Kiel.Science.City: Die Vision der Christian-Albrechts-Universität und der Stadt Kiel: Ein neuer Aufbruch für Kiel und seine Universität
Abstract
Mit Unterstützung der schleswig-holsteinischen Landesregierung haben die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Landeshauptstadt Kiel…
Full text
25 UWE PFRÜNDER, BEATRIX SCHMIDT, HEIKE NEUBAUER Kiel.Science.City: Die Vision der ChristianAlbrechts-Universität und der Stadt Kiel Ein neuer Aufbruch für Kiel und seine Universität Mit großer Unterstützung der schleswig-holsteinischen Landesregierung haben die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Landeshauptstadt Kiel ein ambitioniertes Ziel: In den kommenden 15 Jahren soll unter dem Motto ›Wissen schafft Zukunft‹ und dem Label ›Kiel.Science.City‹ die bauliche Entwicklung vorangebracht werden und teilweise neue Stadtteile entstehen. Dieses Vorhaben soll Studium, Wissenschaft, Innovation, Wirtschaft, Leben, Arbeiten und Wohnen eng miteinander verknüpfen. Eine Geschichte in Bauphasen Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde im Jahr 1665 gegründet und ist seitdem ein zentraler Bestandteil der Stadt Kiel. 1 In den über 350 Jahren ihrer Geschichte hat die Universität zahlreiche bauliche Veränderungen und Erweiterungen erlebt. Geprägt ist die bauliche Entwicklung im Wesentlichen von zwei großen Bauphasen. Die erste baulich bedeutende Entwicklung war um die Jahrhundertwende noch zu Zeiten von Kaiser Wilhelm, als die Universität mit einer Vielzahl von neuen Gebäuden im Bereich des heutigen Schlossparks neu entstand. 2 Das Universitätshauptgebäude wurde 1893 von Martin Gropius, dem Onkel des 1 Zur Geschichte der CAU vgl. insbesondere die beiden Festschriften: Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel 1665–1965, hg. v. Karl Jordan, 6 Bde., Neumünster 1965/69. – Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt, hg. v. Oliver Auge, Kiel 2015. 2 Zur Universitätsbaugeschichte vgl. Friedrich Volbehr: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die drei Universitätsgebäude von 1665, 1768 und 1876. Die Frequenz der Universität von 1665 bis 1876, Kiel 1876. – August Wilhelm Fehling: Die Kieler Universität im Spiegel ihrer Gebäude, in: Nordelbingen 24 (1956), S. 45–52. – Rudolf Jaeger: Die Bauge- → Kiel-up: https://doi.org/10.38072/2942-2337/p20 25
26 85|2024 Christiana Albertina Bauhausarchitekten Walter Gropius, zusammen mit Heino Schmieden entworfen. 3 Es wurde im Krieg beschädigt und 1954 abgerissen. Zwei weitere Gebäude, die heute noch im Bestand der CAU sind, entstammen mit ihren damals zukunftsweisenden Konzeptionen ihrem Schaffen: das Zoologische Museum und die damalige Universitätsbibliothek (heute Medizinund Pharmaziehistorische Sammlung). 4 Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erforderten einen Neuanfang. Die ursprünglichen Gebäude von damals werden heute teilweise noch von der CAU genutzt (siehe Gropiusbauten) oder sind sogar in deren Eigentum, wie die Kunsthalle und die Seeburg. 5 Viele andere Gebäude wie unter anderen die Augenklinik sind heute Bestandteil des UKSH. 6 Der Weitsicht und Vision der damals Handelnden ist zu verdanken, dass ein weitgehender Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg gelang. schichte der Universität, in: Jordans 1965 (wie Anm. 1), Bd. 1, Teil 2, S. 117–202. – Uwe Albrecht: Die Bauten der Kieler Universität in den ersten 250 Jahren ihres Bestehens (1665–1915), in: Architektur für Forschung und Lehre. Universität als Bauaufgabe. Beiträge zur Tagung des Kunsthistorischen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am 5. bis 7. Juni 2009, hg. v. Klaus Gereon Beuckers, Kiel 2010, S. 299–325. – Klaus Gereon Beuckers: Gebaute Bildungspolitik. Die architektonische Entwicklung der CAU, in: Auge 2015 (wie Anm. 1), S. 175–215. 