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Der kulturelle Hintergrund der Fachübersetzung

Tellinger, Dušan

Abstract

The influence of national cultures is of great importance in all kinds of scientific translation. It seems that not only literary translations, but also scientific translations, are interlingual and intercultural processes. Both literary and non-literary texts may include so-called realia. Translators and interpreters as ideal cultural brokers may gain experience with a flexible bridging role which incorporates language and cultural mediation of scientific discourse. It should be perceived as a unique opportunity for the development of cultural and language competence in lifelong praxis. Only full language and cultural awareness can guarantee that all modifications of a source text to the target culture are included in a broad spectrum, be it scientific articles, commercials or mass media texts.

Full text

246 ACC JOURNAL 2017, Volume 23, Issue 3 DOI: 10.15240/ ul/004/2017-3-022 DER KULTURELLE HINTERGRUND DER FACHÜBERSETZUNG Dušan Tellinge F eischa ende Wissenscha le , Košice, Slowakische Republik e-mail: ellinge[email p o ec ed] Abs ak De Ein luss de Kul u mani es ie sich in un e schiedlichen Fach ex so en. Nich nu bei li e a ischen Übe se zungen is das Übe se zen ein in e linguales und zugleich in e kul u elles Sp achhandeln. In as allen Fach ex so en kommen kul u spezi ische Realien zu Sp ache. Noch im S udium kann man dem Übe se ze und dem Dolme sche e mi eln, wie man die Realien übe agen soll e – on de Übe nahme de emdsp achigen Bezeichnung bis hin zum Se zen eines E klä ungsäqui alen s. In didak ische Hinsich kann man in Semina en die emde Kul u (das F emde), d. h. kul u ell ma kie es Fak enwissen in un e schiedlichen Tex so en ( on Facha ikeln bis zu We be ex en) ebenso wie in den Medien Zei ung und Fe nsehen e mi eln. Keywo ds Realia; Ve bal communica ion; Non e bal communica ion; T ansla o educa ion; In e p e e educa ion; In e cul u al p o essional communica ion; Compe ence p o ile; Types o p o essional ex s. Einlei ung In diesem Bei ag gehen wi die Bedeu ung de Kul u bei Fachübe se zungen an. Bei de Fachübe se zung muss man die lexikalische und kul u elle Übe se zba kei be ücksich igen. Beide Sei en des Übe se zungsp ozesses hängen on de sp achlichen und kul u ellen En e nung zwischen dem Ausgangs- und Ziel ex ab. Beim Aspek de kul u ellen Einbe ung des Ausgangs ex es ins Emp angsmilieu is eine spezi ische Ausbildung des Übe se ze s in de Ausgangskul u (ökonomische, poli ische, his o ische, soziologische, geog a ische, echnische e l. auch küns le ische) e o de lich, zu de selbs e s ändlich die pe ek e Kenn nis de Te minologie des gewähl en Faches und dazu noch eine en sp echende s ilis ische Gabe gehö en ( achsp achliche sowie s ilis ische Kompe enz). Zum Kompe enzp o il gehö en auch solche Fähigkei en (skills), die z. B. ein zukün ige Dolme sche im Rahmen seine Ausbildung e le nen kann: „Elemen s o non- e bal communica ion: eye-con ac , mimics, ges u es, body language and pos u e cons i u e a c ucial pa o an in e cul u al communica ion cou se.