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Erste Begegnungen mit der Saarbrücker Ludwigskirche: persönliche, familien- und zeitgeschichtliche Erinnerungen / J.A. Schmoll gen. Eisenwerth

Schmoll, Josef A.

Abstract

UB Digital. Erste Begegnungen mit der Saarbrücker Ludwigskirche : persönliche, familien- und zeitgeschichtliche Erinnerungen / J.A. Schmoll gen. Eisenwerth. In: Ludwigskirche 1982 : Dokumente, Erinnerungen, Studien herausgegeben anläßlich der Wiederindienstnahme der Ludwigskirche 1982 / hrsg. von Horst Heydt und der Görres-Buchhandlung Saarbrücken. 1982, S. 209-224

Full text

Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n Ludwigski che 1982 Dokumen e, E inne ungen, S udien he ausgegeben anläßlich de Wiede indiens nahme de Ludwigski che 1982 E s e Begegnungen mi de Saa b ücke Ludwigski che - pe sönliche, amilien- und zei geschich liche E inne ungen Schmoll, Jose A. Saa b ücken, 1982 u n:nbn:de:hbz:466:1-37634 J. A. Schmoll gen . Eisenwe h E s e Begegnungen mi de Saa b ücke Ludwigski che . Pe sönliche , amilien - und zei geschich liche E inne ungen . In: Ludwigski che 1982 . Dokumen e , E inne ungen , S udien . H sg. anläßlich de Wiede indiens nahme de Ludwigski che 1982 on Ho s Heyd . Saa b ücken 1982 , S. 209 -224 . SONDERDRUCK Ludwigski che 1982 Dokumen e ,E inne ungen ,S udien he ausgegeben anläßlich de Wiede indiens nahme de Ludwigski che 1982 he ausgegeben on P .Ho s Heyd und de Gö es -Buchhandlung Saa b ücken 1982 E s e Begegnungen mi de Saa b ücken Ludwigski che - Pe sönliche , amilien - und zei geschich liche E inne ungen Es gib Bauwe ke , die ü ganze S äd e kennzeichnend sind . Das S aßbu ge , das Ulme Müns e e kö pe n den Rang , das Al e , die Wü de , die Geschich e , die Bedeu ung des opog aphischen O es , den sie übe agen . Abe auch bescheidene e S äd e we den o bildha in einem Gebäude zusammenge aß wie in einem Wappen¬ zeichen . Fü Saa b ücken is dies unbes i en die Ludwigski che . Es gib hie äl e e Go eshäuse - die Deu schhe nkapelle , die Schloßki che und wei e d außen die eh wü dige S i ski che S . A nual - abe im He zen de S ad gelegen und im Rahmen des mi ih e bau en Ludwigspla zes übe i sie als eine A chi ek¬ u schöp ung alle üb igen Ki chen , auch die ih es Jah hunde s , die F iedenski che in ih e Nähe , die beiden Ki chen in S . Johann . Die Ludwigski che ha ih en eigenen Rang : landesge¬ schich lich , u banis isch , kuns his o isch . Dami s eh sie auch übe de kon essionellen Zugehö igkei zu e angelischen Ki che im Saa land , obwohl ih e Fo m und ih e cha ak e is ische Innen¬ ein ich ung ganz e iden p o es an ischen Geis bekunden und ein¬ zig aus de Geschich e des gesam deu schen p o es an ischen Ki chenbaus denkba und deu ba sind . Wie beim eka hol isie en S aßbu ge , bei dem du ch die Re o ma ion p o es an isch gewo ¬ denen Ulme Müns e spiel zwa die eligionsgeschich liche En ¬ wicklung eine gewich ige Rol le ü die Gemeinde und zum Ve ¬ s ändnis des Bauau ags , abe le z lich en scheide übe den Rang des Bauwe ks allein seine küns