3 Zum alten Kollegiengebäude am Schlossgarten vgl. zudem August Wilhelm Fehling: Die Kieler Universität im Spiegel ihrer Gebäude, in: Nordelbingen 24 (1956), S. 45–52. – Hans-Dieter Nägelke: Der Gropius-Bau der Kieler Universität. Architektur zwischen regionaler Identität und preußischer Politik, Kiel 1991. – Hans-Dieter Nägelke: Hochschulbau im Kaiserreich. Historische Architektur im Prozess bürgerlicher Konsensbildung, Kiel 2000, insb. S. 381–391. – HansDieter Nägelke: Gebaute Bildung: Universitätsarchitektur im Deutschen Kaiserreich 1871–1918, in: Beuckers 2010 (wie Anm. 2), S. 127–146. – Beuckers 2015 (wie Anm. 2), S. 181–185. 4 Vgl. Günther Wiegand und Jörn Henning Wolf: Die alte Bibliothek. Preußische Universitätsbauten in Kiel, in: Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahrfeier der Stadt Kiel, hg. v. Werner Paravicini, Neumünster 1992, S. 115–118. – Rudolf König: Das Zoologische Museum. Vom kuriosen Naturalienkabinett zur wissenschaftlichen Bildungseinrichtung, in: Paravicini 1992 (wie oben), S. 119–122. – Bibliotheksarchitektur um 1900: Die Kieler Universitätsbibliothek von Gropius und Schmieden im Kontext europäischer Bibliotheksbauten, hg. v. Klaus Gereon Beuckers und Nils Meyer (Kieler kunsthistorische Studien N.F., Bd. 20), Kiel 2020. 5 Zur Architektur und Bauentwicklung von Seeburg und Kunsthalle vgl. insbesondere Hans Tintelnot: Die Kunsthalle zu Kiel, in: Nordelbingen 28/29 (1960), S. 223–242. – Hans-Jürgen Kuhlmann: Wiederaufbau und Erweiterung 1945 bis 1986, in: Kunsthalle zu Kiel, Christian-Albrechts-Universität: Sammlungen und Baugeschichte 1854–1986, hg. v. Jens Christian Jensen u.a., Hamburg 1986, S. 66–81. – Johann Schlick: Die Kunsthalle zu Kiel. Planungen und Bauten von 1845 bis 1945, in: Jensen 1986 (wie oben), S. 34–65. – Renate Kienle: Das Studentenhaus Seeburg der Universität zu Kiel von Theodor Fischer, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte 77 (1991), S. 26–40. 6 Zur Baugeschichte des Kieler Klinikums vgl. Kurt Feyerabend: Die Universität Kiel: Ihre Anstalten, Institute und Kliniken, Düsseldorf 1929. – Ernst Phillip und Georg Hörmann: Die Kieler Universitäts-Frauenklinik und Hebammen-Lehranstalt 1805–1955. Eine medizinhistorische Studie zur Feier ihres 150jährigen Bestehens am 1. Mai 1955, Stuttgart 1955. – Rolf Jaeger: Hals-Nasen-Ohrenklinik der Universität Kiel, in: Die Bauverwaltung. Zentralblatt für öffentliches Bauen 11 (1962), S. 296–299. – Rolf Jaeger: Orthopädische Klinik der Universität Kiel, in: Die Bauverwaltung. Zentralblatt für öffentliches Bauen 13 (1964), S. 34–37. – Hans Cullies: Das neue Physiologische Institut, in: Christiana Albertina 2 (1966), S. 20–29. – Wilhelm Böke: Geschichte der Universitäts-Augenklinik Kiel 1888–1988, Neumünster 1988. – Jörn Henning Wolf: 1888–1988. 100 Jahre Hygiene-Institut der Universität Kiel in Bildern und Dokumenten, Kiel 1988. – Jörn Henning Wolf: Der ›Krankenhausberg‹. 132 Jahr Baugeschichte des Universitätsklinikums, in: Paravicini 1992 (wie Anm. 4), S. 140–146.