“ 3, S. 59 Das heiß , ansla o ische Kompe enz um ass meh e e Komponen en als E gebnis eine allgemeinen Bildungskompe enz. Auch bei de Fachübe se zung (nich nu bei de li e a ischen Übe se zung) geh es um das ech e soziale Ve s ändnis ü den Hin e g und eines zu übe se zenden O iginal ex es. Es geh also um die Ums ände, die nu de Au o kenn , und im Kommunika ionsp ozess auch sein Media o 247 „Dies e möglich ihm, den Emp änge des T ansla s übe Sinn und Wi kung des Ausgangssp achen ex es zu in o mie en und dem Zielsp achen ex -Rezipien en gegebenen alls eine Hype in o ma ion zu geben.“ 9, S. 69 Hie sind die Ums ände de En s ehung des Tex es, ebenso die auße sp achlichen Fak o en im Übe se zungsp ozess – die Konno a ionen, No men, E wa ungen und alles, was mi de Ausgangs- und Zielkul u zusammenhäng , zu nennen. Die Fach- und kul u gebundene Lexik is bei de Fachübe se zung in gleichem Maße wich ig. Es handel sich um den exak en Inhal des Fach ex es und um mannig al ige Elemen e des Tex es, die ihm den Anhauch eine bes imm en Kul u e leihen. Diese Aspek e de Fachkommunika ion wu den bishe wei gehend e nachlässig , wie es Hans-R. Fluck 2, S. 75 be on : „Schließlich ha sich einhe gehend mi dem allgemeinen und neubeleb en wissenscha lichen In e esse am Ve häl nis on Sp ache und Kul u eine e s ä k e Beschä igung mi kul u gebundenen Spezi ika in de Fachkommunika ion e geben, e wa im kul u kon as i en Ve gleich on Tex so en und Sp achhandlungs- bzw. In e ak ionsmus e n, insbesonde e auch im mündlichen Be eich.“ Was die Kul u gebundenhei de Fach ex so en angeh , un e scheide We ne Kolle d ei G uppen. In de e s en G uppe de Tex e (de en Wo scha z du ch in e na ionale Sp achno mung meh sp achig e minologisie is und ganz ode eilweise aus In e na ionalismen bes eh , die au g iechisch-la einischen Wo s ämmen basie en; z. B. na u wissenscha liche Tex e) und in de zwei en G uppe de Tex e (de en Wo scha z nich ode nu eilweise meh sp achig e minologisie is ) is die Kul u gebundenhei nich am o de en Plan und bei diesen Tex en s ell sich das P oblem de übe se zungsbezogenen Te minologiea bei . Die d i e G uppe bilden “Fach ex e, de en Wo scha z sich au landesspezi ische Sach e hal e bezieh , d.h. Fach ex e im ju is ischen, soziologischen, ökonomischen Be eich, die gebunden sind an ins i u ionelle Ve häl nisse in einem bes imm en Land. Bei diesen Tex en s ell sich insbesonde e das P oblem de Wiede gabe landeskon en ionelle Elemen e.“ 5, S. 275 Diese Fes s ellung un e s ü z die Meinung on Pe e A. Schmi 7, S. 252: „Ein gewisses Maß an Äqui alenzp oblemen ges eh man allen alls den Fachübe se zungen au den Gebie en Rech , Wi scha und Sozialwissenscha zu; on Spezialis en au diesen Gebie en is zu hö en, dass es au g und kul u spezi isch un e schiedliche Sys eme häu ig seh schwie ig sei, Äqui alen e in e schiedenen Sp achen zu inden.