le ische Ges al . Dahe be¬ s eh auch ü die Gemeinde , de ein de a ig kos ba es a chi¬ ek onisches Ge äß als Go eshaus an e au is , eine Ve p lich¬ ung und Ve an wo ung übe die übliche Be euung eines Ki chen¬ gebäudes hinaus , wie auch de S aa mi seine Denkmalp lege - Behö de , dem S aa lichen Konse a o am , und mi allen üb igen Zus ändigkei en übe de E hal ung de Ludwigski che zu wachen 209 ha und a sächlich auch wach , wie das E eignis de Wiede - indiens s el lung bezeug . Denn es is nu mögl ich gewo den du ch koo dinie e Ans engungen on Gemeinde , S ad , S aa und Be¬ ölke ung . Es da uhig da an e inne we den , daß eine mög ^ liehs de u sp ünglichen Ges al ung außen wie innen en sp echen¬ de Wiede he s ellung de Ludwigski che ums i en wa und zu eine de e s en Bü ge ini ia i en de Bundes epubI ik Deu sch lands mi denkmalp lege ische Zielse zung üh e , zu G ündung de " Ve einigung Ludwigski che zum Schu ze saa ländische Kul u ¬ denkmäle " . Da ich bei de G ündungs e sammlung zum e s en Vo ¬ si zenden gewähl wu de und bis zu meine Übe siedlung nach München 1966 als solche ä ig wa , sei mi e laub , meine Aus¬ üh ungen mi einem Dank an alle Mi gliede und Hel e dieses Ve eins und mi einem Wo zum Gedäch nis des e s o benen lang¬ jäh igen zwei en Vo si zenden Jus iz a D . Hein ich Schneide zu e binden : e ha sich um den Wiede au bau de Saa b ücken Ludwigski che e dien gemach . Da mich die Ludwigski che wäh end meine Saa b ücke Be u s¬ jah e so in ensi beschä ig e , möge man e s ehen , wenn ich on den mi bedeu ungs oll e scheinenden e s en Begegnungen mi diesem Bauwe k be ich e , auch wenn es seh pe sönliche , eils amilien - , eils zei geschich liche E inne ungen sind , die keine lei Ansp uch au wissenscha liche ode sch i s elle ische Bedeu ungen e heben . I I Unse e Familie is mi dem Saa Iand e bunden , leb e do in e schiedenen Zweigen schon o de Mi e des 18 . Jah hunde s , sei dem eine meine Vo ah en als Ra bei de Regie ung des Fü s en Wilhelm Hein ich wa . Abe ich bin in Be lin gebo en und au gewachsen und die Ve bindung zu Familie meines Va e s , de zu Beginn des e s en Wel k iegs am Wes hang de Vogesen iel , wa locke gewo den , bis ich sie wiede enge knüp e . Vo al le n zu zwei B üde n meines Va e s , dem Male Ka l Schmoll on Eisen we h , de als P o esso an de echnischen Hochschule 210 S u ga leh e , und dem Bi Idhaue F i z Schmol I gen . Eisen¬ we h , de in München leb e . Im Saa land wa en nu noch Onkel , Kusinen und Ve e n zwei en G ades , die Elek o - Schmol I- Fami Iie und die des A chi ek en Gus a Schmoll gen . Eyszenwe h , beide in Saa b ücken ansässig . Mein Wande ieb wu de ge eiz , als nach de Volksabs immung 1935 das Saa gebie dem Reich wiede eingegliede wo den wa : ich woll e die al e Heima meine Sippe ä e liche sei s kennenle nen . Wie so o in den Schul e ien zu¬ o , nu z e ich meine e s en Somme semes e e ien 1935 zu eine g oß angeleg en Rad ou . Sie üh e mich on Be lin übe Magde¬ bu g , B aunschweig , Biele eld , Düsseldo , Aachen , Köln , Bonn , Ma ia Laach , Cochem , die Mosel au wä s bis T ie und on do um den 20 . Augus nach S . Wendel . Aus diesem , mi nu dem Namen nach e au en S äd chen s amm en mein U g oß - und mein G oß a e . U g oß a e Alexande Schmoll gen . Eisenwe h wa Geome e . Da e sich im Re olu ionsjah 1848 an eine Demon¬ s a ion gegen das He zogliche Haus Cobu g , dem damals die He scha S . Wendel gehö e , be ei Iig ha e , konn e e be u ¬ lich nie eüssie en . E wa mi eine g öße en Zahl on Bü ge n de S ad o das " Palais " gezogen , in dem eine P inzessin esi¬ die e , um das e ne Fü s enhaus Sachsen - Cobu g - Go ha zu e¬ p äsen ie en . Man e Iang e wie übe aII in Eu opa .gewisse Libe a¬ lisie ungen . Abe das gal als au üh e isch und die Polizei e¬ gis ie e mi ande en b a en Bü ge n auch mei nen U g oß a e "e kennungsdiens lich " {wie man heu e sag ) . Da au hin bekam e zei lebens keine es e Ans el Iung bei eine Behö de , auch nich in P eußen , wo e zwa jah elang , abe imme nu in be is e en We k e ägen bei T assen Ve messungen ü neue Ei sen - bahnlinien im Ruh gebie und dann in Saa b ücken ä ig gewesen 'S . ( Das wa die A de Be u s e bo e in jene Zei ! ) Mein G oß a e , 1834 in S . Wendel gebo en , ha e es dann wei e ge¬ b ach . E wu de ein gesuch e B ücken - und Wasse bau !ngenieu , de übe ün zehn Jah e in F ank eich und seinen no da ikani¬ schen Kolonien B ücken und Ha enanlagen gebau ha und 1869 nach Wien ging , wo e die K onp inz - Rudol - B ücke (die spä e e 211 Reichsb ücke )bis 1875 mi kons uie e und zahl eiche Eisenbahn¬ b ücken in de Mona chie bau e .Als Ri e des kaise lichen F anz -Josephs -O dens e ich e e e on Wien aus au dem el e - Iichen G unds ück in S .Wendel sein Haus ,einen gediegenen Sands einquade bau mi säulen lankie em Po al .Das Haus in de Balduins aße s eh noch ,abe es gehö nich meh unse e Fami Iie .Heu e be inde sich die S ad bibl io hek da in .1935 sah ich es zum e s en Mal .Eine Be u sschule wa do un e geb ach . Und ich ging zu einem zwei en Haus ,das mi unse e Fami lie zusammenhing ,zum e angelischen P a haus .Ich wuß e ,daß hie eins ein angehei a e e Onkel gewohn ha e ,P a e Beck ,de mich ge au ha e .E wa schon an angs de zwanzige Jah e e s o ben und seine F au ,die Schwes e meines Va e s ,wa dann zu Ve wand en nach Ös e eich gezogen .Ich kann e das Haus on Pho og aphien aus de Jugendzei meine Mu e ,denn es wa on einem B ude meines Va e s ,A chi ek Gus a Schmoll gen .Eisenwe h um 1908 e bau und on einem wei e en B ude , F i z Schmol Igen .Eisenwe 'h,Bi Idhauen und Kuns gewe ble in München ,einge ich e wo den .Es e a den gemäßig en Jugend¬ s il und die Landhausbewegung in S .Wendel .Ich dach e , ielleich könn e ich einen Blick hineinwe en und agen ,ob man dem Wande e ei nNo qua ie emp eh len könne ,da es in S .Wendel keine Jugendhe be ge gab .