Gesang und Gesellschaft zwischen den Meeren: Quellen zur Musikgeschichte im Landesarchiv Schleswig-Holstein
Abstract
Der Beitrag gibt einen Überblick über Quellen zur Musikgeschichte im Landesarchiv Schleswig-Holstein und arbeitet an konkreten Beispielen die…
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| 239 RAINER HERING Gesang und Gesellschaft zwischen den Meeren Quellen zur Musikgeschichte im Landesarchiv Schleswig-Holstein In der Gesellschaftsgeschichte – und entsprechend in der Landesgeschichte – wird Musik meist als Teil der Kultur und somit als ein von anderen historischen Entwicklungen getrennter Bereich verstanden. Die Darstellung der historischen Entwicklung von Musik umfasst u. a. die Geschichte des Gesangs, der Melodie, des Rhythmus, der Musikinstrumente, des Klanges und der Mehrstimmigkeit, der Harmonik, der Verschriftlichung von Musik in Zeichen, des Einsatzes von Instrumenten, Aufführungspraktiken sowie die Herausbildung und Schöpfung bzw. Entfaltung von Stilen und Darstellungsarten. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich die Historische Musikwissenschaft mit Leben und Wirken von Komponistinnen und Komponisten, ihren Arbeitsbedingungen, der Aufführung ihrer Werke im sozialen, geschichtlichen und geographischen Kontext sowie der Entwicklung von Stilen. Grundlage sind neben gedruckten Musikalien und medialen Berichten gerade Quellen in Archiven und Bibliotheken.1 Dieser Beitrag möchte dazu anregen, Musik auch als integrales Thema der Landesgeschichte zu sehen und verstärkt die Verbindung zwischen Musik, Politik, Justiz und Gesellschaft zu berücksichtigen.2 Dazu wird zunächst ein bundesweiter Überblick über Quellen zur Musikgeschichte gegeben, die auch für die regionale und lokale Geschichtsschreibung von Bedeutung sein können. In einem eigenen Kapitel werden Quellen im Landesarchiv Schleswig-Holstein vorgestellt, die zum großen Teil noch der Auswertung harren. Um die traditionellen Fragestellungen zu erweitern, wird der Zusammenhang von Justiz und Musik anhand von Beispielen aus dem Land zwischen den Meeren konkret aufgezeigt. Deutlich wird: Musik ist nicht nur ein Teil der Kultur, sondern wirkt in alle Bereiche der Gesellschaft – und sollte daher auch von der Landesgeschichte integrativ aufgenommen werden.3 1 Für einen ersten Überblick zur Musikgeschichtsschreibung Cadenbach 1997.– Knepler 1997. – Meischein 2011. – Calella/ Urbanek 2013. 2 Zur Landesgeschichte vgl. mit weiterführenden Hinweisen Hering 2017. – Fiedler/Hering 2018. – Freitag et al. 2018. 3 Der Text basiert auf Hering 2023. Kiel-UP • https://doi.org/10.38072/2941-3362/p20
240 | Nordelbingen 90 Quellen zur Musikgeschichte in Archiven und Bibliotheken Wenn man Quellen zur Musikgeschichte in Archiven und Bibliotheken recherchiert, findet man im Allgemeinen Nachlässe von Komponistinnen und Komponisten, von Aufführenden, Musikhandschriften und Musikdrucke.4 Einen guten Überblick über Musiksammlungen in deutschsprachigen Regionalbibliotheken hat Ludger Syré (*1953) herausgegeben, in dem auch auf Fragen der Erschließung eingegangen wird.5 Das Pendant für die Archive zur Musikkultur nach 1945 haben Antje Kalcher (*1967) und Dietmar Schenk (*1956) vorgelegt. Hier werden über das Verzeichnis hinaus auch der Prozess des Archivierens und der Archivforschung sowie der Zusammenhang zwischen Archivarbeit und Erinnerungskultur kompetent thematisiert.6 An einigen Beispielen sollen die hier zu findenden Bestände aufgezeigt werden, die auch Unterlagen zur norddeutschen Musikgeschichte enthalten können. Als weltweit bedeutendste Sammlung – nicht Archiv – von Quellen zur deutschen Musikgeschichte gilt mit über 36.000 musikalischen Handschriften und Drucken zwischen 1450 und 1800 das Deutsche Musikgeschichtliche Archiv in Kassel. Es erfasst zentral Quellen zur deutschen Musikgeschichte und sichert diese dauerhaft auf Mikrofilm oder -fiche, wobei die Originale in den jeweiligen besitzenden Institutionen verbleiben. So stehen mehr als fünf Millionen Aufnahmen aus 550 Bibliotheken weltweit zur Verfügung.7 Gerade in der Region befindet sich eine vielfältige archivarische Überlieferung zur Musikgeschichte. So verfügt beispielsweise die Staatsund Universitätsbibliothek Hamburg über 29.000 Musikdrucke vom 16. bis 21. Jahrhundert, 3.000 Musikhandschriften aus dem 15. bis 20. Jahrhundert, 30 Musiknachlässe vom 17. bis 21. Jahrhundert und umfassende