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Das Verhalten des Herlden in Wolframs Willehalm - Ein Beitrag zum Verstandnis

Yemurai Chikwangura

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FACULDADE DE LETRAS UNIVERSIDADE DO PORTO Yemu ai Chikwangu a Disse ação de Mes ado em Es udos Alemães Das Ve hal en des Helden in Wol ams Willehalm - Ein Bei ag zum Ve s ändnis 2013 O ien ado : P o esso J. T. G een ield Coo ien ado : Classi icação: Ciclo de es udos: Disse ação/ ela ó io/ P oje o/IPP: Ve são de ini i a i Inhal s e zeichnis ............. ……………………………………………………………………i I. Einlei ung ..........................................................................................................................1 1.1 Fo schungss and ...........................................................................................................1 1.2 Me hodenansa z ............................................................................................................3 1.2.1. His o ische An h opologie ........................................................................................3 1.2.2 Men ali ä sgeschich e .................................................................................................4 1.2.3 S uk u de A bei .....................................................................................................6 II. Haup eil ..........................................................................................................................7 2.1 Willehalms En e bung...................................................................................................7 2.2 Das Ve hal en Willehalms in de e s en Schlach ..........................................................8 2.2.1 Die Rolle Willehalms o de Schlach .......................................................................8 2.2.2 Die Rolle Willehalms in de Schlach ....................................................................... 10 2.3 Das Ve hal en Willehalms nach de e s en Schlach .................................................... 11 2.3.1WillehalmundVi ianz’Tod .................................................................................... 11 2.3.2 Die Ehme eiz Szene ................................................................................................. 15 2.3.3 Die A o el Szene ...................................................................................................... 16 2.3.4 Gybu g und Willehalm (Liebesszene I) .................................................................... 20 2.3.5 Willehalm in Munleun ............................................................................................. 23 2.4 Gybu gs Ein luss au Willehalm o de zwei en Schlach .......................................... 32 2.4.1 Liebesszene II .......................................................................................................... 32 2.4.2 Schonungs ede ......................................................................................................... 33 2.5 Das Ve hal en Willehalms nach de zwei en Schlach ................................................. 38 2.5.1 Klage um Rennewa ................................................................................................ 38 2.5.2 Ma ibleiz Szene ...................................................................................................... 40 III. Schluss .......................................................................................................................... 47 IV Bibliog a ie .................................................................................................................... 52 1 } I. Einlei ung 1.1 Fo schungss and Das Ziel diese A bei is zu e klä en, wie man Willehalms Ve hal en e s ehen kann. In de Willehalm Fo schung is o disku ie wo den, wie man das Ve hal en des Helden in Wol ams g ossen K iegsepos beu eilen soll e: denn nach de e s en Schlach au Aliscanz ö e de Ch is en üh e einen weh losen Heiden und schläg ihm den Kop ab; doch nach de zwei en Schlach we den die Leichen de ge ö e en Heiden geschon und einige Heiden ei gelassen. Einige Fo sche sind de Meinung, dass Willehalms un e schiedliches Ve hal en eine Reak ion au äusse e Gegebenhei en is und manche kons a ie en deswegen keine Ve ände ung. Ande e Fo sche dagegen gehen da on aus, dass Willehalm sich du ch einen Le np ozess e ände ha . In diese A bei möch e ich de F age nach den G ünden ü eine Ve ände ung in Willehalms Ve hal en nachgehen. Das Ve hal en Willehalms in Wol am on Eschenbachs K iegsepos Willehalm is sei Beginn de akademischen Auseinande se zung mi diesem We k eines de wich igs en Themen de Fo schung. Die wissenscha liche Diskussion übe das Ve hal en des P o agonis en im Willehalm wi d on e schiedenen Fak o en beein luss , wobei die Ga ungs age zen al is . In de Willehalm Fo schung is ums i en, ob das K iegsepos Wol ams als „Chanson de ges e“, hö ische  Roman ode  Heiligenlegende gelesen we den soll. Da in diesen d ei Ga ungen Figu en und de en Ve hal en un e schiedlich da ges ell bzw. unk ionalisie we den, we den auch Ve ände ungen im Ve hal en nach A de Ga ung un e schiedlich gedeu e . In allen d ei Gen es gib es e schiedene Möglichkei en de Ve hal ensände ung des P o agonis en und e schiedene G ünde, wa um sie sich ände n. Die Mo i a ion ü Ve hal ensände ung und die E gebnisse de selben sind on Ga ung zu Ga ung un e schiedlich. Hinzu komm , dass die Willehalm Dich ung als F agmen be ach e wi d und diese F agmen age beein luss zusä zlich noch die Diskussion in de Fo schung. Im Folgenden wi d eine Übe sich übe diesen Fo schungss and gegeben. Da die Ga ungs age imme noch kon o e s disku ie wi d, bleib es imme noch ums i en, ob Willehalm sich e ände ode nich . Dahe bleib auch das P oblem de Ve hal ens e ände ung o en. Fo sche lesen Willehalm alsHeiligenlegende,als„Chansonde 2 ges e”ode alshö ischenRoman. 1 Fü ande e Fo sche ha Willehalm Bes and eile aus allen d ei Ga ungen und is nach BARTHEL (2008) und RUH (1974) ein ,opus mix um‘, eine Mischung aus e schiedenen Ga ungen. In de Fo schung, welche sich mi de Zugehö igkei des Willehalm Dich ung be ass , gib es also e schiedene Posi ionen. Die e s e Posi ion, die Willehalm als Heiligenlegende e s eh , beg ünde sich in dem P olog, in dem Wol am mi dem Gebe an die T ini ä an äng . Wol am be e zu Go , dami diese ihm e möglich , on einem K iege Willehalm zu e zählen. Willehalm wi d als Heilige bezeichne (4, 7-13). Diese Bezeichnung geh au die his o ische Figu Guillaume d’O ange aus de anzösischen Vo lage zu ück, de on de Ki che als Heilige e eh wu de. In de Dich ung gehö en das Ma y ium (48, 6 , 48, 28 - 30), de Ge uch de Heiligkei , wenn Mä y e s e ben (69, 12-15) und die Engelse scheinung (49, 1, 27) zu den Me kmalen eine Heiligenlegende. Jedoch is es nich kla , ob Willehalm ein heiliges Leben ge üh ha . Es bleib unkla , weil Willehalms Weg zu Heiligkei im Lau e de Dich ung nich besch ieben wi d. Da Willehalm kein olls ändige Tex is , is es schwe sein Ma y ium zu beu eilen. Diezwei ePosi ion e s eh dasWe kals„Chansondeges e“. Wol am ha  den S o  de  „Chanson de ges e“ on Ba aille d’Aliscans übe nommen und Willehalm geh au den his o ischen Guillaume d’O ange zu ück. In einigen S ellen is Wol am abe on de Ba aille d’Aliscans abgewichen. Die d i e Posi ion geh da on aus, dass Willehalm ein hö ische Roman is . In einem hö ischen Roman spiel Minne eine en scheidende Rolle in de Handlung, was ü Willehalm zu i . Auch ha Wol am Willehalm in eine ü den hö ischen Roman ypischen Fo m de Reimpaa e gesch ieben. ( gl. GREENFIELD/MIKLAUTSCH, 1998: 265). In Be ücksich igung des Obigen wi d übe leg , ob Willehalm sich e ände ode nich . Fo sche un e suchen das Ve hal en Willehalms on dem Zei punk an, an dem e on seinen El e n en e b wi d, bis zu dem Zei punk , an dem e am Ende des F agmen s Ma ibleiz den Au ag e eil , alle ge ö e en heidnischen Könige in ih Land zu ückzub ingen und ih en Ri en gemäß zu bes a en. 1 Einige Fo sche , z.B. SCHRÖDER (1960) gehen da on aus, dass Willehalm eine Heiligenlegende is , weil im P olog Willehalm als ein Heilige bezeichne wi d. Bumke ha Willehalm als Chanson de ges e gelesen. E geh da onaus,dassWillehalmsVe hal endu chgängig,si ua ionsbeding ‘is .E ha dieA o el-Szene mi de Ma ibleiz-Szene e glichenundmein ,dassWillehalmA o elge ö e ha ,weile wü endübe Vi ianz‘Tod wa und am Ende glücklich, weil e die Heiden besieg ha . Ande e Fo sche , z.B. KLOOCKE, KIENING, MERGELL, SCHÄFER-MAULBETSCH und SABEL lesen Willehalm als hö ischen Roman. SCHÄFER MAULBETSCH mein , weil Minne ein en scheidende Aspek de Handlung is , ode als„Chansondeges e“,weilWol amdenAliscans-S o als Vo lage benu z e. 3 So kommen BUMKE, (1959: 59 ), FRANCKE (1975: 47) und PRZYBILSKI (2000: 241) zu de Meinung, dass es keine Wandlung im Ve hal en Willehalms gib . Demgegenübe sind MERGELL, (1936: 176) und SCHÄFER MAULBETSCH, (1972: 713) de Au assung, dass Willehalm sich zu Ende de agmen a ischen Dich ung geände ha . Da Willehalm sich ande s e häl , indem e die Heiden nach ih en Si en zu bes a en e laub und die Leiche de ge ö e en Heidenkönige nich e s ümmel , was in de K euzzugsdich ung nich üblich wa , schließ sich die o liegende A bei le z e e Meinung an. Im Folgenden wi d sich die A bei mi de F age