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Stilpluralismus statt Einheitszwang: zur Kritik der Stilepochen-Kunstgeschichte / J.A. Schmoll gen. Eisenwerth

Schmoll, Josef A.

Abstract

UB Digital. Stilpluralismus statt Einheitszwang : zur Kritik der Stilepochen-Kunstgeschichte / J.A. Schmoll gen. Eisenwerth. In: Beiträge zum Problem des Stilpluralismus / hrsg. von Werner Hager .... 1977, S. 9-19

Full text

Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n Bei äge zum P oblem des S ilplu alismus S ilplu alismus s a Einhei szwang - zu K i ik de S ilepochen-Kuns geschich e Schmoll, Jose A. München, 1977 u n:nbn:de:hbz:466:1-37660 J.A.Schmoll gen .Eisenwe h S ilplu alismus s a Einhei szwang .Zu K i ik de S ilepochen -Kuns geschich e . In: Bei äge zum P oblem des S ilplu alismus .[Schmoll zum 60.Gebu s ag gewidme ].H sg. on We ne Hage und No be Knopp .München 1977 (S udien zu Kuns des 19.Jah hunde s ,38),S.9-19.■ Bei äge zum P oblem des S ilplu alismus He ausgegeben on We ne Hage und No be Knopp Sonde d uck aus > S udien zu Kuns des 19.Jah hunde s < Band 38 P es el-Ve lag München 1977 J.A.Schmoll gen .Eisenwe h S ilplu alismus s a Einhei szwang - Zu K i ik de S ilepochen-Kuns geschich e* iVo beme kung Kuns geschich e wu de e s du ch die Ausbildung de S ilk i ik und du ch die Me hode de S ilepochen -O dnung im 19.Jah ¬ hunde eine eigene Wissenscha .Sie a dami an die Sei e de üb igen sys ema ischen Geis eswissenscha en und wuchs in Wechselwi kung mi diesen .Ih Sys em de S ilepochengliede¬ ung e wies sich als uch ba und wu de z.T. on de allgemei¬ nen Kul u geschich e ,abe auch on Musik -und Li e a u wis¬ senscha übe nommen .Ande e sei s bedien en sich die A chäo¬ logie und die Kuns geschich e au wei en Gebie en de Pe iodi - sie ungen de His o ie :ägyp ische Kuns des Al en ,des Mi le¬ en ,des Neuen Reichs ; ömische Kuns de Republik ode de Kaise zei ;ka olingische ,o onische ,s au ische Kuns usw .; speziell z.B.in F ank eich wi d on den Kuns phasen des Louis xiii .bis Louis x i .,des Empi e ,des Louis -Philippe und des Se- cond Empi e e c .gesp ochen .Im Nebensinn bedeu en solche Cha ak e isie ungen auch den > Illus a ions ak o <bildende Kuns ü die Geschich sda s ellung .Die Kuns geschich e wi d dadu ch ,ex em gesehen ,zu Hil swissenscha de His o ie ,was un e bes imm en Aspek en du chaus be ech ig is .Um die Eigens ändigkei on Kuns und Kuns wissenscha deu lich zu machen ,wu de de S ilbeg i jedoch iel ach den his o ischen Pe iodenbeg i en -meis dynas ische He kun -übe geo dne . In de Folge a bei e en auch His o ike nich sel en mi den kuns geschich lichen Te mini ,z.B. ü 'eine > Geschich e im Zei ¬ al e de Renaissance <e c .Die Aus auschba kei wa abe nu möglich ,weil de S ilepochenbeg i ü die g oßen Zei äume wie Go ik ,Renaissance und Ba ock de a ausgewei e und e all¬ gemeine wu de ,daß om Wesen des spezi isch Küns le ischen eigen lich nich iel üb ig blieb .Ein de a e wässe e S ilbe¬ g i d ang schließlich in den auße wissenscha lichen Sp achge¬ b auch ein und bes imm wei e b ei e e Vo s ellungen om Wesen de Kuns ,wäh end die Kuns wissenscha selbs imme meh Zu ückhal ung in de Anwendung de S ilepochenbeg i e üb und iel ach zugib ,mi ihnen nich meh auszukommen . Wäh end schon Wilhelm Pinde einen Kamp gegen das Vo ¬ u eil on sich zei lich scha abse zenden und ablösenden S il¬ epochen üh e (e sp ach i onisch om »Gänsema sch de S ile «), se z e die s ändig wachsende Di e enzie ung de S ilphasen und -S ömungen ein,die noch keineswegs abgeschlossen is .Ih e ins Allgemeinbewuß sein langsam o d ingenden En deckungen ha en komplizie e Beg i sneuschöp ungen zu Folge wie > üh - go ische P o o enaissance < ,spä go ische P o oba ock < ,Manie¬ ismus ,Ba ockklassizismus ,Roman ische Klassizismus ,Biede ¬ meie ealismus usw .Die allgemeine Disk epanz bes eh abe da in ,daß man im G unde an de Vo s ellung de g oßen S il¬ epochen es hiel . Nachdem ein genügende Abs and zum 19.Jah hunde ge¬ wonnen wa ,wu de dieses zum eigen lichen P ü s ein de Be¬ g i s auglichkei .He mann Beenken ,Hans Sedlmay ,Jan Bia- los ocki ,Meye Schapi o ,E ns H.Gomb ich ,Richa d Ha¬ mann ,Klaus Lankhei ,H.G.E e s u.a.haben sich mi den s il¬ geschich lichen Phänomenen des 19.Jah hunde s auseinande ¬ gese z .Ih e Gedanken bahnen eine g