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Ein böhmischer Prälat zwischen Ferdinands Hof und der Erzdiözese Prag: Scribonius

Richard, Nicolas

Abstract

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OPEN ACCESS Ein böhmischer Prälat zwischen Ferdinands Hof und der Erzdiözese Prag: Scribonius nicolas Richard A BOHEMIAN PRELATE BETWEEN FERDINAND’S COURT AND THE PRAGUE ARCHDIOCESE: SCRIBONIUS This paper deals with the last Catholic administrator of the Prague’s Archdiocese Scribonius, his career and his opinions about the religious policy in Bohemia in times of Ferdinand I. KEYWORDS: Catholic Church; religious history; Prague’s Archdiocese; Scribonius; Council of Trent Die Hofprälatenforschung ist heute in Frankreich ein Schwerpunkt der Forschung zum 16. und 17. Jahrhundert.1 Für Böhmen ist es allerdings fraglich, ob in diesem Zeitraum überhaupt von der Existenz von Hofprälaten gesprochen werden kann. Böhmen hatte bis 1562–1563 keinen Bischof; die aus Böhmen stammenden Prälaten am Hof Ferdinands sind bisher kaum untersucht wurden — wenn man von Anton Brus von Müglitz absieht, über den eine zwar gute, aber alte Biographie vorliegt.2 Die Domherren, die bis zur Einsetzung Brus’ das Erzbistum Prag verwalteten, sind kaum erforscht. Nun stellt die Regierungszeit Ferdinands für die böhmischen Geistlichen — und besonders für die katholischen — einen Wendepunkt dar. Aber die Beziehungen zwischen höfischer Politik und böhmischen Prälaten sind nicht eindeutig charakterisierbar. Erfüllte Ferdinand mit seiner Utraquistenpolitik die Hoffnungen der katholischen Prälaten oder nicht? Eine Antwort auf diese Frage gestaltet sich schwierig. Es wäre dafür notwendig, methodisch das Leben und die theologische Orientierung der großen böhmischen Theologen, Geistlichen und Prälaten zu untersuchen. Die deutsche Geschichtswissenschaft3 hat gezeigt, wie fruchtbar eine solche Methode sein kann. Sie hat die große Bedeutung von Persönlichkeit und religiöser Geisteshaltung für die unterschiedliche Haltung der Kirchenmänner zur Luthersache herausgear1 Cédric MICHON, La crosse et le sceptre: les prélats d’État sous François Ier et Henri VIII, Paris 2008; Benoist PIERRE, La Monarchie Ecclésiale. Le clergé de Cour en France à l’époque moderne, Seyssel 2013. Mein herzlicher Dank gehört Frau Dr. Martina Šárovcová für die Fußnoten 17 u. 58 und Herrn Mgr. Christian Mühling (Marburg) für die deutschen Korrekturen. 2 Klement BOROVÝ, Antonín Brus z Mohelnice, arcibiskup pražský [Anton Brus von Müglitz, Erzbischof von Prag], Praha 1873. 3 U. a. Josef SCHWEIZER — August FRANZEN (edd.), Ambrosius Catharinus Politus O. Pr.: Apologia pro veritate Catholicae et apostolicae fidei […], Münster 1956; Theobald FREUDENBERGER (ed.), Hieronymus Emser, Münster 1959. Aber auch Michel de CERTEAU S.J. (ed.), Bienheureux Pierre Favre. Mémorial, Paris 1960 oder Hubert JEDIN, Die Autobiographie des Kardinals Giulio Antonio Santorio († 1602), Wiesbaden 1969; DERS., Kardinal Caesar Baronius, Münster, 1978, usw. 86 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS beitet. So hat zum Beispiel Hubert Jedin gezeigt, dass für die spätere Entwicklung Cochlæus nicht nur die humanistische Denkform wichtig war, sondern auch die Erziehung im frommen Milieu des heiligen Köln.4 Im Folgenden möchte ich versuchen eine solche Methode für die böhmischen Prälaten anzuwenden, um die Religionspolitik Ferdinands besser verstehen zu können. Im Zentrum meiner Ausführungen steht der letzte katholische Administrator des Erzbistums Prag, der Dompropst Heinrich Píšek von Bischofteinitz/Horšovský Týn, genannt Scribonius. In der Forschung wurde er bisher nur in einigen Randbemerkungen gewürdigt.5 Es ist bemerkenswert, dass Scribonius in einer Zeit, in der sich viele der lutherischen Lehre zuwandten, dem katholischen Glauben treu blieb. Er wurde 1536 Chorherr, 1549 Propst und 1556 schließlich zum Administratoren der katholischen Erzdiözese Prag ernannt. Nach Wiederbesetzung