich de uzzy edges. Zum Beispiel weich die Fo m eines spanischen „buñuelo“
o mals on de eines deu schen K ap ens ab. Da zudem da on auszugehen is , dass je
nach Landeszone de deu sche Lese einen ande en Typ on K ap en o Augen ha , die
G undbedeu ung, d.h. de Ke n, des Wo es K ap en jedoch gleich bleib , wa es de
TRL wich ig, zu e deu lichen, dass es sich um „eine A K ap en“ handel . Denn nich
nu im Ve gleich zwischen Deu schland und Spanien, sonde n auch inne halb
Deu schlands gib es eine Viel al an Aus üh ungen und Zube ei ungsweisen on
K ap en15.
Eine wei e e Schwie igkei au lexikalische Ebene, wa auch die Übe se zung on
Redewendungen. Au Sei e 13 im AT inde sich de Ausd uck „ espi a po la he ida“,
welche im ZT mi „die Wunde is noch nich e heil “ übe se z wu de. Die
Bedeu ungskomponen e „Wunde“ bleib in de ZS e hal en. Das Ve b jedoch ände
sich aus ph aseologischen G ünden.
5.11. Übe legungen und P obleme hinsich lich des ZT-S ils
Eine besonde e Schwie igkei s ell e die Übe se zung des Zigeune -Soziolek es da . Die
TRL ging da on aus, dass de Au o diese Sp ach a ie ä als S ilmi el e wende e, um
den „[...] soziokul u ellen Hin e g und und [...] [den] Lokalkolo i [...]“ zu e s ä ken
(Kolb, 2006²:278 in Snell-Ho nby e al. 2006²). Die Sp ache is ein Iden i ä s äge ,
15 Vgl. span. buñuelo: h p://es.wikipedia.o g/wiki/Bu%C3%B1uelo [le z e Au u : 26.05.2013] im
Gegensa z zum d . K ap en: h p://de.wikipedia.o g/wiki/K ap en_(He e eig) [le z e Au u :
26.05.2013].
53
weswegen Sp ach a ie ä en die We e und den S a us ih e Sp eche ep äsen ie en. Im
Fall des B ie omanes läss sich die Zigeune sp ache ehe als Soziolek de inie en, da sie
eine ü eine bes imm e soziale G uppe spezi ische Sp ach a ie ä da s ell . Fü die
Übe se zung bedeu e e dies, dass die TRL die jeweiligen Asso ia ionen, die du ch eine
Sp ach a ie ä ausgelös we den, und die mi de jeweiligen Kul u e bunden sind,
be ücksich igen muss e (ibidem). Die TRL ha sich o allem an den
umgangssp achlichen Aspek en o ien ie , um die ausgangssp achliche Sp ach a ie ä in
eine ü den Ziel ezipien en e s ändliche Sp ach a ie ä umzuwandeln. Um ein
Gegens ück zu ausgangssp achlichen Zigeune sp ache zu inden, ha die TRL eine
Dokumen a ions eihe übe Zigeune in Deu schland konsul ie . Au G undlage dessen,
ha die TRL eine A Kuns sp ache en wickel , die zum einen das F emde des ATs
e hal en soll e, und zum ande en g amma ikalische und phonologische Aspek e des
Soziolek es wide spiegeln soll e. Du ch bes imm e Reduk ionen konn en so die
Abweichungen de Zigeune sp ache on de S anda dsp ache e deu lich we den. Im
olgenden Beispiel is zu e kennen, in wie e n de TRL die Übe agung in eine A
geb ochenes Deu sch gelungen is .
- „Was ü eine A P e d können sie mi anbie en?“, ag e ich.
- „De Tie chen is zahm, wie eine Lämmchen in de K ippe. Abe , mein
Gnädigs e, wo ü wolle sie die P e d, wenn ich age da ?“
- „Um au die Gi alda zu s eigen.“
- „Seño a, glaube sie, dass die P e d is ein S o ch?“ (ZT, S. 25)
Dem Ziel ezipien en wi d kla sein, dass es sich, um zu spanischen Kul u gehö ige
Zigeune handel . E kann mi els de du chge üh en g amma ikalischen Reduk ion und
eilweise Ve emdung und du ch sein Wel wissen eine B ücke schlagen und den
Soziolek in e wa eine bes imm en Pe soneng uppe zuo dnen. Zudem wu den im ZT
spezi ische Elemen e aus dem Wo scha z de Zigeune beibehal en, da sie als
Iden i ä s äge diese Diakul u angesehen wu den. Da ü wu den beispielsweise die
Wö e „calés“ und „payos“ im ZT (S. 23) übe nommen und zusä zlich in de ZS
pa aph asie .
5.12. Übe legungen und P obleme bezüglich de Kohäsion im ZT
Fü die Bean wo ung dieses Un e punk es ha sich die TRL an den Subklassen de
Tex ualisie ung o ien ie , zu welchen beispielsweise die Thema-Rhema-Gliede ung,
60
exo isie enden Übe se zungss a egie in Kombina ion mi Fuβno en, is de ZT Lese in
de Lage, den Tex inhal zu e assen und die emden Eind ücke, die Nancy im Ve lau e
des Kapi els e äh , nachzuemp inden, ohne dass de ZT zu seh an die ZK angepass
we den muss. Von g oβem pe sönlichem In e esse wa die Auseinande se zung mi de
Zigeune -Kul u und den kul u spezi ischen Ausd ücken im Spanischen, welche auch
ü mich eilweise unbekann wa en. Du ch die in ensi e Beschä igung mi den
kul u ellen und sp achlichen Un e schieden zwischen Spanien und Deu schland konn e
ich meinen Ho izon e wei e n.