Uwe Pfründer, Beatrix Schmidt, Heike Neubauer | Kiel.Science.City 27 Die Universität verlegte ihren Hauptsitz auf das sogenannte ELAC-Gelände am Westring, wo im Krieg Rüstungsproduktion unter anderem für die Marine und U-Boote stattgefunden hatte und das jetzt nach der Entmilitarisierung Deutschlands vom damaligen britischen Statthalter als geeignete Fläche für eine Universität erschien. 7 Neben der Nachnutzung dieser Altbauten, die durch einen neuen Eingangsportikus (1952) und ein Eckgebäude mit Hörsaal und Mensa (1953) ergänzt wurden, entstand ab 1956 in den folgenden Jahrzehnten als ›Neues Forum‹ auf der gegenüberliegenden Seite der Olhausenstraße ein Campus, der für Offenheit und Transparenz stand und die Ideale der Nachkriegszeit verkörperte. Die Bautätigkeit wurde von einer regen Veröffentlichung der Konzepte vor allem in der Christiana Albertina begleitet. 8 Das Universitätshochhaus (1960/64, Ellen Krotz), das Gebäude des heutigen Westrings 400, die damalige Universitätsbibliothek (1962/66, Günther Schween), das Studentenhaus mit neuer Mensa und Bühnenanbau (1963/66, Friedrich Wilhelm Kraemer), das Audimax (1965/69, Wilhelm Neveling) und zuletzt die Ladenzeile mit Kapelle (1972, Ernst und Herbert Weidling) entstanden in schneller Folge zusammen mit den sogenannten sechs Angerbauten, die Institute aufnahmen (1965). Schon ab 1969 folgten als Reaktion auf die sprunghaft gestiegenen Einschreibungszah7 Vgl. Kurt Jürgensen: Die Wiedereröffnung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am 27. November 1945 in der Electroacustic (Elac), in: Christiana Albertina 33 (1991), S. 545–567. – Wolf Herre: Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nach 1945, in: 750 Jahre Kiel. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart der Stadt. Vortragszyklus der SchleswigHolsteinischen Universitätsgesellschaft, hg. v. Brigitte Schauenburg, Kiel 1992, S. 141–156. – Kurt Jürgensen: Die ELAC. Von der Rüstungsfabrik zur Universität, in: Paravicini 1992 (wie Anm. 4), S. 236–245. – Christoph Cornelißen: Aus den Trümmern. Die Kieler Universität im Jahr 1945, in: Christiana Albertina 62 (2006), S. 33-45. – Christoph Cornelißen: Der Neuanfang der Universität Kiel nach 1945, in: Beuckers 2010 (wie Anm. 2), S. 327–348. – Torben Kiepke: Die ELAC-Bauten, in: Universität als Denkmal. Der Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Geschichte, Bestand, Zielplanung, hg. v. Astrid Hansen und Nils Meyer (Beiträge zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein, Bd. 1), Kiel 2011, S. 65–87. – Beuckers 2015 (wie Anm. 2), S. 186–190. 8 Vgl. Horst Braunert: Die Universitätskirche. Gedanken zum Plan und seiner Verwirklichung, in: Christiana Albertina 1 (1966), S. 17–19. – Rudolf Jaeger: Die Angerbauten, in: Christiana Albertina 1 (1966), S. 5–11. – Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller: Die neue Universitätsbibliothek, in: Christiana Albertina 1 (1966), S. 20–25. – Günther SchulzGärtner: Das Kieler Studentenhaus, in: Christiana Albertina 2 (1966), S. 5–9. – W. A. Ziegenbein: Aus der Werkstatt der Vorgeschichte der Angerbauten, in: Christiana Albertina 1 (1966), S. 11–16. – Friedrich Wilhelm Kraemer: Strukturen der Architektur. Studentenhaus in Kiel, in: Detail. Zeitschrift für Architektur, Baudetail, Einrichtung 8 (1968), S. 233–248. – Joachim Scharfenberg: Über Funktionen der Universitätskirche heute, in: Christiana Albertina 15 (1973), S. 15–17. – Renate Kienle, ›Und nun ans Werk‹. Die Bauten der ›Neuen Universität‹ 1945–1970 in Kiel, in: DenkMal! Zeitschrift für Denkmalpflege in Schleswig-Holstein 8 (2001), S. 60–67. – Anna Minta und Jörg Matthies: Die architektonische Entwicklung der Universität Kiel nach 1945. Vom ungenutzten Industriequartier zum modernen Universitätsforum, in: Beuckers 2010 (wie Anm. 2), S. 355–386. – Lena Eppinger: Das Neue Forum und seine Bauten, in: Hansen/ Meyer 2011 (wie Anm. 7), S. 88–118. – Doris Schollmeyer: Die Angerbauten, in: Hansen/Meyer 2011 (wie Anm. 7), S. 119–126.– Anna Minta: Sakralbaukunst auf dem Kieler Campus. Konzepte und Konflikte, in: Christiana Albertina 72 (2011), S. 6–19. – Astrid Hansen: Wissen in Gebäuden: Zur Architektur der CAU seit 1945, in: Wissenschaft im Aufbruch. Beiträge zur Wiederbegründung der Kieler Universität nach 1945, hg. v. Christoph Cornelißen, Essen 2014, S. 160–181. – Beuckers 2015 (wie Anm. 2), S. 191–198. – Astrid Hansen: Der Kieler Universitätscampus: Muff und Moderne, in: Moderne am Meer II. Künstlerische Positionen im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts in Schleswig-Holstein, hg. v. Klaus Gereon Beuckers und Ulrich Schneider, Petersberg 2025 (im Druck).