des Erzbistums, blieb er bis zu seinem Tod (13. Januar 1586) Propst. So stand er während der großen Diskussionen um die Frage des Laienkelchs und der Reunion der Utraquisten an der Spitze der Erzdiözese Prag und war also eng in die Kirchenpolitik des Hofs Ferdinands I. eingebunden. Ferdinand hatte die Absicht, den Laienkelch als Konzession vom Konzil von Trient zu erlangen. Scribonius unterstützte ihn bei diesem Vorhaben, aber sein Eifer für die Gewährung des Laienkelchs verflog rasch. Diese Entwicklung wirft eine Reihe von Fragen auf. War Scribonius nur ein eifriger Diener der kaiserlichen Kirchenpolitik? Wie sahen seine Analyse der Lage, seine Spiritualität, seine politischen Leitlinien in diesem von der Glaubensspaltung erschütterten Zeitalter aus? Was hieß zur Zeit Ferdinands, ein Propst und katholischer Administrator zu sein? Die Kartons aus dem Prager Erzdiözesanarchiv, die die Korrespondenz von Scribonius enthalten, sind mehrheitlich administrativer Natur und betreffen die Zeit nach Ferdinands Tod.6 Sie stellen dennoch einen Mehrwert für die Forschung dar, weil einige davon unsere Periode betreffen und Rückschlüsse auf drei Themenkomplexe erlauben: die Gründe für Scribonius’ Karriere, sein Verhalten in Bezug auf die religiös-politischen Fragen seiner Zeit und schließlich sein religiöses Profil und seine Spiritualität. An diesen drei Themenkomplexen werden sich auch meine folgenden Ausführungen orientieren. *** 4 DERS., Des Johannes Cochlæus Streitschrift de libero arbitrio hominis (1525), Breslau 1927. 5 Um einen Überblick über die Quellen (nur die Korrespondenz fehlt) und die Literatur zu haben: Josef HEJNIC, Scribonius, in: Antonín Truhlář — Karel Hrdina — Josef Hejnic — Jan Martínek (edd.), Rukověť humanistického básnictví v Čechách a na Moravě V, S–Ž [Handbuch der humanistischen Dichtung in Böhmen und Mähren] Praha 1982, S. 34–36 und Josef HEJNIC — Jan MARTÍNEK (edd.), Rukověť humanistického básnictví v Čechách a na Moravě VI, dodatky A–Ž, Praha 2011, S. 344. 6 Das Archiv des Erzbistums Prag [Archiv pražského arcibiskupství, weiter nur APA] im tschechischen Nationalarchiv Prag [Národní archiv, Praha, weiter nur NA] enthält viele Briefe und Schriften von Scribonius, u. a. in den Kartons C 1a, 2002, 2027, 2028. In Recepta befinden sich Briefe von über Scribonius in den Kartons 690, 694, 698–700, 703–706, 708–713, 715–718. Die Kürze dieses Artikels erlaubt uns kein detailliertes Inventar zu geben. nIcOLaS RIcHaRD 87 OPEN ACCESS Man muss feststellen, dass über die Jugend von Scribonius wenig bekannt ist.7 Er wurde in Bischofteinitz in einer katholischen Pilsener8 Familie geboren. Dort oder in Pilsen erhielt er auch seine Schulbildung. 1528 ließ er sich an der Leipziger Universität immatrikulieren.9 Am ersten September desselben Jahres wurde er dort zum baccalaureus promoviert und 1539 zum magister artium. In den Folgejahren übte er wahrscheinlich die Tätigkeit eines Lehrers an einer städtischen Schule in Böhmen aus. Währenddessen hatte er auch eine nicht selbstverständliche geistliche Karriere begonnen.10 1536 wurde er als canonicus honorarius, d. h. ohne Residenzpflicht, in das Prager Domkapitel gewählt. Einen solchen Werdegang durchliefen vormals viele böhmische, katholische Geistliche. Aber zur Zeit von Scribonius hatte sich die Lage grundlegend verändert. Die Wahl des Studienortes Leipzig hieß schon in den 1520er Jahren, in ein Bollwerk der Altgläubigen zu gehen und sich gegen die Hussiten und das aufkommende Luthertum zu stellen.11 Es handelte sich nicht mehr um die Streitereien gegen den strengen Humanismus Wittenbergs und Erfurts oder um den thomistischen Sieg über die Poesie in Leipzig. Nach 1524 war der Kampf gegen Luthers Lehre im albertinische Sachsen und besonders an der Universität in vollem Gange. Wie sehr beeinflussten diese Auseinandersetzungen Scribonius? Hierzu muss man anmerken, dass Scribonius nicht an der Theologischen Fakultät studierte, die eine rechtgläubige und thomistische Theologie verteidigte.12 7 J. HEJNIC, Scribonius, S. 34–36. 