(Fü einen Gas ho ode ga ü ein Ho el eich e mein Reisegeld nich ,ich muß e mi 1,70 DM p o Tag auskommen .)Ich klingel e an de Ga enp o e . Plö zlich ö ne e sich die Haus ü und des geschah e was Me k¬ wü diges .Die al e Wi scha e in ,die ,wie ich dann hö e ,schon e s o benen P a e onkel gedien ha e , ag e ku z nach meinem Anliegen und als ich meinen Namen nann e , ie sie e eu aus : "Ei ,da wi d sich abe Ih e F au Tan e euen ,sie wohn näm¬ lich sei de Abs immung , ü die sie als S immbe ech ig e eigens aus Os e eich he kam ,bei uns .Sie genieß es ,nach so Iange Abwesenhei mal wiede in "ih em "al en P a haus zu sein ." Die F au nahm an ,wi hä en uns e ab ede .Keine Spu !Ich ha e keine Ahnung ,daß Tan e Joseph ine ,genann Peppi -die 212 Namen wa en alle ös e eichisch ,weil mein S .Wendele G o߬ a e in Wien eine Wiene in gehei a e ha e -hie sein könn e ! Ich ba die Haushäl e in ,nich zu e a en ,we da sei ,ich woll e sie übe aschen .Abe die Tan e s and am Fens e des Obe geschoßes und sah mich übe den Ga enweg kommen .Als ich das Haus be a ,s ü z e sie be ei s die T eppe hinab und ie :"Das kann nu de Adi aus Be lin sein !"Sie ha e mich das le z e Ma Igesehen ,als ich el Jah e al wa und wäh end de Schul e ien in Ös e eich Indiane spiel e .Wie konn e sie den je z Zwanzigjäh igen so oe e kennen ?"Du has Figu und Gang dei nes Va e s !11 ie sie .Das ha e mi noch niemand ge¬ sag und es du ch iesel e mich eudig ,denn meinen Va e kann e ich nu on Pho og aphien aus de Zei o 1914 , o mei ne Gebu .Und ich ha e ein e was mys isches Ve hä I nis zu mei nem unsich ba en E zeuge ,besonde s s a k in diesen En wicklungs¬ jah en . Ich du e ins P a haus ziehen .Es wa en wenige Tage ,die ich in S .Wendel blieb ,denn ich ha e ja als Wendepunk meine g oßen Tou einen Besuch in S aßbu g und Kolma o .(Das S aß bu ge Müns e und de Isenheime AI a gehö en zu den hei ße sehn en Höhepunk en mei ne Pi Ige ah ,abe auch de Besuch au dem Solda en iedho bei S .Die in (Lo h ingen ,wo das G ab meines Va e s -e s o ei nigen Jah en umgebe e liegen soll e .Ich e üll e mi diese Zielwünsche ,wenn auch un e einigen Schwie igkei en ,da die De isenspe e de NS-Regie ung nu e laub e ,jewei Is 10 .—RM übe die G enze mi zu nehmen .) III Ich habe e gessen ,zu be ich en ,daß mi au de Fah nach S .Wendel au ei ne abschüssigen S aße die Fah adgabel b ach .De S u z wa glimp lich ,abe die Repa a u langwie ig , da die kleine We ks a das E sa z eil e s aus Wes alen an¬ o de n muß e .So ließ ich das Rad do s ehen und kam mi dem eundlichen Meis e übe ein ,daß e mi das epa ie e Rad pe 213 Nachnahme bahnlage nd nach Ka ls uhe schicken soll e ,was auch klapp e .Ich wa also ü die Zwischenzei au Fußmä sche mi schwe em To nis e gepäck angewiesen ,-wie so iele "Jugend¬ beweg e "in jenen Jah en .So kam ich auch schon als Fußwande e mi dem "A en ",einem al en ei Iübe zogenen Wel k iegs -Eins - To nis e ,nach 5 .Wendel .Und so woll e ich auch wei e ziehen . Abe Tan e Peppi bes and da au ,daß ich die nächs e E appe meine "Wel eise " ah en sol I e .Sie kann e einen Fuh un e n - nehme in S .Wendel ,de in Niede linxweile e was abzuholen ha e ,und sie beschloß ,daß wi mi ihm gemeinsam do hin ah en .Sie wü de mi dem Ku sche wiede nach S .Wendel zu¬ ückkeh en ,wäh end ich mi de Eisenbahn nach Saa b ücken eisen könn e .Sie