28 85|2024 Christiana Albertina len weitere Gebäude entlang der Olshausenstraße und der Leibnizstraße. 9 Mit dem Sportforum (1970/76, Mainhard von Gerkan, Volkwin Marg) wurde ein weiterer, architektonisch markanter und städtebaulich gewünschter Identitätstort errichtet, der zugleich als Verbindungsstück für die zukünftige Erweiterungsfläche der Universität fungiert. 10 Doch während das Sportforum im Geist der Durchlässigkeit und Offenheit für und in die (Stadt-)Gesellschaft konzipiert wurde, folgten die Neubauten entlang der Leibnizstraße (Pädagogische Hochschule in der Olshausenstraße 75 1970, Fakultätenblöcke 1970/72, Biologiezentrum 1969/71, Physikzentrum 1973/76) der Logik von Systembauten für die neuen studentischen ›Massen‹. 11 Funktionsarchitektur und Serialität standen nun im Vordergrund. Die städtebauliche Entwicklung des Campusareals entlang der Leibnizstraße / Olshausenstraße fand 2001 ihren vorläufigen Abschluss mit der Einweihung des neuen Universitätsbibliotheksgebäudes (1989/2001, Jörg Werner, Cornelius Wolf) am neuen zweiten Zentrum der CAU, dem Musäusplatz mit zentralen Einrichtungen, wie die Mensa II. Rechnet man das auf heutige Maßstäbe um, so investierte das Land damals etwa drei Milliarden Euro für eine neue Universität. Heute steht die Universität vor einer weiteren Umbruchphase. Viele der bestehenden Gebäude, insbesondere die aus den Nachkriegsjahren, sind sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den modernen Anforderungen an Forschung und Lehre. Es fehlt an zeitgemäßer baulicher Infrastruktur, die für innovative, interdisziplinäre und international wettbewerbsfähige Forschung und Lehre notwendig ist. Aus diesem Grund hat sich die Universität mit dem Land, der Landesbauverwaltung GMSH, erneut zusammengetan, um den Campus der Zukunft zu gestalten und gemeinsam mit der Stadt Kiel die Stadtentwicklung voranzutreiben. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und moderne Arbeitsumgebung Ausgehend von verschiedenen baulichen Rahmenplanungen und einer gesamtheitlichen baulichen Entwicklungsplanung entstand eine thematische Flankierung durch die ›Kiel.Science. City-Initiative‹, die auch die Stadt und darüber hinaus die anderen Hochschulen in Kiel berück9 Vgl. Wolfgang Ochel: Planungsgrundlagen für den weiteren Ausbau der Universität Kiel, in: Christiana Albertina 10 (1970), S. 5-18. – Klaus Rose: Ausbau der Christian-Albrechts-Universität westlich des Mühlenweges, in: Christiana Albertina 11 (1971), S. 5–11. 10 Zum Sportforum vgl. insbesondere Karl Feige: Der Wiederaubau des Hochschulinstituts für Lei besübungen nach dem Kriege bis zur Planung eines Sportforums, in: Christiana Albertina 4 (1967), S. 68–72. – Herbert Haag: Zur baulichen Konzeption, Struktur und Funktion des Instituts für Sport und Sportwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität, in: Christiana Albertina 21 (1976), S. 27–34. – Nils Meyer: Das Sportforum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Baugeschichte, Denkmalwert und aktueller baulicher Umgang, in: Beuckers 2010 (wie Anm. 2), S. 387–405. – Claudia Zanlungo: Das Sportforum, in: Hansen/Meyer 2011 (wie Anm. 7), S. 127–140. 11 Vgl. Johannes Richter: Das Kieler Physikzentrum, in: Christina Albertina 10 (1979), S. 19–24. – Beuckers 2015 (wie Anm. 2), S. 198–205.
Uwe Pfründer, Beatrix Schmidt, Heike Neubauer | Kiel.Science.City 29 sichtigen soll. Ziel der baulichen Entwicklungsplanung ist die Schaffung einer nachhaltigen und energieeffizienten Campusumgebung. Bis 2030 soll die Universität klimaneutral betrieben werden. Dies umfasst die energiebedingten CO2-Mengen, die betriebliche und mobilitätsbedingte CO2-Bilanz. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein umfassendes Klimaschutzkonzept entwickelt. Die energiebedingten CO2-Mengen machen einen Großteil des gesamten CO2-AufOlshausenstraße Neufeldtstraße Leibnizstraße Bremerskamp Bremerskamp Schwarzer Weg Christinenweg Am Botanischen Garten Schwarzer Weg Einsteinstraße Fraunhoferstraße Max-Eyth-Str. Max-Eyth-Straße Rudolf-Höber-Straße Am Studentenhaus Ludewig-Meyn-Straße Grasweg Mühlenweg Johanna-Mestorf-Str. Kuhnkestraße Koboldstraße Boschstr. Olshausenstraße Westring Westring Olof-Palme-Damm B 76 MUSÄUSPLATZ UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK MENSA 2 BIOLOGIEZENTRUM ZMB GEWÄCHSHÄUSER SPORTZENTRUM STUDENTENDORF WISSENSCHAFTSZENTRUM WISSENSCHAFTSPARK KIEL H.-KOBOLDHAUS IPN CAP 3 AUDIMAX UNIKIRCHE MENSA 1 REINHARDDEMUTHPLATZ BOTANISCHER GARTEN OTTOHAHNPLATZ HEINRICHHECHTPLATZ WILHELMSEELIGPLATZ CHRISTIANALBRECHTSPLATZ J o h a n n - F l e c k - S t r a ß e H e rma nn - Rodewald - Str . HÖRSAALGEBÄUDE LABORGEBÄUDE TESLAHAUS KiFo KiFo Veloroute 10 Hassee - U nivers it ä t - HolsteinS t a dion Grippstraße Siemensstr. 75 S1 75 S2 75 S3 75 75 16 423 6a 1a 18 16i 80i 80f 80d 80e 80g 80c 80b 80h 80a 11a 14a 8 15 10 10 10 10 2 383 6 1 1 Geb. 32 10 Geb. 33 Geb. 26 8 2 A B C D ↑ Abb. 1. Lageplan des Hauptcampus an der Olshausenstraße, geteilt durch die Bundesstraße B76. Grafik: CAU.