“ De Fachübe se ze muss also genügend ex spezi isch ele an es Fachwissen mi b ingen und übe p ak ische In o ma ionen e ügen, dami e den Ausgangs ex inhal lich so wei e s eh , dass e au diese In o ma ionsg undlage einen zweckge ech en Ziel ex e s ellen kann. 1 Kul u elle Äqui alenz Neben de lexikalischen Äqui alenz (die absolu e Äqui alenz de Te mini) is in de Fachübe se zung auch die kul u elle Äqui alenz ( o allem die annähe nde Äqui alenz de Realien) am o de en Plan. P obleme en s ehen also meis ens bei de Suche nach lexikalischen Äqui alen en, abe die kul u elle Sei e des T ansla s is auch imme dabei wie 248 eine Folie im Hin e g und. Mi de Kul u spezi ik de Fach ex e is das P oblem des Funk ionals ils gebunden. In einzelnen Sp achen sind die Kon en ionen, die die s ilis ischen Me kmale bes immen, en scheidend. Dies gil abe auch im Rahmen de geog a isch modi izie en deu schen Sp ache. Es is wich ig aus kul u elle Sich , z. B. zwischen meh e en deu schen Rech ssp achen zu un e scheiden (Schweiz – Luxembu g  Ös e eich e sus Deu schland). Diese ju is ische Un e scheidung komm bei de Übe se zung englischsp achige Rech s ex e G oßb i anniens, Kanadas, Aus aliens, Neuseelands, I lands und de USA in Deu schland, Ös e eich und de Schweiz auch zu Wo . Dami sind schwe e P obleme bei de Übe se zung ins abe auch aus dem Deu schen e bunden. Dabei is de sp achliche Umgang mi Kul u un e schieden on g oße Bedeu ung. Wie im Allgemeinen Kul u un e schiede zum T agen kommen, dazu is die olgende Meinung in de Übe se zungs heo ie on Radegundis S olze 8, S. 244 zu inden: „Übe se zen is nich Kul u e gleich, sonde n es is ein Übe b ücken e gleichend es ges ell e Un e schiede. Es können besonde s d ei A en in e kul u elle Un e schiede genann we den: Da gib es eale Inkong uenzen du ch unbekann e Kul u spezi ika, o male Inkong uenzen du ch kul u spezi ische Tex baupläne, seman ische Inkong uenzen du ch kul u spezi ische Assozia ionen bes imm e Wö e .“ Kul u elle Spezi ika s ellen in den Fach ex en o z de In e na ionalisie ung de wissenscha lichen und echnischen Fo schung und En wicklung ein g oßes ansla o isches P oblem da . Man kann sie nich un e schä zen, da de T end, de zum Rückgang de Kul u spezi ik im P ozess de Globalisie ung üh und massi e Kul u un e schiede e wisch , in s ändigem Wandel is : Eine sei s s eh de Rückgang dessen, was kul u spezi isch is , ande e sei s beobach e man einen gegenläu igen T end zu Bewah ung egionale und e hnische Besonde hei en auch im achlichen Be eich. Ein Übe se ze , de sich nich nu als Sp ach- sonde n als Kul u mi le e s eh , soll e ü solche Kul u spezi ika sensibilisie sein. Die Übe se ze , die wenig kul u sensibel sind, e s oßen o gegen die P inzipien de Übe se zung als T ans e handlung. T ansla o ische Laien sind o ein sp achlich o ien ie und in de Regel au lexikalische Äqui alenzsuche ixie , was du ch ih en ungenügenden schulischen F emdsp achene we b gep äg wi d. Sie e s oßen so gegen die F emdhei de Ausgangskul u seh o in ih en Übe se zungen. Von einem p o essionellen Übe se ze e lang man schon eine po en iell bewuss e Kul u kompe enz, die man im Lau e eines uni e si ä en S udiums e wi b und ein gesam es Leben übe mi neuen Kenn nissen e gänz . Eine besonde s wich ige F age s ellen in de Kul u kompe enz eben die Realien da , die als Spiegel des Ni eaus de übe se ze ischen Tä igkei dienen können. Wie schwe is es, die G enzen des Beg i es Realie auszumachen, da übe zeug auch eine eiche synonyme Reihe des Te minus Sp ach ealie: Kul u ealie, Kul u wo , nich übe se zba es Elemen , äqui alen sloses Lexem, kul u spezi isches Wo , Kul u em, Linguokul u em ode E hnokul u em. Die Realien s ehen zwischen zwei G enzpolen de Lexik – zwischen gemeinsp achlichen Wö e n und Te mini. Wäh end ein Te minus mi Hil e de De ini ion eindeu ig ixie und abgeg enz wi d, e häl ein gemeinsp achliches Wo seine scha e Konk e isie ung e s du ch den Kon ex . De Kon ex spiel auch bei Realien eine wich ige Rolle, o zdem agen Realien einige Me kmale on Te mini und sind auch ohne den Kon ex aus eichend e s ändlich. 