ha e mi Bedach diese Tou gewähl ,um mi noch ein zwei es P a haus zu zeigen ,das amiliengeschich lich on Bedeu ung sei .Mein In e esse ü Genealogie ,Geschich e , Kuns geschich e und Familienkunde wa ih au ge allen und b ach e Wasse au ih e Mühle .Denn sie ede e wäh end de ganzen Fah mi dem im Sch i umpelnden P e de uh we k on unse en Ahnen und na ü lich besonde s eind ingI ich on meinem U U g o߬ a e Johann Jakob Schmol Igen .Eisenwe h ,eins P a e zu Niede l inxwei le .Sie ha e schon al les o be ei e und so wu den wi im P a haus mi ags gas lich au genommen .Ich e inne e mich ,daß ich unwillkü lich g insen muß e ,als ich den Namen des P a e s e uh ,de 1935 in Niede linxweile am ie e : Richa d Wagne .Ich wa damals kein F eund de Wagne schen Musik ,kein Wunde ,da in meinem El e nhaus klassische und oman ische Musik bis Schumann ,abe dann e s wiede neue e on B ahms und Rege gep leg wu de .Wagne gal als zu schwüls ig und wu de igno ie .Abe P a e Richa d Wagne wa ein seh e ns e und eundliche Mann und äuße s mi߬ auisch gegen das na ionalsozialis ische Neuheiden um ,das sich "aus dem Reich "neue dings ins Saa land o a bei e e .E a me e au ,als e me k e ,daß ich keine NS-Fo ma ion angehö e .Nach Tisch gingen wi au den F iedho und mi wu de de G abs ein meines P a e ahns gezeig ,den e selbs eins en wo en ha e : 214 Nö ige knapp besp ochen . Es ging da um , einen Lee zug ü unse schwe es Ma e ial au einen bes imm en Tag nach Lo h ingen zu beo de n . Als Ve ladebahnho wa Chä eau - SaI ins bes imm , in de Sp ach egelung de deu schen Besa zungsmach " Salzbu gen " . Abe wi e ab ede en auch noch einen Ausweichbahnho wei e no dös l ich ü den Fal I eine Gleiss ö ung ode eine bis da¬ hin no wendig gewo denen Rück e legung de F on . Ich soll e in e wa eine S unde wiede o sp echen , dann wä e aI les e ¬ bind Iich gek Iä . Mi wu de deu Iich , daß bei dem o zwei Tagen e olg en Lu ang i auch iele Telephon e bindungen ze issen wa en . Auch deshalb also mein Ku ie au ag ! Ich nu z e die Zei zu eine Fah du ch die S ad . Ganze S aßenzüge wa en ze bomb und ausgeb ann . Jedoch ge adezu gespens isch wa de Anblick des Ludwigspla zes . Aus den T ümme n de ausgeb ann en Ki che s ieg Rauch au und selbs einige Pla anen in ih e Nähe ha en Feue ge angen , wa en an¬ gekohl und zeig en soga noch glimmende Bo ken eile . Glas und Eisen de Ki chen ens e wa en geschmolzen . Übe all häu e sich de Schu . Auch die Häuse de Umgebung bo en sich als lee e Hülsen da , ohne Däche und ge üll mi S ein ümme n , Balken¬ es en und Asche . Die A chi ek u idy He , wie ich sie om Hoch¬ somme 1935 im Gedäch nis ha e , wa zu einem Szena ium des Un e gangs , zu ei nem ei nzi gen Memen o mo i e wände ! . In he ¬ igem Kon as wechsel en die beiden Bilde , das de iedlichen E inne ung und jenes o mi , das ich sp achlos ans a e . Na ü lich ha e man als Solda wäh end de le z en ün Jah e iele Ze s ö ungen gesehen , soga schon in Be l in . Abe hie , am Rande dieses noch auchenden PI a zes wu de die Si nn losi g - kei des ganzen K ieges wie in einem