auseinande se z en, au welchen G undlagen die Ve ände ung Willehalms e klä ba is bzw. welche Anhal spunk e de Tex lie e , Willehalms Ve hal ensände ung zu e s ehen und wie diese Anhal spunk e einzuo dnen sind. Wei e hin we de ich den heo e ischen Ansa z de Tex analyse zu Bean wo ung diese F ages ellung he anziehen, da mi diese besonde s geeigne e scheinen, um die Ve hal ensände ung Willehalms zu e klä en. Als nächs es we den Me hoden da ges ell , die bei de Bean wo ung obige F agen hil eich sein könn en. 1.2 Me hodenansa z Zunächs soll de Rahmen abges eck we den, in dem sich die A bei bewegen wi d. Mi hil e de his o ischen An h opologie sowie de Men ali ä sgeschich e soll e such we den, die U sache on Willehalms Ve hal en zu e g ünden und dessen Ve ände ungen zu e klä en. 1.2.1. His o ische An h opologie Dadiehis o ischeAn h opologie„[...](den) Menschen mi seinem Handeln und Denken, Fühlen und Leiden in den Mi elpunk  de  his o ischen Analyse“ (VAN DÜLMEN, 2000: 5) s ell , wi d zue s da ges ell , wie Willehalm sich im his o ischen Kon ex im (12. / 13. Jah hunde ) benimm . Das Ve hal en Willehalms bezieh sich meh au die genann en Aspek e. Das Leid und das Fühlen Willehalms du ch die Dich ung hindu ch beein luss sein Handeln und sein Denken in e schiedenen Ums änden. Willehalm als ein Ri e und de Füh e eine ch is lichen Gesellscha muss die E wa ungen, die die hö ische Gesellscha an ihn s ell , e üllen und sein Ve hal en muss in die hö ischen O dnungen passen. Da um is es nach SÜSSMUTH wich ig„his o isch beding es und sich wandelndes menschliches Ve hal en in seinen indi iduellen und kollek i en Aus o mungen, in den in e ak i en Bezügen zwischen Indi iduumundGesellscha zue kennen“(SÜSSMUTH, 1984: 13). 4 Die his o ische An h opologie e such also deu lich zu machen, wie de Mensch du ch seine Umwel ge o m wi d und wie e au die Umwel eagie . Willehalm is in zwei e schiedenen Lebens äumen au gewachsen. E is in seinem Heima land g oß gewo den wo den und ha do seine Kindhei und Jugend e b ach . Nach seine En e bung zieh e ins Heidenland. Vo diesem Hin e g und ha Willehalm zwei e schiedene Sphä en, au die e sich beziehen kann. In Wol ams Willehalm geh es o allem um i e liche All agsgeschich e. Die Theo ie de his o ischen An h opologie be ass sich mi de Wi kung de inne en Mo i e au das äuße e Ve hal en, womi die Bewegg ünde des menschlichen Ve hal ens mi den Handlungen in Zusammenhang geb ach we den können. Die Theo ie de his o ischen An h opologie gib Ansä ze, das Ve hal en Willehalms im Rahmen seines kul u ellen Hin e g unds zu e s ehen. Sie hil da zus ellen, wie Willehalm sich im his o ischen Kon ex benimm . Au diese Weise wi d de Lese in die Lage e se z , das Ve hal en Willehalms, als das Ve hal en eines Menschen aus dem 12./13. Jah hunde , nach ollziehen zu können. Die his o ische An h opologie gib de Basis eine Kul u de Zei zu e s ehen und hil dabei die Ve ände ung in diese Kul u bzw. die Ve hal ensände ung Willehalms da zus ellen. Deshalb we den die Tex s ellen im Willehalm analysie , wo Willehalm sich ande s als de Vo s ellung de Zei de K euzzüge benimm . z.B s ell die his o ische An h opologie das Schonen und die unübliche Bes a ung de ge ö e en Heidenkönige am Ende des F agmen s Willehalms da und auch die Klage um einen Heiden Rennewa . Dami hil die his o ische An h opologie: „his o isch übe lage e Fo men menschliche  Kul u  au zuspü en, iel äl ige Lebensäuße ungen au zudecken, sich ideologiek i isch gegen s e eo ype Vo s ellungen on o gegebenen und kons an en Me kmalen menschliche An iebe, Eins ellungen und Ve hal ensweisen abzug enzen“ (SÜSSMUTH, 1984: 8). 1.2.2 Men ali ä sgeschich e Die Men ali ä sgeschich e konzen ie sich au „diebewuss enundbesonde sdieunbewuss en Lei linien, nach denen Menschen in epochen ypische Weise Vo s ellungen en wickeln, nach denen sie emp inden, nach denen sie handeln. Sie ag nach dem sozialen Wissen bes imm e his o ische Kollek i e und un e such den Wandel on Kogni ionsweisen und Vo s ellungswel en, die jeweils his o isches Sein au in e subjek i e Ebene p ägen“(DINZELBACHER, 2008: ix). 5 Das Ve hal en Willehalms wi d in Bezug au die Denkweise de Gesellscha des 12/13. Jah hunde s analysie . Die Handlungen Willehalms in de Dich ung we den en sp echend de Vo s ellungen ode We o s ellungen seine Zei bzw. de Men ali ä seine Mi menschen da zus ellen sein. Die Men ali ä sgeschich e konzen ie sich au inne e P ozesse und au die Selbs e lexion des Menschen. Somi e üg diese heo e ische Ansa z übe ein Po enzial, Willehalms wechselndes Ve hal en zu besch eiben. Indem die Men ali ä sgeschich e Selbs e lexion eines Menschen da zus ellen e hil , kann sie auch Ve ände ungen im Ve hal en e assen, die au g und de Selbs e lexion en s ehen. Es is schwie ig, eine eindeu ige Tex s elle zu inden, wo Willehalm Übe legungen ans ell ode inne e Monologe im Zusammenhang mi seinem Ve hal en üh , anhand de e man seine Ve ände ung beu eilen könn e. Es könn e sein, dass als Willehalm A o el ö e und am Ende des F agmen s Ma ibleiz und den To en F eihei schenk s a die To en zu e s ümmeln, ha e e lek ie und beme k , dass es seh unmenschlich wa , wie e A o el ge ö e ha und mi hil e de Schonungs ede seine F au ha e sich am Ende den Heiden gegenübe ande s benommen. Die his o ische An h opologie und die Men ali ä sgeschich e e klä en also aus un e schiedlichen Pe spek i en das Ve hal en eines Menschen anhand de Kul u und des Denkens seine Zei . Sie e klä en, welches Menschenbild in eine Gesellscha und de dazu gehö enden Li e a u o handen wa . Au diesem Hin e g und wi d es dann auch möglich, abweichendes und sich e ände ndes Ve hal en eines Menschen wah zunehmen. Mi den oben genann en Theo ien wi d das Benehmen Willehalms deu lich gemach , sowie die Ände ung in seine Ve hal ensweise. Anhand meine Tex analyse soll insbesonde e das Ve hal en Willehalms nach de e s en Schlach e anschaulich we den, wo e Ehme eiz, den Sohn seine F au e schon , abe gleich da au A o el, den Onkel seine F au, ö e . Wa um ha Willehalm Ehme eiz nich ge ö e , abe A o el? Man kann in diesen Szenen die Einhal ung zweie P inzipien es s ellen, einmal den Schu z seine Sippe s. de Liebe seine F au und zwei ens die No wendigkei de Blu ache. Mi de his o ischen An h opologie wi d de Schu z de Sippe sich ba gemach : Als Willehalm A o el ö e e, wa es seine P lich , wenn man die hö ischen Kon en ionen in Be ach zieh . Wenn diese Szene mi de Ma ibleiz-Szene e glichen wi d, dann wi d Willehalms Ve hal ensände ung sich ba . Was is ande s an Willehalms Ve hal en? Die Men ali ä sgeschich e hil zu e s ehen, wieso diese Ve ände ung des Ve hal ens une wa e is . 6 1.2.3 S uk u de A bei In diese A bei we den Tex s ellen analysie , in denen Willehalm bei g undlegend gleiche bzw. ähnliche Si ua ion s a k oneinande abweichende Ve hal ensweisen an den Tag leg . Die Geschich e de En e bung soll als Ausgangspunk ü Willehalms Ve hal en in de Dich ung genommen we den. Die En e bungsgeschich e wi d sein Ve häl nis zu seine Familie und sein Ve hal en ih gegenübe zeigen. Da au hin soll das Ve hal en Willehalms in de e s en Schlach undseineRolle in Bezugau Vi ianz’Todbesch iebenund analysie we den. Danach wi d das Ve hal en Willehalms nach de e s en Schlach un e such , dadu ch wi d die Rolle Willehalms in Bezug au  Vi ianz’ Tod da ges ell  und e läu e . Die He o hebungdesTodesVi ianz’undseinMa y iumwi daus üh lichin e p e ie , da es die Bewegg ünde ü Willehalms Handlungsweise im Lau e de Dich ung is . Hinzukommend wi d das Ve hal en Willehalms nähe e klä , wobei insbesonde e die Ehme eiz Szene, die A o el-Szene sowie die Liebesszenen und Willehalms Ve hal en am Ho in Munleun geschilde we den. Somi soll ein Ve gleich zu Willehalms Ve hal en nach de zwei en Schlach e möglich we den. Als Vo be ei ung de zwei en Schlach wi d die Schonungs ede Gybu gs und die zwei e Liebesszene he angezogen, um zu e mi eln, ob sie Willehalms Ve hal en nach de zwei en Schlach beein lussen. Das Ve hal en Willehalms nach de zwei en Schlach wi d un e such , um zu klä en, ob man a sächlich on eine Ve hal ensände ung in Willehalm sp echen kann. Hie zu we den die Klage um Rennewa und die Ma ibleiz-Szene in Be ach gezogen. 