2 Kompe enzbe eiche on Fachübe se ze n In diesem Bei ag gehen wi o allem die Bedeu ung de Kul u kompe enz bei Fachübe se zungen an. In de ansla ologischen Fachli e a u widme man den 249 Kompe enzbe eichen iel Au me ksamkei . De neua ige Übe se ze yp de Fachli e a u ha ein kla es Kompe enzp o il, wie es Tho s en Roelcke 6, S. 153 un e s eich . In seinem Buch inde man das Kompe enzp o il des Fachübe se ze s, de on eine F emd- als Ausgangssp ache in seine Mu e - als Zielsp ache übe se zen soll e; das Kompe enzp o il wi d aus olgenden G undkompe enzen gebilde : 1. die allgemeinsp achliche Kompe enz de Ausgangssp ache; 2. die allgemeinsp achliche Kompe enz de Zielsp ache; 3. die achsp achliche Kompe enz de Ausgangssp ache; 4. die achsp achliche Kompe enz de Zielsp ache; 5. eine en sp echende Fachkompe enz (im Sinne eines pe sönlichen Wissens- Managemen s). Die obengenann en Kompe enzen e möglichen dem Übe se ze ein kul u spezi isches He angehen an Fach ex e au G und eine spezi ischen achsp achlichen Wissensbasis. Ein kla es Kompe enzp o il is e bunden mi eine indi iduellen Gesam kompe enz, die eng mi dem sog. Wel wissen zusammenhäng . Eine de wich igs en Komponen en des Wel wissens/F emdkul u wissens eines Übe se ze s als Kul u e mi le is das b ei e Feld on Realien, die ebenso wie auch die Linguokul u eme („Kul u eme“) einen um ang eichen Teil de Kul u im wei es en Sinne bilden. Die sog. „Kul u eme“ 6, S. 152 be ei en e hebliche Schwie igkei en in de in e na ionalen Fachkommunika ion o . Sie sind als Ausd uck de mak o- wie mik os uk u ellen Un e schiede achspezi ische Tex so en zu e s ehen, da e schiedene Einzelsp achen in de Fachkommunika ion du ch kul u elle Fak o en beein luss we den, le z en Endes auch in s ilis ische Ges al ung de Fach ex e (und im Layou ebenso). De kul u elle Hin e g und de Kommunika ion komm in e schiedens en Fo men zum Vo schein, was dann die Übe b ückung kul u elle Un e schiede onsei en de Übe se ze e o de . Das P oblem de o o kommenden kul u ellen Nich übe se zba kei is nich nu ü die li e a ische Übe se zung ypisch, da die Kul u auch die Rücksei e de Fachkommunika ion bedeu e . Die Un e schiede de Kul u en, d.h. de Ausgangs- und Zielkul u sind im Allgemeinen die Haup ba ie en im Übe se zungsp ozess (in gemeinsp achlichen Tex en sowie auch Fach ex en). Die Übe windung de Kul u ba ie en s eh in engem Zusammenhang mi de Übe windung de Sp achba ie en: Kul u - und Sp achba ie en sind Vo de - und Rücksei e de selben Münze. Jede Tex so e is un e bes imm em Ein luss de Ausgangskul u , wobei die he schende Wel sich des Ausgangsmilieus ongebend is : „Wei aus g undsä zliche e P obleme en s ehen schließlich aus de kul u ell un e schiedlich gep äg en Wel sich e schiedene menschliche Gemeinscha en, die sich jeweils auch in de en allgemeinem wie achlichem Sp achgeb auch niede schlagen.