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Die mittelalterliche Skulptur in Lothringen / J. Adolf Schmoll, gen. Eisenwerth, Saarbrücken, als Gast

Schmoll, Josef A.

Abstract

UB Digital. Die mittelalterliche Skulptur in Lothringen / J. Adolf Schmoll, gen. Eisenwerth, Saarbrücken, als Gast. In: Sitzungsberichte. 1960, S. 10-13

Full text

Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n Si zungsbe ich e Die mi elal e liche Skulp u in Lo h ingen Schmoll, Jose A. Be lin, 1890 - 1923,Sep .; 1925/26 - 1939/41; N.F. [1.]1952/53(1953) - [2.]1953/54(1954); 3.1954/55(1955) - 41/42.1992/94(1998); dami E sch. einges . u n:nbn:de:hbz:466:1-37616 J.A.Schmoll gen .Eisenwe h : Die mi elal e liche Skulp u in Lo h ingen [Resümee des Vo ags om 19.2.1960 in Be lin ]. In: Si zungsbe ich e de Kuns geschich lichen Gesellscha zu Be lin.N.F.He 8:Ok obe bis Mai 1960,S.10-13. KUNSTGESCHICHTLICHE GESELLSCHAFT ZU BERLIN SITZUNGSBERICHTE OKTOBER 19 5 9 BIS MAI 1960 J.A.SCHMOLL,gen.EISENWERTH ,Saa b ücken ,als Gas 19.Feb ua 1960 Die mi elal e liche Skulp u in Lo h ingen De Vo ag gab einen Vo be ich übe die sei einigen Jah en in Gang be ind¬ lichen Un e suchungen des Kuns his o ischen Ins i u s de Uni e si ä Saa b ücken im Gebie des mi elal e lichen He zog ums Lo h ingen .Im Mi elpunk s anden We ke de S einskulp u aus de Zei zwischen 1180 und 1520;Schwe punk e bilde en die Blü ezei en lo h ingische Bildne ei de Spä omanik und de Hoch¬ go ik ,wobei bekann e e ode be ei s e s eu publizie e We ke mi neuen Funden e misch wu den . 10 Fü die omanische Pe iode sind neben einigen kleine en Ki chenpo alen mi eichem Deko ode auch mi igü lichem Schmuck (z.B.Pompie e in Südwes ¬ lo h ingen )die Skulp u en de Ka hed ale zu Ve dun bedeu sam .Sowohl das Tym- panon des sogenann en Löwenpo als (Ch is us in de Mando la und die E ange¬ lis ensymbole ),als auch die spä omanischen S ebep eile igu en des Os cho es , o allem die g oßen Figu enpaa e Adam und E a,Kain und Abel,Ma ia und Gab iel gehö en zum wich igs en ,noch imme nich ich ig gewü dig en Denkmäle ¬ bes and de Epoche in Eu opa .Neben de Vo ausse zung in de Skulp u de Cha es -Nach olge is hie besonde s —wie auch in de eichen und o iginellen Bauo namen ik Lo h ingens —au die an egende Rolle Bu gunds (Au un ,Vezelay , A allon )zu e weisen .Ande e sei s ha die lo h ingische Bauo namen ik wei nach Os en gewi k ,übe T ie und Schle s ad bis nach Mi eldeu schland . Eine Sonde s ellung in de igü lichen Plas ik de Spä omanik nehmen zwei gelegen lich schon ku z behandel e We ke ein :1.das sich uma mende Paa des sogenann en G a en Hugo on Veaudemon und seine F au in de Co delie ski che zu Nancy (J.Baum,Handbuch ).Vielleich handel es sich um das Sinnbild eine dynas ischen Allianz ,mögliche weise im Zusammenhang mi de Teilnahme des Mannes an einem K euzzug .Die sel same und ü ein G abmal de Spä omanik höchs ungewöhnliche Fo m (in klein igu igen Relie s ehe begegnend ,z.B.Ge ona , No dspanien ,Ka hed alk euzgang ,Begegnung on Jakob und Laban mi ähnlichem Ges us )wu de ielleich du ch eine K euzzugse inne ung an die Te a cheng uppe am Ma cusdom zu Venedig ange eg .