7 II. Haup eil 2.1 Willehalms En e bung Aus de Vo geschich e in Wol ams Willehalm le n man, dass Willehalm gemeinsam mi seinen B üde n en e b wu de: on Na bon de g a e Heim ich alle sine süne e s iez, daz e in bü ge noch huobe liez, noch de e de dehein sin ichei (5, 16 - 19). Diese En e bungsgeschich e hil dem Lese zu e s ehen, wa um und wieso ein Kamp im Willehalm s a inde , und gib Au schluss übe die G undlage ü Willehalms Ve hal en. Du ch die En e bung und de da au olgende Weg in heidnische Lände e möglichen es Willehalm eine ande e Kul u und Sp ache kennenzule nen, wodu ch es übe haup e s zu En üh ung eine heidnischen F au du ch ihn komm . Die Geschich e e deu lich , dass das Ve häl nis zwischen Willehalm und seinen Ve wand en ges ö is . Die En e bung wi d als die U sache ü Willehalms Ve hal en in Munleun und ü den Kamp zwischen Willehalm und seinem B ude da ges ell . Die Beziehung zu seine Ve wand scha is dahe wich ig ü das Ve s ändnis on Willehalms Ve hal en. Willehalm und seine B üde be inden sich in eine schwie igen Lage, in de ih e i e liche Eh e und ih e S ellung in de Sippe he ausge o de sind. Willehalm als de E s gebo ene wä e de Haup e be gewesen, wenn e nich en e b wo den wä e. Dass e en e b wu de, i ihn dahe hä e als seine B üde . E muss ü eine S ellung in de Sippe und um seine Eh e kämp en, die e in de Ve wand scha au s Neue du chse zen muss. Als Folge wi d Willehalm „zu einem Leben olle  Gewal  und K ieg gezwungen“ (PRZYBILSKI, 2000: 236). Die En e bung ha Willehalm die Möglichkei gegeben, in heidnische Lände zu gehen, um Ruhm und Eh e zu e we ben. Dadu ch ha e die Liebe A abels / Gybu gs gewonnen und das Land Tybal s belage , genau wie es sein Va e ihm und seinen B üde n o ausgesag ha e. De E zähle be on : e ba sine süne ke en - und selbe i ichei me en - in diu lan swa si möh en (5, 25 - 27). Hie mi ha de Va e , Heim ich on Na bonne, seinen Söhne den Au ag zu E obe ung on Reich ung und Eh e e eil und Willehalm zieh ins Land Tybal s.. Die 14 Diese Besch eibung weis au die ,na ü liche’ Ausd ucksweise de T aue Willehalms hin ( gl. KOCH, 2006: 110) und auch das inne e Leid Willehalms, das du ch das ausge ockne e He z bezeichne is . De Schme zübe Vi ianz’Todwa sog oß,dasse nich  meh weinen konn e. Willehalm e such , die Leiche Vi ianz zum Ho zu b ingen, dami e selbs und die ande en Ch is en Vi ianz ans ändig bee digen könn en. Das wa seine einzige Möglichkei , seine iuwe de Leiche Vi ianz gegenübe zu zeigen. Abe e i au Heiden und muss die Leiche au den Boden we en, um sich gegen die Heiden zu e eidigen. Sein Plan is somi nich e üll wo den und das e u sach bei ihm Zo n: sin iuwe gebo und hiez, sime ne en die nah e wache e, des sin he ze dicke e k ache e. Alsus ach e ob um die nah . (70,28 - 71,1) T o z allem bewach e die Vi ianz Leiche die ganze Nach hindu ch, was zeig , wie ie au ig e wa . Auch woll e e die Leiche nich im Kamp lassen. Somi ha Willehalm, wie KOCH (2006: 110) es da leg , die „Ve wand scha liche P lich  und den ch is lichen Au ag de To enso ge“ausge üh . Willehalm ha Schuld au sich geladen, in dem e Vi ianz so jung zu Ri e scha geschlagen ha , und de nun o is : diu schulde is on eh e min: du h waz uo ich ein kindelin gein s a ken wiganden uzalde heidenlanden?’ (67, 27 - 30) E hä e au Vi ianz besse au passen sollen. „Willehalms Bewuss sein de  schul gegenübe seinem Ve wand en esul ie ielmeh aus de Einsich in die Mißach ung des sozialen und ech lichen S a us’ des noch unmündigen kin , aus de Ve le zung seine Ve wand scha sp lich “(PRZYBILSKI, 2000: 173). Willehalm glaub , seine Ve wand scha sp lich Vi ianz gegenübe nich e üll zu haben. E beschließ dahe , sich an den Heiden zu ächen ( gl. GREENFIELD/MIKLAUTSCH, 1998: 2002). Rache auszuüben be i die Men ali ä de Gesellscha in 12. /13. Jah hunde s indem man sich an seinen Gegne ächen soll ( gl. BUMKE, 2004: 285, GREENFIELD, 2011: 114), und in diesem Fall e üll Willehalm seine Ve wand scha sp lich , weil Vi ianz sein Ne e is . 15 Du ch die He o hebung des Todes Vi ianz' ück Wol am die e wand scha lichen Beziehungen in den Vo de g und. Dies zeig zwei elsohne die Bedeu samkei de Ve wand scha im We k und o allem ü Willehalm. Dies is de G und, wa um e unbeding Vi ianz’ Tod ächen will. Abe als e Ehme eiz, den Sohn A abels / Gybu gs i , ö e e diesen nich . An diesem Punk wi d es no wendig, das Ve hal en Willehalms besonde s so g äl ig zu übe p ü en. 2.3.2 Die Ehme eiz Szene Als Willehalm zum Ho in O ansche un e wegs is , begegnen ihm ün zehn heidnische Könige. Un e ihnen be inde sich auch Ehme eiz, de Sohn A abels / Gybu gs, de ihn zu beleidigen beginn : ‘ei waz du las e s has ge an an mine muo e al den go en! din zuobe nams uz i gebo en, und minem a e Tybal . da umbe Te mis wi ge al und al diu k is enhei du h i en. du has ze lange alhie gebi en: mi ode gil e nu din lip daz ie so wiplichez wip du h dich zeb ach unse e. daz uo al minem gesleh e we. ich enschil i nih , diu mich geba , ob ich de züh e wil nemen wa ; doch ag ich imme gein i haz. mi s üende diu k one al des e baz, he ez A abel nih e wo h : dazha minschamsi dickee o h .’ (75, 4 - 20) Wie de Rede zu en nehmen is , is Ehme eiz wü end, weil e Willehalm ü den K ieg e an wo lich mach . Ehme eiz mein , dass Willehalm seine Mu e bezaube ha und deswegen hä e sie ih en Va e Tybal und das Heiden um e lassen. Ehme eiz d oh Willehalm, diese Schuld mi dem Tod bezahlen zu müssen. Willehalm ha sieben de heidnischen Königen ge ö e und die ande en e wunde , abe au die Beleidigungen und He aus o de ungenEhme eiz’ eagie e nich undkämp nich einmalgegenihn.Manhä e auch e wa e , dass Willehalms zo nig au die Beleidigung Ehme eiz eagie hä e, abe dies is nich de Fall. Das Ve hal en Willehalms weich hie on den E wa ungen ab. PRIETZEL (2006: 43) mein , dass es im Mi elal e üblich wa , o dem Kamp den Gegne zu e spo en. De Ve spo e e muss e da au eagie en, sons e lo e sein Ansehen 16 o seinen Leu en. Abe Willehalm eagie nich au diese P o oka ion. In diesem Sinne benimm sich Willehalm une wa e , was in Bezug au seine Mi menschen agwü dig is . In den olgenden Abschni en sollen mögliche G ünde gegeben we den, wa um Willehalm nich gegen Ehme eiz kämp . Willehalm will Ehme eiz nich ö en, weil jene noch seh jung is . E will jemanden ö en, de ihm ebenbü ig is , dami e sich so ü Vi ianz’ Tod ächen kann. FUCHS (1997: S.301) e i dieseThese,denne sag ,dassWillehalmeinen„hochges ell en[...]Gegne “ b auche, um seine Rache auszuüben. Es wi d nich gesag , wie al Ehme eiz gewesen sein könn e, abe siche lich wa Ehme eiz iel jünge als Willehalm. Auch ha Willehalm nich gegen Ehme eiz kämp en wollen, weil diese mi Gybu g e wand is und Willehalm Gybu g lieb . daz bluo in du h die inge loz allen, wan Gybu ge sun: dem enwol e da nih uon. daz enliez e du h in selben nih : Gybu ge diz mæ e des ides gih , (74, 26 - 30) T o z des Ums andes, dass Ehme eiz de Sohn A abels / Gybu gs wa , schein es „logisch“zusein,wennWillehalmgegenjemandemde äl e alsEhme eizis ,kämp .E  woll e mi jemandem kämp en, mi dem e sich messen konn e. Es äll au , dass Willehalm in diese Si ua ion a sächlich seine Ge ühle kon ollie en kann. Sein Ge ühl sag ihm, dass e Ehme eiz nich ö en kann. Und so ha e die Ve wand scha sbindungen übe sein eigenes Ansehen gese z . Es könn e so aussehen, als ob Willehalm nach de e s en Schlach und nach dem Tod seines Ne en in de Lage is , seinen Zo n zu behe schen, um dadu ch einen po enziellen Ve wand enmo d zu e meiden. Wie sich jedoch in de anschließende Begegnung mi dem Onkel Gybu gs, A o el, zeigen wi d, is das Ve hal en des Ch is en üh e s als wechselha zu bezeichnen. Au die A o els Szene soll je z eingegangen we den. Auch in diese Szene zeig sich, dass die Ve wand scha in Willehalm wich ig ü das Ve hal en Willehalms is . 2.3.3 Die A o el Szene Willehalm kann sich seinen Rachewunsch in diese Szene e üllen, indem e den heidnischen König A o el ö e (81, 12 ). A o el bie e Willehalm Lösegeld, Ele an en und Gold an, abe 17 Willehalm lehn alles ab, denn das einzige, was e sich wünsch , is , in diese Begegnung den Tod Vi ianz' zu ächen. ‘du ga nes al min he zese , und daz din b uode Te ame minebes enmagee œ e ha , und daz din hel ecliche a da bi so olleclichen was. ob allez gebi ge Koukesas dine han ze geben zæme, daz gol ich ga nih næme, dune gul es mine mage mi des odeswage.’(80, 17 - 26) Zu diese Rede on Willehalm is zu beme ken, dass e zo nig wa , weil ein Blu s e wand e on ihm, nämlich Vi ianz, on den Heiden ge ö e wo den wa . A o el woll e ihn du ch sein Angebo besän igen. Das abe konn e Willehalm nich zulassen, da e seine P lich zu e üllen ha e, die da in lag, A o el zu ö en. Willehalm weis A o el da au hin, dass sein B ude Te ame die bes en on seinen (Willehalms) Kämp e n und Blu s e wand en ge ö e ha . So soll auch A o el den Tod inden, weil e eine de bes en Kämp e und de B ude on Te ame is . A o el möch e, dass Willehalm einen ande en zum Tö en inde und ihm sein Leben e hal en bleib . Abe Willehalm is dami nich ein e s anden, denn e ha das Ge ühl, in A o el das ich ige Op e ü seine Rache ge unden zu haben. In diese Si ua ion is Willehalms Lus au Rache seh g oß. Willehalm ö e hie also nich aus Selbs e eidigung, wie im Falle de Ehme eiz Szene, in de e einige heidnische Könige ge ö e und ande e e wunde ha e, sonde n hie ö e e allein, weil e den Tod seines gelieb en Vi ianz ächen will und muss. Auch ö e e au g ausame Weise, indem e A o el nämlich den Kop abschläg : A o el wa alda e slagen. swaz ha nasches und zimie de an an im des ma c a en han , daz wa il ga on im gezogen und dez hoube sin ü unbe ogen balde ab im geswenke (81, 12 - 17). Wie das Rolandslied auch zeig , wa zu jene Zei und in dem Glaubensk ieg die g ausame Tö ung de Heiden üblich, weil sie nich als Menschen be ach e wu den. De E zähle kommen ie diese A des Tö ens nich , sonde n sag nu , dass A o els ein g oße Ve lus de Minne is , was die Ch is en auen beklagen könn en. 18 Abe Willehalm ö e nich nu , e aub auch A o els Rüs ung. de ma c a e ninde loch, e daz e on im selben zoch ha nasch daz e e he e an: ein bezze z daz de o e man gein im ze s i e b ah e, balde e des gedah e, mi zimie de lei e z an den lip (81, 23 - 29). Willehalms Handeln in diese Si ua ion wi d wich ig ü eine Analyse seines Ve hal ens sein. Willehalm ha keine Ge olgsleu e, abe e woll e unbeding zum Ho in O ansche zu ückkeh en. Da e un e wegs iele Heiden e en könn e, wa e sich nich siche , ob e gegen alle we de kämp en