Fünfte Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau der Fakultät für Maschinenbau an der Universität Paderborn: vom 29. September 2016
Abstract
Veröffentlichungen der Universität ohne VL-DOI. Fünfte Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau der Fakultät für Maschinenbau an der Universität Paderborn : vom 29. September 2016. Paderborn : Präsidium der Universität Paderborn, 2016
Full text
amtliche mitteilungen verkündungsblatt der universität paderborn am.uni.pb ausgabe 218.16 vom 29. september 2016 fünfte satzung zur änderung der prüfungsordnung für den masterstudiengang maschinenbaun der fakultät für maschinenbau an der universität paderborn vom 29. september 2016 herausgeber: präsidium der universität paderborn
2 Fünfte Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau der Fakultät für Maschinenbau an der Universität Paderborn vom 29. September 2016 Aufgrund des § 2 Absatz 4 und des § 64 Absatz 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein- Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 16. September 2014 (GV.NRW. S. 547) hat die Universität Paderborn die folgende Satzung erlassen: Artikel I Die Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau an der Universität Paderborn in der Fassung der Änderung und Neufassung vom 29. November 2013 (AM.Uni.Pb. 94.13), zuletzt geändert durch Satzung vom 10. August 2016 (AM.Uni.Pb. 184.16), wird wie folgt geändert: Der Anhang A.2 wird wie folgt geändert: 1. Das Modul 3.6.1 wird wie folgt geändert: Metallische Werkstoffe Nummer M.104.6211 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Technische Aspekte von Rissbildung und Bruch L.104.23230 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Gießereitechnik L.104.23260 V2 P1, SS 45 h 75 h Experimentelle Methoden der Werkstoffkunde L.104.23240 V2 Ü1, WS 45 h 75 h 2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Die Studierenden können Verbindungen zwischen der Struktur und den Eigenschaften verschiedenster Werkstoffe herstellen und daraus entsprechende Verwendungsmöglichkeiten ableiten. Sie können werkstoffkundliche Vorgänge erläutern und Berechnungen zur Gewinnung von Werkstoffkennwerten durchführen. Sie sind in der Lage, geeignete Prüfverfahren zur gezielten Charakterisierung von Werkstoffen und deren Kennwerten vorzuschlagen und zu erläutern. Sie können Umgebungseinflüsse auf das Verhalt en von Werkstoffen abschätzen und gezielt Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden vorschlagen. Sie können unter Anleitung eigenständig einfachere Werkstoffprüfungen durchführen und sind in der Lage, die an Laborproben erarbeiteten Grundlagen auf reale Bauteil e zu übertragen sowie Grenzen für den Einsatz extrem belasteter Werkstoffe richtig abzuschätzen. Die Studierenden können selbstständig oder im Team spezielle werkstoffkundliche Fragestellungen hinsichtlich des Einsatzes verschiedenster Werkstoffe analysieren, Lösungsvorschläge erarbeiten und die Ergebnisse in geeigneter Form präsentieren. Sie besitzen die Fähigkeit, sich in bis dahin unbekannte werkstoffkundliche Themengebiete einzuarbeiten.
3 3 Inhalte Technische Aspekte von Rissbildung und Bruch: • Definitionen • Experimentelle Methodik • Zyklische Verformung duktiler Festkörper • Rissbildung, Rissausbreitung • Lebensdauerberechnung • Auslegungskonzepte • Rissschließeffekte • Ermüdungsverhalten nichtmetallischer Werkstoffe • Schadensuntersuchungen • Berechnungsbeispiele Gießereitechnik: • Zweistoffsysteme und Erstarrung • Speisertechnik • Verlorene Formen – Kernherstellung • Gusseisen • Kontinuierlicher Guss • Vollformguss • Kokillenguss • Feinguss • Gussfehler Experimentelle Methoden der Werkstoffkunde: • Mechanische Messungen: − PID-Regelung − Hochtemperaturverformung • Mikroskopie: − Optische Verfahren − Rasterelektronenmikroskopie − Transmissionselektronenmikroskopie • Röntgendiffraktometrie 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Praktikum, Selbststudium 5 Gruppengröße Vorlesung: 20 - 50 TN, Übung: 20 - 50 TN, Praktikum 10 -15 TN 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Maschinenbau, Master Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau 7 Empfohlene Vorkenntnisse Grundvorlesung Chemie, Physik, Werkstoffkunde