ündliche e Klä ung an . Doch ußen sie insgesam wei e hin au de Vo s ellung ,daß die Epoche einen gemeinsamen S ilnenne haben müsse .Wäh end Sedlmay den kühnen ,abe wenig übe zeugenden Ve such un¬ e nahm ,ges ü z au die on V.K a 1927 en wickel e Wissen¬ scha s o m de > Idealen Theo ie < ,eine gemeinsame Wu zel un¬ abhängige in sich geschlossene Abläu e <in de Kuns und in de Geis esgeschich e des 19.Jah hunde s zu inden -und zu pos ulie en 1(en sp echend seinen G und hesen im > Ve lus de Mi e < ),en wickel e Bialos ocki 2den in e essan en Ge¬ danken ,den al en kuns heo e ischen Beg i de > Modi <au die im 19.Jah hunde wiede au lebenden his o ischen S ile anzuwenden ,um dadu ch die Einhei de Epoche gleichsam zu e en .In beiden Fällen ging es da um ,gegensä zliche E schei¬ nungen im Bilde de Kuns des 19.Jah hunde s le z lich doch als au eine Basis uhend zu analysie en .So e klä Bialos ocki die neuklassische und die neugo ische Tendenz ,die beide gleich¬ zei ig im We k Schinkels au e en ,als ein ach den Modi Pous - sins e c .en sp echend ,d.h.als zwei im Ausd uck zwa gegen¬ sä zlich Phänomene ,die abe zu Skala de Möglichkei en eines Küns le s echnen und den Ausd ucksweisen (Modi )de au an- 9 iken und musik heo e ischen Vo ausse zungen be uhenden Kuns heo ien des 17.und 18. Jah hunde s adäqua seien . Bialo - s ocki e wähn zwa , daß es auch schon o dem 19. Jah hunde Go izismen gegeben ha , z. B. bei San ini Aichel und bei Van - b ugh , mein , »daß es abe e s am Ende des 18. Jah hunde s [wa ], daß die his o ischen S ile zu dem b ei e benu z en Kuns ¬ mi el , geeigne bes imm e Assozia ionen zu e wecken , gewo den sind « (Anm . 69, S. 35). Imme hin wä e zu bedenken , daß es eigen lich eine unun e b ochene Ke e on >Go izismen < om 16. bis ins 20. Jah hunde gib , wenn auch mi wechselnden Schwe ¬ punk en . Die go ischen Ki chenbau en de Jesui en (Köln , Mols¬ heim , F ank eich 3) om Ende des 16. und dem Beginn des 17. Jah hunde s und de imme wiede go isch un e nommene Neu¬ au bau de Ki che S . Maximin in T ie um 1600 und ab 1680, e ne die go ischen En wü e und Res au ie ungen on Ch is o¬ phe W en (um 1690-1700), dem E baue de >klassizis ischen < Paulski che in London , und iele ande e Beispiele soll en uns e anlassen , die F age genaue zu übe p ü en . Auch de bedeu¬ ende Vo gänge on Schinkel in Be lin , Langhans , bau e in zwei >S ilen <: das B andenbu ge To (1788-1791) neuklassisch und den Tu mau sa z de Ma ienki che neugo isch (1789/90)4. Wenn auch hie ein denkmalsp lege ische Gesich spunk eine Rolle spiel , so is dieses Nebeneinande s ehen de >Modi <his o ische S ile jeden alls o dem 19. Jah hunde höchs beme kenswe , und es inde sich eben schon in den A chi ek u heo ien sei de Renaissance , wie Bialos ocki zeig und wo ü man e wa auch in Wendel Die e lins >A chi ec u a < on 1598 eine wah e Mus e ¬ kollek ion inde 5. Was das 19. Jah hunde wesen lich un e ¬ scheide , wa die g öße e >Wissenscha lichkei <de his o ischen S il ezep ionen und eine a sächlich es zus ellende auße o den ¬ liche B ei enen al ung in de Baup axis . Abe ge ade diese häng mi de Gesam e scheinung de Indus ialisie ung , mi de wach¬ senden Be ölke ung und mi de en ech en ode scheinba en Be¬ dü nissen (Ki chenbau , Ve wal ungsp äsen a ionen usw .) und mi den o ganisa o ischen , echnischen und inanziellen Mög¬ lichkei en zusammen , meh und schnelle zu bauen , was sich sei ¬ he noch ges eige ha . Man müß e also die zusä zliche Wachs¬ ums a e im Bauwesen des Kapi alismus on de des ühe en Bü ge ums und des Feudalismus bis zu F anzösischen Re olu¬ ion abziehen , um ein ausgewogenes Ve gleichsbild zu e hal en . E s au g und de a ige s a is isch p opo ionale Fes s ellun¬ gen ließe sich e mi eln , ob z. B. die >go ischen <Ki chen , wie , e wa de Cho on Maue smüns e im Elsaß on 1769 und Schlösse wie z. B. S awbe y Hill , 1750-1775, und die Löwen¬ bu g in Kassel 1793, im 18. Jah hunde a sächlich nu eine e ¬ schwindende Minde hei , gemessen an denen des 19. Jah hun¬ de s , ausmachen , ode ob de P ozen sa z nich doch e gleich¬ ba is . (De a ige s a is ische P opo ions e gleiche wä en höchs au schluß eich .) Geh man dem eigen ümlichen Zwang nach , die S ileinhei eine Epoche zu kons a ie en , so ge ä man zwei ellos an die o¬ man ischen Wu zeln de Kuns geschich