Musikliteratur bzw. -fachzeitschriften seit dem 17. Jahrhundert.8 Die Landesbibliothek Schleswig-Holstein bringt es auf 26.000 Notendrucke, 3.000 Musikhandschriften, 100 Textbücher, 6.000 Liederbücher, 1.022 notenlose Einblattdrucke und 12 Nachlässe bzw. Teilnachlässe von Musikern, Komponisten und Musikwissenschaftlern.9 Darüber hinaus befinden sich viele Quellen in Einrichtungen von Forschung und Lehre. Die 1992 entstandene Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig beispielsweise, deren Vorgängereinrichtungen das 1843 gegründete Leipziger Konservatorium der Musik, die 1945 entstandene Hochschule für Musik und die 1953 g eschaffene Theaterhochschule sind, verwahrt Unterlagen dieser Institutionen: Dazu gehören die Inskriptionsregister und Inskriptionen sowie eine umfangreiche Sammlung an Zeugnisvorschriften und Zeugnissen, z. B. die Prüfungsprotokolle aus den Jahren 1844 bis 1881 mit handschriftlichen Eintragungen von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Carl Ferdinand Becker (1804–1877), Ignaz Moscheles (1794–1870), Moritz Hauptmann (1792–1868) und Ferdinand David (1810–1873). Zudem existiert eine Sammlung von Programmen der so genannten Abendunterhaltungen und der Prüfungskonzerte. Der akademische Alltag der Hochschule für Musik nach 1945 ist in Stude ntenund Personalakten, Schriftwechsel aus den verschiedenen Verwaltungsbereichen sowie den Gremien und Einrichtungen der Hochschule 4 Jaenecke 2000. 5 Syré 2015. 6 Kalcher/Schenk 2016.– Vgl. dazu Schenk 2010. 7 Birkendorf 2016. 8 Neubacher 2015. 9 Ahlers 2015.
R. Hering: Gesang und Gesellschaft zwischen den Meeren | 241 überliefert. Das künstlerische Leben wird gerade durch die Sammlung von Konzertprogrammen, Unterlagen zu Wettbewerben und Konzertreisen dokumentiert. Die Überlieferung des Deutschen Theaterinstituts und der Theaterhochschule von 1945 bis 1992 umfasst Studentenund Personalakten sowie Schriftwechsel etc. der Hochschulleitung (Direktion, Rektorat, Prorektorat) und der Abteilungen der Hochschulverwaltung. Ferner liegen Presse und Programme zu Veranstaltungen sowie Materialien verschiedener wissenschaftlicher Konferenzen vor. Hervorzuheben ist eine Sammlung zu Leben, Wirken und Nachwirken des Schauspielers und Namensgebers des Theaterinstituts Hans Otto (1900–1933).Zudem verfügt das Archiv über etliche Nachlässe und Teilnachlässe, z. B. Heinrich Fleischer (1912–2006), Artur (1914–1999), Ilse (1919–2012) und Beate Gräfe (1953–1989), Roswitha Gehrt (1928–2010), Hermann Heyer (1898–1982), Ernst Hermann Koch (1885–1963), Paul Schenk (1899–1977), Ernst Smigelski (1881–1950) oder Georg Texler (1903–1979).10 1914 gründete der Germanist John Meier (1864–1953) das Deutsche Volksliedarchiv, das 2014 in das Zentrum für populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg integriert worden ist.11 Dort finden sich 250.000 Liedbelege aus Sammlungstätigkeit, vornehmlich aus der Zeit zwischen 1914 und 1930 als historischer Kernbestand, eine umfangreiche Lieddokumentation mit mehr als 15.000 Arbeitsmappen, 15.000 Liedflugblätter und Liedflugschriften vom 15. bis 20. Jahrhundert und handschriftliche Liederbücher vom späten 18. bis zum Ende des 20. Jahrhundert, zahlreiche Tonträger (Wachswalzen, Bänder, Platten, CD), eine Spezialsammlung von Liedpostkarten und Bilddokumenten zur populären Musikkultur, 10.000 Noten bürgerlicher Musikkultur aus dem Musikalien-Leihinstitut Schaumburg, 1.000 Tonträger und Material zur Arbeiterliedbzw. Arbeitermusikkultur, 14.000 Gedichte und 3.000 Liedbelege aus dem Ersten Weltkrieg sowie Sammlungen und Nachlässe von Einzelpersonen und Institutionen.12 Das verdienstvolle Archiv Frau & Musik entstand 1979 und widmet sich Musikerinnen sowie Komponistinnen und ist das älteste, größte und bedeutendste Archiv für Musik von Frauen in der Welt. Es umfasst derzeit ca. 26.000 Medieneinheiten von ca. 1.900 Komponistinnen vom 9. bis zum 21. Jahrhundert aus 52 Nationen: graue Literatur, historische Plakate, Literatur, Abschlussarbeiten, Dissertationen, originale Handschriften, Erstdrucke von über 1.900 Komponistinnen. Dazu zählen mehr als 3.500 Tonträger, Videos und DVDs, rund 20 Vorund Nachlässe von Komponistinnen und Dirigentinnen und die weltweit umfassendste Sammlung zu Postkarten von Damenblaskapellen um 1900.13 Nicht minder wichtig für die Musikgeschichte sind Unterlagen von Musikverlagen, wie sie z. B. im Sächsischen Staatsarchiv – Staatsarchiv Leipzig überliefert werden.14 Nicht vergessen werden darf, dass auch Fotos Quellen zur Musikgeschichte darstellen können, z. B. von Komponierenden, Musizierenden oder von Aufführungen.15 10 Z.N. | Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig: https://www.hmt-leipzig.de/hmt/bibliothek/suchen-finden/quellenmusik (10.3.2024). 