Obwohl ich den ansla o ischen Kommen a in Endzei , d.h. nach Beendigung des
T ansla s, ange e ig habe, so habe ich mi doch im Vo eld Gedanken gemach
da übe , welche Theo ien mi bei de E s ellung des Übe se zungskommen a s on
Nu zen sein könn en und deswegen die ele an en Theo ien im heo e ischen Rahmen
de A bei o ges ell . Im e s en Un e kapi el de Ein üh ung in die
ansla ionswissenscha lichen Theo ien habe ich un e ande em die F age nach dem
Tex yp, un e Bezugnahme au Ka ha ina Reiss (1971), behandel , um den Sende schen
B ie oman einem Tex yp zuzuo dnen und um seine Funk ion bes immen zu können.
Auβe dem habe ich die Di e enzie ung zwischen dokumen a ische und ins umen elle
Übe se zung on Ch is iane No d (1997) e läu e , welche mi bei de Wahl de
Übe se zungss a egie gehol en ha . Ich habe mich ü eine ü li e a ische
Übe se zungen übliche Kombina ion aus dokumen a ische und ins umen elle
Übe se zung en schieden. Des Wei e en bin ich au die Skopos heo ie on Ve mee
(1978) eingegangen. Die Skopos heo ie ha mi gehol en meinen pe sönlichen
T ansla skopos und den T ansla ionsskopos zu bes immen. Zudem habe ich das Thema
„Äqui alenz“ angeschni en und die Bedeu ung de „Gleichwe igkei “ on AT und ZT
be on . Auch habe ich es ges ell , dass die on No d (2009) ge o de e
„Wi kungskons anz“ wich ig ü meine A bei wa , insbesonde e ü die Übe se zung
de Fülle an Realien, die sich im AT inden.
Im zwei en Un e kapi el de Ein üh ung in die ansla ionswissenscha lichen Theo ien
bin ich au den ü die An e igung des Übe se zungskommen a s g undlegenden
A ikel on Ga cía Ál a ez (2008) eingegangen, in welchem die Au o in die
Wich igkei eines Übe se zungkommen a s ü die Bewe ung und Un e suchung des
Übe se zungsp ozesses behandel . Dazu habe ich mich zue s mi de Psycholinguis ik
beschä ig , welche die men alen und kogni i en P ozesse wäh end des Übe se zens
61
behandel . Da au hin habe ich die P o o ypenseman ik on Rosch (1973), welche mi
bei de Lösung lexikalische und e minologische P obleme hal , o ges ell . Zudem
habe ich die scenes-and- ames Seman ik on Fillmo e (1977) behandel und mi els de
Li e a u on Heid un Wi e (1996, 2007) e wei e e läu e . Die scenes-and- ames
Seman ik wa on besonde e Bedeu ung ü die E mi lung ideologische , kul u elle
und in o ma i e Ums ände und Un e schiede zwischen AT- und ZT-Rezipien en. Des
Wei e en bin ich au die Me hode des lau en Denkens aus den 80e Jah en eingegangen
und habe die Vo eile des ansla o ischen Kommen a s im Ve gleich zu diese Me hode
e läu e . De ansla o ische Kommen a e möglich es einen Einblick in die
unbewuss en, men alen P ozesse beim Übe se zen zu e langen. Du ch die An e igung
des Übe se zungkommen a s wu de ich mi übe iele En scheidungen, die ich sons
unbewuss ge o en hä e, kla und konn e da übe e lek ie en, wieso ich eine
bes imm e En scheidung ge o en ha e. Auβe dem wu de ich mi de Bedeu ung de
In o ma ion übe den Au o , welche sich im 2. Kapi el diese A bei , au Sei e 7, inde ,
ü die zu wählende S a egie, die Funk ion des Tex es und die Rezep ion in de ZK
bewuss . Zudem wa ich in de Lage, mögliche ansla o ische Al e na i en abzuwägen.
Die E s ellung des ansla o ischen Kommen a s wa ü mich seh in e essan , da ich
mich bishe nich mi den me akogni i en P ozessen beim Übe se zen
auseinande gese z ha e. Meine Meinung nach s ell de Übe se zungskommen a eine
he o agende Me hode ü die Re lexion au den e schiedenen Ebenen des Tex es da .
De Übe se zungskommen a e möglich , dass sich de TRL ein globales Bild on dem
T ansla e scha und dass e sich on eine ein subjek i en Wah nehmung
dis anzie en kann.
In de au den Übe se zungskommen a olgenden Analyse habe ich einen neuen
Gesich spunk behandel . Die Auseinande se zung mi dem Beg i „F emdhei “ bzw.
„Ande shei “ un e Bezugnahme au Wi e (2007) e schien mi äuβe s in e essan .
Zudem e ach e e ich die Analyse als passend, da sie eine A Anlehnung an den im
Roman s a indenden in e kul u ellen Ve gleich (U.S.A. – Spanien) da s ell .
Ich ho e, dass de ZT-Lese in de Lage sein wi d, die Si ua ion on Nancy
nachzu ollziehen und gemeinsam mi ih die spanische und da in die Zigeune -Kul u
en decken kann. Ich ho e, dass de ZT-Rezipien sich du ch meine Übe se zung an den
zahl eichen Eind ücken e euen kann und sich ü das Neue und „Ande e“ begeis e n
kann, so wie Ramón J. Sende eins Nancy sich da ü begeis e n lieβ.