e . Aus dem Ge ühl des Ve lus es de Einhei , auch de »äch en Wah hei und Lebendig¬ kei « de Kuns (Hegel , xn , 32), en s and die Vo s ellung , e ¬ gangene Epochen hä en eins diese Einhei , Ech hei , und Le¬ bendigkei de Kuns in ih e Gegenwa gehab . Es is oman i¬ sches Wunschdenken , eine Einhei on Kuns und Leben als Ideal zu se zen und in die Ve gangenhei zu p ojizie en . Noch Sedlmay s >Ve lus de Mi e <be uh au diese Vo s ellung . Es is die eigen ümliche Sugges ion , die on de Schau in den Rück¬ spiegel ausgeh : Die pe spek i ische Zusammenziehung de lie¬ henden Fe ne bes imm das U eil , wei zu ückliegende Zei en wä en einhei liche , sp ich ha monische und glückliche gewe¬ sen 6. Man ag sich , wieso die Geschich e on unablässigen blu¬ igen Kämp en und zähem geis igem Ringen be ich e , wenn Ha monie gehe sch haben soll ? Die >S ileinhei <zu ückliegen¬ de Epochen is also zualle e s ein oman isches Pos ula und en hüll sich bei genaue e P ü ung als Fik ion . 2 Go ik als P ü eld Keh en wi noch einmal zu >Go ik <-F agen als einem Tes eld zu ück . Wie beme k , e kann en schon die Jesui en im Zuge de E neue ung des Ka holizismus im Zei al e de Gegen e o ma¬ ion go ische Bau - und Deko a ionselemen e als im Ki chenbau wesen lich , um die eligiöse Reno a io sich ba in einen Zusam¬ menhang mi dem o e o ma o ischen Zei al e zu s ellen . Von hie aus da ie die Be o zugung go ische Bau o men als Zeugen des ch is lichen Sak als ils pa excellence bis ins 20. Jah hunde hinein . F ühch is liche , byzan inische und omanische Ki chen¬ modelle , dann auch solche de Renaissance und des Ba ock , sch änk en die Vo he scha de Go ik im Ki chenbau zei weilig (und ö lich gebunden ) ein wenig ein , konn en sie abe nich b echen . Die go ische Ka hed ale wu de - wie de g iechische Tempel ü den An ikebeg i - zum Symbol eine oman isch gesehenen abendländisch -ch is lich -mi elal e lichen Einhei .Nu aus de Gläubigkei an dieses Ideal konn e die K a gewonnen we den , die go ischen Dome des Mi elal e s im 19. Jah hunde zu ollenden : Köln , Rouen , Ulm , Mailand , T ondheim - wo noch heu e in diesem Sinne wei e gebau wi d ! Aus e wand em Geis en sp ang die nich unbeding nu kopie ende , sonde n auch eigenschöp e ische neugo ische Sak al -, abe auch P o an¬ a chi ek u . Sie emp ing on England s ä ks e Impulse - schon im 17. und 18. Jah hunde - und üh e übe Schinkel und Viol - le -le-Duc zu Gaudi und dami ins 20. Jah hunde hinein . Be¬ glei e wu de diese S ömung du ch Wo e de Dich e : Goe he >Von deu sche Baukuns <( 1771), Cha eaub iand >A ala <(1801) ; >Le genie du Ch is ianisme <( 1802), Vic o Hugo >De Glöckne on No e Dame <(1831), John Ruskin >The se en lamps o A - 10 chi ec u e <(1849) und >The s ones o Venice <(1851-1853) usw . usw . bis zu Rilkes >S undenbuch <(1899-1903) und >Ma ienleben > (1913). Abe auch die exak e E o schung de go ischen Bau¬ denkmäle gehö in diese Sphä e . Rodins sei 1875 aus Reise¬ no izen en s ehendes , 1914 e ö en liche s Buch >Les Ca hed a - les de F ance < s eh zwischen Violle -le-Ducs a chi ek u ge¬ schich lichen Sch i en zu Go ik und den Dich ungen und neue¬ en eilweise essayis ischen Un e suchungen wie Ka l Sche le s >De Geis de Go ik < ( 1917). Auch sind Rodins Höllenp o e und En wu zum Tu m de A bei Ve suche , E sa zschöp ungen ü die >ca hed ale absen e <zu scha en , wie schon Zei genossen kla e kann en . Gaudis Sag ada Familia in Ba celona da als die ideale go ische Ka hed ale de Jugends ilzei gel en - auch sie bis heu e un ollende und ein Signal am Beginn des 20. Jah hun¬ de s . Ih em Geis e en sp ich noch Feininge s exp essionis i¬ sche Holzschni Die Ka hed ale au dem Flugbla , mi dem G opius zu G ündung des Bauhauses in Weima 1919 au ie . Schließlich is Sedlmay s Buch >Die En s ehung de Ka hed ale < (1950) ein spä es Glied in diese Ke e de Go ik -Apologien , die im Sinnbild de Ka hed ale die e lo ene Mi e , d . h. die e lo¬ ene Iden i ä on Kuns , Glauben und Leben beschwö en , as¬ zinie on de Idee des Gesam kuns we ks , eine Idee des 19. Jah hunde s , schon Ph . O. Runges , dann o allem Richa d Wagne s , in de man die Einhei alle Küns e anschaulich sym¬ bolisie sah . >Go ik <und >Ka hed ale <in diesem Sinne sind le z ¬ lich oman ische Vo s ellungen on au onome Wi kungsk a , die sich mi de