scieee AI-readable full text Open interactive document viewer

Speech coaching and speaking trainig through teacher voice, songs and music when teaching and learning foreign languages in Algeria

Bouhalouan, Karima

Abstract

The present work is about speech coaching and speech trainig using the tacher’s voice, songs and music as an instrument for vocal sound and speech expressions in lessons. When teaching/ learning foreign languages, songs and music train visual thinking, increase attention, and enrich oral expression in foreign language learners.

Full text

Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 1 ISSN 1989–9572 DOI:10.47750/jett.2024.15.03.001 Speech coaching and speaking trainig through teacher voice, songs and music when teaching and learning foreign languages in Algeria Dr. Karima Bouhalouan1 Journal for Educators, Teachers and Trainers, Vol. 15 (3) https://jett.labosfor.com/ Date of revision: 01 2024 Date of Published: 07 2024 Dr. Karima Bouhalouan (2024). Speech coaching and speaking trainig through teacher voice, songs and music when teaching and learning foreign languages in Algeria. Journal for Educators, Teachers and Trainers,Vol. 15(3).1-7. Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 2 Journal for Educators,Teachers andTrainers,Vol.15(3) ISSN1989–9572 https://jett.labosfor.com Speech coaching and speaking trainig through teacher voice, songs and music when teaching and learning foreign languages in Algeria Dr. Karima Bouhalouan1 1University Oran 2 Mohamed Ben Ahmed, Faculty of foreign Languages, Laboratory of Translation and Methodology(TRANSMED) Algeria The E-mail Author: [email protected] Abstract The present work is about speech coaching and speech trainig using the tacher’s voice, songs and music as an instrument for vocal sound and speech expressions in lessons. When teaching/ learning foreign languages, songs and music train visual thinking, increase attention, and enrich oral expression in foreign language learners. Keywords: speech coaching, speech training, teacher voice, Songs, Music, foreign languages. Sprechcoachingund Sprechtraining durch Lehrerstimme, Lieder und Musik beim Lehren und Lernen von Fremdsprachen in Algerien Abstrakt In der vorliegenden Arbeit geht es um Sprechcoachingund Sprechtrainig mittels Lehrerstimme, Lieder und Musik als Instrument für Stimmklang und Sprechausdruck im Unterricht. Lieder und Musik trainieren beim Lehren/ Lernen von Fremdsprachen visuelles Denken, steigern die Aufmerksamkeit, bereichern den mündlichen Ausdruck bei den Fremdsprachenlernenden. Schlüβelwörter: Sprechcoaching, Sprechtraining, Lehrerstimme, Lieder, Musik, Fremdsprachen 0. Einleitung Die Lehrerstimme ist ein relevantes und kein ersetzendes Instrument im Fremdsprachenunterricht mit Mikrofon oder ohne es, bleibt sie von großer Bedeutung.Deswegen ist die Gesundheit der Stimme sehr wichtig, denn in mehreren Fällen riskiert den Lehrer/die Lehrerin unter starken Stimmproblemen bzw. Stimmstörungen beispielsweise Heiserkeit, Halskratzen oder eine krächzende Stimme. Deswegen empfehlen Experten Stimmpausen über den Tag hinweg einzulegen.Die Problematik dieser Untersuchung wird wie folgt formuliert: In wie fern Könnte die Lehrstimme,Sprechcoachingund Sprechtraining