62
Ich möch e diese Mas e a bei ge ne als Ausgangspunk ü wei e e Un e suchungen
und Fo schungen au diesem Gebie sehen, denn die A bei ha eindeu ig mein In e esse
ü die Analyse de me akogni i en P ozesse geweck . In e essan s elle ich mi auch die
Un e suchung eine Fach ex übe se zung o , bei welche de TRL au g und on
Kon en ionen, Te minologie und Ph aseologie wenige F eihei beim Übe se zen ha .
Ich wü de ge ne wissen, wie in einem solchen Fall die ex uelle Ve a bei ung im Kop
des TRL s a inde und mi welchen Schwie igkei en e kon on ie wi d.
8. Li e a u
8.1. P imä li e a u
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Pa ón (deu sch: in en ionie es Ve kü zen des Abs andes zwischen S ie kämp e und
S ie , um das Tie zu bed ängen und zu e müden)
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Ma qués (deu sch: Ma quis)
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Tía buena (deu sch: begeh enswe e, a ak i e F au)
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Die Schlange als Symbol des Unheils im Abe glauben de Zigeune
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0K6pC-
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Jume a (deu sch: Alkohol ausch)
Real Academia Española.
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Malange (deu sch: schlech e Laune)
De To es, José Calos: Léxico español de los o os. Mad id: C.S.I.C. 1989, 439.
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10. Glossa ansla ionswissenscha liche Abkü zungen
O iginal ex – OT
Ausgangs ex – AT
Ziel ex – ZT
Ausgangssp ache – AS
Zielsp ache – ZS
Ausgangskul u – AK
Zielkul u – ZK
T ansla o (in) – TRL
11. O iginal ex (E s es Kapi el aus „La Tesis de Nancy“)
CARTA PRIMERA
NANCY DESCUBRE SEVILLA
Dea es Be sy: Voy a esc ibi mis imp esiones escalonadas en di e en es días
ap o echando los a os lib es.
Como sabes, he enido a es udia a la Uni e sidad de Se illa. Pe o i o en
Alcalá de Guadai a, a diez millas de la ciudad. La seño a Dawson, de Edimbu go, que
iene coche y es á en la misma casa que yo, me lle a cada día a la ciudad. Sue e que
engo, ¿ e dad? Siemp e he enido sue e.
¿Qué deci e de la gen e española? En gene al, encuen o a las muje es boni as e
in eligen es, aunque un poco..., no sé cómo deci e. Yo di ía a eminadas. Los homb es,
en cambio, es án muy bien, pe o a eces hablan solos po la calle cuando en a una
muje jo en. Aye pasó uno a mi lado y dijo:
—Canela.
Yo me ol í a mi a , y él añadió:
—Caneli a en ama.
C eo que se e e ía al colo de mi pelo.
68
En Alcalá de Guadai a hay ca és, iglesias, iendas de lo es, como en una aldea
g ande ame icana, aunque con más pe sonalidad, po la he encia á abe. Al pie de mi
ho el hay un ca é con mesas en la ace a que se llama La Mezqui a. En cuan o me sien o
se ace can unos endedo es muy a os —algunos ciegos—, con i as de papel
nume adas. Dicen que es lo e ía. Me o ecen un ozo de papel po diez pese as y me
dicen que si sale un núme o que es á allí imp eso, me da án diez mil. Yo le p egun é al
p ime endedo que se me ace có si es que enía él an o dine o, y en onces aquel
homb e an mal es ido se ió y me dijo: «Yo, no. El dine o lo da el Gobie no.»
En onces esul a que odos esos homb es (y hay milla es en Se illa) son empleados del
Gobie no. Pe o pa ecen muy pob es.
¿Sabes, Be sy que ida? No hay go ilas en España. Cosa de e as inexplicable.
No sé cómo han hecho su gue a de go ilas en el pasado po la cual son amosos los
españoles en la his o ia desde el iempo de los omanos. Tengo que p egun a en la
Uni e sidad es a a de. Aunque me moles a hace cie as p egun as, po que hay gen e a
quien no le gus a con es a . Aye me p esen a on a dos muchachos en la calle de las
Sie pes, y yo, que lle aba mis lib os debajo del b azo y andaba con p oblemas de
g amá ica, p egun é al más iejo «Po a o , ¿cómo es el impe ec o de subjun i o del
e bo ai ea ?» El chico se puso colo ado y cambió de ema. ¿Po qué se puso colo ado?
Me suceden cosas a as con demasiada ecuencia. Y no se puede deci que los
homb es sean desco eses, no. Al con a io, se p eocupan del colo de mi pelo y has a de
mi salud. En la pue a del ca é hay siemp e gen e jo en, y cuando uel o a casa eo que
alguno me mi a y dice «Es á buena.» Yo no puedo menos de ag adece les con una
son isa su p eocupación po mi salud. Son muy amables, pe o no los en iendo. A eces
se ubo izan sin mo i o. O se ponen pálidos. Sob e odo cuando les p egun o cosas de
g amá ica.
De e as, a eces no en iendo las eacciones de la gen e. Ve ás lo que me pasó
en el examen de li e a u a clásica. Es aba sen ada en e a es p o eso es ya madu os,
con su oga y un go o hexagonal neg o —el go o no en la cabeza, sino en la mesa—.