his o ischen Reali ä kaum meh in Deckung b ingen lassen . Fü die Zei genossen des 12. und 13. Jah hunde s o m e sich zunächs nu eine neue Kons uk ionsme hode im Ki chenbau F anziens . Au ih e Wu zeln , au ih e Genese , au ih e geis igen Bewegg ünde sei hie nich eingegangen : Sie sind hin eichend un¬ e such wo den . Folge ich ig nann e man sie damals >opus an - cigenum <( anzösische Kons uk ionsa ). Ih e Au hellung , Un¬ e suchung und Deu ung e danken wi Gene a ionen on Bau - und Kuns o sche n , on Violle -le-Duc , Dehio , Las ey ie , Po ¬ e bis zu E ns Gall , Ma cel Aube , Hans Sedlmay , Ku Bauch , Paul F ankl , Hans Jan zen , O. G . on Simson , R . B an¬ ne usw . So scha sinnig ih e Analysen zu nennen sind , ü das Bild de Gesam kuns jene Epoche de F üh - und Hochgo ik , d. h . ü die zusammen mi de A chi ek u gleichzei ige Skulp¬ u , Male ei , Goldschmiedekuns usw . b ingen sie keine eindeu¬ igen Beweise eine >Einhei <ode ha monischen En wicklung . Die Schwie igkei en eine Da s ellung dieses Komplexes we den in allen Handbüche n deu lich und lagen bei de g oßen Pa ise Auss ellung des Eu opa -Ra es >L'Eu ope go hique < 1968 o en zu age . Das be uh e nich nu au dem iel ach k i isie en Kon¬ zep diese Exposi ion , sonde n lieg auch in de Sache selbs , und das heiß in de K ise de S ilepochen -Kuns geschich e . De S ilepochenbeg i >Go ik < wu de hie als allzu wei e Man el übe eine Vielzahl on Phänomenen geb ei e , die ih em Wesen nach kaum e einba sind . Dadu ch bo die Auss ellung ein me kwü dig undi e enzie es Bild olle Wide sp üche . Schon ih Zei aum wa iel zu wei genommen - on 1145 bis 1410, um übe zeugen zu können , es handle sich um die Da bie ung eines einhei lichen Kuns - und Kul u p ozesses . Das konn e man iel¬ leich noch im spä en 19. und ühen 20. Jah hunde glauben . Die Spezial o schung ha längs S ömungen he ausgesonde , wie z. B. das >classical e i al <7(T. S. Boase , L. G odecki ) in de Skulp u um 1200, das sich mi landläu ige Go ik o s ellung nich in Deckung b ingen läß . De Ve asse dieses Bei ags a in eine Besp echung de Auss ellung da ü ein , endlich en ¬ schieden zwischen A chi ek u und Skulp u zu ennen , um dem Zwang zu Pa alleli ä de Küns e zu en gehen 8. Ge ade wäh end de anzösischen F ühgo ik bes eh keine Einhei im s engen s ilanaly ischen Sinne zwischen den Schwes e küns en , o z ie¬ le Rela ionen und o z ih es Zusammenwi kens an gleichen Bau o haben . Die A chi ek u ha e ih e au onome , geis ig -inge¬ niöse En wicklung zum Sys em de Ka hed ale ziemlich asch zu ückgeleg , wäh end die Skulp u einschließlich de Bauplas ik ih e eigene S uk u wandlung e leb e , die man mi den adi io¬ nellen S ilbeg i en am ehes en noch als spä omanisch bezeich¬ nen müß e . So nimm es auch nich wunde , daß S a uen und Relie s e wand e S ilis ik sowohl an spä omanischen Bau en als auch an solchen go ische Kons uk ion gleichzei ig begeg¬ nen . Da ü gib es iele Beispiele . Man muß sich nu on den einengenden Vo u eilen eine S ilepochen -Einhei eimachen . Im 20. Jah hunde inde man ma kan e Pa allelen . Zu A ¬ chi ek u des Bauhauses und seine Nach olge paß eigen lich keine Plas ik jene Zei , wenn wi on einigen Relie s und kon¬ s uk i is ischen Ve suchen on Oska Schlemme , um einen Namen aus dem engs en Bauhausk eise selbs zu nennen , ab¬ sehen . Als Mies an de Rohe seinen be ühm gewo denen Deu ¬ schen Pa illon de Wel auss ellung Ba celona (1929) e ich e e , e wog e , welches plas ische We k im Zusammenhang mi de Te asse dieses S ahl -Glas -S einwü els Au s ellung inden könn¬ e . E a nich an Schlemme he an , und eine Beau agung des mi ihm gleichal igen Rudol Belling , mi dem e sei de G ün¬ dung de Be line >No embe g uppe < 1918 gu be eunde wa , lehn e e ab , weil ihm dessen kons uk i is ische , echnoide Ge¬ s al ungen on B unnen und Figu en nich genügend Kon as zu seine eigenen A chi ek u zu geben e sp achen . So wähl e e eine B onzes a ue des e was äl e en Geo g Kolbe aus , die ihm das >Menschliche < e kö pe e . Das wa gewisse maßen e ä e¬ isch , abe auch e s ändlich . Ge ade de s ilis ische Gegensa z zwischen A chi ek u und Plas ik üh e zu diese Kombina ion (wie in ande en Fällen mi Figu en on Lehmb uck ). Doch wa ü den aske ischen Mies Kolbes zu ie s noch in eine geläu e - be uhig en Rodin -Nach olge wu