durch Lieder und Musik beim Lehren/Lernen von Fremdsprachen sowohl als eine pädagogische Unterstützung, als auch als Motivationsfaktor im Unterricht effizient sein? Die Effizienz der Lehrstimme scheint deutlich beim Einsatz verschiedener Methoden bzw. Materialien im Klassenunterricht beispielsweise Lieder mit Rhythmus, Musik, Songs, die den Unterricht lebhaft, attraktiv, kreativ und eine gewisse Variation des Unterrichtsgeschehens und eine tolle Atmosphäre schaffen. Die allermeisten Menschen sind theoretisch in der Lage, ihre eigene „magische“ Stimme zu entdecken und zu entwickeln. Als „magisch“ bezeichnen wir Stimmen, die es einem leicht machen, einen guten „Rapport“, d.h. einen vertrauensvollen, assoziierten Kontakt wegen ihres hohen Wohlklangund Wohlfühlpotenzials aufzubauen. Das sind Stimmen, die keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern die Botschaften sowohl auf der Inhaltsebene(digital, die Worte) als auch auf der Beziehungsebene (analog, Klang, Tonhöhe und-tiefe, Lautstärke, Körpersprache) störungsfrei übermtteln.WESTERHAUSEN/ DYCKHOFF(2015, S. 9) ERICSSON (1996: 26-37) spricht von der Aufteilung der Aufgabe des vorbereiteten Sprechens in drei Teile: „ zuerst müssen Worte, Wendungen und Sätze in der Übung aufgewärmt werden, damit die Schülerinnen und Schüler alles verstehen und einigermaßen korrekt aussprechen können. Es geht um input (Zuhören) und imitation Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 3 (Chorlesen, Einzelnachsprechen, „Bienenkorblesen“, Vorspielen, Reproduktion von Dialogen/ Monologen, die in der Übung als Musterbeispiele angegeben sind). Dieses Zielsprachematerial, das als Grundlage für vorbereitetes Sprechen zur Verfügung steht, muss über die Lernenden „gegossen“ werden. Dies ist die sog. Präparationsphase. Danach folgen die Vorbereitungen mit einzelnen Lernenden oder mit Lernergruppen (z. B. mit Paaren). Sie wählen selbst aus, was sie sagen wollen, und bereiten sich so darauf vor, eigene Inhalte in der Zielsprache auszudrücken. Das ist die sog. Wahloder Selektionsphase. Die Lernenden benutzen hier das eben aufgewärmte linguistische Material der Übung. 1. Kompetenz Um ein hohes Maße an sozialer Kompetenz zeigen zu können, sollte man über verschiedene Eigenschaften verfügen, wie z. B. ein hohes Einfühlungsvermögen, gute Kommunikationsfertigkeiten und ein umfangreiches Wissen über soziale Normen. Die einzelnen Eigenschaften alleine (Einfühlungsvermögen etc.) sind nicht als Kompetenz zu verstehen; sie werden also als psychologische Merkmale bzw. Eigenschaften bezeichnet, oder, sofern sie relevant sind für berufliche Leistungen, als Anforderungsmerkmale. KRUMM/MERTIN/DRIES (2012, S. 4) Kompetenz im Bezug auf Lehren einer Fremdsprache heißt nämlich die Führungskraft, die passende Qualifikation, die Befähigung die fremde Sprache zu unterrichten. 