8 Für Emil FELIX, Literární Plzeň v obryse I [Das literarische Pilsen im Umriss], Plzeň — Praha 1930, S. 42–43 stammte Píšek aus einer bürgerlichen Familie aus Pilsen. Aber am 11. August 1562 erlaubte Kaiser Ferdinand dem Scribonius und seinem Bruder (soused v Týně Horšovském), das Prädikat z Horšova zu tragen. August SEDLÁČEK, Českomoravská Heraldika [Böhmisch-Mährische Heraldik], Praha 1925, S. 602. 9 Am 23. April 1528 immatrikulierte der Rektor Johannes Sauer „Heynricus Bischeck Thinensis“ in die polnische Nation der Universität. Georg ERLER (ed.), Die Matrikel der Universität Leipzig I: Die Immatrikulationen von 1409–1559, Leipzig 1895, S. 599. Josef Vítězslav ŠIMÁK, Studenti z Čech, Moravy a Slezska na německých universitách v XV.–XVIII. st. (Dokončení) [Die Studenten aus Böhmen, Mähren und Schlesien an deutschen Universitäten im XV.–XVIII. Jh. (Abschluss)], Časopis Musea Království českého 80, 1906, S. 510–539, hier S. 522. 10 1533 schrieb der Apostolische Nuntius, dass es in ganz Böhmen dieses Jahr nur fünf Ordinationen gab und — wahrscheinlich nicht ohne Übertreibung — dass die Neupriester wie Bettler leben werden müssen. Prag, 28. Dezember 1533, Vergerio an Carnesecchi. Nuntiaturberichte aus Deutschland I/1 [weiter nur Nuntiaturberichte], Gotha 1892, S. 152. 11 Zur Leipziger Universität in dieser Zeit vgl. Herbert HELBIG, Die Reformation der Universität Leipzig im 16. Jahrhundert, Gütersloh 1953, besonders S. 13–49; Gerhard ZSCHÄBITZ, Staat und Universität Leipzig zur Zeit der Reformation I–II, Leipzig 1959, hier I, S. 34–67; generaliter Günther WARTENBERG, Leipzig, Universität, Theologische Realenzyklopädie XX, Berlin — New York 1990, S. 721–729 (Literatur); Konrad KRAUSE, Alma mater Lipsiensis, Leipzig 2003, S. 42–57. 12 Günther WARTENBERG, Die theologische Fakultät der Universität Leipzig während der Einführung der Reformation im herzoglichen Sachsen, [1981], Reprint in: Jonas FLÖTER — Markus HEIN (edd.), Günther Wartenberg: Wittenberger Reformation und territoriale Politik, Leipzig 2003, S. 257–264. 88 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS Während seines Studiums der freien Künste13 scheinen die Reformbemühungen Herzog Georgs für eine humanistische Gesinnung ganz vorteilhaft gewesen zu sein. Wenn sie die Herrschaft des Aristoteles auch nicht brachen, so waren bereits neue Klassiker in den Vorlesungsplan aufgenommen worden.14 Die knappen Erwähnungen in der Prager Aktenüberlieferung zu den zwanziger bis vierziger Jahren schildern Scribonius vor allem als Lehrer. Darüber hinaus gehörte er zu einem Netzwerk böhmischer und sächsischer Prälaten und Humanisten, die seine Karriere unterstützten. Eine Schlüsselfigur für den weiteren Werdegang Scribonius’ scheint der Leitmeritzer Kapiteldekan (1534) Johannes Horatius Hasenberger (Jan Horák von Milešovka, † 1551) gewesen zu sein. Wahrscheinlich kannten sich die beiden Kirchenmänner aus den Zeiten von Scribonius Leipziger Studien: zur selben Zeit soll Hasenberger dort gelehrt haben.15 Der Magistergrad erlaubte Scribonius die Leitung der Leitmeritzer Schule von Hasenberger zu übernehmen, als letzterer zum Erzieher der Kinder Ferdinands I. von Habsburg ernannt wurde (März — April 1539).16 In den vierziger Jahren reiste Scribonius mehrmals nach Italien, wo er die Doktorwürde erlangte.17 Er lehrte auch an der fürstbischöflichen Passauer Schule. In Leitmeritz18 wie in Passau19 und Italien20 lernte Scribonius junge Aristokraten aus den vornehmsten böhmischen Adelshäusern und Mitglieder des königlichen Ho13 Enno BÜNZ u. a., Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009 I, Leipzig 2009, S. 178–188. 14 Über die neuen Methoden: Antony GRAFTON — Lisa JARDINE, From Humanism to the Humanities, London 1986; Paul F. GRENDLER, Schooling in Renaissance Italy, Baltimore — London 1989, S. 111 u. folg.; Robert BLACK, Humanism and Education in medieval and renaissance Italy, Cambridge 2001. 