11 Fischer 2014. 12 Deutsches Volksliedarchiv — Zentrum für Populäre Kultur und Musik: https//www.zpkm.uni-freiburg.de/sammlungen/Deutsches_Volksliedarchiv (15.10.2024). 13 Über das Archiv – Archiv Frau und Musik https://www.archiv-frau-musik.de/uber-das-archiv (10.3.2024). – Vgl. Holze 2004. 14 Kluttig 2012. – Kluttig 2013. – Kluttig 2014. 15 Paulová et al. 2018.
242 | Nordelbingen 90 Musikgeschichte als Gesellschaftsgeschichte In der Gesellschaftsgeschichte spielt Musik oft in Form von historischen Liedern eine Rolle, die sich auch als Anschauungsmaterial für Schule und Hochschule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung gut eignen. Volkslieder oder politische Volksdichtungen spiegeln vielfach gesellschaftliche, soziale und politische Zeitströmungen wider. Sie blicken in der Regel nicht auf Vergangenes zurück, sondern stellen damals aktuelle Situationen, Veränderungsprozesse und Probleme in jeweils aktuell gedichteten und laufend den Ereignissen angepassten Liedtexten dar, zu deren Verbreitung und vor allem Emotionalisierung und Vergemeinschaftung die Musik beiträgt. Die Landeszentralen für politische Bildung in Hamburg und Schleswig-Holstein haben Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts gemeinsam Texte und Melodien historischer Lieder aus acht Jahrhunderten herausgegeben sowie in den geschichtlichen Kontext eingeordnet. Das Spektrum reicht vom Mittelalter mit Kreuzzugslied, Ritterlied, Bauernlied, Raubritterlied über Bauernund Landknechtslieder, Lieder aus der Zeit des Absolutismus und der Französischen Revolution bis hin zu Revolutionsliedern 1848/49, Liedern aus der Industrialisierung, dem Kaiserreich und dem ›Dritten Reich‹ mit Lili Marleen und den Moorsoldaten. Ergänzt wurden Lieder aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie dänische Lieder aus Schleswig. Den Abschluss bildete das Lied der Deutschen mit seiner Entstehungsund Wirkungsgeschichte in allen drei Strophen. An diesen Beispielen wurde Geschichte musikalisch verdeutlicht, diese Lieder wurden gesungen.16 Zu Schleswig-Holstein hat Jochen Wiegandt (*1947) darüber hinaus ein informatives Liederbuch mit Lexikon erarbeitet.17 1987 hatte bereits die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg das Heft Historische Lieder-Texte, Noten und Kommentare zu Liedern aus acht Jahrhunderten herausgebracht.18 In der undatierten Neuauflage der norddeutschen Publikation, nunmehr allein von der Hamburger Landeszentrale herausgegeben, wird als Motivation angegeben, dass die politische Bildung »die kognitiven und emotionalen Ebenen politischen Lernens miteinander verknüpfen« wolle und daher Vermittlungsformen suche, »die an kulturelle und alltägliche Erfahrungen anknüpfen, denn es gilt auch, die Herzen der Lernenden zu erreichen.« Gerade diese Lieder machten »auf eine emotional wahrnehmbare Art deutsche Geschichte lebendig«. »Das historische und politische Lied eröffnet Einblicke und Anregungen ganz eigener Art, denn oft blitzartig wird bei ihm die Szene beleuchtet und Kontinuitäten und Diskontinuitäten im historisch-politischen Prozess werden sichtbar.«19 1992 präsentierte das Bundesarchiv in Koblenz die Ausstellung ›Freiheit lebet nur im Liede‹. Das politische Lied in Deutschland, zu der auch ein Katalog mit Liedtexten und Kontextinformationen erschien. Ihr Ziel war es zu zeigen, dass »unter dem politischen Lied nicht allein die revolutionären Lieder der deutschen Jakobiner, des Vormärz, der Revolution von 1848 und der Deutschen Arbeiterbewegung20 zu verstehen sind, sondern daß sich eine breite und starke Tradition des anonymen Liedes in der Bevölkerung erhalten hat, die es häufig in parodistischer Form unter Verwendung bekannter Melodien und Texte benutzt, um zum Widerstand und zum Kampf gegen Unterdrückung aufzurufen. Auch das Liedgut der studentischen und alternativen Bewegungen der Gegenwart be16 Hubrich et al. 1989. 17 Wiegandt 1996. 18 Historische Lieder 1987; dazu gab es auch eine Musikkassette mit Beispielen. 19 Kutz-Bauer o. J. 20 Vgl. dazu auch Lammel 1973.