1.1Lehreraufgabe als Trainer und Moderator Im Gemeinsamen Unterricht ist die Lehrkraft mit ihrer ganzen Person gefordert. Sie ist Coach und Trainer[…]. Von den Schülern wird erwartet, dass sie ihre Mitschüler respektieren, dass sie sich auf soziale Lernprozesse einlassen und „ Klassengeist“ entwickeln. MEYER (2015, S.64)Die Arbeit im Plenum bietet mehr Reflexion seitens des Lehrers/der Lehrerin im Unterricht. Die Aufgabe des Lehrers ändert sich von einer Unterrichtsform anders gesagt Sozialform zu einer anderen. In der Kleingruppenarbeit wird die Rolle des Lehrers vielmehr als Moderator, er achtet auf das Zeitmanagement und verteilt die Aufgabe zwischen den Lernenden. MEYER (2015, S. 65) äußerte sich in diesem Bezug der Lehrerrolle weiter: „In der Projektarbeit ist die Lehrperson Moderator der gemeinschaftlich organisierten Arbeit. Sie hilft bei der Planung, bei der Herstellung von Außenkontakten, sie warnt vor überzogenen Hoffnungen und hilft bei der Auswertung der Projektergebnisse und der Lernkontrolle.“ 2. Sprechcoaching Beobachten Sie einmal professionelle Speaker, und lassen Sie sich inspirieren. Egal ob live oder auf YouTubeanalysieren Sie Faktoren wie Körperhaltung, Mimik und Stimme. Auch die Kleiderwahl ist natürlich mitentscheidend. Was fällt Ihnen auf, wann ist der Redner besonders überzeugend, wie erzeugt er Spannung? Wie hält er seine Hände? Erscheint er vertrauenswürdig, und lebt er selbst das, was er predigt? Oder wirkt es möglicherweise einstudiert und unsicher? Wie dynamisch ist die Stimme, gibt es Pausen, oder redet hier jemand in einem durch? WITTNEBEN/ WULFF/ MORCINEK (2018, S. 95) In diesem Zusammenhang bietet den Kanal Betelsmann Stiftung in YouTube Videos über Musik, Sprache, Melodien zur Sprachförderung und Sprachbildung. Musik mit Alltagsgegenständen komponieren und in einer Gruppe gemeinsam singen. Der komplette Text zum Lied „ Wenn du singst, singen andere mit“ von Robert Metclaf. Spracherwerb fördern mit Melodien bekannter Lieder. Mehr Informationen zum Projekt „Musik, Sprache, Teilhabe“ der Bertesmann Stiftung erfahrt ihr unter https://www.musik-sprache-teilhabe.de 2.1 Körpersprache Ein weiterer Bereich des Fremdsprachenunterrichts, in dem Gestik unterstützend eingesetzt werden kann, um den Fremdsprachenlernprozess zu erleichtern, ist die Aussprache, konkret der Phonetikunterricht. Auch in diesem Bereich gibt es erst sehr wenige Veröffentlichungen, die sich mit Phonetik im Fremdsprachenunterricht beschäftigen. Allein die Arbeiten von Ludmila Veličkova beschäftigen sich eingehend mit der praktischen Umsetzung theoretischer Erkenntnisse, wogegen der Artikel von Brigitte Teuchert (1992) auf nonverbale Kommunikation im interkulturellen Bereich eingeht. Sie zählt Prosodie zur nonverbalen Kommunikation und hat Untersuchungen zur Bewertung nonverbalen Verhaltens in Bezug auf Sicherheit, den Kontakt zum Hörer herstellend, Verständlichkeit, Überzeugung/ Glaubwürdigkeit und Engagement vorgenommen (Vgl. Teuchert 1992, S. 150 ff.), die aber keine Ergebnisse in Bezug auf Gestik und die Aussprache beinhalten. Die Körpersprache gilt als nonverbale Kommunikation. Diese körperlichen Signale visualisieren Gesichtsausdrücke einer bestimmten Person. Durch den gezielten Einsatz von Körper und Stimme sowie das Agieren in Rollen können unter anderem Handlungsoptionen ausprobiert und verschiedene Interaktionsformen erlernt werden. Durch Aufwärmübungen Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 4 wird zu dem zur Entwicklung von Körperund Sprachgefühl sowie zur Aktivierung und Förderung der Kreativität angeleitet. BENGSCH(2021, S. 163) Körperhaltung, Mimik, Gestik und