30 85|2024 Christiana Albertina kommens an der CAU aus und werden jährlich bilanziert. Die mobilitätsbedingten CO2-Mengen des täglichen Anreiseverkehrs wurden zuletzt in einer Mobilitätsstudie 2022 erhoben. Für alle Bereiche gibt es ein Minderungsszenario für die anfallenden CO2-Mengen. Die CAU setzt auf nachhaltige Ressourcennutzung und hat ein Umweltmanagementsystem nach der EG-ÖkoAudit-Verordnung (EMAS III) implementiert. Sie wurde für ihre innovativen Umweltschutzmaßnahmen und besonderen Umweltleistungen mehrfach ausgezeichnet. Die Schaffung einer modernen und flexiblen Arbeitsumgebung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Campusentwicklung. Es sollen flexible Veranstaltungsflächen, studentische Lehr-, Lernund Lebenswelten sowie kreative Denkund Lebensräume entstehen. Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, die den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft fördert. Zu den geplanten Maßnahmen gehören der Bau neuer Forschungsund Lehrgebäude, die Modernisierung bestehender Einrichtungen und die Schaffung neuer öffentlicher Räume und Begegnungsstätten. Herausforderungen der Campusentwicklung Die umfassende bauliche und strukturelle Erneuerung der Universität stellt eine enorme Herausforderung dar. Viele Gebäude aus den 1960/70er Jahren sind sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Hochschule. Es fehlt an zeitgemäßer baulicher Infrastruktur, die für innovative, interdisziplinäre und international wettbewerbsfähige Forschung und Lehre notwendig ist. Vielmehr sind viele der Gebäude aufgrund jahrzehntelanger vernachlässigter finanzieller Unterstützung für den Bauunterhalt in einem so maroden Zustand, dass Ersatzneubauten erforderlich sind, um die Funktionen des Hochschulbetriebes sicherzustellen. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Vernetzung der Hochschulstandorte. Kurze Wege und gute Erreichbarkeit sind entscheidend für vernetztes Arbeiten und erfolgreiche Kooperationen. Die verschiedenen Campusbereiche der Universität sind derzeit teilweise isoliert und schwer erreichbar. Es ist notwendig, die Infrastruktur zu verbessern und die verschiedenen Standorte besser miteinander zu vernetzen. Moderne Mobilitätskonzepte sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der geplanten Entwicklungen. Ein ausgebautes Radverkehrssystem, Elektromobilität und integrierte Modelle des autonomen öffentlichen Nahverkehrs sollen die Verkehrsinfrastruktur der Universität und damit auch der Stadt nachhaltig verbessern. Auch hat die Universität auf dem eigenen Gelände die ›Veloroute 10‹ der Stadt Kiel ergänzt und in den Campus an der Leibnizstraße verlängert. An der Technischen Fakultät auf dem Ostufer-Campus beteiligt sich die Universität ebenfalls an den Ausbauplänen eines Radschnellweges.