“ 6, S. 152 Die Wissenscha kann also un e schiedliche Wege besch ei en und un e schiedliche Wel en wide spiegeln. 3 Soziokul u elle Kompe enz Soziokul u elle sowie p agma ische Kompe enz jedes Übe se ze s bezieh sich au Sp ache und Kommunika ion. Bei de Ausbildung jedes Media o s de Sp ache und Kul u komm die No wendigkei zu Beschä igung mi kul u spezi ischen Ve hal ensschema a und kul u spezi ischen Ve sp achlichungss a egien zu Wo . Wich ig is seine Fähigkei , kul u elle Un e schiede und Gemeinsamkei en jede Sp achgemeinscha zu kennen und bei de Ges al ung eines T ansla s zu akzep ie en. In den Vo de g und komm die Rolle de soziokul u ellen Gegebenhei en, kul u spezi ische Realien ode Gep logenhei en. Seh lange sah man die Besonde hei de Übe se zung on Fach ex en nu im Wo scha z und Te minologie. Die kul u elle Sei e, die o wiegend du ch Realien gep äg wi d, s and am 250 Rande des In e esses de Übe se ze sowie Übe se zungswissenscha le . In den le z en d ei Jah zehn en kamen neue Impulse in de Fo schung de Kul u spezi ik de Fach ex e, was o allem du ch den D ang de wi scha lichen Globalisie ung he o ge u en wu de. Die wel wei e, o allem wi scha liche, abe auch wissenscha liche Ve ne zung üh zu einem e s ä k en Aus ausch zwischen Kul u en und Mä k en, dami auch zu s a ken Ände ungen in de Übe se zungs ä igkei , wie es Wol am Wilss 10, S. 146 un e s eich : „In olge des iesigen in e na ionalen In o ma ionsaus ausches leben die einzelnen Sp achen heu e meh denn je om gegensei igen Nehmen und Geben. Wi bewegen uns in de Fachkommunika ion o nehmlich au de Basis la einisch- g iechische Wo s ämme au eine in e na ionale Ve keh ssp ache zu, die man als ‚Technik-Espe an o’ bezeichnen könn e. Ve s ä k wi d diese En wicklung du ch die Bemühungen um die Scha ung eine wel wei s anda disie en Sp ache ü domainübe g ei enden Dokumen a ionsaus ausch, eine En wicklung, die die ach ex bezogene Übe se zungsp axis nachhal ig beein lussen wi d und dami auch ausbildungsspezi ische Implika ionen ha .“ Es kam zu eine wel wei en Angli izie ung de Fachkommunika ion, was auch die gegenwä ige Übe se zungsp axis nachhal ig beein luss . In unse e Zei de elek onischen Ve ne zung de Wel wu de das Englische zu globalen Lingua anca, d. h. zu wich igs en Mi le sp ache de Wel . T o zdem spiel die na ionale Kul u spezi ik de Fach ex e wei gehend eine wich ige Rolle, da es zu keine ollen Angli izie ung de in e na ionalen Fachkommunika ion in de Zukun komm . Die Einzelsp achen de Wel ökonomik, Wissenscha und Technik ( o allem das Chinesische, F anzösische, Deu sche, Russische, Spanische) e lie en in keinem Fall ih e Rolle als na ionale wie auch als in e na ionale Einzelsp achen achliche Kommunika ion. Jede Fach ex ha seine Kul u spezi ik, seine egionale und e hnische Iden i ä , so sp ich man z. B. on einem sachsonischen (in England und in den USA exis ie enden), einem eu onischen (an die klassischen deu schen Uni e si ä en gebundenen, auch in Os eu opa gep leg en), einem gallischen (in den omanischen Lände n dominie enden) und einem nipponischen ( ü Japan, abe siche auch ande e os asia