Stimmklang. Ein stimmiges Zusammenspiel dieser Faktoren ist entscheidend dafür, wie Sie auf andere wirken-ob Sie als Businesspartner ernst genommen und als vertrauenswürdig und kompetent wahrgenommen werden oder man Sie im Gegensatz dazu als steif unsicher und wenig glaubwürdig beurteilt. Diese Wertungen passieren innerhalb von Millisekunden. Im Hirn Ihres Gegenübers werden Sie unbewusst danach analysiert, ob Aussage und Körperhaltung, Stimme und Erscheinungsbild kongruent sind, also einander entsprechen und zusammenpassen. Wenn es sich zusammenpasst, neigt der Zuhörer dazu, Stimmklang und Körpersprache mehr zu vertrauen als den Worten. WITTNEBEN/ WULFF/ MORCINEK (2018, S. 93 u. F.) „Außerdem gestalten pragmatische Momente den Sinn mitSituation, Ort, Zeit, Partnervoraussetzungen-, die sich unterschiedlich auswirken, je nachdem es sich um eine ungezwungene Unterhaltung unter Freunden, ein sachbetontes Arbeitsgespräch oder um einen wissenschaftlichen Vortrag handelt, ob man jemanden motivieren, unterhalten, überzeugen…will, wie das Verhältnis des Sprechers zum Komunikationsgegenstand ist; dazu kommen Momente wie Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Takt…sowie außersprachlicheGestik, Mimik, Körperhaltungund parasprachliche MomenteAussprache, Intonation und Intensität, Melodie, Tempo, Pausen…, die der Sprecher bewusst oder unbewusst einsetzen kann. “ HEYD(1997, S. 149) 2.2Sprecherziehung In den wenigsten Lehramtsstudiengängen gibt es Sprecherziehung als Pflichtfach, obwohl gerade an die Lehrerstimmeauch im Unterschied zu den oben genannten Berufen-besondere Anforderungen aufgrund der hohen Sprechleistung gestellt sind: Ein Unterrichtstag dauert vier bis sechs Stunden. Lehrerinnen und Lehrer sprechen in (teilweise akustisch schlecht ausgestatteten) Klassenräumen zu bis zu 30 Schülerinnen und Schülern, die mehr oder weniger aufmerksam zuhören. In den kurzen Pausen, die meist auch in lauter Umgebung 5im Lehrerzimmer oder auf dem Schulhof) verbracht werden, ist kaum eine Regeneration möglich. EBERHART/HINDERER(2020, S. 9) 2.3 Sprechbildung Sprechbildung, Sprechcoaching und Sprechtraining sind selber eine enorme Herausforderung für die Lehrkräfte. In diesem Zusammenhang stehen einige Parameter wie Motivation und das angemessene Lernklima im Klassenunterricht im Vordergrund. „ Lehrerinnen und Lehrer beeinflüssen die Motivation der Schülerinnen und Schüler nicht nur durch die Unterrichtsziele,- inhalte undmethoden, sondern auch durch die Gesprächsführung sowie durch ihren Umgang mit ihrer Stimme. Eine Stimmstörung oder eine unklare Artikulation der Lehrenden erschwert Schülerinnen und Schülern das Zuhören und die Konzentration. Eine gesunde, resonanzreiche Stimme, eine optimale Passung von Atmung und Sprechen, eine klare Artikulationall diese Elementarprozesse auf Seiten der Lehrenden motivieren Schülerinnen und Schüler zum Zuhören und erleichtern ihre Konzentration auf die Lerninhalte undziele.“ BOSE/ GUTENBERG(2007, S. 63) Die Stimme des Lehrers bzw. der Lehrerin gilt als Motivationsfaktor für die Lehrenden im Unterricht, deshalb sind der Einfluss anhand der Sprache und die Variation der Methoden sehr relevant. Einige Forscher LAYH/FELDHORST/ ALTHAUS/ BRADNA/ WIHOFSZKY(2020, S. 238) sprechen über einige Konzepte Jugendliche als Mitforschende PhotovoiceForschung. Folgende Tipps können Ihnen helfen, Jugendliche für Ihr PhotovoiceProjekt zu interessieren:  Sprechen Sie die Jugendlichen direkt und persönlich an.  