Y uno de ellos se puso a hace me p egun as sob e el ea o del siglo XVII. Tú sabes que
en eso es oy ue e. Bueno, oy a deci e exac amen e lo que p egun ó y lo que con es é,
y ú me di ás si hay algo que jus i ique los hechos. El p o eso me dijo:
— ¿Puede us ed señala algún ipo ca ac e ís ico del ea o de capa y espada?
—El g acioso—dije.
69
—Bien. O o.
—La dueña.
—O o, seño i a.
—El co nudo.
Y los es p o eso es, que e an cal os, se pusie on e iblemen e ojos, has a la
cal a, has a las o ejas. Yo mi é disimuladamen e a e si mi es ido es aba en deso den,
y luego a mi al ededo po si había sucedido algo inespe ado; pe o odo e a no mal.
En in, me acep a on el plan de es udios que había hecho cuando decidí eni
aquí. Con obje o de celeb a lo uimos a ias muchachas a Alcalá de Guadai a y las
in i é a me enda en el ca é de La Mezqui a. Había una e ulia de o e os, segu amen e
gen e de poca impo ancia, aunque son muy jó enes y al ez no les han dado oda ía su
opo unidad. Hablaban a g i os y yo apun é bas an es palab as que igno aba. Po cie o
que uno de ellos dijo que no o ea ía si no le ponían diez mil bea as delan e. Bea as son
muje es piadosas que an a misa cada día. En onces yo pensé que aquel jo en deseaba
a ae a la plaza a la población emenina de buenas cos umb es. Eso debe da epu ación
a un o e o. Pe o más a de me dijo M s. Dawson que al habla de bea as al ez se
e e ían a una moneda an igua que es la que usan los gi anos pa a sus negocios.
No digo que sea lo uno o lo o o. Sólo digo lo que escuché.
Pe o engo que con esa que con lo de los go ilas es aba equi ocada. Toda mi
ida he oído habla de la e ocidad de los go ilas españoles, sob e odo en iempos de
gue a. Aho a, al e que no hay en España un solo go ila, y p egun a a los p o eso es
de Se illa, esul a que es amos p onunciando mal u oyendo mal esa palab a en Amé ica.
No es go ilas, sino gue illas, es deci , gue as pequeñas. A mis oídos y a los uyos, y a
los de nues as amigas, ha sonado siemp e go ila. Pa ece que los españoles so , muy
e oces en las pequeñas gue as y no an o en las g andes. Po eso al ez no han es ado
en las úl imas gue as mundiales. Y les alabo el gus o. Los o e os jó enes hablaban con
mucho elogio de o o que según ellos no se mo ía en la plaza. «Es un pos e», decían.
Hablaban de sus pa ones. Eso de los pa ones no es á en el dicciona io. Debe de se cosa
de la pelea con el o o. Pe o ampoco en iendo que elogien an o a un homb e po que no
se mue e ni hace nada en la plaza. ¡Un pos e! ¿Tú puedes imagina ?
Aye no hubo clase y dedicamos la mañana a eco e el ba io de San a C uz en
Se illa. Encan ado , aunque llega a cansa un poco an a imi ación del es ilo
cali o niano, con sus ejas y pa ios.
76
Pe o al ez soy injus a y hablo po esen imien o. O espi o po la he ida, como dicen
aquí.
He es ado en una co ida de o os que ha esul ado bas an e abu ida. Los o e os
salie on en a ias ilas, en uel os en una man a de colo es bo dada en o o y pla a. Debía
de da les un calo in e nal. Sin emba go, la lle aban bien ap e adi a po los iñones. No
sé cómo aguan aban con es e sol de Se illa. (Un sol de e as obsceno.)
Mien as caminaban, la banda de música ocaba una ma cha; pe o los o e os ni
siquie a ma caban el paso, lo que hacía un e ec o o pe e indisciplinado.
Un caballo iba delan e con su jine e.
Aquí la disciplina no cuen a mucho, la e dad, lo mismo en la plaza de o os que
en o as cosas. Po in salió el o o. Había en el uedo —así se dice— más de quince
pe sonas, odas con a un pob e o o inde enso. Y el animal no a acaba nunca a las
pe sonas —e a demasiado bondadoso y humani a io—, sino solamen e a las elas que le
ponían delan e. Con o os que no a acan más que a la ela, cualquie a pod ía se o e o,
¿ e dad? Pe o yo no lo se ía a ningún p ecio, aunque se dice que hay muje es o e as.
Los ame icanos que es aban conmigo eacciona on igual que yo. Tal ez po que en
nues o país odo el mundo oma leche y amamos a las apacibles acas y a sus ma idos.
Aquí sólo oman leche los bebés. Bueno, engo mo i os pa a pensa que a M s. Dawson
le gus a on los o os. No me ex aña, po que es escocesa y c uel. Po Dios, no epi as
es as palab as en Lake Fo es . No me gus a censu a a nadie. Aunque M s. Dawson i e
en Edimbu go y ú en Lake Fo es y yo en Alcalá de Guadai a (Se illa), las no icias
desag adables siemp e ci culan de p isa.
He ecibido u ca a y las o os de Lake Fo es . Encan ado odo. Yo espe o
echa al co eo es a ca a den o de unos días. Quie o que enga ein e páginas,
siguiendo la cos umb e que es ablecimos en 1951 pa a con a nos nues os iajes. ¿Te
acue das?