zelnde B onze eigen lich nich s ande es als eine > Figu ine < ,wie sie in A chi ek u en wü en ge¬ zeichne we den ,um den Maßs ab eines Menschen und sein Ve ¬ häl nis zum Raum anzudeu en ,d.h.ein E sa z ü eine lebende menschliche Ges al .Das Beispiel wi Lich e au das Ve häl ¬ nis on A chi ek u und Skulp u ,soll hie abe nu ü die s i¬ lis ische Ungleichhei gleichzei ige We ke beide Küns e dienen , die soga nach dem Willen ih e Schöp e in eine enge e Ve bin¬ dung a en .E inne sei auch an iele spä klassizis ische S a uen an neugo ischen Ki chenpo alen ,an spä go ische Figu en an Renaissancebau en ,an Renaissancedeko an spä go ischen A ¬ chi ek u en us .Ähnlich e häl es sich m.E.mi den sogenann¬ en ühgo ischen Po alskulp u en in Cha es ,Sain -Denis , Chälons -su -Ma ne usw .,die ih em Cha ak e nach > spä oma - nisch <genann we den müß en ,läge nich de Zwang o ,sie aus G ünden de S ileinhei de A chi ek u sp ache als gleichlau end zu egis ie en .E s ein Ze b echen dieses Zwangs ö ne uns die Möglichkei ,die Dinge un o eingenommene zu sehen ,d.h.ob¬ jek i e . Im G unde dü e man also un e dem Kennwo > opus anci - genum <nu die > go ische <Kons uk ionsme hode e s ehen ,wie sie in de Ile-de-F ance sei ca .1140 en s and und mi de Sain e - Chapelle in Pa is und in de Ka hed ale on Beau ais einen Kul¬ mina ionspunk e eich e .Au den Epocheneinhei sbeg i Go ik hä e man s eng genommen zu e zich en .Als das Wo au ¬ kam ,mein en die I aliene de Renaissance dami bekann lich die ba ba ische ,abs use ,> un uhige <Kuns (im Sinne on Dü¬ e s Ve dik übe die »Un uh im Gemäl «)de nö dlich de Alpen beheima e en Spä go ik .Sie hä en da ü auch das Wo > Van - dalik <p ägen können ,-die Go en wa en ihnen abe als aus dem No den eingewande es und länge e Zei in I alien he schendes Volk lebha e in E inne ung .De Beg i Go ik e hiel dann sei¬ ne Weihe in de Roman ik ,ku iose weise in den d ei Haup län¬ de n ih e Ve b ei ung (F ank eich ,England und Deu schland ) na ional ge ä b ,bis sich sei e wa 1835 sukzessi ins Bewuß sein schob ,daß ih e Heima No d ank eich gewesen sei.E s die zu Me hode e hobene O dnung nach S ilepochen ha im wei e en Ve lau des 19.Jah hunde s die Fik ion on de s ilis ischen Einhei eine go ischen Epoche zu Folge gehab .Einen ex emen spä en Gip el dieses Denkens bedeu e Wladimi Weidles sons so leh eiche ,au Julius on Schlosse s Un e scheidung on > S il<und > Sp ache <basie ende Bei ag »Übe die kuns ge¬ schich lichen Beg i e > S il <und > Sp ache < «9.E kons a ie da in , daß es in de abendländischen Kuns zwischen dem 6.Jah hun¬ de .Ch .und dem Ende des 18.Jah hunde s nu ie g oße S ile gegeben habe :»de g iechische ,de byzan inische ,de go ische «und de Renaissance -S il (e nenn diesen den »namen¬ losen -ode alsch benann en -de in Flo enz gebo en is ...«). Weidle enn also ühch is liche und o omanische Kuns wede on de ömischen ,die e wohl auch nu ü ein De i a de g iechischen häl ,noch on de byzan inischen .Und den Ba ock dü e e wah scheinlich wie die Zei o Gu li und Wöl lin ü eine Spä s u e de Renaissance bezeichnen .Wi ühlen uns in die Anschauungen des ühen 19.Jah hunde s e se z ,als man noch nich kla di e enzie e .Mi Sedlmay schein e einig in de Diagnose de Kuns sei dem Ende des 18.Jah hunde s als > k ank zum Tode < 10 .Auch alle üb igen ,nich in sein g oßzügiges Schema allenden E scheinungen we den ku ze hand abge an : »Alles ande e ,inne halb desselben Kul u k eises ,was auch S il heiß ,läß sich in d ei G uppen ein eilen .En wede sind es S il¬ ansä ze ,S ilen wü e ,die nich zu ollen En al ung kamen [wenn sie diese eben nich in den g oßen S ilen anden ];ode es sind En wicklungss u en de g oßen S ile ;ode endlich Ze alls¬ p oduk e ,Ve lachungen ,Mischungen ,Wiede belebungen ,die aus de Ve b ei ung de g oßen S ile ,aus dem Nachlassen ih e K a ode als ih Nachklang zu e klä en sind .