ische Lände ypischen) in elek uellen S il. Als Beispiel kann au die Exis enz eine ös lich-chinesischen und eine wes lich-eu opäischen Medizin e wiesen we den. Aus de kul u ell un e schiedlich gep äg en Wel sich e schiedene menschliche Gemeinscha en en s ehen übe se ze ische P obleme, die eine gewisse kul u ell- achliche Übe b ückung onsei en de Übe se ze e langen: „Die Übe b ückung solche sog. ‚Kul u eme’ s ell die in e na ionale Fachkommunika ion mi un e o e hebliche Schwie igkei en, e wa wenn es da um geh , einen poli ologischen Kommen a zu ame ikanischen Ve assung in das Chinesische zu übe agen ode eine chinesische Fachabhandlung übe Na u heil e ah en in die ame ikanische Wissenscha ssp ache de Medizin zu übe se zen.“ 6, S. 152 4 E we b achsp achliche Kompe enzen Es häng on de Fachlichkei de Tex e ab, wie die kul u spezi ischen Ve ex ungskon en ionen zu Gel ung kommen. In de Publizis ik, wo die Fachlichkei ge ing is , sieh es ande s aus, wie bei de Übe se zung on Pa en sch i en ode on A bei szeugnissen, wo eine Tex umges al ung bezüglich de kul u ellen Un e schiede e o de lich is . Bei Laienlese n de Geb auchs ex e ehl es o an In o ma ionen, so soll man sie den zielsp achlichen o malen Kon en ionen in o ma i und kul u ell anpassen. Eine solche kul u elle Umges al ung is wegen Kon en ionen des Emp änge s wich ig. Im Be eich de Medizin spielen eine en scheidende Rolle in e na ional gel ende Kon en ionen, wenn es 251 um Bedienungsanlei ungen geh . Ganz ande s is es mi den ölke ech lichen Ve ägen. Eine Hype in o ma ion onsei en de Übe se ze en hal en Zei ungsmeldungen, die nich sel en eine Anpassung in de Zielsp ache b auchen. Es ehl hie bei o an kul u ellen In o ma ionen, so muss man bei Lese n die In o ma ionslücke übe winden. Bei de achin e nen Kommunika ion geh man aus de Funk ion aus. Hie muss man o allem die Sp achba ie en übe winden. Die Übe windung de Kul u ba ie en i in den Vo de g und, wenn man Tex e de achex e nen Kommunika ion übe se z . Wich ig is also lau gel enden Regeln de heu e so hoch geschä z en Skopos heo ie, ob man Fach ex e achin e n ode achex e n e wende . Den Fachlichkei sg ad de Tex e muss man imme in Kau nehmen. Bei de achin e nen Kommunika ion geh es also o wiegend um die Übe windung de Sp achba ie en. So z. B. einen medizinischen Tex übe se zen heiß , die Funk ion und den Inhal des Ausgangssp achen ex es zu bewah en. Ande s is es bei einem We be ex , wo man den Inhal und auch die Funk ion e ände n kann. Dies is ein ypisches Beispiel ü die Funk ion e ände nde Übe se zung. Die Funk ion bewah ende Übe se zung medizinische Tex e e lang om Übe se ze wegen hohe Quali ä meh Denkans engungen: Ein solche engspezialisie e Tex se z einen kompe en en Übe se ze o aus. De Weg zum E we b solche Fachkompe enz mag schwie ig sein, abe e is o gezeichne . Von den achsp achlichen Kompe enzen he gehen Hans G. Hönig und Paul Kußmaul 4, S. 149 diese F age an: „Einem Übe se ze , de sich au Fach ex e (e wa medizinische) spezialisie ha , können wi geziel e Hinweise geben, wie e seine übe se ze ische Kompe enz e besse n kann. Wi emp ehlen ihm z. B., sein medizinisches Fachwissen zu e g öße n, die Fach e minologie zu le nen und sich eine Ka ei kon en ionalisie e S anda d o mulie ungen anzulegen. Wenn de Übe se ze diesen Ra schlag be olg , wi d e mi Siche hei besse e Übe se zungen he o b ingen können.