Aye comp é en la calle una cosa que llaman buñuelos. En Alcalá los hacen cada
día. Comp é es, y al p egun a el p ecio, me dijo la endedo a:
—Seis eales, seño i a.
Yo no sé lo que son seis eales. No consigo comp ende las mane as popula es
de con a la moneda. Si me sacan de pese as y cén imos, es oy pe dida. Con los gi anos,
que cuen an en bea as, no quie o a os. Dejo que pague Mis ess Dawson y le p egun o
77
después cuál es mi pa e, pa a aboná sela. La muje de los buñuelos me mi aba
ex añada, como pensando: «¿No sabe lo que son seis eales y anda sola po el mundo?»
Los buñuelos son muy sab osos, pe o no sé cómo deci e. C eo que en los
Es ados Unidos end ían éxi o si les pusie an den o c ema o u a en almíba y los
en ol ie an en papel de es año po azones de higiene. Bueno, yo e di ía que el buñuelo
es una cosa que la comes y es men i a. Es o úl imo es lo que desag ada.
Aye me sucedió algo de e as ágico. Había un ac o o icial en nues a
Uni e sidad, bajo la p esidencia del mismo ec o , un homb e poco a lé ico, la e dad,
cuyo discu so iba a se la pa e ue e del p og ama. Habló muy bien, aun-que
mano eando demasiado pa a mi gus o, y luego odo el mundo se puso de pie y aplaudió.
Como yo que ía demos a mi en usiasmo a la mane a ame icana, me puse dos dedos en
la boca y di dos o es silbidos con oda mi ue za. No puedes imagina lo que sucedió.
Todos calla on y se ol ie on a mi a me. Yo i en aquel momen o que oda aquella
gen e e a enemiga mía. Había un g an silencio y se podía oí ola una mosca. Luego se
ace ca on dos p o eso es y oma on no a de mis papeles de iden idad. Mis ess Dawson
es aba conmigo y se po ó bien, lo econozco. Explicó que en Amé ica silbamos pa a
da a nues os aplausos más én asis. En onces un p o eso , son ien e, me p egun ó:
— ¿Eso quie e deci que le ha gus ado el discu so del ec o ?
Yo no podía ol ida las mi adas de un momen o an es y dije secamen e que me
negaba a con es a sin habla an es con mi cónsul. En onces pa ecie on odos dolidos y
amis osos y me mi a on con simpa ía. No c eo que el inciden e in luya en mis
exámenes. En el ondo, ubo izados o pálidos, es os iejos son caballe osos. Aunque
pasa á algún iempo an es que los en ienda.
(Repi o que M s. Dawson es a ez se po ó bien. A cada cual, lo suyo.)
Te en ío muchas no icias como es. Aunque no engo nada con a la sob ina de
M s. Dawson, ampoco es la pe sona con quien que ía i i en una isla desie a.
P ime o, su acen o escocés lleno de e es. Luego, su mane a de conduci se con los
gi anos. C ee como yo que los gi anos son la sal de la ie a. Pe o no sabe a a los; es
deci , piensa en ellos como una lec o a apasionada de Bo ow. Y se ex aña, po
ejemplo, de que mien an... Es deci , no es que mien an, po que a nadie engañan con sus
men i as, la e dad. Pe o adulan a odo el mundo de una mane a o ensi a pa a algunos
pu i anos ingleses a quienes sólo gus an los gi anos en la poesía de Lo ca.
El o o día es ábamos en mi ca é y se ace có una gi ana. Le dijo a mi amiga
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—Anda, condesi a, que e oy a deci la buena en u a.
Mi amiga que ía que yo le aduje a aquellas palab as y las aduje, pe o me callé
eso de condesi a. Ella se dio cuen a y yo, pa a cub i me, dije: «Bueno, e ha llamado
condesa; pe o eso lo hacen con odas. Adulan siemp e a odo el mundo. A un soldado le
llaman co onel, a un cu a le llaman a zobispo.» En aquel momen o la gi ana se di igía a
mí
—Habla en c is iano, paja i o de o o de la Cali o nia, que yo e en ienda.
A ella la llamó o a ez condesa y a mi paja i o de o o. Yo, la e dad, p e ie o
que me llamen «paja i o de o o», po que los í ulos de a is oc acia eh Amé ica son
ejeces y on e ías. Pe o las escocesas no lo c een así. Es aba ella an con en a que le dio
a la gi ana un du o. Yo le dije que la misma gi ana me había llamado un día empe a iz
—y de hace lo mismo, hab ía enido que da le cien pese as—, pe o que aho a somos
amigas y sólo me llama es elli a del alba o cosas po el es ilo. No sé si mi amiga me
escuchaba. El caso es que me a aba lige amen e como si yo ue a su aza a a. Es una
boni a palab a: aza a a. La ap endí hablando con la ma quesa del Es o aque. Quie e
deci la dama que is e a la eina.
Como es, oy en ando en la ida se illana, pe o más que los ma queses me
in e esan los gi anos. ¿Qué in e és an opológico iene un ma qués? ¿Quie es ú
deci me?
M s. Dawson ha in i ado a sus amigas de illa a un pic nic pa a de ol e les la
in i ación aquélla, la del día desg aciado en que yo can é la canción de la culeb a. Me
ha pedido que le p ome a se iamen e que no oy a a a de can a nada. No sé po qué.