R. Hering: Gesang und Gesellschaft zwischen den Meeren | 243 legt, daß außerhalb des kommerziellen Schlagers eine musikalische Gegenwelt existiert; alte Volksweisen können auch heute noch Zeichen des Aufbegehrens oder Ausdruck einer Betroffenheit, eines gemeinsamen Anliegens sein.«21 Mit Unterstützung des Südwestfunks gab der Schweizer Volkskundler Max Matter (1945–2023), im Auftrag des von ihm geleiteten Deutschen Volksliedarchivs 1998 eine DVD samt informativem Booklet mit Liedern aus der Revolution von 1848/49 mit dem Titel …weil jetzt die Freiheit blüht heraus. Für Schleswig-Holstein kann noch auf die Publikation des Landesarchivs zum Schleswig-Holstein-Lied hingewiesen werden.22 Der enge Zusammenhang von Musik und Politik im 20. Jahrhundert – insbesondere die Funktionen bzw. Funktionalisierung von Musik im politischen Kontext – wird am Beispiel des ›Dritten Reiches‹ sehr deutlich und ist noch längst nicht abschließend erforscht.23 Schon früh nutzten die Nationalsozialisten die Gemeinschaft stiftende Kraft des kollektiven Singens und die manipulativen Möglichkeiten des politischen Liedes, um die eigene Ideologie zu vermitteln und den Zusammenhalt zu vertiefen. Konsequent wurden Kundgebungen, Feste, Feierund Weihestunden, Aufmärsche und Parteitage gerade auch mit Musik inszeniert. Bereits frühzeitig entwickelten die NSDAP und die nationalsozialistischen Verbände bzw. Organisationen ein spezifisches Liedgut, um die Identifikation mit dem Nationalsozialismus und der propagierten Volksgemeinschaft zu fördern. So sind allein von der Hitler-Jugend gut 400 Lieder in Büchern überliefert.24 Drei Phasen des nationalsozialistischen Umganges mit Musik lassen sich unterscheiden:25 In der Kampfzeit vor 1933 standen gerade die Lieder der Sturmabteilung (SA) im Vordergrund.26 Dabei wurden überwiegend ältere populäre Lieder, insbesondere patriotische aus der Zeit der Befreiungskriege, der Restauration und des Kaiserreichs, übernommen und sprachlich adaptiert. Einzelne Namen und Termini wurden ausgetauscht, aber auch vollständige Texte neu gefasst. Die Melodien wurden überwiegend nicht verändert. Vereinzelt wurden darüber hinaus sogar Lieder des politischen Gegners übernommen bzw. adaptiert, um diesen zu bekämpfen und weitere Unterstützung zu rekrutierten.27 In der zweiten Phase bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs spielten die Kampflieder keine größere Rolle mehr. Wichtiger wurden nun Feierund Bekenntnislieder, die meistens neu komponiert und verfasst worden waren und in den nationalsozialistischen Organisationen einen hohen Stellenwert besaßen. Mit dem Ausbau der Wehrmacht entstand eigenes soldatisches Liedgut. Dieses gewann in der dritten Phase von 1939 bis 1945 an Bedeutung. Neben traditionellen Soldatenliedern des 19. Jahrhunderts und des Ersten Weltkriegs wurden neue Werke geschrieben bzw. komponiert, z. T. als Auftragsarbeiten für bestimmte Feldzüge, z. B. Norbert Schultzes (1911–2002) Lied vom Feldzug im Osten aus dem Jahr 1941 als Propagandalied für den Überfall auf die Sowjetunion. Darüber hinaus wurden in dieser Phase zu Propagandazwecken ausländische Lieder adaptiert. Im Deutschen Reich verbotene, bekannte Jazzund Swingmelodien erhielten einen neuen englischen Text, um nationalsozialistische Ideologie im Ausland zu verbreiten. Aber auch die Alliierten veränderten so deutsches Liedgut für ihre eigene Propaganda. 21 Kahlenberg 1992. 22 150 Jahre 1995. – Schwab 1995. 23 Vgl. z. B. Prieberg 1982. – Wulf 1989. – Niedhart/Broderick 1999. 24 Stoverock 1999. 25 Dieser Abschnitt basiert auf Gillum/Wyrschowy 2000. 26 Broderick/Klein 1999. 27 Dithmar 1999.