Klären Sie Ziele, Fragen und Rahmenbedingungen der Forschung im Gespräch.  Sprechen Sie die Jugendlichen als Expert⁎innen ihrer Lebenswelt an.  Kommunizieren Sie den Mitbestimmungsspielraum in der Forschung offen.  Beziffern Sie die Zahlung einer etwaigen Aufwandsentschädigung.  Stellen Sie die Verbindlichkeit her, indem Sie zum Beispiel im Gespräch mit den Jugendlichen ein Datum für eine Rückmeldung festlegen.  Lassen Sie Ihre Kontaktdaten da, damit die Jugendlichen ggf. zu einem späteren Zeitpunkt Fragen an Sie richten können. 2.4 Stimmstörungen und Stimmtherapie Bausteine wie Atemübungen, Spannungs-und Haltungskorrektur, Stimmeinsatz-, Stimmsitz-, Stimmfunktionskorrektur, Stimmkräftigung, Transfer usw. Sind mittlerweile aus der klinischen Erfahrung, dem fachlichen Austausch und aus der gängigen Literatur heraus in den meisten therapeutischen Praxen Usus und Bestandteile der stimmtherapeutischen Ausbildungen. VOIGT -ZIMMERMANN (2016,S. 55) 3. Motivation durch Lieder im Deutschunterricht „-Lieder sind eine wichtige Textsorge und eine wertvolle Unterstützung beim Lernen einer Fremdsprache. - Die Arbeit mit Satzund Bildkasten fördert die kognitiven Prozesse beim Spracherwerb. Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 5 - Lieder eignen sich besonders gut als Hörtexte, weil sie zum Zuhören produziert worden sind; sie sind also authentisches Hörmaterial. Allerdings sind authentische Texte meist auch schwierige Texte. Deshalb brauchen wir besondere didaktischen Verfahren gehören alle Arten der Vorbereitung und Vorentlastung, wie z. B. Bilder, Satzkarten usw. - Lieder können unter landeskundlichen Aspekten besonders interessant sein: Mit einem Lied kommen die Schüler unmittelbar in Kontakt mit der anderen Kultur, denn Lieder zeigen, wie in der anderen Kultur gesprochen, gesungen, gefühlt, gedacht, ja gehandelt wird.“ DAHLHAUS(1994, S. 76) Der Umgang mit literarischen Texten ist eng verbunden mit dem Einsatz bestimmter Kompetenzbereiche wie Lyrik, Poesie etc. Im Kontext Lyrik gibt es verschiedene Formen z.B. „Erzählgedichte, Spielformen( Sprachspiele,- rätsel, Unsinngedichte), humorvollbelehrende, auch komische Gedichte und Sprüche[…]“ In Anlehnung an Hessischer Lehrplan Deutsch Jahgangsstufe 5(2011, S. 13) zitiert von BUDDE (2012, S. 113) Als konkretes Beispiel für den Einsatz vom Gedicht als eine Variationart im Unterricht erwähnen wir als Beispiel die Gedichte vom fliegenden Robert. Die Gedichte vom fliegenden Robert Wenn der Regen niederbraust, Wenn der Sturm das Feld durchsaust, Bleiben Mädchen oder Buben Hübsch daheim in ihren Stuben. Robert aber dachte: Nein! Das muss drauβen herrlich sein! Und im Felde patschet er Mit dem Regenschirm umher. Hui, wie pfeift der Surm und keucht, Dass der Baum sich niederbeugt! Seht!Den Schirm erfasst der Wind, Und der Robert fliegt geschwind Durch die Luft so hoch, so weit. Niemand hört ihn, wenn er schreit. An die Wolke stöβt er schon, Schirm und Robert fliegen dort Durch die Wolken immerfort. Und der Hut fliegt weit voran, Stöβt zuletzt