Yo nunca he p esumido de oz ni me he conside ado una a is a. Tampoco can o más
que a ísima ez y en e amigos. No hay nada más ho ible que esas iejas de cuello de
a es uz que se es án con un a ia y una omanza y una balada oda la a de mien as sus
in i ados disimulan los bos ezos. No lo digo po u ía M s. Da is, que al menos can a
como un ángel y iene el buen humo de decla a que da dos no as más al as que el
g illo.
Bueno, c eo que no soy an dócil como Mis ess Dawson que ía. Le dije que
cuando engo ganas de can a , can o y no hay quien lo pueda impedi , y que soy
ciudadana de un país lib e, y que hace muchos años que hemos dejado de se colonia de
Ingla e a. «Po desg acia pa a us edes», dijo ella. ¿Qué e pa ece? Más a de
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comp endió Mis ess Dawson que había sido impe inen e y ino a da me
explicaciones.
Es oy muy con en a po que he conseguido un caballo pa a subi a la Gi alda. No
ha sido cosa ácil. Pe o oy a con a e la ies a de M s. Dawson, que iene mucha miga.
Hizo una pi ia eno me, aunque la co igió a iempo. Ton a no es, cla o que no.
El pic nic e a a es millas de la ciudad, al lado del ío, en un luga muy he moso.
Si alguna ez he sen ido no habe con inuado con mis clases de pin u a en la
Uni e sidad ue en onces, delan e de aquel paisaje. El ío aía poca agua, pe o e a
bas an e ancho. En la o illa con a ia había una en a que llamaban del Ce nijón, un
si io a donde an los asnochado es a bebe y pelea . También juegan a un depo e a o,
del que he oído habla agamen e, que llaman jume a. Se a a de a apa la jume a, que
debe de se una especie de balón.
M s. Dawson hizo un e o an g ande en el pic nic, que yo me pasé la a de
mue a de e güenza diciendo a odo el mundo que ella e a inglesa y yo ame icana y
que eníamos cos umb es y o ígenes dis in os. Es deci , que no nos con undie an.
Consis ió el e o en no lle a o a bebida que leche ía y limonadas. Los homb es
es aban pe plejos. Pe o de las consecuencias de ese inciden e ino el ene yo un caballo
pa a subi mañana a la o e de la ca ed al. Se me acumulan los ecue dos y quisie a
deci lo odo a un iempo. Ve ás lo que pasó.
Había más de ein a in i ados, que llega on en seis o sie e coches. La comida
es u o bien, de eso no engo nada que deci . Sólo que no había inos. Cuando yo se lo
dije a M s. Dawson, ella le an ó la na iz y dijo que e a una cues ión de p incipios.
—Yo la he is o a us ed oma ino en casa del ma qués —le dije.
Con esó que bebía una copa cuando la in i aban po que no le gus aba
desen ona y llama la a ención. Pe o no o ecía nunca ino a sus huéspedes. Los chicos
in i ados oma on la cosa con calma, aunque se cambiaban mi adas y palab as en oz
baja. T es o cua o de ellos hacían comen a ios con una especie de humo asesino. Yo
no podía menos de eí me. Que si al, que si cual, que si M s. Dawson nos había lle ado
a la o illa del ío pa a un caso de sed ap emian e y o as cosas.
Había algunas chicas se illanas que iban y enían con sus zapa os al os y sus
pasi os de gacela. Esos anda es de las españolas me pa ecen, como e dije, un poco
a eminados. La sob ina de M s. Dawson c ee, po el con a io, que los mo imien os de
las españolas cuando caminan son encan ado es, y que noso as las ame icanas andamos
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como soldados de in an e ía o como albañiles. Es un pun o de is a que he oído o as
eces y que no compa o.
Algunos chicos decidie on po in que que ían un poco de ino y p opusie on i
a busca lo a la Ven a del Ce nijón. Alguien habló de adea el ío. Dándose cuen a
en onces de su pi ia, Mis ess Dawson consul ó con su sob ina, y ella, que odo lo
a egla con los gi anos, dijo que ce ca había un campamen o de calés —así se llaman
ellos en e sí y a noso os nos llaman payos— y que enían bu os de alquile . En uno de
ellos o en dos podían pasa el ío a pie seco los que es u ie an más necesi ados de ino.
Sin deci de qué se a aba, la misma M s. Dawson p egun ó cuán os e an los que
que ían i a la en a. E an cua o chicos, una chica y yo. Seis. La escocesa y su sob ina
ue on al campamen o y pidie on un bu o de alquile . Come ió la buena seño a la
imp udencia de deci que el bu o enía que se la gui o, po que e a pa a seis pe sonas.
Hubie as is o ú al iejo gi ano mi ando a las dos muje es con ojos como ilos de
na aja.
El pob e homb e no acababa de c ee lo:
— ¿Dice u é zei, zeño a? La zeño a ze equi oca. Lo que buzca la zeño a e un
an ía.
M s. Dawson insis ía. Los gi anos le demos a on que no había un bu o an
la go y le p opusie on que alquila a dos. El gi ano más iejo la mi aba de eojo y decía a
o o más jo en que es aba a su lado: «Ez as zeño as zon laz que aen el malange de las
Cali o nias.» M s. Dawson, alzando la na iz, p egun ó
— ¿Qué es malange?
—Mal ahío, zeño a.
— ¿Qué es mal ahío?
—Mala zomb a, zeño a. Que zea la gui o, que e pa a zeis. Eza e una mane a de
zeñalá que ma di a zea mi a ma.