“ Alle achsp achlichen Kompe enzen sind bei bes imm e Begabung e le nba . Die Gesam kompe enz e möglich dem Übe se ze , sich die nö ige Übe sich in seinem Fach (Medizin, Wi scha , Rech , Technik usw.) zu e scha en. Die Gesam kompe enz des Übe se ze s is als E gebnis eine allgemeinen Bildungskompe enz zu beg ei en. 5 Flexibili ä de Sp ach- und Kul u media o en Fachübe se ze sind heu e zunehmend gezwungen, Ansp üchen ge ech zu we den, die wei übe ih e adi ionellen sp achbezogenen Au gaben hinausgehen. Zu Umkodie ung eines ausgangssp achlichen Fach ex es is heu e eine pe ek e Sp achkompe enz nich genügend. Ohne eine en sp echende kommunika i e Übe se zungskompe enz kann de Übe se zungsp ozess nich e olg eich sein. In de Fachli e a u 1, S. 459 inden wi die Be onung diese übe se ze ischen Fähigkei : „Un e eine ‚kommunika i en Übe se zungskompe enz’ wollen wi die Fähigkei des jeweiligen Übe se ze s e s ehen, ausgangssp achliche Fach ex e als in e kul u ell, sozial, si ua i , kogni i und unk ional bes imm e, sachlogisch s uk u ie e, seman isch-syn ak isch gegliede e sowie hie a chisch o ganisie e sp achliche Einhei en in die jeweilige Zielsp ache zu übe mi eln.“ O e scheinen zahl eiche Übe se zungsp obleme, die nich nu sp achlich beding sind, wie e wa Kul u spezi ik achliche Bo scha en ode die Kul u aumabhängigkei achliche Tex e. Die Übe b ückung solche Un e schiede e läu im Übe se zungsp ozess, da geschul e Sp ach- und Kul u media o en übe die Kompe enz-zwischen-Kul u en e ügen. Die Kompe enz-zwischen-Kul u en bezieh sich also au das Wissen des Übe se ze s übe Selbs -, 252 F emd- und e lexi e Selbs bilde de be e enden A bei skul u en im gegensei igen Bezug au einande und au die po en iellen Auswi kungen solche Bilde au die in e kul u elle Si ua ion. E s das E kennen de Selbs e lexion de A bei skul u en und des Ein lusses diese Selbs e lexion au die in e kul u elle Kommunika ion e möglich es dem Übe se ze , die kul u elle Sei e des T ansla s zu bewah en, zu kompensie en bzw. zu ko igie en. Jede Fach ex ha seine Kul u spezi ik, seine egionale und e hnische Iden i ä , die sich z. B. auch im sch i lichen und mündlichen Kon ak de Wissenscha le mani es ie (Un e schiede in An ede o meln und Ti eln in Eu opa, in den USA und in Asien – Japan, China, Ko ea). So is z. B. die Ve wendung on An ede o meln und Ti eln on Kul u zu Kul u  in Deu schland und in den slawischen Lände n  so seh un e schiedlich, dass sie zu Miss e s ändnissen üh en kann (z. B. als Ausd uck des Hochmu s). Was die kul u ellen P obleme angeh , muss z. B. auch die Ve wendung des wei e en, nich achlichen Wo scha zes ins Auge ge ass we den (wie z. B. zahl eiche wich ige Beg i e, Bilde , Me aphe n und Redewendungen de All agssp ache eines konk e en Volkes, die ih e Wu zel in de gegebenen Kul u haben). Diese auße ex uellen Fak o en des Übe se zens, die seh o mi psychologischen Aspek en eng e bunden sind, bleiben nich sel en on manchen Übe se ze n unbeach e . Dies kann zu den P oblemen de seman ischen Unkla hei üh en. Die Übe se ze we den du ch