können, ohne ihn das Leben zu e lie en. Die Rüs ung A o els wa die einzige Möglichkei , schnell an den Ho zu ückkeh en zu können. Es wi d nich gesag , ob Willehalm wü end wu de, als Ehme eiz ihn beleidig e. Abe als e A o el ö e , is e olle Wu . Hie zeig sich deu lich, dass Willehalm, wie be ei s e mu e , nich daue nd zo nig is und sich danach sehn , Rache auszuüben, wenn e gegen die Heiden kämp . Mi wem e kämp en will und wen e zu ö en gedenk , übe leg e g ündlich und seh bewuss . Willehalm zeig deu lich, dass e ein selbs s ändiges Ve s ändnis om K euzzug ha : s a alle Heiden zu ö en, wähl e un e den Heiden die aus, die e e schonen will. Das Land de Ch is en wi d on den Heiden belage , das Ch is en um is s a k bed oh und iele Ch is en sind in diesen Kamp be ei s ge ö e wo den. Willehalm is allein und will so schnell wie möglich zu ück zum Ho . Dami ihm das geling , ha e sich eine Täuschung ausgedach , ü de en Umse zung e die Rüs ung A o els anziehen muss. In A o els Rüs ung wi d e schnelle an den Ho in O ange kommen und nich on den Heiden nich au gehal en we den. Die Lis is pe ek , weil e au g und seines e gangenen Au en hal s in heidnischen Lände n soga die heidnische Sp ache sp echen kann. De E zähle kommen ie die Lis wie olg : de ma c a e eine küns e p lac, daz sin mun wol heidensch sp ach. sin schil was heidensch den man da sach, sin o s was heidnisch daz e ei , al siniu wapenlichiu klei ge uo uz de heiden lan . Willelm de wigan gein al den s o jen ke e (83, 18 - 25). 19 So können die Heiden ihn au keinen Fall ü einen Ch is en hal en. Mi diese Lis geling es Willehalm, schnell zum Ho zu ückzukeh en. SCHRÖDER (1974: 222; gl. S. 220 - 224) mein , dass Willehalm A o el mi de Absich ge ö e ha , seine Rüs ung zu nehmen und siche lichha ee auchdieAbsich ,dies„nich schon o demKamp [zu e a en].“Sein üge isches Ve hal en, sich o den Heiden zu e heimlichen, zeig , wie spon an Willehalm denken und handeln kann, wenn eine Lösung ü ein P oblem schnell ge unden we den muss. Willehalm be ach e die Tö ung A o els als eine No wendigkei . Einige Fo sche hingegen behaup en, dass du ch diese Tö ung Willehalm eine Sünde begeh . Fuchs is de Au assung, dass Willehalm nich  aus ,blinde  Wu ‘ A o el ge ö e  ha , sonde n dass e  wuss e, dass A o el Gybu gs Onkel wa . E ha ihn also mi Absich umgeb ach ( gl. FUCHS, 1997: 301). SCHRÖDER (1974: 222) is de Au assung, dass die Tö ung A o els nich nu als eine Aussch ei unggesehenwe denkann,sonde nauchals,Hin ich ung‘ - „kal blü igund mi  Vo sa z.“ MERGELL (1936: 136) e gleich dieses E eignis mi Pa zi als un i e liche Tö ung I he s, die als Sünde be ach e wi d: So, schließ e , müss e die Tö ung A o els auch als eine Sünde be ach e we den. Die A und Weise wie Willehalm A o el ö e , zeig nu wie wü end Willehalm wa , wegen des Angebo s A o els und o allem wegen des Todes on Vi ianz. Fü Willehalm wa es un o s ellba eine A on Bes echung on A o el in Tausch ü denTodVi ianz’anzunehmen,dahe is dieTö ungA o elsno wendig. Es is dabei wich ig, das Ve hal en Willehalms zu e s ehen: Willehalm is de Füh e de Ch is en im Kamp und soll e seinen Ne en Vi ianz beschü zen. Nach dem Tod seines Ne en e lang die Ve wand scha sbindung on ihm, dass e Rache ausüben muss. Denn es wä e eine Ve le zung de hö ischen Kon en ionen gewesen, wenn Willehalm A o els Angebo angenommen und die e sp ochenen Schä ze angenommen hä e ( gl. FRANCKE, 1975: 40). Willehalm muss e seine P lich e üllen 3 undnachde „ e wand scha lichenLogik,“ die im hö ischen Epos zu inden is , wa A o el das ich ige Op e  ü WillehalmsZo n:„das Op e de Rache ü den Tod de Ve wand en muss den konk e en Ve wand ens a us besi zen, umdieTodeswaagede RacheimGleichgewich zuhal en“(PRZYBILSKI, 2000: 226). Folg man PRZYBILSKI, muss Willehalm A o el ö en, denn Halzebie ha Vi ianz e schlagen und Halzebie is de Schwes e sohn onA o el.DaWillehalmVi ianz’Mu e b ude is ,musse  sich an Halzebie s Mu e b ude A o el ächen. 3 RUSHING, 1995: 482, FRANCKE, 1975: 40. GREENFIELD, 2002: 74 . GREENFIELD, 1991: 60, 209. 20 Wenn Willehalm A o els Angebo s ablehn , s ell e un e Beweis, dass ihm Ve wand scha wich ige als Reich um is , denn de Tod eines Ve wand en wi d mi dem Angebo nich ausgeglichen: daz gol ich ga nih næme, dune gul es mine mage mi des odeswage.’ (80, 24 - 26). Das Angebo des heidnischen Onkels seine F au wi d den Tod seines ch is lichen Ne en Vi ianz’ nich au wiegen können. Das hö ische Publikum emp and Willehalms Zo n somi ge ech e ig und be ach e e seine Blu ache als no wendig ( gl. GREENFIELD, 2011: 114, BUMKE, 2004: 285). Willehalm s ell sich seine Ve an wo ung als de An üh e und Ve e e de Ch is en, die on ihm e lang , A o el zu ö en. „In Anbe ach  de  on Willehalm gelie e en aus üh lichen Re lexionen und Legi imie ung seines Ve hal ens wä e es alsch, die Tö ung A o els als Rück all in a chaisch-he oisches Ve hal en zu be ach en. Es is ielmeh als e lek ie es Ve hal en eines Ch is en zu assen, de nich in F eude am Kamp ,sonde ninBewuss seindesNo wendigenhandel “(BARTHEL, 2008: 233). BARTHEL deu e den Racheak als legi im und no wendig. Weil Willehalm Ehme eiz schon und A o el, den Onkel on Gybu g, abe ö e , könn e man sagen, e lege hie ein wechselha es Ve hal en an den Tag. Ehme eiz is iel zu jung, als dass es Sinn machen wü de, ihn zu ö en; A o el is de Rich ige, an dem es sich lohn , Rache zu ollziehen. Willehalm beu eil also die Lage jeweils indi iduell und handel dann bewuss und en schieden, wen e zu ö en und wen e zu schonen gedenk . Diese Face en seines Ve hal ens könn en als eine Ve ände ung in seinem Ve hal en e s anden we den. 2.3.4 Gybu g und Willehalm (Liebesszene I) Die A abel / Gybu g Figu is zen al in de Willehalm Dich ung, denn sie beein luss die Handlung au e schiedenen Ebenen. De Bewegg und ü den e s en Kamp is die Beziehung Willehalms zu Gybu g, ih e Fluch ins Ch is enland und ih e Bekeh ung zum Ch is en um. Abe Gybu gs Bedeu ung lieg auch da in, dass sie Willehalms Ve hal en s a k beein luss . Indem Willehalm ü die Ve eidigung des Ch is en ums kämp , kämp e o allem ü seine F au. Vo allem on Bedeu ung in diese Beziehung sind die zwei Liebesszenen, in denen es o ensich lich wi d, 21 dass Willehalm nach liebe ollen Zusammenkün en mi seine F au seine Ve hal ungsweise ände bzw. ih e Vo schläge e ns nimm : Das passie nach de e s en Schlach und auch o de zwei en Schlach . So wi d Gybu gs Schonungs ede Willehalms Ve hal en am Ende de zwei en Schlach beein lussen. Willehalm e häl sich in diese Si ua ion une wa e , indem e den Heiden die F eihei schenk . Im Folgenden soll au Gybu gs Ein luss au Willehalm eingegangen we den. Die Liebesszene nach de e s en Schlach spiel eine bedeu ende Rolle ü das Ve hal en on Willehalm. Die Liebesszene wi k wie ein Gegenpol zu Vi ianz’ Tod und zu Tö ung A o els. Es zeig sich da übe hinaus eine S eige ung in Willehalms Ge ühlen. Du ch den Liebesak bekomm Willehalm die K a und die Eingebung, nach Munleun zu gehen, um seine Ve wand en um Hil e zu bi en. E ag Gybu g, ob es ich ig sei , nach Munleun zu gehen. ouwe, nu sol du sagen mi belibens ode i ens a : dingebo ie wede zha .’ (103, 6 - 8) Das Ve auen und die Liebe Willehalms zu seine F au we den hie ausd ücklich gezeig , o allem auch dann, wenn Willehalm die An wo Gybu gs e ns nimm : Gybu csp ach‘dineineshan mac on al de heiden lan den liu en nih ges i en: du muos nach hel e i en. on Rome oys Lawis und dine mage sulen i p is (103, 9 - 15) Gybu g emp iehl Willehalm nach Munleun zu gehen, da das heidnische He zu g oß ü Willehalm is , um allein dagegen zu kämp en. Gybu g be on die Wich igkei de Sippe Willehalms, indem sie be on , dass die Ve wand e Willehalms die he o agende Leis ung im Kamp gegen die Heiden zeigen soll. Willehalm ha dadu ch gezeig , dass Gybu g eine gleichbedeu ende Pa ne in ü ihn is ( gl. BARTHEL, 2008: 235). Diese Ak ha abe nich nu Ein luss au Willehalm, sonde n auch au Gybu g. Wäh end sich ü Willehalm die K a e neue , gegen die Heiden zu kämp en, ühl sich Gybu g du ch die Hil e seine Ve wand en in de Lage, die S ad O ansche gegen die Feinde zu e eidigen. Die Mo i a ion, nach Munleun zu gehen, wi d du ch das T euegelöbnis e s ä k , das die beiden einande gegeben haben. Sie haben sich gegensei ig e siche , dass es sich lohn , sich ü ih e Liebe Mühe zu geben. ( gl. 104, 15 ). Um die S ä ke und G öße de Liebe 22 Gybu gs und Willehalms zu zeigen, besch eib de E zähle , dass die beide ih e He zen ge ausch haben. Du ch diesen symbolischen, He z ausch is die Einmü igkei de beiden gezeig und ih Zusammenschluss deu lich: beide e beleip und ei : in selben hin uoc Vola in, Gybu c behiel daz he ze sin. ouch uo i he ze u allen wegen mi im: we sol O angis p legen? de wehsel eh e was ge um : i he ze hin ze iunden kum , sin he ze sol sich ienden we n, Gybu ge o un os e ne n. nu sol i he ze sen e han: do was in beiden u en lan. (109, 6 - 16) Du ch diesen Aus ausch besi z Gybu g nun das ap e e Männe he z 4 ( gl. GRENZLER, 1992: 55) und Willehalm das eue F auenhe z. Die iuwe Willehalms zeig sich da in, dass e nu Wasse und B o ü seine Hin- und Rück eise nach Munleun mi genommen ha (Leidenaskese: BUMKE 1959:113 ). Gybu g wi d als eine heilb ingende F au da ges ell , die ih en Mann e so g und du ch ih e Liebe den Schme z ih es Mannes linde . De E zähle be on das: ich wæne do ninde swæ e / den ma c a en schuz noch slac (100, 18 - 19). Diese eheliche Liebe wi d als eine Be einigung alle Schäden im Kamp da ges ell . Die T aue und das Leid Willehalms we den on de Liebe Gybu gs gedeck und lösen sich in diesem Momen au . KIENING is  de  Au assung, dass „du ch die P lege de  äuße en und inne en Wunden des Ma kg a en [...] Gybu g Züge de Heilb inge in [e häl ] ( gl. KIENING, 1991: 172). Du ch ih e Liebe ha Gybu g Willehalms äuße e wie auch seine inne en Wunden bzw. seinen seelischen Schme z geheil . Willehalm ha in diesem Momen sein Leid und Schme z e gessen. De Höhepunk diese Liebesszene zeig sich, als Willehalm keine k iege ischen Ge ühlen zeig , sonde n wah ha e Liebe. si ielen san e an allez haz on palma u ein ma az: al sen e was ouch diu künegin, eh als ein jungez genselin an dem ang i e linde (100, 9 - 13). 