244 | Nordelbingen 90 Mehr noch: Auch in Konzentrationslagern wurde Musik eingesetzt. Aus der Lautsprecheranlage im KZ Dachau ertönten neben Hitler-Reden Arien von Richard Wagner (1813–1883), Marschmusik und Kirchenchöre, um zu verhindern, dass die Häftlinge miteinander redeten und die Schreie der misshandelten Menschen zu hören waren.28 Politische Lieder gelten ja generell als erfolgversprechendes Mittel der Manipulation. Auf der einen Seite werden Inhalte in kompakten Formulierungen leicht verständlich vermittelt, auf der anderen Seite spricht Musik die Gefühlsebene an. Inhalte werden so emotional verankert, Ideologie wird auf diesem Wege zumeist unreflektiert rezipiert. Insgesamt ist dabei aber zu konstatieren, dass die Unterscheidung zwischen politischer und unpolitischer Musik, ›ernster‹ und Unterhaltungsmusik fließend ist. Wichtig in diesem Kontext sind die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung von in der nationalsozialistischen Terminologie ›nichtarischen‹ Komponierenden bzw. Musizierenden.29 Seit den 1990er Jahren wurde dazu intensiv von der Musikwissenschaft geforscht und die Erinnerung an die ›verfemte und vergessene Musik‹ wach gehalten. Die im ›Dritten Reich‹ angestrebte Auslöschung konnte so verhindert werden. Die Geschichte darf nicht der Täterperspektive überlassen werden.30 Hier ist die Geschichtswissenschaft gefordert, für die auch künstlerischer Lebensläufe und die damit verbundenen Dokumente ertragreich sind. Als Beispiel dafür sollen der bedeutende, heute leider im breiten Publikum weniger bekannte österreichische Komponist Ernst Křenek (1900–1991) und dessen Überlieferung vorgestellt werden.31 Křenek unternahm bereits im Alter von sechs Jahren erste Kompositionsversuche, 1916 begann er sein Studium bei Franz Schreker (1878–1934) an der Wiener Musikakademie und ging nach dem Militärdienst mit ihm 1920 für drei Jahre nach Berlin an die Akademische Hochschule für Musik (heute Berliner Universität der Künste32). Bereits 1921 komponierte er in freier Atonalität und entwickelte eine hohe Produktivität: Allein bis 1924 schrieb er gut dreißig Werke, darunter drei Opern, drei Symphonien, vier Streichquartette sowie Orchester-, Kammermusikund Chorwerke. Er galt als Hoffnungsträger der Neuen Musik. Am erfolgreichsten war seine 1927 vorgelegte Jazz-Oper Jonny spielt auf, die in ganz Europa aufgeführt wurde. Er kombinierte hier die Musik von Tanzlokalen und Varieté-Shows mit einer an den Opernkomponisten Giacomo Puccini (1858–1924) angelehnten Tonsprache und übertrug den von Hollywoodfilmen bekannten Amerika-Optimismus in eine aufsehenerregende Bühneninszenierung. Dieser Erfolg brachte ihm von manchen den Vorwurf ein, die Neue Musik verraten zu haben, zugleich wurde er von den Nationalsozialisten nach der Machtübertragung mit einem Aufführungsverbot belegt. Daher konnte seine von 1930 bis 1933 als Auftragswerk komponierte Zwölf-Ton-Oper Karl V. erst 1938 in Prag und in Abwesenheit des Urhebers uraufgeführt werden. Nach einer ersten USA-Tournee 1937 wanderte er ein Jahr später in die Vereinigen Staaten aus, 1945 wurde er ameri28 Bernays 2024. Bis heute wird Musik auch zur Folter eingesetzt, um den Widerstandswillen Inhaftierter zu brechen und gewünschte Geständnisse zu erzwingen. 29 Vgl. z. B. Prieberg 1982, S. 344–486. – Traber/Weingarten 1987. – Hans 2012. – Haas 2018. 30 Vgl. beispielsweise Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit LexM (Universität Hamburg): https://www. lexm.uni-hamburg.de/content/index.xml (15.5.2024). 31 Vgl. z. B. Maurer Zenck 1980. – Ernst Krenek 2018. – Unterberger 2019. 32 Zur Musiküberlieferung dort vgl. Schenk 2005.