«Und dann leg Weidle noch einmal ein Bekenn nis ab zu oman ischen Idee de ha monisch -homogenen Einhei de g oßen S ile :»De g oße S il is das unsich ba e Gesam kuns we k ,das alle Kuns we ke dieses S iles in sich en häl ,noch das ge ings e on ihnen sinn¬ oll mach und ih e Mannig al igkei beg enz ,abe auch be¬ g ünde und beschü z «us .Das is ein wah e Hymnus au die al e gu e S ilepochen -Kuns geschich e des 19.Jah hunde s ,au jene oman ische Fik ion on de Einhei on Kuns ,Glauben und Leben in den g oßen S ilen ,die de sei de G oßen F anzö¬ sischen Re olu ion e a m en Epoche ehl . Es is logisch ,nach de Hochs ilisie ung de g oßen S ile als homogene Einhei en ,als quasi Übe -Gesam kuns we ke ,das 19. und 20.Jah hunde als chao isch zu emp inden .Die schä e e Bewuß hei de le z en beiden Jah hunde e in äs he ischen Din¬ gen ö de e das Bedü nis , ü alle neu ins Gesich s eld e enden küns le ischen S ömungen -auch ü solche epheme e A - so o Beg i e zu p ägen ,was in äl e en Zei en höchs ens ansa z¬ weise ,li e a isch ixie nu zöge nd und e s sei de Renaissance deu liche a ikulie wu de .Roman ike ,Naza ene ,Realis en , Na u alis en ,P ä a aeli en ,Pleinai is en ,Imp essionis en ,Neo - imp essionis en ,Neoklassizis en ,Symbolis en ,Fau is en ,Ex¬ p essionis en ,Fu u is en ,Kubis en ,Su ealis en ,Dadais en e c . wu den asch ge au ;Jugends il ,A Nou eau ,Nabis ,de S ijl , Sup ema ismus ,Kons uk i ismus ,Fu u ismus ,Bauhauss il , neue Sachlichkei ,l'a abs ai ,Nachexp essionismus ,Magi¬ sche Realismus ,Tachismus ,ac ion pain ing ,l'a in o melle , Op ical A ,Pop A sind E ike ie ungen ,die in de spon anen Diskussion in A elie s ,Zei sch i en ,Mani es en und T ak a en unmi elba im Zusammenhang mi den neuau e enden Phäno¬ menen en s anden .Hä en wi Dokumen e übe die Gesp äche de Küns le und Au aggebe des Mi elal e s ,wi wü den die gleiche Fülle an un e scheidenden K i e ien e nehmen ,die in 12 neue e Zei so o zu s ilis ischen Beg i en üh en .Die > Schulen < , nach denen man sowohl kuns landscha lich (und na ional )als auch nach Meis e a elie s sei dem 19.Jah hunde -besonde s in F ank eich -zu un e scheiden p leg ,sind ja z.T.nich s ande¬ es als Behel sbeg i e solche A .Die > Neue Wiene Schule < (des Su ealismus )is im Beg i swe gleichzuse zen mi de on > Ba bizon <(19.Jh .)ode on > Fon ainebleau <(16.Jh .)ode ga mi einem so kons uie en Beg i wie dem des > A elie s des Reimse Josephsmeis e s <(13.Jh .).Die Fülle de un e scheid¬ ba en Phänomene im küns le ischen Geschehen läß sich m.E. ü alle Zei en nachweisen ode ekons uie en ,wenn wi nu ge¬ nügend Zeugnisse besi zen .Sie bilde kein alleiniges Me kmal ü die neue en Jah hunde e im Gegensa z zu den wei e zu ück¬ liegenden .Un e diesem Aspek is das Chao ische ,die Disha ¬ monie ,die O ien ie ungslosigkei und was alles dem 19.und 20. Jah hunde angelas e we den soll ,eben alls Fik ion .Man lasse nu die imaginä en Hüllen de g oßen S ilbeg i e allen ,und jede Epoche de Ve gangenhei zeig sich schä e auch in ih en di¬ e gie enden S ömungen -eben als eine lebendige .Es bleib eigen lich allein das Momen de Zei ,des Ablau s ,das uns zu¬ nehmend asan e e schein ,als he z en sich die Neue scheinun¬ gen au allen Gebie en und Mä k en in eine zunehmenden Be¬ schleunigung ,die es ühe o ensich lich nich gab .Fü dieses Phänomen muß wiede um au die Wandlung du ch Indus iali¬ sie ung und Massengesellscha e wiesen we den .Sie beding schnelle e Kommunika ionen ,Fab ika ion und Konsum ion .An diesen d ei sei dem 18.Jah hunde sp ungha wachsenden Fak o en ha die küns le ische P oduk ion und Rezep ion ih en im Ve häl nis zum Ganzen na ü lichen An eil .Das dem aschen Wechsel de Mode en sp echende Geschehen au dem Kuns ¬ ma k un e lieg den allgemeinen Gese zen de Konsum ion .Es wä e zu p ü en ,ob Kleide moden in de wei e en Ve gangenhei in ih em Wechsel nich auch den s ilis ischen Ve wandlungen inne halb de bildenden Kuns im Zei hy hmus e wa en sp a¬ chen .Eine solche Un e suchung wä e ,so ke ze isch sie anmu e , höchs au schluß eich .Sie gäbe Ve anlassung ,übe die E mü¬ dungs heo ie ü den S ilwandel e neu nachzudenken .Das längs übliche kon ollie ende Da ie en on anonymen und unda ie en We ken de Skulp u und Male ei mi igü lichen Da s ellungen nach Kos ümen ,Rüs ungen ,F isu und Schmuck bes ä ig schon im lüch igen Übe blick unse e Ve mu ung .Dabei gib es Klei¬ dungss ücke ,die sich nu ku z ,ande e ,die sich länge hal en . Fü die Männe kleidung de Neuzei bedeu e z.B.die lange Röh enhose bei allem Wechsel ein schon ech kon inuie liches Elemen sei e wa 1820.Sie könn e ein Symp om ü gewisse T a¬ di ionen sein ,die das 19.mi dem 20.Jah hunde enge e bin¬ den ,als man allgemein anzunehmen gesonnen is und die man als zum bü ge lichen