4 GRENZLER mein , dass Gybu gs K a , den Ho in O ansche zu e eidigen, als Willehalm nach Munleun wegge i en is , du ch dieses ap e e He z Willehalm zus ande komm . Ohne dieses wä e es ih unmöglich gewesen. 23 Es is deu lich, dass Gybu gs Liebe in Willehalm bewi k , seine Wunden und seine Si ua ion im Kamp momen an zu e gessen. Nach diesem Höhe- und zugleich Wendepunk mach sich Willehalm au den Weg nach Munleun au und nach de Liebesszene und mi Gybu gs Ein e s ändnis, nach Munleun zu gehen, um Hil e zu Be eiung de S ad O ansche zu e bi en, ei e Willehalm los. 2.3.5 Willehalm in Munleun Zunächs soll Willehalms Weg nach Munleun nähe besp ochen we den, da eine Diskussion diese Reise ü das Ve s ändnis seines Ve hal ens in Munleun bedeu end is . Von O ansche aus e eich Willehalm O lens, wo e einen Zöllne ö e (113, 29), de on ihm zu Un ech Zoll e lang . Willehalms Zo n, de ihn dazu b ing , den Zöllne umzub ingen, kann mi seine Si ua ion in O ansche, wo sein Land belage wi d, e klä we den. Im Vo aus mach e de E zähle au die Si ua ion Willehalms au me ksam: E denk an seine F au, als e nu B o und Wasse zu sich nimm und in eine Hü e o dem G aben übe nach e . Das e inne ihn an das Ve sp echen, das sie sich gegensei ig gegeben haben: nih wan wazze und b o im selbem e ze spise nam. sin eude was an k e en lam (112, 18 - 20). Willehalm wa bed ück , dass e seine F au allein am Ho gelassen ha . Deshalb will e schnell, Munleun e eichen. E ha es also eilig, do hin zu kommen, um seine Ve wand en um Hil e bi en zu können. Sie sollen ihm hel en, die Belage ung zum Ende zu b ingen und da zähl jede Minu e. E ha also keine Zei zu e lie en und de Zöllne s iehl ihm die Zei , indem e un ech mäßig Zoll e heb . De E zähle ech e ig Willehalms Ve hal en in diese Szene, indem e zeig , wie Willehalm e such , dem Zöllne zu e klä en, wa um e den Zoll nich bezahlen muss, und wie de Zöllne ohne Rech dazu, Willehalm zwingen will: de wol ke en sinen haz u den ma c a en ane no , de eh e gegen ede im bo . e sp ach‘ichbinwohlzolles i, mi ge hie las noch soume bi: Ich bin ein i e , als i seh . ob i deheinen schaden speh , den ich dem lande habe ge an, 30 ob de we de künec Tybal u dine ma ke li mi he , man sol mich bi di sehen ze we . wa nu die on mi sin e bo n? di ze las e hab mi mi eko n. min sun is gesuoche nih : swaz im ze schaden is ge an, des wil ich mi im p lih e han (150, 18 - 26). E u e seine Söhne zusammen, um gemeinsam Willehalm Hil e zu leis en. Au diese Weise wi d die Einigkei de Familie wiede he o gehoben. Willehalms Zo n bau sich au dem Weg nach Munleun sch i weise au . E denk an die Belage ung de Ch is en, e ö e den Zöllne und dann wi d e schlech am Ho emp angen, wo e eigen lich die Hil e seine Sippe e wa e ha e. S a dessen zeig ihm die Ve wand scha , dass Aussehen, Benehmen und die hö ischen E ike e wich ige sind als die Si ua ion, in de sich ein Ve wand e be inde und die So ge diese . Sein Zo n b ich aus: Willehalm beleidig den König und b ing seine Schwes e as um: die k one e i on dem houb e b ach und wa se daz diu ga zeb as . do beg ei de zo nbæ e gas bi den zöp en die künegin. e wol i mi dem swe e sin daz houb han ab geswungen, (147, 16 - 21). An diesem Punk beu eilen einige Fo sche , wie STARKEY, mi Rech , dass das Ve hal en Willehalms impulsi , i a ional und eine Ve le zung de hö ischen O dnungen sei (2004: 48). Abe GREENFIELD weis in diesem Zusammenhang auch da au hin, dass Willehalms Gemü szus and e s ändlich sei: „T iuwewouldseem obesuchabasic,p imalandpowe ul o ce o  he amily ha when i is no upheld, i can lead o un es ained, passiona e and homicidal eac ions om hose who eel hei sippe has been o ended“(GREENFIELD, 2002: 73.). Willehalms is zo nig, weil seine E wa ung de e wand scha lichen iuwe nich e üll wo den is . De Zo n Willehalms inde jedoch asch ein Ende. Es gib eine Ve wand e, die sich on den ande en abheb . Es is seine Nich e Alyze. Sie spiel eine bedeu ende Rolle im Ve hal en Willehalms in Munleun. Alyze e inne ih en Onkel Willehalm an seine hö ische zuh : 31 ouwe mi dine we dekei , diu noch nie unp is e lei ! wem lieze du kiuschliche zuh ? (157, 5 - 7). Dies zeig , dass Willehalm die hö ische O dnung kenn und sich gewöhnlich ih en sp echend benimm . Ih Knie all eg in Willehalm eine Ve ände ung an: (156,6 - 17). E olg ih em Wunsch bzw. Bi e, so wie e es auch ü Gybu g u . Nach RUH geh Alyze„ o  Willehalm au die Knie, eine un e gleichliche Ges e, Willehalm is be o en und übe wäl ig , sein Zo n schwinde in de e klä enden Rede, die e dem Mädchen häl “(1980:172).Alyze geling es, Willehalm on seinem Zo n abzub ingen, so wie Gybu g es spä e mi ih e Schonungs ede un wi d. Sie bi e Willehalm, seine Schwes e zu e zeihen: diu doch din swes e sol e sin, ob sich diu kan e sp echen, wil u daz danne echen, da on sich k enke unse a , da an sin beide unbewa i we dekei und din p is. ob ich dich dunke nu so wis, du sol si min geniezen lan, e kiuse swaz si di ha ge an. des laz ein eil du h mich geschehen alhie, daz ez die ü s en sehen (157, 14 - 24). Alyze e weis da au , dass Rache an de Schwes e Willehalm nich s als die En eh ung ih es Geschlech es b äch e. Dem Ruhm und Ansehen Willehalms wü den dadu ch geschade . Wie oben e wähn , is die Familie wich ig ü Willehalm, und das zeig sich auch je z , als e sich mi dem Vo schlag de Ve zeihung Alyzes ein e s anden e klä . Willehalm gewäh ih diesen Wunsch: nu s en ich also o di hie, daz ich du h dine komende ugen , und die du has in dine jugen , dine muo e schulde laze a n. ich wil ouch zo n gein i bewa n. bi si he uz zuo den ü s en komen.(159, 18 - 23). Willehalm is sich im Kla en da übe , dass e einen Fehle begangen ha und das zeig , dass es ihm wi klich leid u . E sag : hab iemen hie on mi e nomen dawandelnachgehœ e, edazichga zes œ e dem künege sine hochgezi , 32 so e gib ich mich an allen s i ge angenliche in dinen a : (159, 24 - 29) In eine Si ua ion, die ausweglos schein , genauso wie ühe Gybu g nach dem Tod on Vi ianz, scha es eine F au, hie die Nich e, Willehalm zu be uhigen und eine Ve ände ung in seinem Ve hal en zu bewi ken. S a zu ächen, e gib Willehalm seine Schwes e . Da au hin leis e , wiede um eine F au, hie seine Mu e I mscha , ihm Beis and (161, 28 -30). Sie e kenn , dass ih Sohn Hil e b auch , um sich an den Heiden zu ächen, die Ch is en zu e en und das Ch is en um zu e eidigen. Deshalb bi e die Mu e nun den König um Un e s ü zung (169, 12 -20), so dass Willehalms Ve wand en gemeinsam gegen die Heiden o gehen kann. Diese Szene s ell den Wendepunk in Willehalms Ve hal en da . Du ch seine F au Gybu g is Willehalm nach Munleun gekommen und mi hil e seine Nich e e häl e die Hil e und den Beis and seine Ve wand en. Willehalms Zo n au und seine P o oka ion gegenübe seine Ve wand en bei seine Ankun am Ho wandel sich nun in Liebe ü seine Ve wand scha und in F iede mi ih . 2.4 Gybu gs Ein luss au Willehalm o de zwei en Schlach Gybu g ha , wie schon e wähn , einen g oßen Ein luss au Willehalm. Wie in de e s en Liebesszene gezeig wu de, is Gybu g ü Willehalm wich ig, weil e ü sie kämp und sie sich um ihn so g . In de zwei en Liebesszene wi d gezeig , wie Gybu g und Willehalm sich gegensei ig ös en. En sp echend de e s en Liebesszene e wa e man, dass de zwei e Liebesak Ein luss au Willehalm nach de Schlach haben wi d. Diesmal mach auch Gybu g sich Gedanken, die sie Willehalm mi eil . In de Schonungs ede we den Gybu gs inne s e Gedanken nich nu Willehalm, sonde n allen Kämp e o enba . 2.4.1 Liebesszene II Nachdem Willehalm die Hil e on seinen Ve wand en bekommen ha und e sich siche wa , dass e den Kamp gewinnen wü de, beginn die zwei e Liebesszene. Wäh end Gybu g nach de e s en Schlach als eine heilb ingende F au da ges ell wu de, is sie je z eine F au, die ih en Mann ös e und e mu ig . In de zwei en Liebesszene geh es um ein gegensei iges T ös en. Willehalm und Gybu g e inne n sich an die e s e Schlach , in de sie ih e Ve wand en e lo en haben. Diese Ak des T ös ens wi d on dem E zähle als ein Ausgleich de beiden in e p e ie : 33 da e und diu küneginne p lagen sölhe minne, daz e gol en wa ze bede si daz in u Alyscanz de s i he e ge an an magen: so gel ic si lagen. (279, 7 - 12). Es is kla , dass es in diese Liebesszene nich um das Heilen Willehalms kö pe liche Wunden, sonde n um seine seelischen Wunden geh . Au diese Weise wi d Willehalm o übe gehend on seinem Leid e lös . i minne im sölhe hel e uo , daz des ma hc a en u ic muo wa mi euden unde sni en. diu so ge im was so e e en i en, si möh e e eichen nih ein spe . Gybu c was sine euden we . (280, 7 - 12). De Ein luss de minne wi d wie in de e s en Liebesszene auch in de zwei en Liebesszene in den Mi elpunk ges ell . In de e s en Liebesszene wi d Willehalm du ch Gybu gs Liebe in seine Absich , nach Munleun zu gehen, ges ä k , und in de zwei en Liebesszene gib Gybu g Willehalm neue K a , um ü sie und das Ch is en um zu kämp en. Die Liebe ha einen g oßen Ein luss au Willehalm in Bezug au die zwei e Schlach . In den Liebesszenen wi d e als ein T os suchende Mann gezeig , de du ch den Liebesak  ü Momen eseinLeid e giss .