Uwe Pfründer, Beatrix Schmidt, Heike Neubauer | Kiel.Science.City 31 Ausblicke in die Zukunft In den vergangenen fünf bis sieben Jahren und auch in den kommenden wird die Universität von Investitionen in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro profitieren. Auf dem Hauptcampus entlang des Westrings, der Olshausenstraße und der Leibnizstraße entstehen bis Ende 2025 sechs neue Forschungsund Lehrgebäude, wovon drei (Juridicum, Mathematisches Seminar, Geographisches Institut) bereits in Betrieb sind. Ein neuer Medizin-Campus und der neugestaltete Ostufer-Campus sind ebenfalls geplant und bereits in der Umsetzung. Auch hier sind mit dem ZEVS (Zentrum für vernetzte Sensorsysteme) und dem Hörsaalgebäude mit integrierter Cafeteria auf dem Campus der Technischen Fakultät und dem Quincke-Forschungsbau auf dem Medizincampus am UKSH drei der neuen Gebäude schon in Betrieb. Diese umfangreichen Bauprojekte sollen die bauliche Infrastruktur der Universität modernisieren und den Anforderungen an eine zukunftsorientierte Forschung und Lehre gerecht werden. a. Bremerskamp-Campus Der bestehende untere Campusbereich entlang der Leibnizstraße und südlichen Olshausenstraße liegt am westlichen Ende der Wissenschaftsachse und soll künftig um den Campusbereich Bremerskamp erweitert werden. Bereits mit Errichtung der neuen Universitätsbibliothek 2001 wurde dieser Campusbereich als das zweite Zentrum der Universität angelegt. Die dynamische und exzellente Weiterentwicklung der Universität und die bestehende marode Gebäudesubstanz machten es notwendig, die Entwicklungsplanungen mit Stadt und weiteren Akteuren zu beschleunigen und den gesamten unteren Campusbereich neu zu gestalten. Auch hier ist gemeinsames Ziel, innerhalb des Stadtgebiets neue Forschungsund Lehrflächen sowie Lebensund Denkräume mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen. Unter Einbeziehung der städtischen Flächen südlich der Olshausenstraße wird ein modernes und innovatives Hochschulquartier entwickelt, in dem Wissenschaft und Leben eng miteinander verbunden sind. Dabei soll eine größtmögliche Freiheit bei hoher städtebaulicher Qualität erreicht werden, damit die CAU flexibel und den strukturellen Anforderungen angemessen, auf die vielfältigen Bedarfe aus Forschung und Lehre in den kommenden Jahrzehnten reagieren kann. Die CAU ist zudem bestrebt, die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verstärken. Derartige Einrichtungen sollen daher auf oder in unmittelbarer Nähe zum Campus angesiedelt werden. Die Unterbringung des Max-Rubner-Institutes (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) im Bereich des Bremerskamp-Campus geschieht mit ausdrücklicher Unterstützung der CAU und steht unmittelbar vor dem Baubeginn. Das Quartier am Bremerskamp soll nachhaltig entwickelt werden. So sollen dort Prinzipien der sogenannten Schwammstadt verfolgt werden und ein energetisch zukunftsweisendes Konzept der Speicherung und Wiederverwendung von Energie im Untergrund durch Verwendung von Bohrpfählen entwickelt werden. Überschüssige Wärmeenergie von Laborgebäuden oder aus dem dort
32 85|2024 Christiana Albertina ebenfalls geplanten Rechenzentrum sollen nicht wie früher in die Atmosphäre emittieren, sondern gespeichert und für andere Gebäude mithilfe von Wärmepumpen nutzbar gemacht werden. Der Bereich Bremerskamp bietet Entwicklungsflächen, um die räumlich-funktionalen und heterogenen universitären und städtischen Bedarfe der Zukunft nachhaltig abzubilden. Diese Zugewandtheit in die Zukunft ist das inhaltliche und räumlich-funktionale Leitbild für die Universität, welches zugleich identitätsstiftend, flexibel und prozesshaft wirkt. Es umfasst auch Interimskonzepte und Stufenlösungen sowie tragfähige Antworten auf die dynamische Entwicklung von Forschung und Lehre. Mittels Interaktionsräumen und flexibler Laborstrukturen, aber auch der Zusammenführung von interdisziplinären Forschungsbereichen etc. soll eine Infrastruktur für vernetztes Forschen, Lehren und Lernen geschaffen werden. Bisher fehlt für den Campusbereich an der Leibnizstraße / Bremerskamp / Olshausenstraße eine inhaltliche und räumliche Mitte, in der wissenschaftlicher Dialog und Transfer stattfinden können. Das Wissensquartier Bremerskamp soll daher zu einem Interaktionsforum entwickelt werden, in dem sich studentisches Lernen mit studentischem Leben vermischt. Es sollen Denkräume entstehen, in denen innovative und exzellente Forschung stattfindet, die sogleich in den Dialog nach außen treten kann. Ein erster ›Denkraum‹ wird bis Ende 2025 in der Universitätsbibliothek entstehen. Ebenso kommt dem neuen Campusbereich eine verbindende Funktion zwischen den angrenzenden Stadtbereichen