Zei al en echnend bezeichnen kann .An¬ de e modische E scheinungen sind dagegen lüch ige e Na u , sie we den k eie und abges ei wie in eine o übe gehenden Laune .Es gib küns le ische Ideen und P og amme ,die ein ähn¬ liches Schicksal e leiden .Das gehö o ensich lich zum aschen Konsum de Massengesellscha und muß nich unbeding als Anzeichen des Ve alls schöp e ische K ä e gedeu e we den . Die schnelle Ab olge und das Sich-Übe schneiden on kon ä¬ en ode jeden alls zu di e enzie enden S ömungen (in Einzel - und G uppene scheinungen )sei dem Ende des 18.Jah hunde s is also nu eilweise objek i egis ie ba ,zum ande en Teil du ch pe spek i ische Ve ze ung de ückwä sgewand en An¬ schauung sugge ie .Nu aus de diese pe spek i ische Tie en¬ e kü zung nich in Rechnung s ellenden Be ach ung können die > g oßen S ile <quasi monoli h e scheinen .Un e such man abe un o eingenommen i gendeine Phase wei e zu ückliegen¬ den Kuns geschehens mi allen Mi eln di e enzie ende S il¬ k i ik ,so en hüll sich Sch i ü Sch i ein ähnliches ,eben alls leich e wi endes Bild e schiedens e nebeneinande wi ken¬ de und ineinande wogende K ä e ,wie es ü die beiden le z en Jah hunde e o uns s eh . Als Beispiel wähle ich eine mi e au e e Si ua ion ,die in einem Exku s skizzie sei,um ü einen ö lich beg enz en Raum und ü eine ku ze Zei s ecke inne halb de anonymen Kuns des Mi elal e s einen en sp echenden Sach e hal zu e läu e n : Es handel sich um die Skulp u zwischen 1300 und 1325 in Köln 11 .Allein an diesem Pla z wä en ü die angegebene Zei ¬ spanne mindes ens sechs Haup ich ungen de Monumen albild¬ haue ei zu un e scheiden :1)das A elie de elegan en Domcho ¬ p eile s a uen und de Mailände Madonna (in A bei siche sei mindes ens 1310,Cho weihe 13 22);2)die We ks a des Meis e s des mys ischen e is isch -exp essi en Gabelk uzi ixus on S a . Ma ia im Kapi ol (da ie 1304);3)die We ks a des holzge¬ schni z en Domcho ges ühls (neue dings dend och onologisch au 1307 da ie ;bei de Cho weihe 1322 spä es ens ins allie ); 4)die We ks a des Domhochal a s mi den Ma mo elie s (bei de Cho weihe 1322 spä es ens e ig );5)ein zwei ellos aus Lo h¬ ingen zugewande es A elie ,dem u.a. uhig -schwe blü ige Ma¬ donnen igu en im Schnü gen -Museum und in de Vo halle des Aachene Müns e s en s ammen ;6)meh e e einheimische We k¬ s ä en mi länge e kölnische T adi ion ,weiche und liebliche im Ausd uck als die lo h ingische We kg uppe :z.B.die Reli¬ quienbüs en de U sulaki che . Zwischen diesen Rich ungen gib es einige Que e bindungen . So dü en die A elie s des Domcho ges ühls und des Domhoch¬ al a s be ei s Kenn nis on de in Köln anwesenden lo h ingi¬ schen We ks a genommen haben .Ande e sei s scheinen die Hochal a elie s nich nu nach Lo h ingen ,sonde n e l .auch au die Kuns im benachba en Maas aum zu e weisen .Ein wei e es We k in Köln ,die Figu eng uppe om D eikönigs - p ö chen aus S a .Ma ia im Kapi ol (Schnü gen -Museum ),be- 13 weis eben alls den Einschlag des Lo h ingischen in das Kölni¬ sche .Hie wä e eine sieb e A elie g uppe zu un e scheiden ,da die Fä bung nich mi jene am Cho ges ühl und am Hochal a des Domes iden isch is .Bei wei e e Di e enzie ung käme man mühelos au mindes ens zehn bis ün zehn e schiedene Meis e ¬ hände ,ja We kg uppen ,die gleichzei ig im e s en Vie el des 14. Jah hunde s in Köln ü bildhaue ische Au äge ä ig wa en . Ein solche Reich um en sp ich dem lebendigen Geis eine mi ¬ elal e lichen G oßs ad .In Pa is ,in S aßbu g ,in Flo enz usw . wa es nich ande s .Wenn man nun eine Skulp u als > kölnisch , e s es Vie el 14.Jah hunde <bezeichne ,genüg eine solche G oßbes immung eigen lich nich meh .Man müß e zwischen den Rich ungen und A elie s genaue un e scheiden .E kenn man schließlich ,was es ü die damalige Zei bedeu e haben muß ,zwischen den di e gie enden Au assungen zu wählen ,sei es als le nende Bildhaue ,sei es als Au aggebe ,so wi d oll¬ ends kla ,daß be äch liche Rich ungskämp e au assungsmäßi¬ ge und ein küns le ische A ausge agen wo den sein müssen . Ih e Pole we den du ch das wes lich -hö ische Elemen de Dom¬ cho s a uen eine sei s und du ch das an die dominikanische My¬ s ik gemahnende Gabelk uzi ix ande e sei s e e en .Na ü lich hil sich de Anhänge de S ilepocheneinhei mi de S il ibel¬ weishei ,dies alles sei eben Go ik ,go