„DieehelicheLiebe e mag das unsagba e Leid de Schlach zu , e gel en’ “ (SCHÄFER-MAULBETSCH, 1972: 623). T o z allem Leid und Schme zen, den de K ieg e u sach , lieb Willehalm seine F au und diese Liebe komm aus ie s em He zen. Willehalm nimm Gybu g als En schädigung: allez daz e ie e los, / da ü e si ze gel e kos (280, 5-6). Die kö pe liche Zuneigung de beiden e lek ie ih e inne liche Liebe und is de Bezugspunk zu de Ve ände ung in Willehalms Ve hal en. 2.4.2 Schonungs ede Die Bedeu ung diese Rede nach de zwei en Schlach wi d dadu ch gekennzeichne , dass Gybu g, wie in den Liebesszenen, Ein luss au das Ve hal en Willehalms ha . Im Folgenden wi d diese Rede nähe e läu e . Vo de zwei en Schlach be on Willehalm, dass die Ch is en den Tod de Ch is en des e s en K ieges ächen sollen und dass sie dazu e p lich e sind, ih e Religion gegen die Unge au en zu e eidigen, wo ü Go sie belohnen wi d. Gybu g nu z diese Gelegenhei , o den Kämp e n ih e Meinung zu äuße n. De Haup punk ih e Rede bezieh sich au den 34 Beg i „E ba mung“ und die Schonung de Heiden, denn auch die Heiden sind Go es Geschöp e: und ob de heiden schump en iu e ge, so uo daz sælekei wol s e: hœ e eines umbenwibes a , schone de go es han ge a . (306, 25 - 28). Die Wö e  „schone “ und auch „go es han ge a “ we den in de  Fo schung iel disku ie . Diese Wö e sollen in diese A bei in Anlehnung an O mann, Lo ma k und Fuchs e s anden we den. Wie ORTMANN (1993, 103) mein , dass du ch den Sieg die Ch is en: „ on de  Übe legenhei  des Siege s und auch on ih e  Übe legenhei  als Ge au e absehen [müssen], dami sie im besieg en heidnischen Gegne das Rech des zu E lösung bes imm en Geschöp e Go es e kennen und be olgen können. So gesehen mein schônen i e liches, d.h ech gemäßes Handeln, on demdasRi e heilabhäng “. LOFMARK (1989: 410 ) e s eh schône mi „schônebehandeln“ode man e s eh  schônen als schône handeln ( gl. Fuchs, 1997: 282 ). Das Schonen bedeu e nich , dass die Ch is en gegen die Heiden nich kämp en, sonde n dass sie nach dem Kamp die Leichen de Heiden nich e s ümmeln sollen, wie Willehalm es mi A o el nach de e s en Schlach gemach ha . LOFMARK e i die These, dass Wol am die Heiden als go es han ge â , die nich wie Vieh ge ö e we den dü en (V. 450,15 .), da ges ell ha . Zu Zei de K euzzüge is die Bi e Gybu gs an die Ch is en, ih e heidnischen Ve wand en nach dem Sieg nich zu schädigen, un o s ellba . Die Men ali ä de ch is lichen Gesellscha kann e nu den Tod alle Heiden, wo au hin sie ein ach liegen gelassen wu den. Sie wu den on Tie en ge essen, e b ann ode in den G aben gewo en. ( gl. 462, 16 - 23, Das al anzösische Rolandslied 3666 - 3670). Wie die besieg en Heiden nach dem Sieg behandel wu den, wa nich de Rede we , weil die Heiden de Hölle bes imm wa en. Als eine F au, die nich am Kamp eilnehmen da , soll e Gybu g diese Rede o den Ch is enkämp e n nich hal en, so leg es PRZYBILSKI (2000: 251) da : „F auenkönnenim,Willehalm‘alsK iegsg und(7,27 )ode wieI mscha  als Geldgebe in ü einen K iegszug (160, 23 - 26) mi K ieg in Ve bindung geb ach we den ... Doch is Gybu c nich nu die Falsche Pe son am alschen O , sie besi z zudem auch ü den Inhal ih e Rede das alsche Geschlech .“ 35 ObwohlGybu galseine„ alschePe son“indiese Redebe ach e ewi d,undbeiden ande en Ch is enkämp e n nich s bewi k ha , schein diese Rede doch on eine besonde en Rele anz ü das Ve hal en Willehalms am Ende de zwei en Schlach zu sein. Gybu g sag nich , dass de Kamp beende we den soll; sie billig , dass die Ch is en den Tod Vi ianz ächen, weil es eine No wendigkei is . ob iuch go so e e gee e , daz i mi s i e u Alischanz eche den jungen Vi ianz an minen magen und an i he (306, 20 - 24). Das Gebo des E bamens s eh nich im Wide sp uch zum Glaubensk ieg. Gybu g e lang den ap e en Glauben und zugleich den Rachek ieg gegen die Heiden. Sie u zu eine besse en Behandlung de Unge au en au . Nach einem Sieg sollen die Ch is en die Heiden so behandeln, wie sie auch ih e ch is lichen Gegne behandeln wü den. Dami sp ich sie sich gegen die b u alen Handlungs egeln de Glaubenskämp e aus, die sowohl zu Zei de K euzzüge als auch nach den i e lichen Ve hal ensmaßs äben üblich wa en ( gl. SABEL, 2003: 121), wie e wa Gu nemanz Pa zi al leh . (Pa z. 170, 25-30). Die Schonungs ede sp ich sich ausd ücklich gegen den adi ionellen K euzzugsgedanken wie im Rolandslied, de e lang , dass die ch is lichen Ri e die Heiden ö en müssen, aus. Im Gegensa z zum K euzzugsgedanke und zu Reichsideologie, die Willehalm seinen Kämp e n mi eil , ede Gybu g nich übe eine bewa ne e Auseinande se zung, sonde n sie sp ich übe Ba mhe zigkei : ob iu go sigenun do gi , / la s iu e ba men ime s i . (309, 5- 6). Die Ch is en soll en den Heiden gegenübe Gnade zeigen, weil Go auch die Heiden e scha en ha und sie ebenso Kinde Go es seien: ein heiden was de e s e man / den go machen began (306, 29 - 30). Selbs wenn sie on den Ch is en besieg we den, sind sie doch noch Geschöp e Go es. Gybu g s ell die Ch is en und die Heiden au gleiche S u e, denn alle Menschen sind im ungebo enen Zus and ohne Religion und dahe müssen alle als au gleiche S u e s ehend be ach e we den. Die Heiden sind, nach Gybu g, Kinde Go es, denn auch de e s e Mensch, Adam, wa ein Heide. Auch Elias und Enoch, Noah und Hiob wa en Heiden, und Go ha sie deshalb nich e lassen. Die Heiligen D ei Könige, die als E s e Jesus wü dig en, wa en Heiden und sie sind deshalb nich e damm wo den. Das ungebo ene Kind eine ge au en Mu e sei auch ein Heide gewesen, e wähn Gybu g. Gybu g is de Au assung, die sie kla aussp ich , dass alle Menschen am An ang ih es Lebens Heiden seien. Gybu g 36 mein also, dass de Un e schied einzig da in liege, dass die Heiden noch nich ge au seien, und deshalb soll en sich die Ch is en den Heiden gegenübe solida isch e hal en. Die Tau e spiel im Willehalm eine besonde e Rolle, denn sie is das wesen liche Kennzeichen de Ch is en. Gybu g e i die Au assung, dass zwa die Tau e die Ch is en on den Heiden als den Unge au en un e scheide , abe die Ch is en haben die Au gabe, den Heiden gegenübe E ba men zu zeigen, so wie es Go auch u . Diese A gumen a ion wi d in olgenden Ve sen deu lich: dem sældeha en uo il we, ob on dem a e siniu kin hin ze lus benenne sin : e mac sich e ba men übe sie, de eh e e ba mekei uoc ie. (307, 26 .) Gybu g e inne die Ch is enkämp e da an, dass auch Go seinen Mö de e geben ha , und so sollen die Ch is en den Heiden e geben, indem sie ihnen ih e Gnade zeigen: Swaz iu die heiden han ge an, i sul si doch geniezen lan daz go selbe u die e kos on den e den lip e los. (309, 1-4). Im Willehalm we den zwei un e schiedliche Gedanken zu Go eskindscha e e en, die im P olog und in de Rede Gybu gs s ehen. Im P olog haben die Menschen du ch die Tau e die Go eskindscha e ungen: (1, 16; 1, 28). Du ch die Tau e we den die Ch is en Kinde Go es und weil die Heiden nich ge au sind, könn en sie diesen Rang nich e eichen. Gybu g abe mach in ih e Rede deu lich, dass alle Menschen o de Tau e Heiden wa en, d.h. dass alle Menschen Geschöp e Go es sind. Deshalb sollen die Ch is en die Heiden als go es han ge a behandeln. Somi gehö en auch die Heiden zu Go eskindscha . Es is möglich, dass Gybu g ih e Rede s a egisch geplan ha , und sie deshalb häl , ehe die Ch is en in den zwei en Kamp ein e en. Anscheinend schä z Willehalm Gybu gs Meinung und be ücksich ig sie bei seinem Handeln. E möch e ih e und zugleich seine Wunsche bzw. Zielen e wi klichen, so wie e nach de e s en Liebesszene Gybu gs Meinung e ns einnimm . E soll nach Munleun gehen, um Hil e on seinen Ve wand en zu e bi en. Nach de Rede Gybu gs und nach de zwei en Schlach ha sich Willehalms Wunsch nach Rache au gelös . Indem die Ch is en die Heiden besieg haben, ha Willehalm keinen G und meh zu kämp en. Man kann hie einen e ände en Willehalm sehen. Diese Gedanke wi d in de Ma ibleiz Szene (s.u.) genaue e läu e we den. 37 Nach de Schonungs ede Gybu gs ha die zwei e Schlach zwischen Ch is en und Heiden s a ge unden. Alle Kämp e , einschließlich Willehalm, haben ap e gekämp . Im Gegensa z zu de e s en Schlach , wo die Ch is en in ih e Minde hei ih e Religion e eidig haben und besieg wu den, kämp en sie in de zwei en Schlach , um ih e ge ö e en Kämp e de e s en Schlach zu ächen, o allem abe , um den Tod Vi ianz zu ächen. In de e s en Schlach wi d Gybu g zu U sache des Kamp es: Ey Heim ich on Na bon, dines sunes diens jame s lon du h Gybu ge minne enphienc. swaz si genade an im begienc, diu wa e gol en iu e, also daz diu gehiu e ouch wipliche so gen p lac. (14, 1 - 7) und gleichzei ig geh es da um, Eh e und Land zu schü zen: nu we e e und lan . Wie schon e wähn , wi d de K euzzuggedanke he o gehoben, indem die Schlach u e de Ch is en und de Heiden be on we den: si sch i en alle Te agan . daz was ein i we de go ; si leis en ge ne sin gebo . Monschoy was de ge ou en uo , die go ze diens e da geschuo . (18, 28 - 19,2) Wäh end es in de e s en Schlach o ensich lich um Minne und Religion geh , geh es in de zwei en Schlach meh um das iche, um das Te i o ium. Diese poli ische Dimension wi d auch schon in de e s en Schlach e wähn . Abe e s nachdem die Ch is en in de e s en Schlach eine Niede lage e li en ha en, wi d diese Aspek in de zwei en Schlach s ä ke akzen uie . In de zwei en Schlach schein ein poli isch- eligiöse K ieg s a zu inden. Bei de Besch eibung de Schlach be on Wol am die zahlenmäßige Übe legenhei de Heiden und den Sieg, den die Ch is en o z ih e Un e legenhei e ungen haben, wobei auch s a uie wi d, dass iele Ch is en on den Heiden in de Schlach ge ö e wu den. T o z alledem geh es, wenn man de Besch eibung de beiden Schlach szenen olg , auch wiede um Rache. Obwohl es sich gewiss um einen Kamp handel , in dem Gybu gs und Willehalms minne eine g oße Rolle spiel , wi d Willehalms Rachege ühl imme wiede ange üh (362, 20 - 23). 