—2.De sogenann e G abs ein eine Mu e mi Kind aus de S .Gangol ki che zu Me z ,zule z an einem Hause de Gangol ¬ s aße ,sei 1945 in den USA,al e Gipsabguß im Me ze Museumsdepo .Beenken (Rom.Skulp u in Deu schland 1924)zi ie e die Meinung Goldschmid s ,wenn e sich ü die Deu ung als G abs ein en schied ,da die Da s ellung des nack en Kindes bei einem Ma ienbilde Ende des 12.Jh .ganz ungewöhnlich sei.De Vo agende glaub ,daß es sich doch um ein Ma ienbild handel und e weis au die as wö ¬ lich übe eins immende Da s ellung de s ehenden Mu e go es mi nack em Kinde im Tympanon on Pompie e (um 1180/90)(gesonde e Ve ö en lichung geplan ). Zwei F agmen e on Säulens a uen ,ein König Da id mi Ha e aus S .Mihiel im Depo des Me ze Museums und ein ganz e hal ene Pe us mi Schlüssel aus de Klos e ki che Igny im Museum zu Epinal we den on K.Ki sch in den Annales Uni e si a is Sa a iensis (He 4,1959)e s mals publizie .Diese F agmen e be¬ weisen,daß die ühe Cha ese Fo m des Figu enpo als bis nach Lo h ingen o ¬ d ang ,wobei das Da id agmen in Me z in di ek em Zusammenhang mi Cha es s eh ,de Pe us in Epinal mi de bu gundischen S ömung in Basel (Baumeis e ¬ elie im Müns e )in Ve bindung geb ach we den kann . Zei lich anzugliede n is das Tympanon mi de Ma ienk önung in Lemoncou , das schon Dehio mi de Nach olge de Ecclesiameis e -We ks a on S aßbu g zu deu en e such e .Doch is die Nähe zu äl e en cha ese Fo m und die bezeich¬ nend lo h ingische Ve ein achung auch als Hinweis au die Möglichkei eine ohne S aßbu gs Ve mi lung e olg en egionalen Bildung anzusehen .— Zwei ühgo ische S a uenpo ale lei en die Epoche des S ilwandels um 1230 ein : das mi seh de ben Figu en bese z e Po al de Wall ah ski che Mon -de an - Sassey (Reine s -Ewald,Kuns zw.Maas und Mosel,1921)und das legan e e Lieb¬ auenpo al de Me ze Ka hed ale .Das le z genann e wohl auch wich ig,da zei lich o dem S a uenpo al de T ie e Lieb auenki che .Leide is das Me ze Po al im 18.Jah hunde schwe beschädig und um 1890 s a k es au ie wo den . Al sind die d ei Tympana ,das mi le e mi dem Ma ien od on mindes ens d ei e schiedenen Händen ge e ig .Den un e en S ei en mi dem Zug de Apos el eil en sich zwei in Mainz (nach O.Schmi )spä e wiede zusammena bei ende Meis e :de be ühm e Naumbu ge und ielleich jene Meis e ,de auch die Apos els a uen SS.Pe e und Paul zu Neuweile (No dwes elsaß )schu .Die A des „Naumbu ge s ",den man nach seinem ühes en Au e en (denn die Zu- sch eibungs o schläge in Amiens und Noyon können nich als gesiche gel en ) as ich ige „Me ze Meis e "nennen könn e ,e schein nach manche lei Hin¬ weisen (zule z besonde s on P.Volkel ,Annales Uni e si a is Sa a iensis ,Phil . 11 Reihe,1956,Vol.V,Fase.3/4,p.290)sich imme deu liche als lo h ingisch cha ak e¬ isie en zu lassen .Das Schwe blü ige ,Blockha e,Flächens a ke seine Bildwe ke inde sich so eigen lich nu in de lo h ingischen Skulp u des 13.und 14.Jah ¬ hunde s . Fü das spä e e 13.Jh.sind d ei S einmadonnen wich ig,die auch noch nich genügend beach e wu den :1.eine g oße Hausmadonna zu Ligny-en-Ba ois (dem wes lichen G enzgebie Lo h ingens gegen die Champagne zu)—wah schein¬ lich u sp ünglich eine T umeau igu — ,2.die T umeaumadonna de Hallenki che zu Ma ille (No dwes lo h ingen ),je z zum Schu z als F agmen ins Inne e de Ki che e se z ,eine an heinische Typen e inne nde Figu ,und 3.die wohl eben alls eins als T umeaumadonna dienende S ehma ia de Wall ah ski che S .Nicolas- de-Po bei Nancy ,die in ih e blockha en Gewand a ung an das lo h ingische Elemen in den We ken des Naumbu ge (Me ze )Meis e s e inne . Die Zei um 1300 und das ühe 14.Jh.e leb en nach dem heu e aßba en Denkmäle bes and die g öß e Blü e lo h ingische Bildne ei .Bekann is die bedeu¬ ende G uppe lo h ingische Madonnen ,au die in ikonog aphischem Zusammenhang e s mals Pe d ize 1907 (Madonna des Ka hed alk euzgangs S .Die),dann on de Ma ia des Kaise F ied ich-Museums ausgehend (die 1959 do hin zu ückkeh e ) E.Simon (Be line Museen ,1923)und G.Weise (Mi elal l .Bildwe ke d.KFM u. ih e nächs en Ve wand en ,1924)au me ksam mach en .Weise zog e s mals wei e Ve bindungslinien on S .Die nach Köln,Hessen und Wes alen .Pinde s ei diesen Zusammenhang (Handbuch ),R.Hamann widme ihm eine b ei e e Un e ¬ suchung (Elisabe hki che II,1929),in de die lo h ingische Eigens ändigkei abge¬ schwäch wi d .Auch Beenken (Bildhaue d.14.Jh.am Rhein u.in Schwaben,1927) und Ka pa (Z.Ch onologie d.Köln.Plas ik im 14.Jh.,Wall .