Yo ampoco en endí aquello, aunque más a de me lo explica on mis amigos en
la en a. Pa ece que los gi anos pueden ole a lo odo en la ida menos la al a de
g acia. La mala somb a es la al a de g acia. C een que cuando uno se conduce con
malange ae alguna o ma de desg acia. Y el gi ano mi aba sus bu os con e nu a.
No puedes imagina has a dónde M s. Dawson, como buena escocesa, puede se
acaña. No digo que no sea capaz de gene osidad en las cosas g andes. Pe o en las
pequeñas es ho ible. An es de gas a una lib a le da ca o ce uel as pa a con ence se de
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que no a a habe un solo penique mal empleado. En in, muy con a su olun ad
alquiló los bu os, y el gi ano mismo los ajo a la o illa donde es ábamos odos.
En onces yo le p egun é si enía caballos y él dijo que sí.
— ¿Quie e alquila me uno mañana?
— ¿Pa a cuán as pe sonas, po un cazual
—Pa a mí sola.
Y bajando la oz añadí: «Yo no soy del país de esa seño a.» Eso le anquilizó.
Pe o no habíamos e minado. El gi ano e a seco y laco y echaba al ededo mi adas
asesinas no sé po qué, Al in comp endí que buscaba con los ojos los ces os de las
bo ellas, y dijo que había mucha seque a en el ai e y que le cae ía bien un buchi o de
ino. Yo le dije que no lo había y que aquella seño a Dawson no enía más que leche o
limonada.
— ¿Ez án uz és en e mos? —p egun ó en se io.
Le dije que no, y él, no muy con encido, dijo: «Vaya, me aleg o an o.»
Vol imos a habla del caballo que yo necesi aba pa a el día siguien e.
— ¿Qué clase de caballo es el que puede us ed o ece me?—p egun é.
—El animali o e manzo como una bo ega de po á de Belén. Pe o dígame su
me sé. ¿Pa a qué lo quie e, zi no e incomodidá?
—Pa a subi a lo al o de la Gi alda.
—Seño a, ¿us é c ee que e animali o e una cigüeña?
En onces yo le expliqué que no se a aba de ola y que la o e iene po den o
una ampa de ie a en luga de escale as y que en iempos de Abde amán subían los
caballos has a el mina e e sin di icul ad. Yo ha ía lo mismo que hacían en iempos de
Abde amán. Yo sola.
— ¿Asmel amán e a an es de la gue a? —Sí, cla o.
— ¿E a eze señó de la amilia de us é, dicho zea zin a á?
—No. Eso pasó hace más de mil años.
El gi ano, eceloso, dijo que se in o ma ía sob e el piso de ie a apelmazada de
la Gi alda y me da ía su espues a.
Fuimos en dos bu os al o o lado del ío. Los chicos nos con ida on a
manzanilla, y una ho a después es ábamos de uel a. M s. Dawson había co egido su
al a muy bien y añadió con los bu os un oque pin o esco a la ies a. Ya es, Be sy,
que no soy injus a con ella.
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Cuando los chicos bebie on bas an e, nos dispusimos a ol e , y uno de ellos
dijo que que ía se mi caballe izo y que c uza ía el ío a pie lle ando a mi bu o del
onzal. Se habían ins alado cua o pe sonas encima del o o, y en el mío, yo sola con un
niño de dos años que me con ió una gi ana pa a que lo lle a a a su mad e, que es aba
p ecisamen e en el campamen o. Iba sen ada yo con el niño en la alda. Delan e, un
poco ma eado po el ino, mi caballe izo con el pan alón emangado y el agua a las
odillas. Los o os nos g i aban
—Pa ecéis la Sag ada Familia.
—Niños, no habléis de eso, que el animali o se a odilla.
Y e a e dad, po las i egula idades del lecho del ío. Es deci , no llegaba a
a odilla se, pe o hacía genu lexiones.
Po in, ol imos al lado de M s. Dawson. El gi ano se había en e ado de que yo
enía azón al habla de las ampas de ie a de la Gi alda. No enía incon enien e en
alquila me el caballo con dos condiciones. Me en ega ía el animal al pie de la o e y
allí espe a ía pa a ecoge lo cuando yo baja a. Además, no debía mon a lo nadie más
que yo. Me pidió diez pese as, y yo le p ome í quince, lo que pa eció escama un poco
al gi ano. Mañana se á la a en u a. Yo que ía se la única muje que ha subido a caballo
a lo al o de la Gi alda, al menos desde el iempo de los Abde amanes.
M s. Dawson decía que e a una ex a agancia de muje ame icana. Su sob ina
e i a habla de eso. Po en idia, cla o.
Pues bien, aquí me ienes. Soy una muje his ó ica, con «o», no con «e».
His ó ica (no his é ica, po a o ). El chico que hizo aye de caballe izo, y que me gus a
bas an e, ino a hace me o os; pe o desde abajo apenas si se e á la cabeza del caballo
asomada a lo al o. Que ía eni conmigo has a a iba el caballe izo, y yo no sabía qué
con es a le. P egun é a una amiga se illana, y me dijo que po nada del mundo acep a a,
y que si el chico insis ía, le dije a que pa a i a la o e conmigo enía que pasa an es
po la capilla. Seguí su consejo. El chico se puso blanco como el papel y no dijo nada.
Pa ece que me hace la co e ese chico, pe o como no es calé, mi omance con él
se ía poco p ác ico. El se quedó abajo y yo subí.