38 In de e s en Schlach we den Willehalm und Vi ianz als zwei de üch igs en Kämp e de Ch is en da ges ell , abe in de zwei en Schlach komm Willehalm as kaum o . Dahe mein GREENFIELD (1989: S. 247): „Thisno ablelacko desc ip iono Willehalm’s pa in he second ba le and he o al absence o any speech made by him, is he echnique used by Wol am o emphasize he signi ican change which Willehalm’s s a e o mind unde goes.“ Dieses Weglassen on Willehalm benu z Wol am, um au da au hinzudeu en, dass Willehalm sich e ände ha . 2.5 Das Ve hal en Willehalms nach de zwei en Schlach Die Ve ände ung in Willehalms Ve hal en zeig sich da an, dass e Rennewa , einen Heiden, in sein Hee au nimm und an seine Sei e und mi Hil e seine Ve wand en gegen die Heiden kämp . De Höhepunk is e eich , als Rennewa nach de Schlach spu los e schwinde . 2.5.1 Klage um Rennewa Rennewa wi d in das Ch is enhee au genommen, nachdem Willehalm ihn in Munleun sieh und de König ihm au seinen Wunsch hin Rennewa übe gib . Die Beziehung zwischen Willehalm und Rennewa schein on An ang an gu zu sein, was diese Un e hal ung zeig : ach‘he e,wiesolichnu a n? swaz i heize mich bewa n, des phlige ich als ich phlegen kan. so lieben he en ich nie gewan, iuwe huldesiminlon.’ (195, 7 - 11) In diesem Gesp äch wi d deu lich, wie hoch Rennewa Willehalm schä z , denn e sp ich on Willehalms hulde. Rennewa s ell seine Demu , T eue und seine auße gewöhnliche K a im Kamp gegen die Heiden un e Beweis. Du ch seine K a und Go es Hil e haben die Ch is en in de zwei en und maßgeblichen Schlach den Sieg e ungen. Rennewa handel nich aus sich he aus, sonde n ein Höhe es handel du ch ihn: Go üh du ch ihn die Ch is en zum Sieg. Als ein We kzeug Go es ollb ing e seine Ta en, als „go es han “ (BUMKE, 1959: 43). Willehalm beklag , dass Rennewa nach de Schlach e miss wi d, und e ihm keine Gegenleis ung zukommen lassen kann. Diese Szene zeig eine wei e e Ve ände ung in Willehalms Ve hal en den Heiden gegenübe , sei dem e on Munleun gekommen is . Rennewa wi d un e den ge ö e en 39 Heiden nich ge unden. In seine Klage da übe nenn Willehalm Rennewa seine ech e Hand: e sp ach‘inehannochnih  e numen wa min zeswiu han si kumen. ich mein in de ze bede si den p is behiel , do diu zi kom und de u eilliche ac, (452, 19 - 23). Hie wi d deu lich, welch g oße Bedeu ung Rennewa im Kamp zukomm und wie s a k sich Willehalms Ve hal en e ände ha . Fü Willehalm is de Ve lus on Rennewa s noch g öße als de on Vi ianz: Mile und Vi ianz, duo ich iuch und al min he e los, so g oze lus ich da nih kos. (454, 12 - 14). Diese Wo e zeigen, dass es an diesem Punk und o allem in solch eine Si ua ion ü Willehalm keinen Un e schied zwischen Heiden und Ch is en gib . Seine T aue um Rennewa läss Willehalm„ e gessen“,dassessichbeiihmnich umeinenBlu s e wand en wie bei Vi ianz handel : de was min he e und nih min mac, / dehein sin sippe an mi lac. (455, 13 - 14). KOCH (2006: 117) e gleich die Klage Willehalms um Vi ianz und um Rennewa : „Fü  die Vi ianz - Klage is die Funk ion de Iden i ä skons i u ion au d ei Ebenen es ges ell wo den, du ch Fo men eligiöse T aue , du ch Reinszenie ung de Ka lsklage und du ch Ve kö pe ung on Blu s e wand scha .“ Diese Blu s e wand scha  Willehalms und Vi ianz‘ wi d abe  als diens - Ve häl nis bezeichne . Dagegen haben Rennewa und Willehalm keine Blu s e wand scha , sonde n nu ein diens – Ve häl nis. Hie wi d die Klage Willehalms, das Ve sp echen Rennewa s gegenübe (331, 4 - 8), das e nich e üllen könn e kla e wähn . Willehalm ha sich im Kamp au Rennewa e lassen und e ges eh soga zu, dass die Ch is en nu du ch Rennewa s Be eiligung am Kamp die Heiden besiegen konn en. Diese We schä zung on Rennewa zeig , dass Willehalm sich e ände ha . E ha Rennewa sei de Au nahme in sein Hee nie als einen Ande sgläubigen gesehen, sonde n als einen gu en Kämp e und Mi s ei e ü sein Hee geschä z . Nun beklag e dessen Ve schwinden, und die Klage an sich zeig ein wei e es Zeichen seine Ve ände ung. E akzep ie Rennewa als einen Kämp e , de o z des eligiösen Un e schieds zu ihnen gehö . 46 sind, die e au ewig nich e gessen und imme im Blick haben wi d, weil sie nich e o en. Dadu ch wi d ihm in E inne ung bleiben, dass e eine Niede lage e li en ha , in de en Folge de Siege die To en zu ihm zu ückgeschick ha . Die Ve se 466, 19 - 21 we den als sich au Willehalms Gegne beziehend e s anden:„Willehalmbleib daslebendesüezez eil - nämlich Gibu c -,Te âme bleibennu die o en.“(PRZYBILSKI (2000: 241) Ande e Fo sche sehen auch die Ve ände ungen in Willehalms Ve hal en, hal en diese abe nich ü si ua ionsbeding , sonde n sehen sie als eine g aduelle Ve ände ung in Willehalms Ve hal en. Wie MERGELL (1936: 176 ) e deu lich , e eich Willehalm du ch die E ah ung eine No si ua ion eine neue We ung seine selbs und o allem seine Mi menschen. Am Ende des F agmen s is Willehalm„einAnde e ,inne lichGewandel e .“(MERGELL, 1936: 176 ) SCHÄFER-MAULBETSCH mein , dass de Ums and, dass Willehalm eine ande e Religion neben dem Ch is en um ane kann ha , zeig , dass e sich e ände ha . ( gl. SCHÄFER - MAULBETSCH, 1972: 713). De Ums and, dass Willehalm seine Men ali ä den Heiden gegenübe geände ha , wie z.B. das Ve hal en den To en gegenübe nach de zwei en Schlach , die Klage um einen Heiden, die g öße als die Klage um seine eigene Ve wand en is und die E laubnis de si samen Bes a ung de Heiden in ih em Heima land, zeigen deu lich die Ve ände ung Willehalms wie MERGELL und SCHÄFER - MAULBETSCH es da legen. Willehalm zeig sich den ge ö e en heidnischen Königen gegenübe ba mhe zig und möch e, e wi ken, dass Te ame die ch is liche Religion espek ie und nich länge au Gybu gs Bekeh ung eagie (466,20 ). Willehalm is de Au assung, dass ein de a iges Ve hal en den bes ehenden Kon lik besei igen könn e. Mi de Ma ibleizszene b ich die Willehalm Dich ung ab. 47 III. Schluss Die Fo schung is sich einig, dass Willehalm sein Ve hal en im Lau e de Handlung e ände . Die Meinungen gehen abe da übe auseinande , wa um sich Willehalm imme wiede ande s e häl . Im Folgenden wi d da au eingegangen. Mi dem Tod on Vi ianz wi d Willehalm ein e an wo ungs olle Füh e , de seine No wendigkei en kenn . Es wa ihm bewuss , dass e au Vi ianz au zupassen habe, was ihm abe nich gelungen is , und dahe nimm e auch die Schuld au sich. Mi de Wache an Vi ianz‘Leicheha  Willehalmseine e wand scha licheP lich  unddasch is licheRi ual de So ge um den To en e üll . Inde Ehme eiz’Szene e häl sichWillehalmEhme eizgegenübe une wa e .Sein Zielwa es,sichanVi ianz’Todzu ächen.Und o zdem ha e - wohl absich lich - nich gegen Ehme eiz gekämp . Willeham eagie abe au die He aus o de ungen on Ehme eiz nich und es wi d nich gesag , ob e zo nig wa ode nich . E is ein ach on dem Kamp abgewichen. Es kann da on ausgegangen we den, dass e an seine F au gedach ha , mögliche weise woll e e iuwe seine F au gegenübe zeigen und ha Ehme eiz ih e wegen e schon . Nachdem Willehalm Ehme eiz e schon ha , i e au A o el, den Onkel Gybu gs, und e s je z denk e an Rache.E ha A o elwohlausRacheanVi ianz‘Todumgeb ach . Da sowohl Ehme eiz wie auch A o el Ve wand e on Gybu g wa en und de eine e schon und de ande e nich e schon wi d, e schein olgende Übe legung angemessen zu sein: Willehalm übe leg , wen e zu ö en gedenk und wen e e schonen will. Halzebie , de Vi ianz e schlagen ha wa de Schwes e sohn A o els und Willehalm als Vi ianz Mu e b ude ha sich an Halzebie s Mu e b ude A o el ge äch , dadu ch ha e nach dem Gleichgewich de Beziehung auswähl , wen e ö en woll e. Die Zusammenkun Willehalms mi seine F au ha in Willehalm eine neue Idee bewi k und e mu ig ihn, nach Munleun zu gehen, um Hil e on seinen Ve wand en zu holen. Wegen des Emp angs des Königs und seine Schwes e wa Willehalm in Munleun zo nig. E ha den König beleidig und hä e seine Schwes e beinahe umgeb ach . Es is abe auch in Munleun, dass Willehalm sich wiede be uhig , nachdem seine Ve wand en ihm Hil e e sp ochen haben. Dies geschieh abe e s , nachdem e das Ve wand scha s e häl nis seine sippe eingeklag und sich gegen das Lehns e häl nis zum König au lehn woll e. 48 Nu au den e s en Blick geh es bei de En scheidungs indung on Willehalm um äusse e Fak o en, in diesem konk e en Beispiel, um den Ein luss seine F au Gybu