15 Bruno STÜBEL (ed.), Urkundenbuch der Universität Leipzig, Leipzig 1879, S. 466–471. Über Hasenberger A. TRUHLÁŘ — K. HRDINA — J. HEJNIC — J. MARTÍNEK (edd.), Rukověť II, S. 327, 332–336; V, S. 497. 16 Josef HEJNIC, Latinská škola v Plzni a její postavení v Čechách (13.–18. století) [Die Lateinschule in Pilsen und ihre Stellung in Böhmen (13.–18. Jahrhundert)], Rozpravy ČSAV, řada společenskovědní 89, č. 2, Praha 1979, S. 19–20. 17 Giovanni MINNUCCI, Češi, kteří vystudovali v Sieně ve 14. až 17. století [Böhmen, die vom 14.bis zum 17. Jahrhundert in Siena studierten], in: Alena Pazderová — Lucia Bonelli Conenna (edd.), Siena v Praze. Dějiny, umění, společnost, Praha 2000, S. 54–58, hier S. 55. 18 Martin HOLÝ, Zrození renesančního kavalíra [Die Entstehung des Renaissance-Kavaliers], Praha 2010, S. 151–152. 19 Zur Zeit des hochgebildeten Bischofs Wolfgang Graf von Salm (1541–1555), Theologe und Humanist, spielte die Passauer Schule eine herausragende Rolle, mit hochqualifizierten Lehrern (z. B. Jakob Ziegler). Dank Václav Březan (1568–1618?) wissen wir, dass hier Scribonius u. a. die Studenten Nikolaus Popel von Lobkowicz, Wenzel Albin von Helfenburg, Nikolaus und Ludwig von Salm, die zwei Heinrich von Plauen, Bernhard von Hardegg und vor allem Wilhelm von Rosenberg unterrichtete. Březan beschrieb auch Scribonius’ Tätigkeit als Lehrer: Jaroslav PÁNEK (ed.), Václav Březan: Životy posledních Rožmberků I [Václav Březan: Das Leben der letzten Rosenberger], Praha 1985, S. 46–47. 20 Březan erwähnt eine 1547 unternommene Italienreise Scribonius’ als Präzeptor der Söhne des böhmischen Kanzlers Heinrich IV. von Plauen und Margarete von Salm, Heinrich V. und Heinrich VI; für ihn war es mindestens die zweite Italienreise. nIcOLaS RIcHaRD 89 OPEN ACCESS fes kennen. Er verdankte es wahrscheinlich Hasenberger, zu einem der Erzieher des dritten und letzten Sohn Ferdinands I., Karl (1540–1590), des späteren Karl II. von Innerösterreich, ernannt zu werden.21 Diese Verbindungen mit dem Königshof22 erklären, warum Ferdinand schon 1546 das erzbischöfliche Domkapitel zu Prag bat, Doktor Scribonius zu wählen,23 wahrscheinlich auf eine Prälatur, was das Domkapitel nicht gern sah.24 Drei Jahre später, am 25. Januar 1549, wurde Scribonius dennoch zum Propst gewählt.25 Sieben Jahre später wurde er trotz der anfänglichen Bedenken seiner Kollegen zum Administrator gewählt (1556). Ein neu entdecktes Dokument gibt Aufschluss, warum seine Wahl so spät erfolgte. Anfang der fünfziger Jahre weilte Scribonius noch einmal für einen Studienaufenthalt in Italien, dieses Mal offiziell als Präzeptor der Söhne des böhmischen Oberstlandschreibers Wolf von Vřesovic und um die Heilige Schrift und Kanonisches Recht zu studieren.26 Eine Studienreise nach Italien war für einen Prager Propst höchst selten,27 aber sie unterstrich die hu21 Es wäre ein Irrtum, die spätere behauptete katholische Politik von Karl (und dessen Sohn, des späteren Kaisers Ferdinand II.) in Innerösterreich direkt den Erziehern zuzuschreiben: darüber schweigen die Dokumente, z. B. Johann LOSERTH (ed.), Acten und Correspondenzen zur Geschichte der Gegenreformation in Innerösterreich unter Erzherzog Karl II. (1578–1590), Wien 1898. Die einzige Analyse von Karls religiösem Profil scheint heute veraltet (Felix STIEVE, Karl II. (Erzherzog von Österreich), Allgemeine Deutsche Biographie XV [1882], Reprint Berlin 1969, S. 318–322), aber die modernere Geschichtsschreibung hat nur seine religiöse Politik erforscht: Alexander NOVOTNY — Berthold SUTTER, Innerösterreich 1564–1619, Graz 1967; Georg HEILINGSETZER, Erzherzog Karl II. von Innerösterreich, in: Brigitte Hamann (ed.), Die Habsburger, ein biographisches Lexikon, München 1988, S. 203–206; France M. DOLINAR u. a. (edd.), Katholische Reform und Gegenreformation in Innerösterreich, Klagenfurt 1994, besonders S. 373–386, 405–418; Karl AMON, Innerösterreich, in: Anton Schindling — Walter Ziegler (edd.), Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung I: Der Südosten, Münster 1989, S. 102–116. 