R. Hering: Gesang und Gesellschaft zwischen den Meeren | 245 kanischer Staatsbürger. Von 1938 bis 1942 war er Professor am Vassar College in Poughkeepsie, N.Y., bis 1947 lehrte Křenek an der School of Fine Arts an der Hamline University, St. Paul, Minnesota. Danach lebte er in Los Angeles, ab 1966 in Palm Springs, und hielt Gastvorlesungen an vielen Universitäten. Musikalisch blieb er experimentierfreudig und befasste sich in den vierziger Jahren mit serieller Musik, in den fünfziger Jahren auch mit elektronischer Musik.33 Im österreichischen Krems besteht als Privatstiftung das Ernst Křenek Institut, in dem auch der größte Teil des Nachlasses verwahrt wird. Der dortige Bestand umfasst ca. 25.000 Seiten Musikautographe, literarische und musiktheoretische Schriften sowie mehr als 40.000 Briefe von Korrespondenzpartnern wie z. B. Theodor W. Adorno (1903–1969), Oskar Kokoschka (1886–1980), Igor Strawinsky (1882–1971) bis hin zu Ronald Reagan (1911–2004) und Helmut Zilk (1927–2008). Es gibt außerdem eine umfangreiche Dokumentation der Veröffentlichungen über Ernst Křenek sowieder Aufnahmen seiner Werke und ein Aufführungsund Pressearchiv.34 Neben dem reichen musikalischen Schaffen publizierte Ernst Křenek fachliche Artikel sowie Prosa, Dramen und Verse. In seiner Novelle Die drei Mäntel des Anton K. verarbeitet er seine Exilerfahrungen. Quasi über Nacht war ihm Österreich abhandengekommen, sein Pass ungültig geworden, und er war der Behördenwillkür unterworfen, musste sogar deutsche Konsulate aufsuchen. Diese Eindrücke verarbeitete er noch 1938 in dieser Novelle, die er selbst 1944 ins Englische übersetzte und leicht kürzte. 1955 wurde sie erstmals publiziert und vor kurzem neu aufgelegt. Eindrucksvoll ist in dieser Ausgabe die Karte, die die hektische Reisetätigkeit Křeneks zwischen dem ›Anschluss‹ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 und dem Beginn seines Exils mit der Einschiffung in Le Havre am 19. August 1938 dokumentiert. Hier wird die Unruhe geografisch deutlich, die seiner Emigration direkt vorangegangen ist. Zugleich ist dieses Buch ein Beispiel dafür, dass die Auseinandersetzung mit der Vertreibung zeitnah einsetzte.35 Musikgeschichtliche Quellen im Landesarchiv Schleswig-Holstein Weder zum Minnesang noch zu vertriebenen Musikerinnen und Musikern finden sich im Landesarchiv Schleswig-Holstein einschlägige Quellen. Immerhin: Aus dem Jahr 1844 ist ein Flugblatt Wanke nicht mein Vaterland! mit Noten und Text des Schleswig-Holstein-Liedes überliefert, komponiert vom Schleswiger Musikdirektor Carl Gottlieb Bellmann (1772–1861).36 Doch die Recherche in der Kommentierten Beständeübersicht oder mit dem Archivinformationssystem Arcinsys ergibt noch viele weitere ertragreiche Quellen:37 Gerade in der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte das Singen verbotener Lieder zu Untersuchungen führen, wie das Beispiel des Hardesgevollmächtigten Sönke Sönnichsen, in Klixbüll, aus den Jahren 1850 bis 1852 zeigt.38 Aber auch der Verkauf und 33 Vgl. Křenek 1987. 34 https://www.krenek.at/archiv (19.1.2021). 35 Křenek 2020. 36 Landesarchiv Schleswig-Holstein (künftig: LASH), Abt. 424 Zeitgeschichtliche Sammlung, Nr. 96. 37 Archivinformationssystem Schleswig-Holstein: https://arcinsys.schleswig-holstein.de/ (25.6.2024). – Hering 2020. 38 LASH, Abt. 161 Amt Tondern, Nr. 308.