am Himmel an. Wo der Wind sie hingetragen, Ja, das weiβ kein Mensch zu sagen. Heinrich Hoffmann KNUTH (2018, S. 70) 3.1 Motivation durch Musik und ganzheitliches Lernen im Deutschunterricht „Lernen soll dementsprechend Hirnbiologische Betrachtungsweise nicht« kognitiv beschränkt» und einseitig « linkshemisphärisch orientiert» sein, sondern als ganzheitlicher Prozess organisiert werden. Musik kann dabei eine wichtige Rolle spielen, Sie trägt dazu bei, dass eine Aktivierung und Kopplung verschiedener Regionen unseres Gehirns vonstatten geht. Erfolgt die gleichzeitige Präsentation verbaler und musikalischer Stimuli (harmonische Musik), so wird bei einem Großteil der Menschen die linke Hemisphäre durch die sprachlichen Stimuli und die rechte Hemisphäre durch die Musik aktiviert. Gleichzeitig wird das subkortikale Hirnareal, also der Bereich unserer Emotionen und der Motivation durch die harmonische Musik größtenteils « positiv angesprochen»“QUAST (2005, S. 49) 4. Sprachspiele „ Die Sprachspiele haben dabei das Ziel, sprechtechnische Abläufe und den Vorgang des Sprechens in der Sprechsituation zu optimieren, wobei das Sprechmotiv und das Sprechziel beim Sprechvorgang entscheidend sind. Nicht das Sprechen selbst, sondern der situationsgerechte Sprechausdruck unter dem Einsatz von Körperspannung und Körperreaktion im Ausbalancieren der Spielund Realsituation bilden beim Einsatz der Sprachspiele den Übungsschwerpunkt.“ BROICH (1993, S. 11) 4.1 Übungen zur Sprachtechnik/ Stimmtrainig „ Die Übungen Fünfsatztechnick zur Atem-, Stimmund Sprechübung. Lautübungen gelten als eigentliche Sprachübungen.“BROICH (1993, S. 34) Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 6 4.2 Spielerisches Lernen „ Zusammenhang zwischen Spiel, sprachlicher und kognitiver Entwicklung ist hier evident und unter dem Begriff der Dekontextualisierung zu fassen. Daraus ergibt sich aber nicht zwangsläufig, dass dieser Zusammenhang auch dann besteht, wenn „spielerisches Lernen“ im Rahmen von Unterrichtsgeschehen angesagt ist. Denn in diesen Fällen entsteht der Rahmen für die Spielhandlung nicht spontan durch die spielenden selbst, sondern wird durch die Lehrperson gesetzt. Insofern ist das, was Erwerbsstudien über die metasprachlichen und kognitiven Leistungen zur Dekontextualisierung herausgefunden haben, allenfalls am Rande von Belang. Folgt man dieser Differenzierung, müsste sich das Interesse auf die Frage richten, ob die didaktisch initiierten Spielzüge so beschaffen sind, dass sie als brauchbare Modelle zur Welterschließung gelten können.“ HAUEIS( 2007, S. 129) „Gleich zu Beginn soll geklärt werden, was wir unter „Spielen“ im Sprachunterricht verstehen. Es geht dabei, um „dramatische Aktivitäten“ - um Erscheinungsformen und Äußerungen, die dem Schüler Gelegenheit bieten, den Inhalt einer Fremdsprachenstunde als individuelle Persönlichkeit kreativ mitzugestalten. Die artigen Aktivitäten haben mit der natürlichen Fähigkeit eines jeden Menschen zur Nachahmung, zur Mimik und zur Pantomime zu tun. Sie aktivieren außerdem seine Vorstellungskraft, sein Erinnerungsvermögen und seine Gabe, vergangene Erfahrungen, die sonst verborgen blieben, wieder neu zu beleben. Jeder Schüler bringt ein anderes Leben, eine andere Vergangenheit mit in den Unterricht.