g au ihn. Ta sächlich lieg die Bedeu ung Gybu gs ü Willehalm abe nich da in, dass sie hübsch, bzw. a ak i is und die beiden eine Liebesbeziehung haben, sonde n in de Pe sönlichkei seine F au. Diese zeig sich in ih en Ge ühlen, ih e Fähigkei zu Ein ühlung, Zuwendung und inne e Beziehung. Gybu g ha g oßen Ein luss au Willehalm, wie schon in de e s en Liebesszene deu lich wi d. In de zwei en Liebesszene ös en sich Gybu g und Willehalm gegensei ig. Gybu g e mu ig Willehalm, ü ih e Liebe zu kämp en. Vo de zwei en Schlach ha Gybu g eine Rede gehal en, in de sie übe die Schonung de Heiden bzw. übe ge ö e e Heiden sp ich . Nach de zwei en Schlach e häl sich Willehalm de Rede seine F au en sp echend. Nach de zwei en Schlach e häl sich Willehalm ande s als die ande en Ch is en, die die Heiden besieg haben. Willehalm klag um Rennewa , de unau indba is . Mi seine Hil e haben die Ch is en die Heiden besiegen können. Willehalm ha abe die Gegenleis ung ih em gegensei igen Ve sp echen gemäß noch nich aus üh en können. Wäh end de Suche nach Rennewa i Willehalm au Ma ibleiz, den e au G und seine Ve wand scha zu Gybu g e schon . Gleichzei ig e eil e den Au ag, die o en Heidenkönige einbalsamie en und in ih Heima land zu ückb ingen zu lassen. Die Ve ände ung seines Ve hal ens wi d dadu ch gezeig , dass Willehalms Schme z übe den e schwundenen Rennewa g öße is alsseinSchme zübe Vi ianz’Tod,wasWillehalmauchdeu lich aussp ich (454, 12 - 14) Die Klage übe und die Ane kennung on Rennewa s s ell eine Ve ände ung in Willehalms Ve hal en da : E schä z den Heiden Rennewa höhe als Vi ianz, seinen Blu s e wand en. Als Willehalm in Munleun Rennewa in sein Hee au nimm , a e das im Ve s ändnis des Diens es. Abe in seine Klage um Rennewa geh es um meh als Diens . Willehalm mach eine bewuss e En scheidung, wenn e Ehme eiz schon , abe A o el ö e . Beide sind Ve wand e on Gybu g. Eigen lich hä e e G und genug gehab , Ehme eiz zu ö en, weil e den Tod seines jungen Ve wand en be aue e und au Rache sann. Es schein abe zu sein, dass e aus Liebe zu seine F au Ehme eiz e schon und auch selbs in T aue und Zo n scha es Willehalm, übe leg zu handeln: Ehme eiz wa zu jung, um ein ebenbü ige Gegne zu sein, an dem es sich lohn e, Rache auszuüben. E b auch e einen e wachsenen, e p ob en Gegne , dami seine Rache wi ksam sein könn e. Dahe übe leg e , 49 läss Ehme eiz sein Leben und ö e dann A o el, de die Bedingungen eine ich igen Rache e üll e. Wenn man die G ünde e gleich , die Willehalm dazu geb ach haben, sowohl Ehme eiz wie auch Ma ibleiz und die ge ö e en Könige zu schonen, läss sich es s ellen, dass e e s e e Ve schonung au g und de Blu s e wand scha on Ehme eiz mi Gybu g o genommen ha . Die zwei e hingegen wa ihm wich ig, weil man go es han ge a e schonen soll. Die un e schiedliche Beg ündba kei seines Ve hal ens läss au eine Ve ände ung in seinem Ve hal en schließen, die on eine beg enz en Ane kennung de Heiden zu eine allum assenden Ane kennung de Heiden üh . Wenn man die A o elszene mi de Ma ibleizszene e gleich , wi d eben alls eine Ve ände ung in Willehalms Ve hal en sich ba . Weil e A o el ge ö e ha , wi d Willehalm nach de e s en Schlach als ein böse und agg essi e Mann da ges ell und das o z seine Rolle als Ch is enhee üh e . Die Ch is en ha en abe das Rech , die Heiden zu ö en, was Gybu g in ih e Rede auch e wähn . Rache auszuüben, wu de mi den K euzzügen im 12./ 13. Jah hunde s ge ech e ig . Alle Heiden soll en im Kamp gegen die Ch is en s e ben. Willehalm zeig e am Ende des F agmen s eine Ve ände ung im Denken, das zu jene Zei ü einen Ch is en unüblich wa . Ba mhe zigkei den besieg en Gegne zu zeigen, wa e was, dass niemand damals auch nu denken konn e. Willehalm ha sich on eine wü enden und agg essi en Pe son zu einem Mann olle Ba mhe zigkei und Au geschlossenhei seinen Gegne n gegenübe e ände . Am Schluss e kenn Willehalm, dass eine Ve s ümmelung de heidnischen Leichen ü ihn nich meh in F age komm , wie e o he noch A o el köp en konn e, sonde n dass es ihm ans and, sie zu e schonen und o allem sie nach den heidnischen Ri en bes a en zu lassen. Die A und Weise, wie e A o el ge ö e ha , läss sich aus dem Ve lus seines Ne en e klä en, au den e zo nig und achesüch ig eagie ha . Nach dem Sieg abe ha sich Willehalm selbs geach e , und konn e dahe , ans a die Heiden wie Vieh abzuschlagen, auch die Schonungs ede seine F au au sich wi ken lassen. Wenn man die A o elszene mi de Munleunszene e gleich , s ell man auch hie es , dass eine Ve ände ung in Willehalms Ve hal en sich ba wi d. Auch hie wi d e e s als böse und agg essi e Mann da ges ell . Sein Zo n wi d hie als Ausd uck des Rech es ge ech e ig , das besag , ein Ve wand e und Vasall habe Ansp uch au Hil e. Diese wi d ihm abe zue s e sag . Du ch seine Nich e Alyze is Willehalm zu Ve söhnung be ei und 50 e s nach diese leis e ihm seine Familie Hil e. Ab diese Szene e ände sich Willehalm, indem e nich meh zo nig eagie , sonde n wie ein Mensch mi zuh handel . Willehalm ha es eilweise Rennewa zu e danken, dass e die Heiden besieg ha . E sieh Rennewa als Go es Geschenk an und glaub dahe , dass e dem womöglich To en Dank schulde. Seine Ve ände ung lieg da in, dass e o he einem Heiden den Kop abschlug, je z abe einen o en Heiden eh en und ihm danken möch e. Da e ihm nich pe sönlich meh danken kann, de Mann ode seine Leiche sind nich au indba , u e e was, was in seine Zei auße halb des Üblichen lag: E eh ande e heidnische To e und schenk noch einigen lebenden Heiden die F eihei . Diese A bei schließ sich de Meinung de Fo sche an,dieandiese S ellesagen,Willehalmhabe„G oßmu “bewiesen. E e ände sich also zu einem Mann, de G oßmu zeigen kann, wie SCHÄFER- MAULBETSCH (1972: 713) es o mulie . Willehalm ha die Heiden eigelassen und ih e heidnischen Ri en gedulde . E ha das aus eiem Willen gemach und nich e wa aus Fu ch ode Schwäche, wie e selbs be on : 466,17. Das könn e zeigen, dass Willehalm seine eligiösen Ansich en e ände . Diese A bei schließ sich de Meinung de Fo sche an, die an diese S elle sagen, Willehalm e kenne eine ande e Religion neben dem Ch is en um an. Die Ve ände ungen in Willehalms Ve hal en, die oben besch ieben sind, we den in de Fo schung auch gesehen. Abe einige Fo sche wie Bumke (1959) sind de Meinung, dass Willehalm au die Si ua ion eagie , was ü sie bedeu e es, dass Willehalm au e schiedene Ums ände e-agie . Eine de a ige Ve ände ung muss ih e Meinung nach nich g undsä zlich als eine Ve ände ung im Ve hal en gedeu e we den. Sie sehen auch keinen Hinweis au eine zukün ige Ve söhnung de Ch is en mi den Heiden. Ande e Fo sche sehen ge adeso die Ve ände ungen in Willehalms Ve hal en, wie oben e wähn , abe sie e klä en diese nich als si ua ionsbeding , sonde n als eine g aduelle Ve ände ung in Willehalms Ve hal en. Die o liegende A bei schließ sich le z e e Fo schungsmeinung an. Insbesonde e au g und de Ma ibleiz Szene am Ende des F agmen s wi d geschlossen, dass Willehalm sich wegen seines geände en Ve hal ens den Heiden gegenübe s a k e ände ha . Willehalm ha sich on einem Mann, de einsinnig wa , de an seine Religion und an den K euzzugsgedanken es häl , zu einem Mann geände , de sein Denken ände n und on de K euzzugsideologie, die besag , dass alle Heiden e nich e we den sollen, abweichen kann. 51 Die En e bung Willehalms am An ang, de da au olgende Weg in heidnische Lände , wo e eine ollkommen ande e Kul u und Lebensa kennenle n e, haben die Ve ände ung in seinem Leben beein luss , seine Men ali ä , und zwa de a , dass Willehalm sich en schied eine heidnische F au zu en üh en. Also die an h opologische Ve ände ung beein luss die Men ali ä und umgekeh , im dem Sinne, dass Willehalm die heidnische Könige nich schade und sie zu ück in ih Land schick , dami sie so eine eh en olle Bes a ung haben können. Diese Vo gehensweise ha na ü lich einen g ossen Ein luss Gybu gs inne. Sein Ve hal en im Lau e de Dich ung zeig , dass Willehalm beein lussba is , dass e nachdenk und dass e le n ähig is . E ha eine K ise du chgemach und wegen diese K ise beme k e , wie s a k e seine F au lieb , wie ein Heide ihm gehol en ha , wie g oß die T aue de Ch is en und de Heiden wegen ih e e s o benen Ve wand en is . Es is es zuhal en, dass Willehalm au g und de Liebe und iuwe zu seine F au seine Eins ellung zu Religion und Sippe geände ha . Du ch seine Ane kennung de Ri uale eine ande en nich ch is lichen Religion, und du ch seine Be ei scha , eine Ve söhnung mi Te ame anzus eben, kann on eine Ve ände ung Willehalms gesp ochen we den. 52 IV Bibliog a ie P imä li e a u Wol am on Eschenbach. Willehalm. Nach de Handsch i 857 de S i sbiblio hek S . Gallen. Hg. on Joachim HEINZLE. Tübingen 1994. Wol am on Eschenbach. Willehalm. 3., du chgesehene Au lage. Tex de Ausgabe on We ne SCHRÖDER. Übe se zung, Vo wo und Regis e on Die e KARTSCHOKE. Be lin 2003. (In de Analyse zi ie e Ausgabe) Fo schungsli e a u Ve ena BARTHEL, Empa hie, Mi leid, Sympa hie: Rezep ionslenkende S uk u en mi elal e liche Tex e in Bea bei ungen des Willehalm - S o s. Be lin 2008. Tobias BULANG / Bea e KELLNER, Re lexion des Heidenk iegs in Wol ams Willehalm. In: Li e a ische und eligiöse Kommunika ion in Mi elal e und F ühe Neuzei . Hg. on Pe e STROHSCHNEIDER. Be lin 2009: 124 - 160. Joachim BUMKE, Wol ams Willehalm. 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