22 Auch fungierte Scribonius zwölf Jahre als Beichtvater der Königin Anna Jagiello (1503–1547), erwähnt Podlaha. Aber man muss sich fragen, inwieweit diese Funktion mehr war als ein wahrscheinlich auch mit einigen Einkünfte verbundener Ehrentitel. Um diese Frage beantworten zu können, müsste man die Familienkorrespondenz Ferdinands für die Jahre 1537–1564 zur Verfügung haben. Antonín PODLAHA, Series præpositorum […] Metropolitanæ Ecclesiæ Pragensis I, Praha 1912, S. 120–126. 23 NA, RG 34, fol. 116v, 22. Februar 1546, Ferdinand an den Administrator und das Domkapitel. 24 Vielleicht um solche Interventionen zu vermeiden, baten die Domherren nach dem Tode des Propsts Ernst von Schleinitz Ferdinand, auf die freie Wahl des Kapitels Rücksicht zu nehmen. Prag, 15. Februar 1548, Domkapitel an Ferdinand. Klement BOROVÝ (ed.), Jednání a dopisy konsistoře katolické i utrakvistické II: Akta konsistoře katolické [Verhandlungen und Briefe des katholischen und utraquistischen Konsitoriums II: Akten des katholischen Konsistoriums], Praha 1869, S. 88–89. 25 A. PODLAHA, Series, S. 121. 26 NA, APA I, B1/2, fol. 31r–v, s. d. [1550–1553], Domkapitel an den Propst. 27 Klar ist, das die vorherigen und folgenden Domherren und Prälaten nicht selten in Italien studiert haben, um z. B. die Doktorwürde zu erlangen: 1497 handelte es sich um Christoph von Weitmühl (danach zeitig Propst zu Prag), 1501 um Ernst von Schleinitz, 1511 um 90 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS manistische Gesinnung Scribonius’ in diesen Jahren. Das Domkapitel forderte einen hochgebildeten Prälaten als Administratoren, aber auch, dass dieser seine Residenz in Prag nahm. Was bedeutete aber, für einen Menschen wie Scribonius der unpräzise Begriff „Humanismus“?28 Diese Frage ist ohne Ego-Dokumente schwer zu beantworten.29 Fest steht aber, dass Scribonius zu einer Gruppe gehörte, die in engen Verbindungen zu Cochlæus stand.30 Für Cochlæus oder Hasenberger war die Verteidigung des Katholizismus eine Selbstverständlichkeit. Die ältere Forschungsliteratur, die Karrieregründe als Motivation zur Verteidigung des Katholizismus anführt, ist stark von der Zeit des Kulturkampfes geprägt.31 Im Sinne des Erasmus’ waren Cochlæus und seine Anhänger Reformatoren. Als Cochlæus am Ende der dreißiger Jahre wegen der Lutheraner das albertinische Sachsen verlassen musste, bat er den Nuntius, den Laienkelch und die Priesterehe für die sächsischen Geistlichen zu gewähren.32 Er dachte, dass hierin eine Möglichkeit läge, in Sachsen den Katholizismus zu bewahren. Cochlæus sowie Hasenberger benützten in ihrer Polemik gegen Luther „humanistische“ Argumente auf die gleiche Weise wie Erasmus und nicht die thomistische Argumentation des Johannes Eck.33 Die Gewährung von Konzessionen, um den alten Glaube zu verteidigen, entsprach auch schon der Politik Ferdinands.34 Wir wissen nicht, welche Position Scribonius zu diesen Fragen einnahm. Aber seine Stellungnahmen in seiner Villaticus, danach um Albin von Helfenburg, usw. Gustav C. KNOD (ed.), Deutsche Studenten in Bologna, Berlin 1899, Nr. 4121, 3332, 3900, S. 662. Aber sie besaßen noch keine Prälatenpfründe… 28 „A protean concept“, Lewis W. SPITZ, Humanism and the protestant reformation, in: Robert Black (ed.), The Renaissance, critical concepts in historical studies I–IV, London — New York 2006, hier I, S. 301–329, vor allem S. 301. Über die Humanisten-Prälaten: Rainald BECKER, Wege auf den Bischofsthron, Rom 2006, besonders S. 369–370. Im Fall Scribonius: Jaroslav HAVRLANT, Ekleziologie Tomáše Bavorovského († 1562) [Die Ekklesiologie des Tomáš Bavorovský († 1562)], Dissertation der Katholischen theologischen Fakultät der Karlsuniversität, Praha 2013, S. 162–164, 174. 29 Kaspar von GREYERZ (ed.), Europäische Selbstzeugnisse als historische Quellen, Köln 2001, S. 26. 30 Z. B. Meißen, 27. April 1539, Cochlæus an Hasenberger. Nuntiaturberichte I/4, Gotha 1893, S. 550–552. 