“MALEY(1985, S. 07) 4.3 Arbeitsmöglichkeiten mit Video „ Als Axiom jeglichen schulischen Videoeinsatzes sollte gelten: die Arbeit mit Video im Unterricht muss unter allen Umständen vermeiden, Passivität von Seiten der Schüler zuzulassen oder gar zu fördern. Stattdessen muss es oberstes Ziel im Fremdsprachenunterricht sein, von einer notgedrungen rezeptiven, aber keineswegs inaktiven Anfangshaltung zu einem aktiven Sprachhandeln seitens der Lerner zu kommen. Dafür kann es unterschiedliche Vorgehensweisen, sowohl was den Einsatzzeitpunkt des Videos als auch das praktische Vorgehen angeht, geben, die im folgenden aufgeführt und erörtert werden. Selbstverständlich wird versucht, das hier Aufzuführende auf der Basis der vorangehenden Abschnitte und der dort bereits angeschnittenen Einsatzmöglichkeiten von Video im Bereich Landeskunde und Dialogeinführung zu erörtern. Dabei sollen drei Schwerpunkte thematisiert werden: vorbereitende Schritte seitens der Lehrenden, technische Möglichkeiten mit Video und Lernschritte mit Video in den Phasen des Fremdsprachenunterrichts.“ KÜHN (1998, S. 89) Fazit Die Lehrerstimme als Motivationsfaktor ist sehr effizient im Fremdsprachenunterricht. Die Variation verschiedener Methoden bzw. Materialien im Klassenunterricht beispielsweise Lieder mit Rhythmus, Musik, Songs, You Tube Kanäle etc. tragen dazu bei zum positiveren Lerneffekt und Lernerfolg des Unterrichtsgeschehens und Unterrichtsergebnisse, deswegen sind zwei Komponenten in diesem Zusammenhang sehr wichtig: Erstens Die Akustik in Klassenzimmern spielt auch eine bedeutende Rolle und zweitens Lehrmaterialien wie Beamer und visuelle Medien und hohen Internetzugang können Sprechcoachingund Sprechtraining beim Lehren/Lernen von Fremdsprachen leichter machen. Literatur BENGSCH, Charlotte: Potenziale des Agierens in Rollen für die Professionalisierung von Lehrkräften: Eine Interviewstudie zur Durchführung einer Globalen Simulation im Rahmen des Forschungspraktikums Englisch. In: DELIUS, Katharina/ SURKAMP, Carola/ WIRAG, Andreas(Hg.): Handlungsorientierter Fremdsprachenunterricht empirischStudien zu schulischen und universitären Lehr-/Lernkontexten. Göttinger Schriften zur Englischen Philologie , Band 14. Universitätsverlag Göttingen 2021. S. 157-181 BOSE, Ines/ GUTENBERG, Norbert: Sprechwissenschaft und Sprecherziehung in der Lehrerbildung. In: KNAPP, Karlfried et al. (Hrsg.): Angewandte LinguistikEin Lehrbuch. 2. Aufl. Narr Francke Attempto Verlag GmbH+ Co. KG Tübingen 2007,S. 56-77 BROICH, Josef: SprachspieleGruppenspiele mit Körper und Stimme. Maternus Verlag, 1. Auflage, Köln 1993 DAHLHAUS, Barbara: Fertigkeit Hören. Fernstudieneinheit 5. Goethe Institut, München. Langenscheidt Berlin/ München/ Wien/ Zürich/ New York. 1994 EBERHART, Sieglinde/ HINDERER, Marcel: Stimmund Sprechtrainig für den Unterricht. 3. Aufl. Ferdinand Schöningh 2020 LAYH, Sandra/ FELDHORST, Anja/ ALTHAUS, Rebecca/ BRADNA, Monika/ WIHOFSZKY, Petra: PhotovoiceForschung mit Jugendlichenein Leitfaden zur Durchführung. In: HARTUNG, Susanne/ WIHOFSZKY, Petra/ WRIGHT, Michael T.