246 | Nordelbingen 90 das Singen von Liedern mit unsittlichem Inhalt war verboten.39 Das Absingen des Schleswig-HolsteinLiedes galt als Störung der öffentlichen Ruhe40 und schlug sich in Akten nieder, z. B. 1854 der Gesang im Büsumer Hafen.41 Das Vortragen dänischer Lieder bzw. der Vertrieb dänischer Liederbücher ko nnte in preußischer Zeit zu polizeilichen Ermittlungen und Anklagen führen.42 Insofern überrascht es nicht, dass Sängervereine und Feste überwacht wurden.43 Selbst das Singen bei der Arbeit wurde 1839 aktenkundig, weil es eine Beschwerde darüber gab.44 Natürlich gibt es im Landesarchiv Dokumente zum staatlichen Umgang mit Musik, vor allem in Schulen und Hochschulen, in der Jugendund Erwachsenenbildung sowie im kulturellen Bereich. Einschlägig ist hier der Bestand Kultusministerium (Abt. 811), insbesondere zum Musikunterricht und den Lehrplänen sowie zum Schleswig-Holstein Musik-Festival. Es gibt darüber hinaus noch Akten z. B. zum Schleswig-Holsteinischen Volksliedarchiv der 1940er Jahre,45 privatem Musikunterricht, Musikhochschulen und Musikschulen, dem Arbeitskreis Schulmusik oder der Auszeichnung von Chören.46 Auf der akademischen Ebene ist die Überlieferung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Abt. 47) zu nennen. Grundsätzlich kostet alles Geld, daher ist der Bestand Finanzministerium immer ertragreich, z. B. zum Bau der Musikund Kongresshalle in Lübeck (Abt. 661), der auch im Bestand Ministerpräsident und Staatskanzlei (Abt. 605) überliefert ist, in dem z. B. viel Material zum Schleswig-Holstein Musik-Festival mit seinen Gremien, aber auch zu Musik im Grenzland zu Dänemark, der Veranstaltung ›Jübeck open air‹, dem internationalen Musikfest Bad Bramstedt, dem Sängerbund, Jazz und Folkloremusik oder den Ratzeburger Dommusiken archiviert ist. Das Schleswig-Holstein Musik-Festival hat auch im Bestand Wirtschaftsministerium (Abt. 691) eine Überlieferung hinterlassen. Im Bestand Amt und Landvogtei Ratzeburg (Abt. 232) – als regionales Beispiel – finden sich Aufzeichnungen zur Verpachtung der Musik im Altund Neusächsischen Distrikt zwischen 1747 und 1789,47 zur Administration der Musik zwischen 1792 und 185448 sowie zur Regulierung des Musikbetriebes in den Jahren 1857 bis 1873.49 39 LASH, Abt. 49 Schleswig-Holsteinische Regierung auf Gottorf, Nr. 1930, aus dem Jahr 1842. 40 LASH, Abt. 80 Ministerium für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg zu Kopenhagen, Nr. 51 I und II. 41 LASH, Abt. 80 Ministerium für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg zu Kopenhagen, Nr. 45. 42 LASH, Abt. 61 Schleswig-Holsteinische Landesregierung in Schleswig, Nr. 95 I und II. – LASH, Abt. 355.17 Amtsgericht Hadersleben, Nr. 24 (gegen Lauritz Petersen 1888/89). – Ebd., Nr. 22 (gegen Christian Hansen Ravn 1888). – Ebd., Nr. 20 (gegen Johann Johannsen 1888). – Ebd., Nr. 17 (gegen Lauritz Ankersen 1897). – Ebd., Nr. 15 (gegen den Verein Kommunalforeningen i Haderslev 1896). – Ebd., Nr. 14 (Singen in der Gastwirtschaft zu Hostrup 1895/96). – Ebd., Nr. 26 (gegen Julius Alexander Nielsen 1891). – Ebd., Nr. 28 (gegen Michael Tandrup 1898). – Ebd., Nr. 29 (gegen Peter Winff 1898). – Ebd., Nr. 33 (gegen den Gärtner Carlsen 1899). – Ebd., Nr. 34 (gegen Jens Juncker 1899). – Ebd., Nr. 43 und Nr. 64 (gegen »Frees und Genossen« 1900–1901). – Ebd., Nr. 85 (gegen Peder Christensen und Carl Nielsen wegen des Vertriebes von dänischen Liederbüchern 1905–1907). – Vgl. auch LASH, Abt. 355.56 Amtsgericht Sonderburg, Nr. 1, 8 und 9, sowie Abt. 35512 Amtsgericht Flensburg, Nr. 7. 43 LASH, Abt. 80 Ministerium für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg zu Kopenhagen, Nr. 57 (Zeitraum 1853 bis 1863). – Vgl. auch ebd., Nr. 53 (»Politisch verdächtiges Singen« 1851–1860). 44 LASH, Abt. 49 Schleswig-Holsteinische Regierung auf Gottorf, Nr. 1918. 45 LASH, Abt. 811 Kultusministerium, Nr. 6063. 46 LASH, Abt. 811 Kultusministerium, Nr. 6789. 47 LASH, Abt. 232 Amt und Landvogtei Ratzeburg, Nr. 1146 und Nr. 1147. 48 LASH, Abt. 232 Amt und Landvogtei Ratzeburg, Nr. 1148. 49 LASH, Abt. 232 Amt und Landvogtei Ratzeburg, Nr. 1149.