-Rich.-Jb.1933/34) kennen die lo h ingische Komponen e kaum ,die noch Feulne (Gesch.d.D .Plas ik , 1953,p.169)me kwü dig einsch änk .Nach Weises e s em Ve such wa es dann o allem Fo sy h (Me opoli an Museum S udies ,Vol.V.,Pa 2,1936),de on den sechszehn mi le weile nach den USA abgewande en S einmadonnen aus Lo h ingen ausgehend ,eine e s e Bes andsau nahme mach e.Seine Fo schungen e gänz en in kleine en Bei ägen W.Zimme mann ,H.Eichle ,P.Volkel und de Vo agende .Eine neue Bes andsau nahme e such e A.Ho mann (Disse a ion Msmsc .München 1954),die P.Volkel eingehend besp ach (op.ci .1956,do auch as alle Li e a u angaben ).Nunmeh schien de Zei punk gekommen ,eine sys e¬ ma ische Denkmäle au nahme in Lo h ingen du chzu üh en ,die bishe schon iel neues Ma e ial zu Tage ö de e :übe sechzig bishe unbeach e e Figu en,da un e e s mals eine G uppe on männlichen Heiligen .Die s a ke P oduk ion , o allem abe auch die hohe Quali ä in den Spi zenleis ungen , e ne die eindeu ige P o e¬ nienz aus lo h ingischen Ki chen und O en bei de übe wiegenden Meh zahl de We ke siche n de noch imme nich ich ig beu eil en Kuns landscha zwischen Maas und Vogesen ,zwischen den anzösischen K onlände n und den Lände n am Rhein eine bedeu same Mi el -und Mi le s ellung .So nimm zwei ellos höchs en Rang die monumen ale Kalks eins a ue des Heiligen Eus asius zu Ve ga ille (Wide sdo )ein,mi gu e hal ene Fa b assung am Haup ,die in Kü ze im Pan heon publizie wi d .De Fo schung bishe en gangen ,dü e allein dieses We k on de Höhe lo h ingische Kuns scha ens um 1300 übe zeugen ,so daß es nö ig sein wi d,den noch on Feulne (op.ci .) e e enen S andpunk zu ko igie en .Es gab eine bedeu ende hochgo ische Skulp u in Lo h ingen ,die ei¬ lich aus de Isle-de-F ance,besonde s abe aus de Champagne und aus No d¬ bu gund An egungen au nahm ,sie jedoch selbs ändig und cha ak e is isch e ¬ a bei e e und nach den Lände n am Rhein wei e gab .Auch die Viel al de S ömungen inne halb Lo h ingens wi d imme deu liche . Ku z wu de eine Pa le -Nach olge in Lo h ingen ges ei (Schlußs eine de Cöles ine ki che in Me z ,Museum ,besp ochen on H.D.Ho mann in Annales Uni .Sa a .,1958 [3/4];S .Geo g als Rei e im D achenkamp in Domjulien und ein Bischo kop im Museum Nancy :demnächs publizie in Annales Uni .Sa a . 1959,4).Als Haup we k des weichen S ils da die monumen ale G ablegungs¬ g uppe zu Pon -a-Mousson gel en (die zusammen mi eine Gesam au s ellung de 12 G ablegungsg uppen in Gesam lo h ingen ,de zahlenmäßig wohl s ä ks en G uppe dieses Themas in Eu opa [!] on H.D.Ho mann in den Annales Uni .Sa a . 1959,4,in Kü ze e ö en lich wi d ).Die aus Einzels a uen gebilde e Kalks ein¬ g uppe on Pon -ä-Mousson s eh in de di ek en Slu e -Nach olge und dü e ,was bishe übe sehen wu de ,wohl die äl es e e hal ene G ablegungsg uppe des bu gun¬ dischen Typus sein.Neben dem auch in ande en We ken aßba en bu gundischen Ein luß au die lo h ingische Skulp u des weichen S ils inden sich auch eigen¬ s ändige e A bei en ,in denen z.T.die äl e e lo h ingische T adi ion nachwi k . Und um die Mi e des 15.Jh.gib es dann nochmals ein eiche es Bild meh e e S einbildhaue we ks ä en ,die bishe ganz unbekann blieben (und die in de o dem Abschluß s ehenden Disse a ion on H.D.Ho mann behandel we den ). Im Ausklang de Spä go ik zeichnen sich schließlich Ein lüsse aus de Champagne (T oyes )und aus den Niede landen ,abe auch aus dem Elsaß ab.