ische Skulp u ,hochgo i¬ sche insbesonde e .Doch dü e kla sein ,daß die s ilis ischen Di e enzie ungen und Di e genzen mindes ens so e heblich sind wie die zwischen Rubens und Poussin ode zwischen Champai - gne und Puge ode zwischen Da id und Goya ,ode zwischen Hildeb and ,Liebe mann und Gauguin .Wenn man sich wei e ¬ hin o s ell ,daß dieses ielschich ige Bild on de Skulp u in Köln nach 1300 nu au g und e hal ene We ke zu e mi eln is , wi d e iden ,daß ein noch spannungsgeladene es K ä e eld e¬ kons uie we den müß e ,um die geschich liche Si ua ion eini¬ ge maßen ich ig zu zeichnen .Un e schiede sie sich dann so seh on de Lage in einem e gleichba en Zen um küns le ischen Lebens in unse em Jah hunde ?Wenn wi die g öße en Be öl¬ ke ungszahlen und die da aus esul ie enden in ensi e en Kom¬ munika ions -und Rep oduk ionsmi el ,die gleichsam gie ige e Rezep ion und Konsum ion in eine p opo ionale Rechnung s ellen ,-wohl kaum ! 3S ildi e genzen und Gene a ions heo ie Man ha sich küns le ische Gegensä ze in eine Zei du ch die gleichzei ige Wi ksamkei d eie Gene a ionen e klä .W.Pin - de 12 sp ach ge ne on de > Ungleichzei igkei des Gleichzei i¬ gem und e läu e e sie am Beispiel om G oß a e ,Va e und Sohn ,die gemeinsam zu allen Zei en au e en und doch ih e e ¬ schiedenen Gene a ionsau gaben hä en .So e gib sich ,daß Ve ¬ gangenhei ,Gegenwa und Zukun imme als d ei Möglichkei¬ en in eine Zei o handen sind .In Anwendung diese Gene a¬ ions heo ie is e such wo den ,en sp echende küns le ische Gegensä ze in eine Epoche ode in einem kü ze en Zei aum aus dem Ve häl nis e schiedene Lebensal e und da aus esul ie¬ ende Leh adi ionen und Ziele de mi -und gegeneinande ä igen Meis e plausibel zu machen .Siche lich is dies eine Me¬ hode ,und zwa nich die lebens e ns e .Abe es gib zwei ellos auch Gegensä ze ,die nich nu aus Gene a ions e schiebungen e klä ba sind .Auch is die Rekons uk ion on Gene a ionsan¬ eilen im Be eich de anonymen Kuns äuße s gewag .Hie lieg bei alle Hellsich igkei und In ui ionsgabe Pinde s hinsich lich seine eigenen Analyse ,e wa au dem Felde de zu seine Zei noch wei gehend > dunklen <Pe ioden de deu schen Skulp u des 14.und 15.Jah hunde s ,de schwächs e Punk seine Gene a¬ ionsleh e .Vieles läß sich eben nich allein du ch Gene a ions¬ un e schiede e klä en ,und wi müssen Gegensä ze s ilis ische A auch ü ein und dieselbe Gene a ion in Rechnung s ellen . Auch da ü bie e die nich anonyme Kuns sei de Renaissance genügend Beispiele :Goya ,geb .1746,und J.L.Da id ,geb .1748, s ellen ein solches gene a ionsgleiches Gegensa zpaa o ;auch Cou be (1819)und Pu is de Cha annes (1824);Rodin (1840) und A. .Hildeb and (1847). Es spielen im We den de küns le ischen K ä e sowohl iel¬ äl ige biologische ,psychologische ,soziologische als auch man¬ nig ache geis ige ,bildungsbeding e Fak o en mi :So is es nich gleichgül ig ,ob ein Küns le asch seinen Weg inde ode be¬ däch ig (wie Maillol und Rohl s ),denn jeweils d ingen bei glei¬ chem Al e seh e schiedene > Angebo e <an adi ionellen und e olu ionä en Ideen in seine inne e Auseinande se zung o ,wie es auch seh wesen lich sein kann ,wessen Schüle ein junge Küns le is ,in welche S ad e au wächs ,welche Reisen ihm Einblicke in das Geschehen auße halb des heimischen K eises e lauben usw .Wä en B ancusi 1904 und A chipenko 1908 aus Os eu opa nich nach Pa is gekommen ,so hä en sie e mu lich in nich so asche Folge die S u en on de akademischen Kon¬ en ion und om Spä odinismus übe einen blockha en A ¬ chaismus und un e dem Eind uck des Kubismus zu eigenwilli¬ gen Abs ak ion in je nu e wa ie Jah en zu ückgeleg .G oße Kuns zen en bie en komp imie e Auseinande se zungen ,e ¬ höh e Konku enz ,schnelle In o ma ion ,ku z eine A T eib¬ hausklima ,in dem die Dinge asche ei en ,mi un e auch a¬ sche welken .Schon ü das aus de Anonymi ä he aus e ende spä e Mi elal e lassen sich ähnliche Beobach ungen ü einzelne Pe sönlichkei en machen :S e an Lochne nich in Köln ,Hans Memling nich in B ügge ,wä en wah scheinlich in Mee sbu g (?)und Seligens ad (?)kaum das gewo den ,was sie ih e Zei und uns heu e noch bedeu en 13 . Auch Pinde e such e (wie spä e mi ande em Ziel Sedl- may ),Gegensä ze zwischen Gleichal igen du ch die Annahme eine gemeinsamen Basis ode eines un e höhe em Gesich s - H