He hecho algo memo able. ¿No es he moso? ¿No es ás o gullosa de mí? Ve ás
cómo ue. Abajo, a la ho a señalada, es aban los dos gi anos con el caballo enjaezado.
Espe aban en el pa izuelo de pied a odeado de na anjos po donde se en a a la o e.
Tenía el caballo un cla el en la o eja izquie da. El gi ano decía
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—Aquí ze lo aigo más galán que el ey Zalomón.
Yo lle aba una alda de enis ce ada po el medio y mon é a caballo. En é en
las somb as del in e io de la o e emblando de emoción.
Oí la palmada que el gi ano le dio al ey Salomón en el anca. El animal subía un
poco ne ioso. Yo enía que inclina me hacia adelan e po que la ampa e a muy
empinada. Te digo la e dad, Be sy. Cuando calculé que es aba ya muy a iba, u e un
poco de miedo. Po algunas en anas mo as que se llaman ajimeces eía abajo la calle,
los na anjos pequeñi os y la gen e como pulgas, que iban y enían. Y ambién a mi
caballe izo, que es aba mi ando a lo al o como un payo. Aquellas uel as en la
oscu idad me ma eaban un poco. El nomb e de la o e —Gi alda— iene de eso. De
que hay que subi gi ando. A las o es pequeñas las llaman Gi aldillas. ¿No es
in e esan e?
Po in llegué a iba. El caballo, cubie o de sudo y acos umb ado a da uel as
en o no al eje de la o e, siguió dándolas al ededo del mina e e. Yo es aba
quemándome de o gullo po den o. ¡Qué he moso es hace algo g ande, Be sy! Allí yo,
a caballo, en lo al o de la o e, ozando con la cabeza las columnas del mina e e inal.
Diez siglos me con emplaban desde el cielo y mi caballe izo desde la ie a. Pe o ya e
he dicho an es que el caballe izo no es calé.
Los mu os es aban llenos de ma cas y nomb es. Había ambién un le e o en
inglés —eso me o endió— que decía: «Tim lo es Ma y.» Muy an iclimax. Pe o desde
la cima de mi conciencia his ó ica e digo la e dad: me sen í un se nue o y supe io .
En aquel momen o es aba lo ando en las nubes. E a como un ángel del medioe o, á abe
o judío, a caballo buscando mi luga en e las p incipalidades del cielo.
Me hab ía quedado allí odo el día, pe o mi caballe izo se impacien aba y me
dispuse a baja . No e a an ácil como subi . En cuan o el caballo en ó en aquel únel
descenden e u e la imp esión de que iba a cae po encima de las o ejas. En onces i é
de la ienda has a hace lo ladea se, y cuando es u o a a esado en la ampa, yo me di la
uel a en la silla y me sen é al e és. La cosa e a mejo , aunque un poco chocan e. Pe o
nadie nos eía. Y seguimos bajando, yo de espaldas a la cabeza del caballo e inclinada
sob e sus cua os ase os.
Salimos al pa izuelo de pied a donde espe aban los dos gi anos. Al e me, el
más iejo comenzó a deci maldiciones en e dien es. El o o me ayudó a baja . Pe o el
iejo iba y enia mu mu ando:
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—Ya zabía yo que a caballi o iba a paza le a gún desa ío. En mi ida no he
iz o una asaú a como es a de los que ienen de las Cali o nias. Unos piden un bu o
la go pa a zeis payos y o os mon an loz caballoz a e és. Ma di a sea la puen e de
T iana.
Yo le dije que no había o o modo de baja de la Gi alda a caballo y que el
mismo Abde amán bajó p obablemen e así. El gi ano hizo un ges o agónico y me
suplicó:
—No me lo mien e us é a zeñó A mel amán, zeño i a.
¿También debía ene mala somb a aquel nomb e? La e dad, a mí me gus an
los gi anos, pe o a eces me esul an demasiado peculia es.
Les di su dine o y salie on de p isa sin saluda ni ol e se a mi a me. En aquel
momen o en aba mi caballe izo y me in i ó a come en la Ven a del Ce nijón. Yo enía
hamb e. Mis a en u as me suelen da hamb e.
Fuimos allí y pasamos a un comedo independien e pa a noso os solos. Muy
cozy, de e as. Mi caballe izo salió a enca ga los inos. Se había qui ado la chaque a y
al deja la en una silla se le cayó un lib o que lle aba en el bolsillo. Lo ecogí y lo ab í.
No e a lib o, sino un cuade no de apas du as. Encon é esc i a en g andes ca ac e es la
ase: «Yo la quie o a us ed», en inglés, en ancés, en alemán, en i aliano, en g iego, en
holandés, en sueco y has a en uso. Al lado de cada ase enía la p onunciación oné ica
en español.
Mi caballe izo ol ió y yo le dije so p endida y eliz
— ¡Qué bueno! No sabía que us ed se in e esaba ambién en lenguas mode nas.
Al pa ece , somos compañe os.
El io el cuade no en mis manos y se puso como un cang ejo cocido. Ya e digo
que no en ende é nunca a es os españoles, po o a pa e an amables, an caballe osos y
co eses.
Se ubo izó mi caballe izo como un colegial. (En e pa én esis, he decidido
esc ibi mi esis sob e los gi anos, ya que el ema pe mi e el empleo a un iempo de
elemen os an opológicos, his ó icos y lingüís icos. ¿Qué e pa ece?)