zu. Dazu ist es unerlässlich, die Anbindung der vorhandenen öffentlichen Nutzungen (etwa der Botanische Garten, der beispielsweise auch die Kieler Forschungswerkstatt beherbergt, sowie das Sportforum, welches durch viele Vereine mitgenutzt wird) weiter im Blick zu behalten und zu stärken. In beiden findet bereits jetzt sehr viel öffentliches Leben statt und wird ergänzt durch das auf der anderen Straßenseite befindliche FIZ Sportzentrum. Zusammen mit dem Entwicklungsgebiet am Torfmoorkamp, wo die Stadt Wohnraum für bis zu 2.000 Menschen schaffen möchte, sind auf dem Campus der CAU mehrere Flächen für studentisches Wohnen geplant (bis zu 700 Wohneinheiten sind möglich). Ein campusnahes Wohnen von Beschäftigten und Studierenden der Universität entlastet zudem den Verkehr in Kiel und ist Grundlage für eine Belebung sowie Verflechtung der universitären Einrichtungen entlang der Olshausenstraße. Ergänzt werden soll das Angebot mit allem, was man zum studentischen und universitären Leben braucht: Nahversorgungsund Gastronomieangebote, attraktiven Freizeitnutzungen sowie sozialer Infrastruktur. b. Campus am Westring Der Campusbereich zwischen Westring und ›Veloroute 10‹ hat sich mit Bezug des alten ELACAreals und der anschließenden Bebauung linksund rechtsseitig der Olshausenstraße zum Zentrum der Universität entwickelt. In der Architektursprache der 1950er und 1960er Jahre entstand hier mit dem prägnanten, hoch aufragenden Universitätshochhaus und dem ›Neuen Forum‹, bestehend aus zwei Hörsaalgebäuden, einem Studentenhaus (inklusive Mensa) und
Uwe Pfründer, Beatrix Schmidt, Heike Neubauer | Kiel.Science.City 33 einer Ladenzeile, der Mittelpunkt der Kieler Universität an der Wissenschaftsachse. Umrahmt wird dieser Mittelpunkt auf der Seite zur heutigen ›Veloroute 10‹ durch das Anger-Gelände, bestehend aus sechs seriell gebauten Institutsgebäuden mit weitläufigen Grünflächen und entlang des Westrings durch das (bis 2001 hier angesiedelte) Gebäude der Universitätsbibliothek sowie die Universitätskapelle. Die Architektur sowie die städtebauliche, freiräumliche und funktionale Anordnung der Gebäude war schon in den 1950er und 1960er Jahre geprägt durch den Gedanken der Transparenz und Öffnung in die Stadt – ein Leitmotiv, das sich auch in der aktuellen baulichen Entwicklung des Campusbereiches rund um das inzwischen denkmalgeschützte Gebäudeensemble widerspiegelt (Abb. 2). Der 2017 entwickelte städtebauliche Rahmenplan für das Anger-Gelände basiert auf der Idee der offenen und in die Stadt hineinfließenden Campusgestaltung, die den Wissenstransfer auch räumlich stärkt. ↑ Abb. 2. Visualisierung städtebaulicher Rahmenplan Anger mit angrenzendem »Neuen Forum« und Veloroute 10. Grafik: Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH.
40 85|2024 Christiana Albertina Entlastung bieten. Die Verbindung der verschiedenen Wissenschaftsstandorte über die Förde hinweg muss durch eine verbesserte, in höherer Taktung fahrende Fährverbindung optimiert werden. Hierzu hat die Stadt Kiel bereits Aufträge für neue Fähren erteilt. Die Universität hat den Bau von Ladestationen auf dem Campusgelände für die elektrifizierte Busflotte der Stadt unterstützt. Ziel ist es, die notwendigen Verbindungslinien zwischen den verschiedenen HochschulCampus-Standorten herauszuarbeiten und durch zukunftsorientierte und nachhaltige Mobilitätskonzepte zu beleben sowie die Attraktivität von Stadt und Universität zu erhöhen. Verpflichtung zur Zukunftsgestaltung Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel steht vor einer aufregenden Zukunft. Mit den baulichen Erneuerungen wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, das Forschung, Lehre und Leben in Kiel maßgeblich prägen wird. Die Universität verpflichtet sich, ihren Angehörigen eine zukunftsgerechte Umgebung zu bieten und gleichzeitig die Stadt Kiel als internationalen Wissenschaftsstandort zu stärken. Durch die enge Verflechtung von Stadt und Universität, die Förderung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sowie die Schaffung moderner Arbeitsumgebungen wird die CAU zu einem attraktiven und innovativen Standort für Studierende, Forschende und die gesamte Stadtgesellschaft. ›Kiel.Science.City‹ ist eine Vision, die Gestalt annimmt und die Zukunft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Stadt Kiel nachhaltig prägen wird. Auch wenn die aktuellen Zeichen aus der Politik aufgrund der angespannten Haushaltslage weiteren Investitionen kritisch gegenüberstehen, ist es doch unumgänglich, zur Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit der Universität – und somit für exzellente Forschung und Lehre in Schleswig-Holstein – diese Anstrengungen fortzusetzen.