31 H. JEDIN, Des Johannes Cochlæus, S. 113–121; Für Hasenberger führte diese Idee noch aus: A.TRUHLÁŘ — K. HRDINA — J. HEJNIC — J. MARTÍNEK (edd.), Rukověť II, S. 332. 32 Stolpen, 1. Juni 1539, Cochlaeus an Nuntius Alexander. Nuntiaturberichte I/4, S. 563. 33 Monique SAMUEL-SCHEYDER, Johannes Cochlæus. Humaniste et adversaire de Luther, Nancy 1993, besonders S. 343f. Cochlæus, zwar ein Pädagoge, kein Theologe (S. 47f.), war aber in der Philosophie in einer realistischen und thomistischen via antica erzogen, nicht in der nominalistischen via moderna, wie Luther. 34 Z. B. Wien, 3. Januar 1540, Morone an Cervini. Nuntiaturberichte I/5, Berlin, 1909, S. 29. Prag, 11. Mai 1543, Verallo an Farnese. Ebd., 7, Berlin, 1912, S. 358–359. Vgl. auch die Relation von 1541 des venezianischer Botschafters am Hofe Ferdinands, Marino Giustiniano: Eugenio ALBERI (ed.), Relazioni degli Ambasciatori Veneti al Senato I/4, Firenze 1840, S. 117–158, hier S. 139–140. nIcOLaS RIcHaRD 91 OPEN ACCESS Rolle als Administrator zeigen, dass er mindestens teilweise diese „humanistische“ Positionen vertrat. Ab der Mitte der fünfziger Jahre besitzt man mehr Zeugnisse über den Propst und von 1556 bis 1562 über den Administratoren Scribonius.35 Obwohl die Mehrheit dieser Quellen administrativen Charakter besitzt, zeigen einige die Stellung Scribonius’ zu drei der wichtigsten Entscheidungen der Ferdinandeischen Kirchenpolitik: die Einführung des Jesuitenordens in Prag, die Wiederbesetzung des Amtes des Prager Erzbischofs und die Bemühung um die Gewährung des Laienkelchs auf dem Konzil von Trient. Wenn es 1554 zum Plan einer Niederlassung der Jesuiten in Böhmen kam, so nahm Scribonius eine Schlüsselstellung bei der Durchführung dieses Projektes ein. Obgleich er nur Propst war, arbeitete er eng mit Ferdinand zusammen, um ein Kollegium zu errichten.36 Er unterstützte die Patres mit seinem eigenem Geld,37 und empfahl sie den böhmischen Katholiken.38 Man muss aber feststellen, dass, als sich Canisius in Prag mit einem starken Widerstand der Nichtkatholiken konfrontiert sah, der junge Jesuitenorden zu dieser Zeit noch keineswegs zum Symbol eines unnachgiebigen Katholizismus geworden war. Canisius sprach sich für den Laienkelch aus39 und gehörte zusammen mit Staphylus, einem damaligen Lutheraner, dem Ratgebergremium für die Religionspolitik Ferdinands an.40 Für Scribonius war die Einführung der Jesuiten 35 Über die Administratur von Scribonius vgl. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 201–376, 388–390. NA, APA I, Kart. 689–691 (recepta 1545–1563); Archiv der Prager Burg [Archiv Pražského hradu, weiter nur APH], Archiv des Domkapitels [Archiv Metropolitní kapituly u Sv. Víta, weiter nur AMK], Cod. VI–12 (ab 1561). Beschreibung in Antonín PODLAHA, Catalogus codicum manu scriptorum, qui in Archivio Capituli Metropolitani Pragensis asservantur, Praha 1923, S. 115f. 36 Der (künftige hl.) Petrus Canisius riet die Niederlassung in Prag wegen der böhmischen Freunde, d. h. Scribonius, Brus (Großmeister der Kreuzherren mit dem roten Stern), und Schradin. Wien, 14. Oktober 1554, Petrus Canisius an (den künftigen hl.) Ignatius von Loyola; Prag, 15. Juli 1555, Canisius an Ignatius. Otto BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Beati Petri Canisii, Societatis Iesu, Epistulæ et Acta I: 1541–1556, II: 1556–1560, Freiburg im Breisgau 1896 u. 1898, hier I, S. 497, 548–549. Ferdinand befahl Erzherzog Ferdinand die Einführung der Jesuiten im Auftrag des Propstes. Augsburg, 7. März 1555, Ferdinand an Erzherzog Ferdinand; Augsburg, 20. März 1555, Ferdinand an Erzherzog Ferdinand. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 201–202, 204–205. Prag, 16. Juli 1555, Scribonius, Brus u. Schradin an Ferdinand. O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Beati Petri Canisii […] Epistulæ I, S. 763. 