4 8 Prüfungsformen In der Prüfung sollen die Studierenden für exemplarische werkstoffkundliche Problemstellungen ihre Herangehensweise erläutern, geeignete Prüfverfahren auswählen und beschreiben sowie Zusammenhänge zwischen der Struktur, den Eigenschaften und der Verwendung von Werkstoffen aufzeigen. Es finden drei lehrveranstaltungsbezogene Prüfungen statt, die als Klausuren mit einem Umfang von 1,5 - 2 h oder mündliche Prüfungen mit einem Umfang von 30 - 45 Minuten abgehalten werden. Die jeweilige Prüfungsfo rm wird vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit dem Prüfer festgelegt. Die Be kanntmachungen erfolgen in der Regel in den Veranstaltungskommentaren, bei Änderungen zu Beginn eines Semesters durch Aushang bei den Prüfenden, spätestens jedoch bis zum Ende der zweiten Vorlesungswoche. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten - 10 Modulbeauftragter Prof. Dr. M. Schaper 2. In dem Modul 4.1.11 „Metallische Werkstoffe“ wird die Lehrveranstaltung „Hochtemperaturwerkstoffe“ durch die Lehrveranstaltung „Gießereitechnik“ ersetzt. 3. Nach dem Modul 4.5 „Automobiltechnik“ wird das neue Modul 4.6 „Computergestützte Entwicklung dynamischer Systeme“ wie folgt eingefügt: Computergestützte Entwicklung dynamischer Systeme Nummer M.104.6337 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium FEM in der Produktentwicklung 2 (Dynamik) L.104.13242 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Mehrkörperdynamik L.104.12220 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Fahrzeugdynamik L.104.12226 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Betriebsfestigkeit L.104.13265 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Schwingungsmessung und -analyse L.104.12246 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Modellbildung und Simulation II L.104.52260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h FEM in der Werkstoffsimulation L.104.22221 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Simulation of materials L.104.22260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Das Modul besteht aus drei Veranstaltungen. Die erste Veranstaltung ist Pflicht, und es sind zwei weitere Veranstaltungen aus der obigen Liste zu wählen. 2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Die Studierenden sind in der Lage, kommerzielle Software, wie z. B. ABAQUS, ADAMS, SIMPACK, DYMOLA, KissSoft, auf Basis von fundiertem Grundlagenwissen kompetent aufgabenbezogen
5 auszuwählen und anzuwenden, um damit komplexe Problemstellungen zur Analyse des Verhaltens von Bauteilen, Baugruppen oder Maschinen als dynamische technische Systeme unter Betriebsbedingungen zu lösen. Die Studierenden können • kinematische und kinetische Grundlagen von schwingungsfähigen, elastischen Systemen darlegen, • mit den Prinzipien der Finite Elemente Me thode Bewegungsgleichungen und Steifigkeitsbeziehungen für Stabilitätsprobleme für solche Systeme aufstellen sowie Eigenwerte und Eigenformen ermitteln, • Bauteile und Maschinenelemente dimensionieren und dafür detaillierte Lösungen finden und interpretieren. • Sie kennen die Möglichkeiten und Grenzen der Softwaretools und sind in der Lage die jeweils zu Grunde liegenden Methoden sachgerecht anzuwenden. 3 Inhalte FEM in der Produktentwicklung 2: • Vertiefung und Erweiterung der praktischen Anwendung der Finite Elemente Methode (FEM) • FEM bei Dynamikproblemen, Bewegungsgleichung, Massenmatrizen, Dämpfungsmatrizen, Schwingungen von elastischen Systemen • Eigenschwingungen und erzwungene Schwingungen • Lösung der Bewegungsgleichung mit impliziter und expliziter FEM • FEM bei nichtlinearen Verformungen, geometrische Steifigkeitsmatrix, Knicken von Balken, Beulen von Platten Die Inhalte der weiteren Veranstaltungen sind in PAUL beschrieben. 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Selbststudium 5 Gruppengröße Vorlesung: 20 - 40 TN, Übung: 20 - 40 TN 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Maschinenbau, Master Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau 7 Empfohlene Vorkenntnisse Grundkenntnisse in Mathematik, Mechanik, Maschinenelemente, Maschinendynamik, CAD und FEM 8 Prüfungsformen In der Prüfung sollen die Studierenden Methoden zum Aufstellen von Bewegungsgleichungen und Steifigkeitsbeziehungen für Stabilitätsprobleme an ausgewählten Beispielen anwenden können sowie für Berechnungsbeispiele detaillierte Lösungen finden und interpretieren können. Drei lehrveranstaltungsbezogene Prüfungen, die als Klausuren mit einem Umfang von 1,5 - 2 h oder mündliche Prüfungen mit einem Umfang von 30 - 45 Minuten abgehalten werden. Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss festgelegt. Die Bekanntmachungen erfolgen in der Regel in den Veranstaltungskommentaren, bei Änderungen zu Beginn eines Semesters durch Aushang bei den Prüfenden, spätestens jedoch bis zum Ende der zweiten Vorlesungswoche. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten - 10 Modulbeauftragter Prof. Dr. G. Kullmer