Uwe Pfründer, Beatrix Schmidt, Heike Neubauer | Kiel.Science.City 41 ↑ Abb. 5. Aktuell abg eschlossene oder laufende Baumaßnahmen in Höhe von über 1.040 Mio.€ (Landesmittel, Bundesmittel, Mittel CAU, Anmietung, inkl. Medizin). Zusammenstellung und Fotos: CAU. 1. Umbau der Universitätsbibliothek. Die drei Flügel wurden und werden erdgeschossig zu modernen und attraktiven Arbeitsflächen für Studierende umgebaut 2. Sanierung und Umbau der Fakultätenblöcke 3. Neubau des Juridicums 4. Neubau einer Brücke zur Verbindung der Bibliotheken in den Fakultätenblöcken und des Juridicums 5. Anmietung zur Unterbringung des Instituts für Psychologie 6. Neubau der Mathematik 7. Neubau des Hensen Höber Hauses zur Unterbringung der Physiologie und Tierhaltung 8. Neubau der Fachbibliothek für die Wirtschaftsund Sozialwissenschaften und neue Unterbringung von Instituten der Politikund Sozialwissenschaften im Nachbargebäude 9. Neubau des Instituts für Geowissenschaften und eines Geotechnikums. 10. Forschungsneubau für den Exzellenzcluster Roots, ArchWorlds 11. Neubau der Geographie 12. Neubau eines Studierendenwohnheims durch die Hermann Ehlers Stiftung 13. Neubau eines Mobilitäts-Hubs (Parkhaus für Beschäftigte, Studierende, Dienstfahrzeuge und Fahrräder). 14. Neubau zur Unterbringung der Agrarund Ernährungswissenschaften und der Verwaltung des Rechenzentrums 15. Umbau für Laborflächen der Ernährungswissenschaften 16. Hörsaalgebäude (HSG) für die Technische Fakultät. 17. Forschungsgebäude an der TF (Zentrum für vernetzte Sensorsysteme, ZEVS) 18. Neubau eines Forschungsgebäudes für die Medizin (Quincke Forschungszentrum) 19. Neubau zur Unterbringung des Zentrums für Proteomik und Metabolomik sowie des Zentrums für integrative Systemmedizin (ZISMed) und einer Studienambulanz 20. Sanierung und Umbau der Kunsthalle zu einem modernen Tageslichtmuseum 21. Forschungsneubau CeTEB, Center for translational Evolutionary Biology 22. B-Plan Bremerskamp mit Neubau Biologie, Neubau Rechenzentrum, Energiezentrale, Max-Rubner-Institut als externe Bundesforschungseinrichtung.
42 85|2024 Christiana Albertina Autorinnen und Autor Dr. Uwe Pfründer, geboren 1968, Studium des Bauingenieurwesens am KIT in Karlsruhe, Diplom 1998, Promotion 2010. Von 1998 bis 2000 bei der Deutschen Bahn Immobilienges.mbH, 2000-2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am KIT am Institut für Technologie und Management im Baubetrieb, 2006-2010 Leiter öffentliche Hand und Kirchen im ikl Ingenieurbüro in Karlsruhe, ab 2010 im Gebäudemanagement der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Geschäftsbereichsleiter. E-Mail: [email protected] Beatrix Schmidt, geboren 1973, Studium der Architektur in Hannover, Diplom 1999. Referendariat Architektur in Hannover, Zweites Staatsexamen 2005. Von 2000 bis 2014 Projektleitung von Baumaßnahmen in Deutschland, Irland und Singapur in verschiedenen Architekturbüros. Seit 2014 Mitarbeiterin im Gebäudemanagement der CAU mit Dezernatsleitung Strategische Bauplanung seit 2021. E-Mail: [email protected] Dipl.-Ing. Heike Neubauer, geboren 1975, Studium der Architektur in Konstanz und des Wirtschaftsingenieurwesens in Wolfsburg, Diplom 2002, Master 2012. Von 2005 bis 2018 Projektleiterin für große Baumaßnahmen des Landes bei der GMSH. Seit 2018 Mitarbeiterin im Gebäudemanagement der CAU und Leitung der Stabsstelle Medizin-Campus und Museen. E-Mail: neubauer.dek[email protected].de Open Access // Der Artikel ist unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 International veröffentlicht. Den Vertragstext finden Sie unter: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0. Bitte beachten Sie, dass einzelne, entsprechend gekennzeichnete Teile des Werks von der genannten Lizenz ausgenommen sein bzw. anderen urheberrechtlichen Bedingungen unterliegen können.