Bühnenbild zusammenge¬ aß . Ich muß e an mei n kü zl iches Ringen um die Nich be - schießung de Ka hed ale on Toul denken . . . Und hie nun diese eins auch zum Lobe Go es e ich e e Ki che , hohl wie ein ausgeb ann e K a e , ge ade do ge o en , wo sich die den Himmel symbol isie ende Wöl bung mi dem Auge Go es in de Wi e übe Al a und Gemeinde aum ausgespann ha e : als hä e 221 eine sa anische Gewal ausge echne dieses Zen um ze ümme n wol en . Neun Jah e lagen zwischen den beiden Begegnungen mi S engels Ludwigski che . Gewiß , es gab auch ausend ache Ze s ö ungen ande e O e und Bau en und die Deu schen wa en , wenn nich soga di ek , so zumindes mi elba da an schuld . Abe ü das e s 1935 " heimgekeh e " Saa gebie wa es schon eine besonde s bi e e Lek ion . Soll e diese Ruine als Mahnmal e s anden we den ? Soll e sie ü alle Zukun deshalb T ümme s ä e blei¬ ben ? Es kamen mi unwillkü lich Gedanken im Sinne jene me k¬ wü dig - denkwü digen Wo e des g oßen anzösischen Spä oman¬ ike s und F eihei s e eidige s Vic o Hugo : " Ve gessensein und Ve allenhei lassen ein Go eshaus wachsen . . . Ein e lassenes , ga e allenes Heilig um . . . wi d wiede u ¬ sp ungsnah . . . Nu diese S ä en sind in Wah hei geheilig . . . " Ähnliches s ammel e ich in mich hinein , als ich gehen muß e . VI I Gu e d ei Jah e spä e " e schlug " es mich schon wiede nach Saa b ücken . Wie beim Ku ie besuch im Ok obe 1944 kam die Reise öllig un o he gesehen , - soll ich sagen : schicksalsha ? Es wa schon me kwü dig , daß mich Be u swege imme wiede do hin üh en , wo eins mein Va e , meine G oßel e n und Vo ¬ ah en geleb und gewi k ha en : nach Da ms ad und Saa ¬ b ücken , obwohl alle Beziehungen pe sönliche A abge issen wa en . Nach Ve wundungen , länge en Laza e au en hal en , le z en F on kommandos und ku ze Ge angenscha and ich mich im Ok obe 1945 ins Zi illeben zu ück e se z . Schließlich hol e mich Oska Schü e , damals O dina ius ü Kuns geschich e an de A chi ek u akul ä de Technischen Hochschule Da ms ad , als Assis en mi Leh au ag ü Baugeschich e an sein Ins i u . Do e eich e mich Ende 1947 die An age , ob ich einen , iel¬ leich ga d ei Gas o äge an de neugeg ünde en " S aa lichen Schule ü Kuns und Handwe k " in Saa b ücken zu hal en be - 222 ei wä e . Ich ha e on diese I ns i u ion ' noch nich s gehö . Abe de om Bauhaus kommende A chi ek E ns Neu e , P o es¬ so in Da ms ad , de 1947 Gas o lesungen an de S aa lichen We kkuns schule Saa b ücken gehal en ha e , emp ahl mich do , ohne daß ich da on wuß e . So a ich im Dezembe 1947 und nochmals im Janua 1948 meine e s en Reisen on Da ms ad nach Saa b ücken an , denen so iele olgen sol I en , denn man gab mi ab F ühjah 1948 einen es en Leh au ag an de Saa - b ücke Kuns schule , den ich on Da ms ad aus bis 1951 ie ¬ zehn ägig wah nahm . Bei einem diese e s en Nachk iegsbesuche and ich die Saa übe die U e ge e en und de S . Johanne Ma k s and un e Wasse . De Ludw igspla z wa zwa nich übe schwemm , sah abe as noch os lose aus als im Ok o¬ be 1944 . Regengüsse , F os , T ockenhei