diese P obleme o e wi . Nich sel en leis e ihnen nu de Kon ex eine en scheidende Hil es ellung. Schluss olge ungen Das Übe se zen on Fach ex en ha imme seine kul u ellen Hinde nisse. Jede Ausd ucks o m de in e kul u ellen Fachkommunika ion ha seine Kul u spezi ik, deshalb müssen diese Aspek e bei de Ausbildung p o essionelle Übe se ze und Dolme sche be ach e we den. Es is hie ü das sp achliche Wissen nich genügend, so muss das kul u elle Wissen in de Ausbildung e mi el we den. Zum Thema Fachsp achen gib es schon einen Regalme e Fachli e a u , o zdem nich genug maßgeblich wissenscha liche A bei en zum Thema Kul u spezi ik in de Fachübe se zung. Es geh dabei auch um die En wicklung eine allgemeinen Theo ie de Fachübe se zung mi Blick au Deu sch, Englisch, und hie in unse em Kul u aum insbesonde e au alle Nachba sp achen (nich nu Polnisch, Slowakisch und Tschechisch, sonde n auch Unga isch, Uk ainisch, Russisch und Rumänisch). Es hil dabei eine sp achpaa bezogene Auseinande se zung mi Übe se zungsp oblemen, die kul u spezi isch beding sind. Li e a u [1] BAUMANN, K.-D.: Die Fachlichkei on Tex en als Übe se zungsp oblem. In: Fleischmann, E.; Ku z, W.; Schmi , P. A. (H sg.), T ansla ionsdidak ik. G und agen de Übe se zungswissenscha . Tübingen, Gun e Na Ve lag, 1997, S. 457–463. ISBN 3-8233-4630-X. [2] FLUCK, H.-R.: Fachsp achen o schung. 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Z didak ického hľadiska možno na akých o seminá och sp os edko ať cudziu kul ú u p ácou s ôznymi ypmi odbo ných ex o (počnúc odbo nými článkami, končiac eklamami), no aj s ex ami z masmédií. THE CULTURAL BACKGROUND OF PROFESSIONAL TRANSLATION The in luence o na ional cul u es is o g ea impo ance in all kinds o scien i ic ansla ion. I seems ha no only li e a y ansla ions, bu also scien i ic ansla ions, a e in e lingual and in e cul u al p ocesses. Bo h li e a y and non-li e a y ex s may include so-called ealia. T ansla o s and in e p e e s as ideal cul u al b oke s may gain expe ience wi h a lexible b idging ole which inco po a es language and cul u al media ion o scien i ic discou se. I should be pe cei ed as a unique oppo uni y o he de elopmen o cul u al and language compe ence in li elong p axis. Only ull language and cul u al awa eness can gua an ee ha all modi ica ions o a sou ce ex o he a ge cul u e a e included in a b oad spec um, be i scien i ic a icles, comme cials o mass media ex s. TŁO KULTUROWE TŁUMACZENIA SPECJALISTYCZNEGO Wpływ kul u y p zejawia się w óżnych ypach eks ów specjalis ycznych. Z p ocesem międzyjęzykowym a za azem międzykul u owym mamy do czynienia nie ylko p zy łumaczeniach a ys ycznych, do yczy o akże łumaczeń specjalis ycznych. Niemal we wszys kich ypach łumaczenia specjalis ycznego pojawiają się specy iczne ealia kul u owe. Już na e apie s udiów można w łumaczach pisemnych i us nych zaszczepić sposób łumaczenia zeczywis ości: począwszy od p zyjmowania obcego nazewnic wa po ich zas ępowanie odpowiednikami wyjaśniającymi. Z dydak ycznego punk u widzenia na akich zajęciach obcą kul u ę można p zyswajać p acując z óżnymi ypami eks ów specjalis ycznych (począwszy od achowych a ykułów, kończąc na eklamach) o az z eks ami ze ś odków p zekazu.