(Hrsg.): Partizipative ForschungEin Forschungsansatz für Gesundheit und seine Methoden.Springer VS Berlin 2020. S. 233262 Journal for Educators,Teachers and Trainers JETT,Vol. 15(3); ISSN:1989-9572 7 Ericsson, E. (1996): Speech within Reach in Foreign lnguage Teaching. Göteborg: Utbildningsstaden. In: Ericsson, Eie: Speechim Sinne von vorbereitetem Sprechen im Fremdsprachenunterricht. In: BRENNECKE, GH./ GEISLER, W.(Hrsg.): Zur Theorie der Praxis & Praxis der Theorie des Fremdsprachenerwerbs. Hallenser Studien zur Anglistik und Amerikanistik. LIT Verlag, Münster 1998. S.155167 HAUEIS, Eduard: Nicht bloß zum Spaß: Spielen im Sprachunterricht. In: ANDRESEN, F.- J.(Hrsg.): Sprachespielen. HerbertJürgen Welke Fillibach Verlag Freibug im Breisgau 2007. S. 119135 Hessischer Lehrplan Deutsch, Jahrgangsstufe 5(2011): Bildungsgang Realschule. Kultusministerium Hessen. Stand November 2011. www. Kultusministerium.hessen.de. Aufruf vom 24.01.2012, S.13, 15. In: BUDDE, Monika: Über Sprache reflektieren. Unterricht in sprachheterogenen LerngruppenIWD/ Universität Kassel: Kassel University Press 2012 HEYD, Gertraude: Aufbauwissen für den Fremdsprachenunterricht (DaF)- Ein Arbeitsbuch Kognition und Konstruktion. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1997 KNUTH, Mathias: Zirkeltraining für die StimmeFunktionale Übungen für mehr Kraft und Belastbarkeit. 1. Aufl. SchultzKirchner Verlag GmbH 2018 KÜHN, Olaf: Vom Sehen plus Hören zum SprechenZu den Chancen des Videoeinsatzes im Französischunterrichts. KO Päd Verlag, München 1998 KRUMM, Stefan/ MERTIN, Inga/ DRIES, Christian : Kompetenzmodelle. Hogrefe Verlag GmbH& Co. KG. Göttingen/ Bern/ Wien/ Paris/Wien/Stockholm/ Florenz 2012 MEYER, Hilbert: Leitfaden Unterrichtsvorbereitung. 8. Aufl. Cornelsen Verlag Scriptor GmbH & CO. KG, Berlin 2015 MALEY, Alan/ DUFF, Alan: Szenarisches Spiel und freies Sprechen im FremdsprachenunterrichtGrundlagen und Modelle für die Unterrichtspraxis. Max Hueber Verlag. 2. erweiterte Auflage, München 1985 QUAST, Ulrike: Leichter Lernen mit MusikTheoretische Prämissen und Anwendungsbeispiele für Lehrende und Lernende. 1. Aufl. Für die deutschsprachige Ausgabe by Verlag Hans Hueber, Hogrefe AG, Bern/ Göttingen/ Toronto/ Seattle 2005 TEUCHERT, Brigitte (1992): Phonetik und nonverbale Kommunikation im Unterricht „Deutsch als Fremdsprache“. In: Materialien Deutsch als Fremdsprache, 32. Jg. (1992), S. 149156. In: KNABE, Kristin: Fremdsprachen effektiver lernen mit Gestik?- Zur Theorie und Praxis von Gestik in der Fremdsprachendidaktik. Peter lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2007 VOIGT -ZIMMERMANN, Susanne : Die Klinische Sprechwissenschaft im stimmthearapeutischen Kanon. In : VOIGT -ZIMMERMANN, Susanne/ KURTENBACH, Stephanie / FINKBEINER, Gabriele/ BERGT, Anke/ MAINKA, Wanda (Hg.) : Stimmstörungenein Fokus der Klinischen SprechwissenschaftAktuelle Beiträge aus Wissenschaft, Forschung und Praxis. Frank&Timme Verlag für wissenschaftliche Literatur. Berlin 2016. S. 5361 WESTERHAUSEN, Thomas/ DYCKHOFF, Katja: Stimme Instrument des ErfolgsVom Stimmtrainig zum Stimm-Energiekonzept; Trainingsbuch mit Audio-CD; gebunden mit Leseband. 9. Aufl. WALHALLA u. Praetoria Verlag GmbH& Co. KG, Regensburg 2015 WITTNEBEN, Lena/ WULFF, Katrin/ MORCINEK, Sina: Pausen KicksDas ultimative Job-Workout für Körper, Kopf &Stimme. Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2018