37 Prag, Februar — Juli 1556, Canisius an Scribonius; Prag, ante 18. Mai 1556, Canisius an Scribonius; Prag, Juni oder Juli 1556, Canisius an Scribonius. Ebd., S. 599, 610–611, 634–635. Prag, 12. August 1564 Scribonius an die königliche Kammer. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 388–390. 38 Prag, 17. Mai 1556, Canisius an Ignatius, O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Beati Petri Canisii […] Epistulæ, S. 618, Anm. 3. 39 Klaus SCHATZ S.J., In Auseinandersetzung mit Hussitismus und Luthertum — Petrus Canisius und der Laienkelch, in: Petronilla Cemus (ed.), Bohemia Jesuistica 1556–2006 I, Praha 2010, S. 207–213. Über Canisius’ Tätigkeit: Xavier-Marie LE BACHELET S.J., in: Dictionnaire de Théologie Catholique III, Paris 1905, S. 1007–1037. 40 Vgl. z. B. Canisius’ Hoffnungen vor dem Wormser Kolloquien: Ingolstadt, 28. Juli 1557, Canisius an Scribonius und Brus. O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Beati Petri Canisii […] Epistulæ II, S. 107–109. 92 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS die Lösung des Problems des Priestermangels. Die Patres würden die zukünftigen katholischen Priester der Erzdiözese erziehen41 und für die gegenwärtige Geistlichkeit als Vorbild im Priesteramt und Predigt dienen.42 Das Verhältnis von Scribonius zum Hof lässt sich am besten bei einer Analyse seiner Stellung als Administrator und im Verlauf der Wiedererrichtung des Erzbistums Prag untersuchen. Die Verhandlungen über die Wiederbesetzung des Erzbistums Prag wurden allein zwischen Ferdinand und der Kurie geführt, ohne dass sich die Administratur daran beteiligt hätte.43 Der Grund dafür war wahrscheinlich die niedere Stellung von Scribonius als Administrator, die keinem Bischof gleichkam, auch wenn er de facto als ordinarius loci fungierte.44 Die Domherren betrieben eine eigenständige Politik, zu der auch der Plan zur Wiedereinsetzung eines Erzbischofs gehörte. Sie wollten wie Ferdinand unter der Devise unus pastor, grex unus eine Kirchenunion mit den Utraquisten herstellen.45 Der Administrator Scribonius wusste so wenig von den diplomatischen Verhandlungen, dass er im Jahr 1560 den Nuntius Hosius um die Gewährung des Laienkelchs und die Wiedereinsetzung eines gemeinsamen Erzbischofs von Prag für die Utraquisten und Katholiken bat. Mit dieser Forderung schloss er direkt an die humanistischen Projekte der dreißiger Jahre an. Dabei handelte er im Namen des Kapitels motu proprio, das heißt ohne kaiserlichen Befehl.46 Zu dieser Zeit bestand aber schon eine Diskrepanz zwischen der kaiserlichen Kirchenpolitik in Böhmen und den Vorhaben von Scribonius. Am kaiserlichen Hof wurden die Vorstellungen des Bischofs Drašković von Fünfkirchen protegiert, der sich einen „evangelischen“ Bischof wünschte. Darunter verstand er freilich keinen Lutheraner, sondern einen Ordinarius mit reinen, vorzüglichen Sitten, der die Residenzpflicht wahrnehmen sollte. Die materielle und machtpolitische Absicherung dieses Planes interessierten Drašković weniger. 41 Prag, Juli 1556, Scribonius u. Canisius an Ferdinand. Ebd., I, S. 647–648. Die Frage einer katholischen Universität stellte das Kapitel schon 1547. August 1547, Domkapitel an den König. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 62. 42 Wien, August — Dezember 1560, Canisius an Scribonius; Wien, 4. oder 5. Oktober 1558, J. de Victoria S.J. an Canisius. O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Beati Petri Canisii […] Epistulæ II, S. 716, 314. 43 Nuntiaturberichte I/1, 2, 7, 10, 11; II/1–2. František KAVKA — Anna SKÝBOVÁ, Husitský epilog na koncilu tridentském a původní koncepce habsburské rekatolizace Čech [Hussitischer Epilog auf dem Tridentiner Konzil und die ursprüngliche Konzeption der Habsburger Rekatholisierung Böhmen], Praha 1969; Anna SKÝBOVÁ, Obnovení pražského arcibiskupství [Die Erneuerung der Prager Erzbistums], in: Zdeňka Hledíková — Jaro slav V.Polc (edd.), Pražské arcibiskupství 1344–1994 [Das Prager Erzbistum 1344–1994], Praha 1994, S. 114–128. 