R. Hering: Gesang und Gesellschaft zwischen den Meeren | 247 Quellen gibt es über den Hilfsunterricht in Musik in Schleswig im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts,50 Musik in der Lübecker Domkirche 170851 und Beschwerden von Musikern in Lohbrügge gegen den Steinbeker Organisten wegen dessen »Aufwartung mit Musik auf Hochzeiten« 1848/49.52 Aber auch in zunächst unerwartetem Kontext spielt Musik eine Rolle, wie z. B. in einer »Unterhaltungsstunde« vor Weihnachten im Kieler Gerichtsgefängnis.53 Im Bestand Oberpräsidium finden sich Unterlagen zur Musikpflege von 1874 bis 191354 und zu Gesang und Chorwesen von 1922 bis 1932.55 Wichtiges Material zum privaten musikalischen Engagement der Bürgerinnen und Bürger stellen die Archivalien – Protokolle und Schriftwechsel sowie Tonträger – des Schleswiger Gesangvereins 1839 e. V. (Abt. 422.11), der Arbeitsgemeinschaft Schleswiger DSB-Chöre (Abt. 422.12), der Schleswiger Singvereinigung von 1927 (Abt. 422.32) und des Männergesangvereins Brekling von 1897 (Abt. 422.51) dar. Der Nachlass des Lehrers Johannes Trost (1885–1971) bietet auch Material zur Musik.56 Der Dithmarscher Schulrat Max Bertram (1925–2010) hat Material zum Jugendsingen im Stadion Flensburg 193157 und zur Heider Kantorei von 1948 bis 2009,58 der Journalist Karl Eginhard Strackerjan (1854–1921) zu verbotenen Liedern 1902 bis 191259 und Elfriede Eggebrecht (1913–2011) zu den privaten Musikwochen in Eutin-Fissau 1955 bis 1968 hinterlassen.60 Neben Akten gibt es zum Thema Musik auch eine filmische Überlieferung im Landesarchiv,61 z. B. ein Musikvideo der Landespolizei Schleswig-Holstein aus den 1990er Jahren,62 Gildefeste (Schützenfest der Oldenburger St. Johannis Totenund Schützengilde im Jahre 1926 und 300-JahrFeier der Brunswiker Schützengilde 1938)63 oder die Polizeischau ›Musik-Tanz-Sport‹.64 Musik und Justiz im 20. Jahrhundert Konkreter soll hier auf Quellen hingewiesen werden, die auf den ersten Blick nicht als solche zur Musikgeschichte erkannt werden. Damit soll auch die Aufmerksamkeit auf die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Musik gelenkt werden. 50 LASH, Abt. 200 Schleswigsche Schulen und Lehranstalten, Nr. 418. 51 LASH, Abt. 268 Lübecker Domkapitel, Nr. 1605. 52 LASH, Abt. 49 Schleswig-Holsteinische Regierung auf Gottorf, Nr. 4532. 53 LASH, Abt. 357.2 Justizvollzugsanstalt Kiel, Nr. 21881. 54 LASH, Abt. 301 Oberpräsidium, Nr. 1190. 55 LASH, Abt. 301 Oberpräsidium, Nr. 3502 und Nr. 4068. 56 LASH, Abt. 399.60 Nachlass Johannes Trost, Nr. 84. 57 LASH, Abt. 399.195 Nachlass Max Bertram, Nr. 3. 58 LASH, Abt. 399.195 Nachlass Max Bertram, Nr. 18. 59 LASH, Abt. 399.57 Nachlass Karl Eginhard Strackerjan Nr. 187. 60 LASH, Abt. 399.143 Nachlass Wilhelm und Anna Voß, Nr. 55. 61 Zum Landesfilmarchiv vgl. Jachomowski 2010. – Jachomowski 2015. 62 LASH, Abt. 2002 Landesfilmarchiv, Nr. 479. 63 LASH, Abt. 2002 Landesfilmarchiv, Nr. 67. 64 LASH, Abt. 2002 Landesfilmarchiv, Nr. 471.
254 | Nordelbingen 90 ackert e Felder: Kultur, Bildung, Erinnerung. Gaby Herchert zum 65. Geburtstag, hg. v. Katharina von Elbwart, Bernhard Fisseni, Katja Winter und Eva Wodtke (Perspektiven des Regionalen 1), Münster 2023, S. 399–418. Historische Lieder, Texte, Noten und Kommentare zu Liedern aus acht Jahrhunderten, hg. v. der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg (Politik & Unterricht. Zeitschrift für die Praxis politischer Bildung, Sonderheft), Villingen-Schwenningen 1987. Holze, Constanze: Interdisziplinarität als Programm. Das Archiv Frau und Musik in Frankfurt am Main, in: Echolos. Klangwelten verfolgter Musikerinnen in der NS-Zeit. 12. Tagung der AG »Frauen im Exil« in der »Gesellschaft für Exilforschung« in Zusammenarbeit mit dem OberstufenKolleg der Universität Bielefeld und dem Orpheus Trust Wien, 1. – 3. November 2002, hg. v. Anna-Christine Rhode-Jüchtern und Maria Kublitz-Kramer, unter Mitarbeit von Tobias Ellenberger, Bielefeld 2004, S. 59–69. 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