ha en im Lau e de d ei bis ie Jah e nach de Bomba die ung die ungeschü z en Maue k onen ze se z . Alle Gebäude e ielen . Es och mod ig und de Wi n e nebel h ing is zwischen den kahlen Wänden . Und doch eg e sich schon ein neue O dnungswi I le . Au äumungs — a bei en ha en hie und da den Schu besei ig , an einem de Häuse wa ein Dach no dü ig epa ie , bei ande en die Fens e ¬ höhlen geschlossen . Und ich hö e in de S ad , daß man sich Gedanken um den Wiede au bau de Ki che mach e . 1951 e hiel ich den Ru au den neuen Leh s uhl ü Kuns ge¬ schich e an de Uni e si ä des Saa landes . Als Abschiedsgeschenk an meine Da ms äd e S uden en o ganisie e ich zum Ende des Somme semes e s eine Pa is - Exku sion mi zwei Bussen . ( An ih nahm als Gas auch P o - D . F ied ich Ge ke , O dina ius ü Kuns geschich e an de Uni e si ä Mainz , und on de Da ms äd e Technischen Hochschule de damalige wissenscha liche Assis en D . Ma in Kiew ; z , spä e Landeskonse a o des Saa landes , eil . ) Wi mach en in Saa b ücken S a ion , wo ich einen Ku zein¬ d uck on meine neuen s ändigen Wi kungss ä e e mi eln woll e , Den Höhepunk bilde e de Besuch des Ludwigspla zes . Die u ba - nis ische Anlage um die Ludwigski che , noch imme Ruine , in e ¬ essie e die S uden en de A chi ek u und de Bau - und Kuns ge¬ schich e , abe auch de neue Ausbau des ehema i gen Mi Ii ä waisen - 223 hauses als neue Un e kun ü die We kkuns schule . Hie and ge ade die Au sehen e egende e s e Auss ellung " subjek i e o o - g a ie " s a , die D . O o S eine , sei ku zem neue Di ek o de Kuns schule , o ganisie ha e . De Ludwigspla z beleb e sich plö zl ich wiede . Auch die Gas wi scha " Zum Fü s en Ludwig " , on uns despek ie lich " Zum euch en Ludwig " genann , ha e wie¬ de e ö ne und hie anden noch bis in die Nach hinein man¬ che lei Diskussionen s a . Bei Gelegenhei unse es Besuchs zeig e mi S eine mein neues Diens zimme , denn ich üh e den Leh au ag an seinem I ns i u o z de Be u ung an die Uni e si a wei e hi n aus . Im P o i so - ium de Kuns schule on 1947 bis 1950 , im uinösen Knappscha s¬ gebäude gegenübe de Haup pos in de T ie e S aße , ha e ich eine Dachkamme mi F ans Masa eel , dem Iämisehen AI meis e des exp essionis ischen Holzschni s , zu eilen gehab . Je z e hiel ich ein Zimme im E dgeschoß de neuen We kkus schule zuge eil , dessen zwei Fens e au den Ludwigspla z gingen . Zwischen den Pla anens ämmen sah ich die Tu msei e de Ludwigski che . Mi schien diese A bei spla z ideal und - e p l ich end . Ich muß e an die d ei e s en , besonde s an die beiden ühes en Begegnungen mi de Ludwigski che zu ückdenken . Ih subjek i es E lebnis mi ¬ sam den da an ha enden zei geschich Iichen und pe sön l ichen Hin e g ünden loß nun ein in den objek i en En schluß , al les zu un , eine de u sp ünglichen Ges al dieses kos ba en Bau¬ we ks ge ech we denden Wiede he s ellung gedanklich zum Du ch¬ b uch zu e hel en . Welche F eude , daß sich im Lau e de Jah e iele Menschen in diese Zielse zung zusammen anden ! J . A . Schmoll gen . Eisenwe h 224