6 4. Die bisherigen Module 4.6 bis 4.18 werden die Module 4.7 bis 4.19. 5. In dem Modul 4.8 „Fertigungsintegrierter Umweltschutz“ wird die Lehrveranstaltung „Umweltanalytik“ gestrichen. 6. In dem Modul 4.13 „Kunststoffverarbeitung“ wird die Lehrveranstaltung „Process modelling and simulation“ durch die Lehrveranstaltung „Modellierung und Simulation von Polymerprozessen“ ersetzt. 7. Das Modul 4.19 „China – Kultur und Technik“ wird wie folgt geändert: China – Kultur und Technik (Pflicht für die Studienausrichtung mb-cn) Nummer M.104. 6390 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Tutorium in der CDTF* L.104.14875 T3, WS 45 h 75 h Kultur in China L.104.14265 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Technisches Chinesisch L.104.14270 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Das Modul besteht aus drei Veranstaltungen. Ergänzt wird das Modul durch die vorgeschriebenen Kurse im Rahmen des „Studium Generale“. *) Chinesisch-Deutsche Fakultät in Qingdao, China 2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Die Studierenden sind in der Lage, • Tutorien für chinesische Studierende mit deutschen Sprachkenntnissen in Absprache mit einem Hochschullehrer und einem Team zu organisieren, • die chinesischen Studierenden bei der Anwendung von Vorlesungsinhalten einer Fachvorlesung (beispielsweise „Maschinenelemente“) anzuleiten und dabei eigene Chinesisch-Kenntnisse anzuwenden, • didaktische Kompetenzen im direkten Umgang mit ausländischen Studierendenden zu entwickeln, • typische chinesische Verhaltensweisen, politische und gesellschaftliche Strukturen, die chinesische Geographie und die Klimaverhältnisse in China zu beschreiben, • einfache technische Systeme mit grundlegenden technischen Begriffen in chinesischer Sprache zu beschreiben. 3 Inhalte 1. Tutorium in der CDTF Theorie: Aufbau didaktischer Kompetenzen durch Vorbereitungskurs in Paderborn. Praxis: Verantwortliche Planung, Durchführung und Selbstevaluation von Lehrveranstaltungen, beispielsweise auf dem Gebiet der Maschinenelemente, begleitet durch Hochschullehrer der CDTF, dabei sind Übungsaufgaben zu erstellen, auszugeben, zu korrigieren, zu besprechen und eine schriftliche Dokumentation über eigene Erfahrungen anzufertigen. Regelmäßiger Informationsaustausch zur Interkulturalität zwischen Europa und Asien. 2. Kultur in China Durch Vorträge und Exkursionen mit kulturellen Themen werden • die chinesische Sprache und Kultur sowie • die Behandlung und Beachtung häufig auftretender Probleme in der interkulturellen Kommunikation vermittelt. 3. Technisches Chinesisch Verstehen v on Begriffen und Zusammenhängen durch Hören und Lesen sowie das Vermitteln von Begriffen und Zusammenhängen durch Sprechen und Schreiben: • Mathematische, naturwissenschaftliche und für den Maschinenbau relevante Fachbegriffe, • Beschreibung physikalischer Zusammenhänge mit einfachen Sätzen.
7 4. Wirtschaft und Recht in China • Einführung • Zahlen und Fakten zu China • Geschichte Chinas • Leben in China • Probleme Chinas und Lösungsansätze • Individuelle Fragen der Studierenden 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Praktikum, Selbststudium und eine Tätigkeit als Tutor in China 5 Gruppengröße Vorlesung: max. 20 TN, Übung: max. 20 TN, Praktikum: max. 20 TN 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Wirtschaftsingenieurwesen 7 Empfohlene Vorkenntnisse Grundkenntnisse der chinesischen Sprachen aus dem vorgeschalteten Sommerkurs (Studium Generale) 8 Prüfungsformen Das Modul wird mit folgenden Prüfungen abgeschlossen: • Die Studierenden erstellen einen Abschlussbericht über Inhalte und Erfahrungen aus dem Tutorium. • In einer ca. 35- minütigen mündlichen Prüfung sollen die Studierenden typische chinesische Verhaltensweisen, politische und gesellschaftliche Strukturen, die chinesische Geographie und die Klimaverhältnisse in China beschreiben und erläutern. • In einer ca. 45- minütigen Klausur sollen die Studierenden einfache technische Systeme mit grundlegenden technischen Begriffen in chinesischer Sprache beschreiben. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten Tutorium: qualifizierte Teilnahme 10 Modulbeauftragter Prof. Dr.-Ing. Zimmer Artikel II Diese Änderungssatzung tritt am 01. Oktober 2016 in Kraft und wird in den Amtlichen Mitteilungen der Universität Paderborn (AM.Uni.Pb.) veröffentlicht. Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Fakultätsrats der Fakultät für Maschinenbau vom 22. Juni 2016 und nach Prüfung der Rechtmäßigkeit durch das Präsidium vom 21. September 2016. Paderborn, den 29. September 2016 Für den Präsidenten Die Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Universität Paderborn Simone Probst
herausgeber präsidium der universität paderborn warburger str. 100 33098 paderborn http://www.uni-paderborn.de Issn 2199-2819