44 Die Administratur, die sogenannte authoritate apostolica, war keine apostolische Administratur im modernen kanonischen Sinn. Das heißt, dass sie über keine bischöfliche Gewalt mehr verfügte, wie normalerweise sede vacante und keine römische Konfirmation besaß. Eine systematische Analyse der Administratur Prags fehlt aber. 45 S. l., 23. August 1547, Domkapitel an Ferdinand. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 63–64. 46 Wien, 15., 17. Juli 1560, Nuntius Hosius an Pius IV. Nuntiaturberichte II/1, Wien 1897, S. 70–71. nIcOLaS RIcHaRD 93 OPEN ACCESS Die Wiederbesetzung des Erzbischöflichen Amtes veränderte die Position von Scribonius und die Stellung des Domkapitels im Erzbistum nachhaltig. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Domkapitel und dem Erzbischof gehören allerdings in die Regierungszeit Kaiser Maximilians II. und Kaiser Rudolfs II. und sollten den Propst die Bischofswürde kosten.47 Unmittelbar nach der Wiederbesetzung des Erzbistums weilte sein neuer Amtsträger Brus in Trient, wo das Konzil in seine letzte Sitzungsperiode eintrat, so dass Scribonius weiter die Verwaltung der Erzdiözese ausübte. Aus dem Briefwechsel der beiden Prälaten kann man ableiten, was Scribonius über die kirchlichen Angelegenheiten dachte. Für Scribonius war das Konzil die vielleicht letzte Chance, den Frieden und die Einheit der Christenheit wiederherzustellen. Dafür musste man seiner Ansicht nach glühend beten. Er war sich sicherlich wie die Räte Ferdinands und des kaiserlichen Beichtvaters Sittardus, den er sehr schätzte, der Dringlichkeit der Lage bewusst.48 Scribonius kannte die konkreten Probleme der Pfarreien besser als sonst jemand. Die kaiserlichen Gesandten baten in Trient um die Gewährung des Laienkelchs, der für sie ein Mittel war, Kirchenübertritte zum Luthertum abzuwenden und die Utraquisten zurück in den Schoß der katholischen Kirche zu führen. In Prag sah Scribonius die Kelchkommunion der bisherigen Katholiken als Zeichen ihrer Apostasie an.49 Er bemerkte auch, wie sich die Utraquisten schon mit den Lutheranern vermischt hatten. Er beklagte die Untätigkeit der königlichen Behörden gegen die Lutheraner.50 Und Scribonius sah das Konsistorium sub utraque nicht bereit, sich mit den Katholiken unter einem neuen Erzbischof zu vereinigen, wie es Kaiser Ferdinand wünschte.51 Auch der Wille Ferdinands, in Trient nicht von Theologie zu sprechen, sondern nur von Disziplin, erschien ihm befremdlich. Nach der Meinung von Scribonius musste das Konzil klar die katholischen Dogmen vertreten. Gern hätte er ein Verbot des Gebetes Jesu Christe, bitte für uns erlangt, das in Böhmen sehr verbreitet war, ihm aber häretisch erschien.52 Am Ende des Konzils war Scribonius gekränkt, die Höflinge, selbst wenn sie selbst dem katholischen Glauben anhingen, das Konzil von Trient kritisieren zu hören.53 Für ihn war dank der Dekrete des Konzils die Zeit der Generalreformation gekommen. Gleichwohl waren ihm einige Beschlüsse des Konzils unklar. Er fragte Brus beispielsweise nach der Bedeutung der Einzigkeit des Paten bei der Taufe, des Dispenses von affinitas,54 und der Rechtsgültigkeit von geheimen Ehen (clandestina 47 Wien, 8. Mai 1567, Nuntius Biglia an Commendone; Wien, 15. Mai 1567, Biglia an Alessandrino; 12. Juni 1567, Biglia an Commendone. Nuntiaturberichte II/6, Wien 1939, S. 67f. 48 Prag, 28. Februar 1562, Scribonius an Brus. NA, APA I, Kart. 690. 49 Prag, 13. Juni 1563, Scribonius an Brus. Ebd., Kart. 691. 50 Prag, 4. Mai 1562, Scribonius an Brus; Prag, 25. Mai 1562, Scribonius an Brus. Ebd., Kart. 690; Prag, 18. Januar 1563, Scribonius an Brus; Komotau/Chomutov, 14. Februar 1563, Scribonius an Brus; s. l., 9. Juli 1563, Scribonius an Brus. Ebd., Kart. 691. 51 Prag, 1. Juni 1562, Scribonius an Brus; Prag, nach 15. Juni 1562, Scribonius an Brus. Ebd., Kart. 690. 52 K. BOROVÝ, Antonín Brus, S. 29. 53 Prag, 25. November 1563, Scribonius an Brus, NA, APA I, Kart. 691. 54 Prag, 15. Oktober 1563, Scribonius an Brus. Ebd., Kart. 691.